Montag, 14. März 2016

Für alle, die die Schule überlebt haben - "Morgens leerer, abends voller" von Tobias Keller


Meist mache ich mir bei neuer Lektüre Gedanken darüber, was im Buch auf mich zukommt, mit was ich zu rechnen habe. Dann gibt es aber auch Momente, da lese ich völlig ohne Intention. Gerne humoristisch und übertrieben lebensnah. Manchmal läuft einem ein Buch über den Weg, das genau in dieses Schema passt und darum sofort anspricht. So geschehen bei "Morgens leerer, abends voller", bei dem ich schon beim Klappentext lachen musste. Außerdem ist die dicke, rote Katze - sorry, Kater - auf dem Cover der absolute Hit.

Wir alle waren (oder sind) in der Schule. Und ja, dort gab es einiges zu erleben, aber auch zu überleben. Nicht nur für die Schüler, insbesondere auch für manchen Lehrer. Ihr erinnert euch? Genau davon handelt das Buch.



Die Mitwirkenden
(längst nicht alle, in zufälliger Reihenfolge und ohne jede Wertung)

Fabian
Von Beruf 28-jähriger Junglehrer, liebt seinen Job (manchmal) und ist sich sicher, diesen noch lange zu behalten (nicht wirklich). Privat ist er mit Tine liiert, ob glücklich weiß er nicht so genau, und fährt als Auto den Weißen Horst. Leider hat Fabian im Vollsuff mit seinem Lehrerkollegen und Erzfeind Frühling gewettet und befindet sich derzeit in einer äußerst prekären Lage.

Tine
Ist Fabians Freundin, schon seit 7 Jahren. Doch nach einigen "neuen Ebenen der Beziehung" verlangt es sie nach eine Auszeit. Ihre Idee, ein Jahr raus in die weite Welt fahren - und zwar nach Mexiko. Drei Monate früher als geplant kommt Tine nun zurück von ihrem Selbstfindungstrip: als radikale Weltverbesserin, mit radikalem Kurzhaarschnitt und als Radikal-Veganerin.

Poseidon
Ein arroganter, fetter Kater, den Tine ohne Absprache mit Fabian ins Haus geholt hat - manchmal schnurrt er auch.

Die Klasse 9a
Fabians schwierige - äh, besondere - Klasse, seine Neuner. Und die einzigen, die ihn nach der Wette mit seinem Lehrerkollegen noch retten können. Denn von der Mitarbeit dieser Klasse hängt alles ab.


Ich bin sehr neugierig auf das Buch, vor allem auf Kater Poseidon, und bin überzeugt, dass es die perfekte Wochenendlektüre ist. Voller Lacher, mit viel Augenzwinkern und ebenso vielen Erinnerungen. Denn eigentlich mochte ich sie sehr gerne, die Schulzeit.