Samstag, 17. Februar 2018

Dieses Buch bleibt im Regal #41

Eine Aktion von Damaris liest.
Fast alle Büchersüchtigen sammeln ihre Bücher. Die Regale werden voller, der Platz immer weniger. Einige können sich von keinem Buch trennen, andere geben ihre Bücher auch gerne mal weiter. Zu letzterer Sorte gehöre ich. Natürlich gibt es aber Bücher, die für immer in meinem Regal bleiben. Entweder, weil sie echte Herzensbücher sind und ich sie (theoretisch) auch mehrfach lesen würde, oder, weil sie für mich einen ideellen Wert haben, ich mich darum niemals trennen mag. Eines dieser Bücher möchte ich hier - ein Mal im Monat - vorstellen. Denn sie verdienen eine besondere Beachtung.


Der Herr der Ringe


"Der Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien - "Die Gefährten", "Die zwei Türme", "Die Rückkehr des Königs" - Schuber vom Klett-Cotta Verlag

Bücher, zu denen ich eine persönliche Geschichte erzählen kann, sind mir die liebsten. So ist das bei der Reihe "Der Herr der Ringe". Eine Freundin, selbst lesebegeistert, empfahl mir als junge Erwachsene "Der Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien als sehr geniale Fantasy. Damals las ich noch nicht so exzessiv wie heute. Zuerst gab sie mir noch den Tipp, die Reihe mit dem damals als Kinderbuch erschienenen "Der kleine Hobbit" zu beginnen "... weil das alles irgendwie zusammenhängt und man die Sache mit dem Ring besser versteht." Ein guter Tipp!

Ich kaufte mir also "Der kleine Hobbit", mit dem ich prima in die Welt von Mittelerde, die J.R.R. Tolkien geschaffen hat, eintauchen konnte. Das Buch gefiel mir, und so ging es im Anschluss direkt mit dem ersten Band der Der Herr der Ringe-Trilogie weiter, die ich mir als grüne Taschenbücher im günstigen Pappschuber kaufte. Die Übersetzung von Wolfang Krege empfinde ich heute für meinen damaligen Einstieg als förderlich, denn sie liest sich moderner als das Original. Beim Prolog, einer Art (langweiligen) Zusammenfassung über Hobbits und den Ringfund, hätte ich fast wieder aufgegeben. Doch ich blieb dran, und die Bücher begleiteten mich während den kommenden Wochen und Monate.

"Der Herr der Ringe" war mein Einstieg in die klassische High Fantasy und für mich auch heute noch eine der Ur-Fantasygeschichten, von der viele weitere Bücher beeinflusst wurden. Es war Sommer damals, Ferienzeit, und ich habe stundenlang gelesen. Nicht schnell, sondern gemütlich und sehr aufmerksam. Mein aktuelles Buch aus "Der Herr der Ringe" hatte ich immer dabei. Am deutlichsten sind meine Erinnerung an ausgiebige Lesestunden am Badesee. Obwohl die Bücher lang, nicht einfach und sehr ausführlich sind, wurde mir niemals langweilig und ich verfolgte das Gelesene wie einen Film. (Übrigens empfinde ich die Der Herr der Ringe-Filme als die besten Buchverfilmungen überhaupt - vielleicht zusammen mit Harry Potter -, aber das ist ein anderes Thema.)
Nach Beendigung der Trilogie war ich einerseits sehr stolz, diese umfangreiche Geschichte geschafft zu haben, hatte aber auch das Gefühl, mir würde etwas fehlen, so intensiv hatte sie mich diese Zeit über begleitet.

Vor wenigen Jahren habe ich mir eine hochwertige Leinenausgabe von "Der Herr der Ringe" gekauft (mit der Übersetzung von Margaret Carroux), mit dem Ziel, meine alten, zwischenzeitlich sehr vergilbt-zerlesenen Schuberausgaben zu entsorgen. Ich brachte es nicht übers Herz. Darum stehen heute beide Versionen in meinem Regal. Und da bleiben sie auch.
Aus heutiger Sicht kann man natürlich anmerken, dass "Der Herr der Ringe" nicht mehr zeitgemäß, teilweise mit extremen Längen und Ausführlichkeiten daherkommt. Aber damals wie heute übt die Geschichte auf mich eine besonders große Anziehungskraft aus. Ich möchte sie unbedingt nochmals lesen. Irgendwann.






Liebe Blogger, dies ist eine Mitmachaktion von Damaris liest. Du möchtest ebenfalls ein besonderes Buch, das niemals aus deinem Regal auszieht, auf deinem Blog vorstellen und es damit deinen Lesern empfehlen? Dann ...

SEI DABEI!
(die Aktion findet jeweils am 15. des Monats statt)

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  • Mach mit oder auch mal nicht. Am Aktionstag oder später (du hast immer einen ganzen Monat Zeit, bevor die nächste Runde startet) - ganz egal. Die Aktion ist jedes Mal freiwillig. Sie soll gemeinsam Spaß machen und ggf. den Austausch anregen.