Mittwoch, 25. November 2020

5 (Bücher) vom SuB #9


2019 startete ich mal wieder eine Challenge. Ich hatte mir vorgenommen, endlich meinen Stapel ungelesener Bücher (SuB) in Angriff zu nehmen, bzw. abzubauen. Das motivierte mich stark und machte so großen Spaß, dass ich die Aktion 2020 fortführe. Mir ist diese Sache wichtig und rumort mir schon seit Jahren im Magen. Denn meine damals rund 80-100 SuB-Bücher, die wegen Neuerscheinungen und Schnell-mal-eben-Einschüben immer mehr nach hinten rutschten, wollen von mir gelesen werden. Sie sollen nicht ungelesen altern, eventuell sogar aussortiert werden, wenn nach langer Zeit meine Lust darauf verschwunden ist.

Weil ich bei solchen Dingen gerne mein Ziel im Auge behalte und Leselisten für mich eine feine Sache sind, ist "5 vom SuB" meine persönliche Challenge für dieses Jahr. Der letzte Beitrag dazu war 5 (Bücher) vom SuB #8. Ich suche mir fünf Bücher aus, die ich alle lese, bevor dann die nächsten fünf folgen. Zu jedem Buch gibt es eine kurze Info zum Inhalt und meine Meinung. Willst du dich mir anschließen? Jederzeit gerne. Und nun geht es weiter mit 5 (Bücher) vom SuB #9 ...


Wie Sterne so golden von Marissa Meyer
Cress wurde als kleines Mädchen von ihrer Herrin, einer Dienerin der Königin von Luna, in einen Satelliten eingesperrt. In diesem kreist sie seit sieben Jahren um die Erde. Mit der Zeit entwickelte sich Cress zu einer bedeutenden Hackerin und wird nun von der Königin dazu eingesetzt, die Erde auszuspionieren. Eines Tages nehmen Cinder und ihre Gefährten Kontakt zu Cress auf und retten sie aus dem Satelliten. Doch die Flucht misslingt.

"Wie Sterne so golden" ist der dritte Band der Luna-Chroniken (es gibt insgesamt vier) und wieder ein Highlight. Ich kann kaum sagen, welches der Bücher mir bisher am besten gefiel. Hier wird die Geschichte von Cress erzählt, angelehnt an das Märchen Rapunzel, und in einer völlig mitreißenden Sci-Fi-Version umgesetzt. Das Buch ist sehr spannend und vielfältig, es hat aber auch lustige Szenen, viele werden richtige Insider, die mich beim Lesen oft schmunzeln ließen. Jedes Buch ist zwar eine eigene Märchenadaption, doch wird eine allumfassende Geschichte erzählt. Natürlich erfährt man hier, wie es mit Cinder, Scarlet und der Mannschaft weitergeht. Ganz große Klasse!


Milchmädchen von G. R. Gemin
Gemma lebt in einer schäbigen und trostlosen Wohngegend in Wales. Unruhen und kleinere Verbrechen sind hier an der Tagesordnung. Ihr Vater ist zur Zeit im Gefängnis und auch zu Hause läuft es nicht gut. Doch dann freundet sich Gemma mit der Außenseiterin Kate an. Kates Eltern betreiben einen Bauernhof, der leider kurz vor der Aufgabe steht. Die Mädchen wollen unbedingt die zwölf Milchkühe retten und haben die Idee, jede Kuh in der Nachbarschaft zu verteilen. Plötzlich verändert sich die ganze Wohngegend.

Vom Autor G. R. Gemin habe ich bereits das zweites Buch "Café Morelli" gelesen ... und das war toll! Auch sein Debütroman "Milchmädchen" ist wunderbar zu lesen und rührt das Herz an. Das Buch ist ein Beziehungsroman. Es ist schön zu sehen, was die Idee zweier Mädchen bewirken kann, wie sich Gemmas Denken verändert. Ebenso das der Menschen um sie herum. Es ist sicher nicht realistisch zwölf Kühe auf die Gärten und Hinterhöfe eine Wohngegend zu verteilen. Aber in der Geschichte geht es um mehr; um Freundschaft, Zwischenmenschlichkeit und einen Gesinnungswandel, der spürbar ist. Hat mir gut gefallen.

Dienstag, 24. November 2020

"Eine Prise Mord: Der achte Fall für Wells & Wong" von Robin Stevens



Das Thema
Daisy und Hazel sind zurück in Deepdean, und die Schule bereitet sich auf die große Feier zum 50-jährigen Bestehen vor! Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, doch Deepdean scheint sich verändert zu haben: Daisy hat ihren Beliebtheitsstatus an eine neue faszinierende Mitschülerin verloren, und viele ihrer Verbündeten sind jetzt plötzlich Feinde der Detektei. Dann werden die Mädchen Zeuginnen eines schockierenden Vorfalls in den nahe gelegenen Wäldern - ein Verbrechen, das sicher mit dem Jahrestag in Verbindung steht. Als die Eltern zum Jubiläum anreisen, kommen jahrzehntelange Rivalitäten und Geheimnisse an die Oberfläche, ein Mord geschieht und damit steht die Zukunft von Deepdean auf dem Spiel. Können die Mädchen den Fall lösen - und ihr Zuhause retten?

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Knesebeck Verlag


Nach all den wilden und erwachsenen Abenteuern, die wir dieses Jahr erlebt haben, dachte ich, es würde sich seltsam anfühlen, zurück an die Deepdean zu kommen. Doch stattdessen kommt es mir vor, als wären wir nie fort gewesen, nicht wirklich. Daisy und ich sind Deapdean-Schülerinnen, und - egal wohin wir gehen - diese Schule ist uns in Fleisch und Blut übergegangen. So viel wir auch herumkommen, ist sie der eine beständige Ort, den wir haben - S. 19


Das Leseerlebnis
Wenn man bereits acht Bände einer geliebten Reihe gelesen hat, hat man bei jedem neuen Buch das Gefühl nach Hause zu kommen. Personen und Gepflogenheiten sind vertraut, man fühlt sich in der Geschichte sofort heimisch. Bei "Eine Prise Mord", dem achten Detektivfall der Schülerinnen Daisy Wells und Hazel Wong, kehren die beiden (mal wieder) an den Ausgangspunkt ihrer Detektei zurück, an die Mädchenschule Deepdean, im England der 1930er Jahre. Ein neuer, spannender Fall, bei dem Leser*innen mitdenken und miträtseln dürfen.

Irgendwie ist es für Hazel seltsam, zurück in Deepdean zu sein. Es ist anders als zuvor, und es scheint viel Rivalität unter den Schülerinnen zu geben. Auch Daisy hat an Dingen zu knabbern, denn plötzlich ist sie nicht mehr die beliebteste Schülerin; ein anderes Mädchen hat ihr den Rang abgelaufen. Und dann steht auch noch ein Jubiläum an. Deepdean wird 50! Viele Eltern und Gäste werden erwartet. Alle Mädchen sollen bei den Vorbereitungen helfen und sich von ihrer besten Seite zeigen. Ausgerechnet am Tag der Jubiläumsfeier beobachtet Küken, Mitglied der Detektei Wells & Wong, von ihrem Fenster aus einen Mord im Wald. Sollte die Schule schon wieder wegen eines Verbrechens in die Schlagzeilen kommen, droht ihr das Aus. Können Daisy, Hazel und ihr Team den Fall lösen?

Freitag, 20. November 2020

Buchzugänge vs. Buchabgänge im Oktober 2020

Huch, da ist es schon wieder fast Ende November und ich komme jetzt mit meinem Monatsrückblick auf den Oktober daher. Könnte man Zeit mit Geld kaufen, ich wäre sofort dabei. So muss ich mit der Zeit haushalten, die ich zur Verfügung habe, mich oft entscheiden, was ich priorisieren soll. Damit bin ich sicher nicht alleine. Trotzdem ist solch ein buchiger Rückblick immer wieder schön. Selbst nach Jahren habe ich so ein monatliches Lesetagebuch und erinnere mich gerne zurück.


Meine Buchzugänge im Oktober - 5 Bücher



Dienstag, 17. November 2020

"Die dunklen Pfade der Magie" von A. K. Larkwood



Das Thema
Csorwe steht bereits in jungen Jahren vor der Entscheidung ihres Lebens: Soll sie ihrer Bestimmung folgen und sich als erwählte Braut des Unaussprechlichen opfern? Oder soll sie ihren Gott verraten und in die Dienste eines mächtigen Magiers treten? 
Sie wählt das Leben - und damit beginnen ihre Probleme. Als Schwerthand von Belthandros Sethennai bereist sie durch flammende Tore die Welten auf der Suche nach einem längst vergessenen Artefakt und kämpft mit Gegnern, deren Waffen schärfer sind als die beste Klinge. Irgendwann muss sie begreifen: Die dunklen Pfade der Magie sind gewunden, und auf einigen wartet ein Schicksal, das schlimmer ist als der Tod.

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: FISCHER Tor


Einen Monat vor dem Tag, an dem Csorwe sterben würde, kam ein Fremder in das Haus der Stille. Csorwe sah seine Ankunft nicht, sie befand sich unten in der Krypta und lauschte den Toten. - S. 18


Das Leseerlebnis
Fantasyromane werden wohl immer mein großes Steckenpferd bleiben. Gerne als Jugendbuch, aber auch sehr gerne als anspruchsvolle(re) Erwachsenenversion. "Die dunklen Pfade der Magie" vereint beides. Die ungewöhnliche Fantasygeschichte ist ein echter All-Age-Roman, aber eher "typische" Erwachsenenfantasy. Hier wird man als Leser*in ziemlich gefordert, denn es wird wenig erklärt, die Handlung ist dafür recht düster-hart und weit weniger romantisch (dafür wunderbar divers und queer) als Bücher für ein jüngeres Zielpublikum. Als perfekt empfand ich das Buch nicht, gibt man der Handlung aber eine Chance, dann bekommt man einen lesenswerten und besonderen Fantasyroman geboten.

Es gibt einen Gott, einer von vielen Göttern, der Unaussprechlicher genannt wird. Ihm ist ein Schrein gewidmet, über den die Dienerinnen des angeschlossenen Tempels wachen. Csorwe ist eine solche Dienerin und außerdem die erwählte Braut des Unaussprechlichen. Alle vierzehn Jahre wird ihm die erwählte Braut geopfert, in wenigen Wochen soll Csorwe in seinen Schrein geführt werden. Dort wird sie sterben. Kurz vor Csorwes Tod kommt Sethennai in den Tempel, ein mächtiger Magier. Er bietet Csorwe an, in seinen Dienst zu treten. Sie nimmt an, flieht aus dem Tempel und vor dem Unaussprechlichen und wird Sethennais rechte Hand. Doch Csorwe erkennt bald, dass die Pfade der Magie dunkel sind, und Dinge auf sie warten, mit denen sie niemals gerechnet hat.

Sonntag, 8. November 2020

"Pepper-Man" von Camilla Bruce



Das Thema
Dies ist die Geschichte der verstorbenen Cassandra Tipp. Cassandra war erfolgreiche Autorin, exzentrische Tante - und angeklagte Mörderin. Sie hinterließ ihren Nachfahren ein Buch, das ihre Geschichte erzählt. Eine Geschichte von Pepper-Man, dem Wesen aus dem Wald, das Cassandra beschützte; eine Geschichte von blutigen Nächten und magischen Geschenken; eine Geschichte von Ehemännern aus Zweigen und Steinen. Und die Geschichte von Kindern, die im Wald verloren gingen.
Oder vielleicht doch eine Geschichte über ein kleines Mädchen, das im Schatten eines dunklen Waldes und furchtbarer Erinnerungen aufwuchs?
Es ist deine Entscheidung, ob du Cassandras düsterem Märchen glaubst.

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Knaur Verlag


Niemand behält das böse Mädchen im Auge. Die seltsame Tochter wird allein gelassen. Das machte es so einfach, sich wegzustehlen, an die zwielichtigen Orte der Welt vorzudringen. Entführt zu werden. Sich zu verlaufen. Ganz und gar verschlungen zu werden.
Für jene, die böse Absichten haben, riechen gute Mädchen wie Mandarinen - schmackhaft, aber bitter; es schreckt sie ab. Böse Mädchen wie ich riechen nach reifen Äpfeln, die nur darauf warten, gepflückt zu werden, saftig und sauer.
Niemand wird sie vermissen.
Aber ich hätte den Schutz einer Mutter gebrauchen können. - S. 23/24


Das Leseerlebnis
Ich kann nicht genau sagen, was ich mich an "Pepper-Man" so stark anzog, dass ich es lesen wollte. War es die unheimliche Optik? Oder die spannend-gruselige Buchbeschreibung? Vollständig einschätzen zu können, mit was ich es hier zu tun bekommen würde, wäre zu weit gegangen. Zugegeben, das Buch war für mich ein Wagnis - eines, das sich gelohnt hat. Es geht um die Kindheit und das spätere Leben von Cassandra. Ihre realen Erfahrungen oder ihre Wahnvorstellungen. Wirklichkeit oder Fantasie? Zwischen diesen zwei Optionen dürfen Leser*innen selbst wählen. Einfach ist das keinesfalls. Was im Grunde ganz klar erscheint, verschwimmt im nächsten Moment und wird zur Fraglichkeit. Mein Leseerlebnis schwankte zwischen Neugier, Abgestoßensein und so starker Faszination, dass ich das Buch kaum weglegen konnte.

Cassandra Tripp ist tot. Ihr Leben war widersprüchlich, voller Exzentrik und Tragik. Außerdem war sie in zwei Mordfällen angeklagt. Als erfolgreiche Autorin hat Cassandra nun viel Geld hinterlassen. Das sollen ihre Nichte Penelope und ihr Neffe Janus bekommen. Aber nur unter der Bedingung, dass sie den von Cassandra hinterlassenen Brief lesen, der die Wahrheit über ihr Leben enthüllen soll. Außerdem enthält der Brief ein Passwort, mit dem der Nachlass ausbezahlt wird. Was Penelope und Janus nun lesen, übersteigt ihre Vorstellungskraft (wahrscheinlich) bei Weitem und lässt sie Dinge in völlig neuem Licht sehen.

Donnerstag, 5. November 2020

Auf die Wunschliste! - Neuerscheinungen im November 2020

Buch-Neuerscheinungen für den November musste ich suchen. Sie sind mir nicht auf Anhieb ins Auge gefallen, bzw. erscheinen diesen Monat nicht ganz so viele Bücher, die auf meiner Wunschliste landen. Schlussendlich sind es fünf bunt gemischte Bücher geworden, die ich mir merke oder die ich auf jeden Fall lesen werde. Detaillierte Infos dazu gibt es mit einem Klick auf das Cover.


  

Der Schlüssel aller Seelen von Jeremy Lachlan ... ist tatsächlich eine Fortsetzung, die ich mir dick im Kalender angestrichen habe. Der Vorgängerroman "Die Wiege aller Welten" hat mir so gut gefallen, dass Band 2 ein Lesemuss ist. Ich glaube, hier handelt es sich um eine Dilogie. Die Reihe ist danach also abgeschlossen.
19 Love Songs von David Levithan ... habe ich zufällig entdeckt und bin vor allem wegen dem Namen des Autors hellhörig geworden. Die Bücher von David Levithan finde ich nämlich klasse. Und dieses Buch ist aus der Tradition entstanden, am Valentinstag Geschichten für seine Freunde zu schreiben. Daraus wurde dann "19 Love Songs". Man trifft in den Kurzgeschichten auch auf bekannte Charaktere, z. B. aus "Letztendlich sind wir dem Universum egal" oder "Two Boys Kissing". Beide Bücher habe ich gelesen, sie sind großartig.
Die Farbe von Glück: Ein Roman über das Ankommen von Clara Maria Bagus ... klingt für mich auf Anhieb nach einem Sachbuch in Romanform. Aber ich glaube das täuscht, denn hier wird die Geschichte einer falschen Entscheidung erzählt, die das Leben dreier Familien für immer verändert. Ich bin sehr gespannt auf das Buch und auf die Wirkung, die es bei mir haben wird.

Dienstag, 3. November 2020

"Papierklavier" von Elisabeth Steinkellner



Das Thema
Maia, 16, pendelt zwischen Schule, Teilzeitjob und ihrer Rolle als Ersatzmutter für ihre jüngeren Schwestern. Als eines von drei Kindern, jedes von einem anderen Vater, wird sie schon mal schief angesehen, lässt sich aber keineswegs unterbuttern. Schnoddrig, selbstbewusst und mit zwei besten Freund*innen an ihrer Seite geht sie durchs Leben, kämpft manchmal gegen ihre eigenen Kilos, meist aber gegen zu starre Schönheitsnormen. Sie steht zu sich und hält zu ihren Freundinnen - komme, was da wolle. Und trotz vieler Verpflichtungen und mancher Niederlagen erobert sie sich mutig ein Stück vom Glück. Ihre Gefühle schreibt sie hier nieder, mit Bildern, die da einspringen, wo Maia keine Worte findet. Der Stil ist sowohl frei als auch witzig, einfühlsam und verletzlich - genau wie Maia selbst.

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Beltz & Gelberg


Es hat durchaus sein Gutes, nur zwei ECHTE Freund*innen zu haben.
Ich muss mich zum Beispiel nicht ständig auf einer dieser Selbstdarstellungsplattformen herumtreiben und dort allen verklickern, wie schön, beliebt und erfolgreich ich bin. Niemals würde ich zwei Menschen, die mich im echten Leben wirklich mögen, gegen Hunderte sogernannter Freunde tauschen wollen, die mich gar nicht richtig kennen. - Elisabeth Steinkellner, "Papierklavier"


Das Leseerlebnis
Um "Papierklavier" zu beurteilen oder zu bewerten, muss ich meine grauen Zellen ganz schön anstrengen. Hier fallen mir die Worte gewiss nicht zu, und meine Eindrücke zu diesem Roman niederzuschreiben ist alles andere als einfach. Inhaltlich und optisch definiert sich das Buch eigen, nicht alltäglich. Ich mag das. Die, lt. Druckbild, handschriftlichen Notizen eines Mädchens gehen Hand in Hand mit gezeichneten Bildern und Illustrationen. Autorin Elisabeth Steinkellner hat eine sehr besondere und gefühlsbetonte Geschichte geschrieben. Illustratorin Anna Gusella hat sie wunderbar in Szene gesetzt.

So richtig glücklich ist die 16-jährige Maia zur Zeit nicht. Der Job in der Saftbar eines Einkaufszentrums macht keinen großen Spaß, jedoch fühlt sich Maia dazu verpflichtet. Die Mutter arbeitet viel, ist immer müde und ausgelaugt, und das Geld reicht trotzdem nicht. Somit kümmert sich Maia um ihre jüngeren Schwestern, schlüpft manchmal sogar in die Mutterrolle. Und dann stirbt auch noch Nachbarin Sieglinde, die die Mädchen unter ihre Fittiche nahm, die etwas kochte, wenn der eigene Kühlschrank mal wieder leer war, die Klavierstunden gab und immer ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte hatte. Aber Maia ist kein Mädchen, dass sich schnell unterkriegen lässt. Sie ist mutig, und sie hat zwei wunderbare Freund*innen,  an ihrer Seite. Ihr Leben ist nämlich doch nicht so verkehrt, und das erkennt Maja bald.