Donnerstag, 19. Juli 2012

"Schattenspieler" von Michael Römling - für mich ein Wagnis!

Michael Römlings neues Buch "Schattenspieler" ist zuerst einmal eine Augenweide. Alleine Türkis (meine Lieblingsfarbe) hätte mir ja schon gereicht. Doch hier hat sich der Coppenrath Verlag, der sowieso für seine besondere Buchgestaltung bekannt ist, wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Das Buch ist mir einem Berliner Stadtplan aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs (ca. um 1945) eingebunden. Der Schutzumschlag des Buches ist wie Butterbrotpapier, leicht durchsichtig, sodass der Stadtplan durchschimmert. Dazu die schwarze Scherenschnittoptik, türkise Einfassung und Schnörkel. Super!


April 1945: Berlin liegt in Schutt und Asche, und die Rote Armee steht bereits vor den Toren der Hauptstadt. In den Wirren der letzten Kriegstage kreuzen sich die Wege von Friedrich und dem jüdischen Jungen Leo, der die Kriegszeit in dunklen Kellern überleben konnte. Beide sind auf der Jagd nach einem großen Geheimnis: Irgendwo in Berlin liegt ein unsagbar wertvoller Schatz verborgen, den ein hochrangiger Wehrmachts-Offizier vor Kriegsende noch schnell beiseiteschaffen will. Bald finden die Freunde eine heiße Spur. Doch die Zeit wird knapp, denn Friedrich und Leo sitzt ein mächtiger Gegner im Nacken, der vor nichts zurückschreckt. (Text- und Bildquelle: Coppenrath Verlag)




Und jetzt zum Wagnis. Mir persönlich fällt es schwer, Bücher aus dem Dritten Reich zu lesen. Nicht, weil es mich nicht interessiert, daran kommt man aufgrund der schrecklichen Ereignisse dieser Zeit gar nicht vorbei. Ich möchte jetzt hier auch keine Grundsatzdiskussion über die deutsche Geschichte vom Zaun brechen, aber das Schicksal von Millionen von Juden, Kriegsgegnern, bzw. nicht ins Weltbild von Hitler passenden Menschen, geht mir sehr nahe. Und es ärgert mich unglaublich, dass wir Deutschen ständig diesen üblen Nachruf mit uns rumschleppen müssen, nur weil ein größenwahnsinniger Vollidiot mit seinen Wahnvorstellungen nicht hinterm Berg halten konnte (und das ist jetzt noch sehr harmlos ausgedrückt!).
Ich bin sehr neugierig, wie Michael Römling die Geschichte in seinem Buch, um 1945, recherchiert und erzählt hat. Für mich ein Wagnis - aber ein gutes!