Mittwoch, 30. Oktober 2019

Auf die Wunschliste! - Neuerscheinungen im November 2019

Bei den buchigen Neuerscheinungen bin ich heute bei November angekommen. Nur noch zwei Monate, dann ist das Buchjahr 2019 auch schon wieder vorbei. Geht es nur mir so oder rauscht man mit zunehmendem Alter immer schneller durchs Jahr? Acht Bücher, die mich im November brennend interessieren, habe ich auf meine Wunschliste gepackt. Welche ich davon tatsächlich lesen werde, wird sich zeigen.


Fantasy - Fiction

(erhalte genaue Buchinfos mit einem Klick auf das jeweilige Cover)

  

Die Braut des Winters von Kerstin Arbogast ... Bücher von Kerstin Arbogast lese ich sehr gerne. Ich mag ihren spritzigen Stil und ihren Humor. "Die Braut des Winters" ist ein Einzelband und klingt nach einem tollen Fantasy-Märchen. - Prinz Aywen findet in den vereisten Wäldern eine junge Frau, bewusstlos, fast erfroren. Er nimmt sie mit auf sein Schloss. Sein Vater begegnet ihr mit Misstrauen, doch der Prinz öffnet ihr bald sein Herz. Doch die Unbekannte hütet ein Geheimnis, das das Schicksal von Prinz Aywen bestimmen kann.
Die Rebellion von Laterre von Jessica Brody und Joanne Rendell ... ist ein Sci-Fi-Roman und der Beginn einer Dilogie. - Einst versprach der Planet Laterre den Menschen Hoffnung. Doch heute verhungern die Armen in den Straßen, während die Elite gnadenlos herrscht. Eine Revolution scheint unausweichlich. Trotzdem hängt alles von drei jungen Menschen ab, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Rabenherz und Eismund von Nina Blazon ... Wow, ein neuer Roman von Nina Blazon! Das waren meine ersten Gedanken, als ich das Buch entdeckt habe. Die Autorin gehört zu meinen liebsten. Ich würde jedes Buch von ihr lesen. - Mailin geht beim Land über dem gefrorenen Himmel von einem Märchen aus. Doch als ihre Freundin Silja dorthin entführt wird, macht sich Mailin auf ins Reich des Winterkönigs. Sie bekommt Hilfe und schleicht sich in dessen Schloss ein.

Donnerstag, 24. Oktober 2019

"Strange the Dreamer: Der Junge, der träumte - Buch 1" von Laini Taylor



Das Thema
Lazlo Strange liebt es, Geheimnisse zu ergründen und Abenteuer zu erleben. Allerdings nur zwischen den Seiten seiner Bücher, denn ansonsten erlebt der junge Bibliothekar nur wenig Aufregendes. Er ist ein Träumer und schwelgt am liebsten in den Geschichten um die sagenumwobene Stadt Weep - ein mysteriöser Ort, um den sich zahlreiche Geheimnisse ranken. Eines Tages werden Freiwillige für eine Reise nach Weep gesucht, und für Lazlo steht sofort fest, dass er sich der Gruppe anschließen muss. Ohne zu wissen, was sie in der verborgenen Stadt erwartet, machen sie sich auf den Weg. Wird Lazlos Traum nun endlich Wirklichkeit?

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: One Verlag


Gab es die Verborgene Stadt noch? Lebten ihre Bewohner? Was war vor zwei Jahrhunderten geschehen? Und was vor fünfzehn Jahren?
Welche Macht konnte einen Namen aus der Erinnerung der ganzen Welt austilgen?
Lazlo wollte losziehen und es herausfinden. Das war sein Traum, kühn und großartig: dorthin zu reisen, einmal um die halbe Welt, und die Mysterien selbst lösen.
Natürlich war es unmöglich.
Aber seit wann hielt das einen Träumer vom Träumen ab?
- S. 39


Das Leseerlebnis
Als ich entdeckte, dass Laini Taylors Strange the Dreamer-Reihe ins Deutsche übersetzt wird, war sofort klar, ich muss sie lesen. Daran führt (natürlich) kein Weg vorbei. Schließlich hatte mich die Autorin bereits mit ihrer Zwischen den Welten-Trilogie begeistert, die zwar äußerst komplex ist, sich aber wie ein Gedicht - unglaublich wortgewaltig und vereinnahmend - liest. Von "Strange the Dreamer: Der Junge, der träumte", dem Starttitel der neuen Reihe, erwartete ich Ähnliches. Und das habe ich auch bekommen. Wow, ich bin völlig entzückt! Eine Geschichte in dieser Form liest man selten, bzw. empfinde ich sie als einzigartig.

Einst hatte Krieg das Königreich Zosma in die Knie gezwungen. So viele starben, dass man Fuhrwerke voller Waisenkinder in die Klöster karrte. Diese Waisenkinder bekamen alle den Nachnamen Strange, so auch Lazlo. Lazlo Strange. Der Junge widersetzte sich andauernd der strengen Erziehung durch die Mönche, spielte lieber das Leben in einer geheimnisvollen Stadt nach, deren Geschichten das Einzige waren, das ihm Freude machte. Doch die Stadt wurde zum Mysterium, ihr Name aus Lazlos Gedächtnis und allen Aufzeichnungen der Welt gestohlen; aus den Gedanken gepflückt. Zurück blieb nur Weep. Auch heute noch ist Lazlo so fasziniert von der Verlorenen Stadt, dass er nicht nur zu einem Bibliothekar, sondern zu einem echten Experte für Weep wurde - ein Träumer, etwas verloren in seinen Gedanken und Wunschvorstellungen. Alles ändert sich, als eines Tages tatsächlich eine Gesandtschaft aus Weep auftaucht, womit nie jemand rechnete. Am allerwenigsten Lazlo Strange.

Montag, 21. Oktober 2019

"Mord hinter den Kulissen: Der siebte Fall für Wells & Wong" von Robin Stevens



Das Thema
Im Londoner Rue Theater sollen Daisy und Hazel an einer Aufführung von „Romeo und Julia“ teilnehmen, um sie von weiteren detektivischen Ermittlungen abzuhalten. Doch irgendwie scheint die Gefahr sie zu verfolgen: Eifersucht, Morddrohungen und üble Scherze geraten außer Kontrolle - und dann wird im Theater eine Leiche gefunden. Die beiden Freundinnen setzen alles daran, den Fall aufzuklären. Als Daisy wegen einer Grippe das Bett hüten muss, ermittelt Hazel unterstützt von Alexander und George auf eigene Faust weiter, bevor der Mörder ein zweites Mal zuschlägt - oder nicht ...?

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Knesebeck Verlag


"[...] Es tut mit leid, dass Rose tot ist - ich mochte sie und sie war eine grandiose Julia. Aber ihr Tod wird uns einen Monat lang ein volles Haus garantieren, wenn nicht sogar zwei Monate - und das Rue hat das bitter nötig. Ich muss an mein Theater denken und das werde ich auch."
Sie stand auf und schritt aus dem Zimmer. Mir schwirrte der Kopf. Hatte Miss Crompton sich selbst und auch Inigo gerade das perfekte Tatmotiv gegeben? Es war beinahe zu grauenhaft.
Ich seufzte betreten und auch Inspektor Priestley seufzte. "Das wären dann alle", sagte er nachdenklich. "Einer von ihnen muss es gewesen sein. Nur wer?"
- S. 145


Das Leseerlebnis
Eine der optisch anziehendsten Reihen (weil so schön bunt und kreativ) ist die Wells & Wong- Reihe von Robin Stevens. Und auch inhaltlich hat diese Jugend-Krimireihe ab 12 einiges zu bieten. Mit "Mord hinter den Kulissen" ist mittlerweile der siebte Fall für die jungen Ermittlerinnen Daisy und Hazel erschienen. Jetzt könnte man davon ausgehen, dass es schwer fällt, jedes Buch der Reihe erneut zu bewerten. Denn hochwertig sind sie alle. Dem ist aber nicht so. Jeder Fall ist spannend und ziemlich tricky und mit dem humorvollen Charme der 30er-Jahre zudem ein ganz besonderes Leseerlebnis. Darum ist es auch jedes Mal wieder ein Freude mitzuerleben, was die Autorin sich diesmal für ihre Heldinnen ausgedacht hat.

Nach ihrem nervenaufreibenden Fall in Hongkong wurde beschlossen, dass die 15-jährigen Freundinnen Daisy Wells und Hazel Wong nicht sofort an ihr Mädcheninternat zurückkehren sollen. Vielmehr haben sie sich eine Pause verdient und verbringen diese, abgeschottet von Mord und Rätseln, bei Daisys Onkel in London. Doch der hat geschäftlich zu tun, lässt darum seine Beziehungen spielen, um die Mädchen sicher unterzubringen, und besorgt Daisy und Hazel kleine Schauspielrollen am berühmten Londoner Rue Theater. Doch, wer hätte es gedacht, unter den Schauspieler*innen herrschen Missgunst und Zwietracht, die zu einem Mord führen. Und schon schlittert die Detektei Wells & Wong ihrem nächsten Fall entgegen.

Samstag, 19. Oktober 2019

"Die Krone der Dunkelheit: Magieflimmern" von Laura Kneidl



Das Thema
Freya kennt die Wahrheit. Sie hat herausgefunden, was mit ihrem Bruder im Land der Fae geschehen ist, und nun bleibt für sie nur noch eines zu tun: Sie muss nach Thobria zurückkehren und sich ihrem Schicksal als zukünftige Königin stellen. Doch der Hof ist ein goldener Käfig voller Regeln und Verbote, dabei will Freya nichts sehnlicher als Magie wirken und Larkin finden, der als gesuchter Verbrecher noch immer auf der Flucht vor dem König ist.
Zeitgleich ziehen die geplatzte Krönung und das gescheiterte Attentat auf den jungen Fae-Prinzen Kheeran immer gravierendere Folgen nach sich. Unruhen brechen unter den Unseelie aus und womöglich findet diese Bedrohung schon bald einen Weg in das Reich der Menschen.

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Piper Verlag


Es gab drei Dinge auf der Welt, die Freya mehr herbeisehnte als alle anderen: ihren Bruder, ihre Freiheit und Larkin Welborn. Weder Larkin noch Kheeran konnte sie bekommen, ihre Freiheit aber würde sie sich in der kommenden Nacht zurückholen.
Es waren keine verrosteten Gitterstäbe, die sie gefangen hielten, sondern das goldene Schloss ihres Schlafgemachs. [...] Doch an diesem Tag würde sie ausbrechen.
- S. 44


Das Leseerlebnis
Laura Kneidls Fantasyreihe "Die Krone der Dunkelheit" war auf drei Bücher ausgelegt. Mit dem Erscheinen des zweiten Bandes "Magieflimmern" wurde bekannt, dass die Reihe aufgestockt wurde. Sie besteht am Ende nun aus vier Reihentiteln. Nach Beendigung des Buches wurde mir auch schnell klar, warum. Es scheint unmöglich, dass die Geschichte nun in einem letzten Band zu Ende erzählt werden kann. "Magieflimmern" hat wieder alles, was ich an einer guter Fantasygeschichte schätzte: Eine spannende, gut durchdachte Welt, Charaktere, von denen man mehr lesen möchte und eine handwerklich hochwertige Geschichte. Darum ist es gut, dass sich nun alle Leser*innen auf noch zwei weitere Bücher dieser Reihe freuen dürfen.

Prinzessin Freya hat im Land der Fae ihren Bruder gesucht. Und auch gefunden. Nun ist sie zurück in ihrem eigenen Königreich, mit einem Geheimnis, das ihr dem Schlaf raubt. Getrennt von ihrem Beschützer, dem ehemaligen Wächter Larkin, muss sich Freya nun allen Anforderungen an eine zukünftige Königin stellen. Dabei trifft sie erneut auf den Piraten Elroy, der in ihrem Leben eine entscheidende Rolle spielen soll.
Währenddessen sitzt die Wächterin Ceylan im Palastgefängnis des Fae-Prinzen Kheeran. Sie wird beschuldigt, dessen Mutter getötet zu haben und wartet auf ihre Hinrichtung. Der wahre Täter weigert sich zu sprechen. Doch Ceylan und Kheeran haben einen guten Draht zueinander, nähern sich vorsichtig an. Dabei hat der Prinz der Fae nach seiner geplatzten Krönung gerade mit einer Menge Probleme zu kämpfen.

Sonntag, 13. Oktober 2019

Buchzugänge vs. Buchabgänge im September 2019

Vier neue Bücher habe ich im September in mein Regal gestellt. Dagegen habe ich sechs Bücher gelesen. Mit den meisten hatte ich ein tolles Leseerlebnis, aber gleichzeitig das Gefühl, sehr lange für jedes Buch zu benötigen. Nicht schlimm, manche Geschichten brauchen Zeit. Außerdem kann ich nicht jeden Monat einen richtigen Leserun haben, wie den im August. Mein Septemberlesen war also eher gechillt und mein Highlight eindeutig "Alles okay" und ebenso "King of Scars".


Meine Buchzugänge im September - 4 Bücher



Montag, 7. Oktober 2019

High Five - 5 Sätze/5 Adjektive zu "Alles okay" von Nina LaCour



Carl Hanser Verlag (August 2019),
Hardcover mit SU, 208 Seiten,
übersetzt von Sophie Zeitz,
16,00 € [D]


Marin hat alles hinter sich zurückgelassen, ist Tausende Kilometer geflohen vor ihrem alten Leben, vor dem Verlust ihres geliebten Großvaters. Doch eines Tages steht plötzlich ihre beste Freundin Mabel vor der Tür. Und mit ihr all die Erinnerungen an zu Hause, an Sommernächte am Strand. Mit ihrer Beharrlichkeit gelingt es Mabel, Marin aus ihrem Kokon der Einsamkeit zu befreien. Und Marin begreift, dass sie eine Wahl hat: weiter im Verdrängen zu verharren oder zu ihren Freunden und ins Leben zurückzukehren. (Text-, Cover- und Zitatrechte: Carl Hanser Verlag)


"Langsam verstehe ich, warum du nicht mehr gerne liest."
Ich nicke. "Früher waren es bloß Geschichten. Aber jetzt sickern sie ins Leben und werden immer schrecklicher."
Mabel sieht weg, und ich frage mich, ob sie vielleicht nicht nachvollziehen kann, was ich ihr erzähle. Vielleicht denkt sie, ich übertreibe. Vielleicht hat sie recht. [...] Früher habe ich bei einer Geschichte geweint und das Buch zugeklappt, und dann war es vorbei. Jetzt hallt alles nach, sitzt fest wie ein Splitter und eitert.
"Du warst allein", stellt sie fest. "Die ganze Zeit."
- S. 115


5 zusammenfassende Sätze/Punkte zum Buch

  1. "Alles okay" ist so ein Buch, bei dem ich nicht richtig einschätzen konnte, wie die Geschichte auf mich wirkten würde. Ich wusste, dass das Thema des Buches Trauer (und Einsamkeit) ist. Außerdem geht es um die Beziehung zwischen Marin und ihrer Freundin Mabel. Wie nahe mir die Geschichte geht, und wie stark ich sie in mich aufsaugen würde, das hätte ich nie gedacht. "Alles okay", das Porträt eines Mädchens, gehört zu den schönsten und besten Jugendbüchern, die ich gelesen habe.
  2. Als Marins Großvater stirbt, hat sie niemanden mehr. Zumindest keine direkten Familienangehörigen. Anstatt sich ihren Freunden anzuvertrauen, die ihr Hilfe und Beistand anbieten, flieht sie Tausende Kilometer in die Stadt ihres zukünftigen Colleges. Die Übergangszeit bis Studienbeginn verbringt sie allein in einer Hotelabsteige, und auch ihre neue Zimmernachbarin am College kann die Einsamkeit nie ganz vertreiben. In den Winterferien bekommt Marin Besuch von ihrer alten Freundin Mabel. Was ist damals passiert? Was der Grund, der Marin so stark aus der Bahn geworfen hat?
  3. Nur 200 Seiten ist die Geschichte dick. Der Aktionsradius beschränkt sich auf Marins College und die wenigen Tage, die sie dort gemeinsam mit ihrer Freundin Mabel verbringt. Und doch ist die Wirkung des Romans enorm. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich an die Geschichte zurückdenke. In Rückblenden erfahren Leser*innen, was in Marins Vergangenheit passiert ist, ihre Beziehung zu Mabel und deren Familie, und das Leben mit ihrem Großvater. 
  4. Das Lesegefühl ist ein leises, schmerzvolles und trauriges. Nina LaCour hat eine solch poetische und kraftvolle Erzählweise, dass ich ab Seite 1 stark gefesselt und berührt war. Das zog sich durch das komplette Buch. Die Geschichte hat trotz ihrer Zartheit und Zerbrechlichkeit etwas überwältigend Menschliches. Ich werde mich an "Alles okay" immer mit einem Klos im Hals erinnern, aber auch an ein wunderbares, intensives Leseerlebnis.
  5. Ich bin froh, dass die Autorin für Marins Geschichte, ein Ende gewählt hat, das ihr und den Leser*innen, trotz aller Traurigkeit, gut tut. Eine Entscheidung gegen die Einsamkeit, ein guter Schritt in Richtung Zukunft. Man wünscht Marin wirklich das Allerbeste.

5 Adjektive, die mir spontan zum Buch einfallen

berührend, traurig, festsetzend, poetisch und zart



Zusammengefasst vom Fazitbär:
"Alles okay" ist für mich eines des schönsten und besten Jugendbücher. Die Geschichte von Marin (und Mabel) hat mich tief berührt und sich in mir festgesetzt. Wie viel Einsamkeit und Trauer kann ein Mensch ertragen? Wie viel Hoffnung und Verständnis können gute Freunde geben? Das Buch ist zart und poetisch, gleichzeitig überaus menschlich und kraftvoll. Ein einzigartiger Buchschatz und (m)eine Herzensgeschichte durch und durch.


© Damaris liest.




Donnerstag, 3. Oktober 2019

Auf die Wunschliste! - Neuerscheinungen im Oktober 2019

Oktober bedeutet Herbst und natürlich die Frankfurter Buchmesse. Viele schöne Neuerscheinungen stehen also auf der Liste. Auch, wenn ich in diesem Jahr nicht auf der Messe bin, habe ich einige Verlagsprogramme durchstöbert und Bücher gefunden, die sofort auf meine Wunschliste gewandert sind. Dreizehn Stück. Hier sind sie.


Fantasy - Science Fiction - Magie

(genaue Buchinfos gibt es mit einem Klick auf das jeweilige Cover)


 

Die Wiege aller Welten von Jeremy Lachlan ... soll eine Mischung aus Fantasy- und Science-Fiction-Elementen sein und mit einer großen Portion Humor aufwarten. Meines Wissens ist es ein Reihenstart. Es geht um ein Schloss, das der Eingang zur den Anderwelten ist. Voller Fallgruben und Labyrinthe. Und um eine kleine Heldin, die gegen die gefährlichsten Gegner antritt. Klingt gut.
Ein Himmel aus Gold von Laura Wood ... spielt in den 20er Jahren, und hört sich sehr spannend an. - Ein herrschaftliches, leerstehendes Haus übt eine große Anziehungskraft auf die 17-jährige Lou aus. Immer wieder schleicht sie sich hinein, um in der alten Bibliothek zu lesen. Bis sie eines Tages von den Besitzern überrascht wird. Diese laden Lou zu ihren rauschenden Festen ein.


 

Dienstag, 1. Oktober 2019

"King of Scars: Thron aus Gold und Asche" von Leigh Bardugo



Das Thema
Niemand weiß, was der junge König von Ravka, während des blutigen Bürgerkrieges durchgemacht hat. Und wenn es nach Nikolai selbst geht, soll das auch so bleiben. [...]
Doch mit jedem Tag wird in dem jungen König eine dunkle Magie stärker und stärker und droht, alles zu zerstören, was er aufgebaut hat. Schließlich begibt Nikolai sich mit einem jungen Mönch und der legendären Grisha-Magierin Zoya auf eine gefährliche Reise zu jenen Orten in Ravka, an denen die stärkste Magie überdauert hat. Denn nur dort besteht eine Chance, sein dunkles Vermächtnis zu bannen. Einige Geheimnisse sind jedoch nicht dafür geschaffen, verborgen zu bleiben - und einige Wunden werden niemals heilen.

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Knaur Verlag


Zu seiner Überraschung nahm Zoya seine Hand. "Komm zurück", sagte sie. "Versprich, dass du zurückkommst."
Da er sehr wahrscheinlich sterben würde, gestattete er es sich, seine Hand kurz an ihr außergewöhnliches Gesicht zu legen. Ihr Haut fühlte sich kühl unter seinen Fingern an.
"Natürlich werde ich zurückkommen", sagte er. "Ich traue niemandem sonst zu, meine Grabrede zu halten."
Ein Lächeln verzog ihre Lippen. "Die hast du bereits geschrieben?"
"Sie ist sehr gut. Du wärst überrascht, wie viele Synonyme es für gut aussehend gibt."
- S. 437/438


Das Leseerlebnis
"King of Scars" oder der erste Band der Thron aus Gold und Asche-Dilogie war für mich eine der am meisten herbeigesehnten Neuerscheinungen des Jahres 2019. Es ist der sechste Roman, der in Leigh Bardugos phantastischem 'Grishaverse' spielt und soll auch als eigenständige Reihe funktionieren. Dennoch empfehle ich dingend, und um die Großartigkeit dieser Geschichte genießen zu können, zuvor mindestens die Grisha-Trilogie, besser auch noch die Krähen-Dilogie, gelesen zu haben. Es hat schon einen Grund, warum die Autorin die Bücher in dieser Reihenfolge veröffentlich hat. Im Prinzip steht jede Reihe für sich, aber es bestehen große Zusammenhänge und Überschneidungen, sodass "King of Scars" ohne die beiden anderen Reihen an Bedeutung (und Spaß!) verliert. Kennt man alle vorangegangenen Bücher, dann gehört auch dieses zu den besten Leseerlebnissen überhaupt.

Nikolai Lantsov ist der junge Zar von Ravka. Doch mit seinem Titel hat er nicht nur die täglichen politischen Herausforderungen geerbt, aus der vergangenen Zeit des Bürgerkrieges hat er ein besonders finsteres Anhängsel mitgebracht. Eine dunkle Magie, eine Art Monster, hat sich in Nikolais Körper festgesetzt, und mit jeder Woche wird es stärker, droht den Herrscher vollständig zu verdrängen. Als Nikolai und seine Ratgeber von einer Möglichkeit erfahren, das Monster zu bannen, begibt er sich mit seiner Grisha-Kommandeurin Zoya auf eine gefährliche Reise.
Zeitgleich wurde die Grisha Nina von Zar Nikolai beauftragt, im Nachbarland auf die Suche nach bedrohten Grisha zu gehen und sie in die Sicherheit nach Ravka zu schmuggeln. Außerdem ist da noch eine private und emotionale Sache, die Nina dringend erledigen muss. Was sie aber auf ihrer Mission entdeckt ist so furchtbar, dass Nina sich weigert, untätig zuzusehen.