Montag, 22. März 2021

Auf die Wunschliste! - Neuerscheinungen im März 2021

Ich hatte erwartet, dass ich mich im März vor buchigen Neuerscheinungen kaum retten kann. Zwar waren bei mir einige Titel auf dem Schirm, und doch musste ich zusätzlich noch etwas suchen, um meine Wunschliste mit weiteren März-Büchern zu füllen. Neun Stück sind es am Ende geworden. Detaillierte Infos gibt es wie immer mit einem Klick auf das jeweilige Cover.


    

Das Buch des Wisperns von Peter Schwindt ... Bevor ich mich hier festlege, werde ich wohl einige erste Meinungen abwarten. Die Geschichte dieses Trilogiestarts klingt für mich superinteressant. - Drei Jugendliche führt das Schicksal an der Küste Britanniens zusammen. Eine finstere Macht sucht ihren Weg in die Welt, deren Zukunft vom Handeln dreier Menschen abhängt.
Der Tod setzt Segel: Ein Fall für Wells & Wong von Robin Stevens ... ist der neunte und letzte Reihentitel der charmant-spannenden Wells & Wong-Detektivreihe. Diesmal sind Daisy und Hazel auf einer Nil-Kreuzfahrt unterwegs. Kaum zu glauben, dass es nun zu Ende sein soll, die Reihe begleitet mich schon so lange. Band 9 ist ein Lesemuss!
Die Liebesbriefe von Abelard und Lily von Laura Creedle ... klingt nach einem wunderschönen und besonderen Liebesroman im Jugendbuch. - Lily setzt heimlich ihre ADHS-Medikament ab und löst damit einiges aus. Schließlich muss sie nachsitzen und trifft dort auf den Asperger-Jungen Abelard. Lily küsst Abelard spontan, als dieser für sie einsteht und löst damit verwirrende Gefühle in beiden aus. Zunächst per SMS beginnt diese Liebesgeschichte.

Donnerstag, 18. März 2021

"Blitzeinschlag im TerriTorium" von Christine Werner



Das Thema
Terris Eltern sind getrennt. Jede Woche hisst die 13-Jährige ihre Fahne im anderen Territorium. So weit, so gut. Von wegen! Denn plötzlich schlagen überall Liebesblitze ein: Ihre Mutter verliebt sich - in eine Frau! Und auch ihre beste Freundin Nina ist nicht mehr zurechnungsfähig. Blitze, Aszendenten und Moleküle - alle hängen sie in der Sache mit der Liebe drin und Terri versteht allmählich: Alles ist jetzt irgendwie anders, aber irgendwie total gut.

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Mixtvision Verlag


[...] da hat sie dann endlich einen aus dem Regal genommen - einen schimmernden knallroten Lack. Farbe: "Rocking Love". Der Verschluss der Flasche ist in Herzform!
"Die neue Farbe sieht gut aus", ruft sie aus dem Bad.
"Rocking Love"?!
"Sie leuchtet so schön."
In Herzform? So ein kitschiger Verschluss wäre ihr bisher nicht ins Bad gekommen. Kann mir jemand erklären, wie die Gehirne von Müttern funktionieren? Wer programmiert das von Paulette gerade um? - S. 13


Das Leseerlebnis
"Blitzeinschlag im TerriTorium" ist das Jugendbuchdebüt von Christine Werner. Und mit diesem hatte mich die Autorin vorab schon sehr neugierig gemacht. In der Geschichte geht es ums Älterwerden, um Entwicklung und Veränderung, vor allem aber um Familie. Dass Familie heutzutage mehr bedeutet als das klassische (Rollen-)Modell, ist selbstverständlich. Familie kann sowohl normativ als auch zusammengewürfelt, getrennt lebend oder queer sein. Vielleicht ist die im Buch dargestellte Version sogar vertraut. Hier über den persönlichen Tellerrand zu blicken, kann nicht nur für Kinder, sondern auch für erwachsene Leser*innen, wertvoll sein.

Die 13-jährige Terri hat eine ganz besondere Familie, und das findet sie super. Ihre Eltern leben getrennt; Terri verbringt ihre Wochen abwechselnd bei ihrem Papa, samt neuer Freundin und deren Sohn, und bei ihrer Mama. In jedem Zuhause hat Terri ihr eigenes Zimmer, ihr Territorium, und kennzeichnet dieses beim wöchentlichen Einzug durch ein Fähnchen mit Krone: Die Queen ist zu Hause! So kann das auch bleiben, findet Terri. Doch dann scheint überall um sie herum der Blitz einzuschlagen, der Liebesblitz. Ihre beste Freundin redet nur noch von ihrem Schwarm aus der Schule, und auch Terris Mama verliebt sich neu , macht darum aber ein großes Geheimnis. Terri ist frustriert und genervt, weil dieses Liebesgeblitze alles anders macht. Sie möchte der Sache auf den Grund gehen.

Mittwoch, 10. März 2021

"Ellingham Academy: Die Botschaft an der Wand" von Maureen Johnson



Das Thema
Stevie hat den Entführer von Alice gefunden. Doch noch sind nicht alle Fragen beantwortet. Lebt Alice Ellingham noch? Und wie hängt ihr Verschwinden mit den Todesfällen in der Gegenwart zusammen? Als sich ein weiterer Unfall ereignet, soll das Internat evakuiert werden. Aber Stevie ist sich sicher: Dieses Rätsel kann sie nur am Schauplatz des Verbrechens lösen. Gemeinsam mit ihren Freunden versteckt sie sich in der Schule. Was jedoch niemand ahnt: Dort sind sie nicht nur einem heftigen Schneesturm ausgeliefert, sondern auch einem Mörder, der keine Skrupel kennt ...

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Loewe Verlag


"Was ist mit David? [...] Und ihr zwei seid schließlich zusammen oder so ähnlich, stimmt's? Wo ist er jetzt?"
"Ich dachte, Human-Interest-Kram liegt dir nicht", erwiderte Stevie und beschleunigte ihren Schritt.
"Stimmt auch. Aber David ist verprügelt worden und dann verschwunden und keiner scheint eine Ahnung zu haben, wohin. An einem Ort wie dieser Schule sollte man so was nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die letzte Person, die von hier verschwunden ist, wurde tot in einem Tunnel gefunden. Also noch mal: Wo ist er? Weißt du was oder nicht?"
"Oder nicht", antwortete Stevie. - S. 87


Das Leseerlebnis
Im Jugendbuch gibt es zahlreiche Schul- oder Internatsromane. Zu viele? Bei der Entscheidung für neuen Lesestoff wären diese aktuell wohl nicht meine erste Wahl. Die Ellingham Academy-Trilogie ist anders. Nach zwei klasse-komplexen und mitreißenden ersten Reihentiteln ergibt es sich wie von selbst, dass "Die Botschaft an der Wand", der Abschlussband, ein Lesemuss ist. Und mit diesem hat Maureen Johnson erneut bewiesen, dass sie eine rundum gute Geschichte geschrieben, diese auch zu einem gelungenen Abschluss gebracht hat. In ihrer Danksagung schreibt die Autorin, dass die Schreibjahre der Ellingham Academy-Trilogie geprägt waren von Rätselraten, Löschen, Neuschreiben und innerlichem Geschrei. Ich kann es mir lebhaft vorstellen. Umso eindrucksvoller, was dabei herausgekommen ist.

Inhaltlich sei hier nicht allzu viel verraten, schließlich handelt es sich um einen Auflösungsband. Der Ellingham-Fall, wegen dem die Hobbydetektivin Stevie Bell an die Academy kam, wurde von ihr weitestgehend aufgeklärt. Das erzählt sie jedoch niemandem, schließlich bleiben noch ein paar letzte Fragen übrig, und der Verbleib von Alice Ellingham, der Tochter des Schulgründers, ist immer noch unklar. Vielmehr geht es Stevie nun darum, die Morde der Gegenwart aufzuklären und sie mit dem Fall aus der Vergangenheit zu verknüpfen. Denn dass es sich hier jeweils um Mord handelt, davon ist Stevie überzeugt.