Donnerstag, 4. August 2011

Antje Szillat - Autorin von "Solange du schläfst" - im Gespräch mit Damaris

Antje Szillat - Ehefrau, 4fach-Mutter, Tierliebhaberin und Autorin! Ihr aktuelles Jugendbuch "Solange du schläfst" ist ganz neu erschienen und besticht durch eine besonders warmherzige Liebesgeschichte und ein noch nie da gewesenes Cover. Antje Szillat lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Hannover und nennt sich selbst die "Beherrscherin des täglichen Chaos". Für "Damaris liest ..." hat sich die sympathische Autorin gerne zu einem Interview bereit erklärt.



Damaris: Hallo Antje. Neben der Arbeit als Autorin bist du noch als Redakteurin und Dozentin tätig, betreust Leseclubs und Schreibgruppen. Was machst du, wenn du mal gerade nichts mit Büchern und Schreiben zu tun hast?
Antje: Ach, liebe Damaris, ganz so "wild" ist es inzwischen nicht mehr bei mir. Die Leseclubs, die ich jahrelang in Kooperation mit der Stiftung Lesen betreut habe, gibt es leider nicht mehr. Ebenso verhält es sich mit den Schreibgruppen. Einerseits bin ich ein wenig traurig darüber, andererseits wüsste ich heute nicht mehr, wie ich das zeitlich noch geregelt bekommen sollte. Auch meine journalistische Arbeit habe ich inzwischen "an den Nagel gehängt" – bis auf ein Familien-Print-Magazin, bei dem ich schon von der ersten Ausgabe an als Redakteurin dabei bin. Ich arbeite aber nach wie vor als Dozentin und mache sehr viele Lesungen.
Wenn ich Zeit habe (und die nehme ich mir immer) dann mache ich Sport. Spinning, Joggen, Schwimmen. Zurzeit trainiere ich für den Volkstriathlon zusammen mit meiner ältesten Tochter. Nur mit dem Schwimmen habe ich noch so meine Probleme ;-). Ansonsten liebe ich Yoga und lange Spaziergänge mit Sam und Lisar, unsere beiden Labradors.


Damaris: Du schreibst für Kinder und Jugendliche und widmest dich auch den Sachbüchern. Liegt dir ein Themengebiet besonders am Herzen?
Antje: Ja! Ich weiß, das klingt jetzt irgendwie abgedroschen, aber in den meisten meiner Bücher geht es um Gerechtigkeit, Respekt und vor allen Dingen um die emotionale Intelligenz - die Intelligenz des Herzens.
Ich verabscheue diese sogenannte Ellbogengesellschaft und "Typen", die denken, mit Gewalt, Geld oder was auch immer die Welt beherrschen zu können – das Sagen zu haben. Genauso ist mir Gewalt zuwider und damit meine ich nicht "nur" körperliche Gewalt. Einer meiner Lieblingssätze stammt von dem amerikanischen Psychologen und Schriftsteller Daniel Golemann "Was nützt ein hoher IQ, wenn man ein emotionaler Trottel ist?"


Damaris: Wie bist du auf die Idee zu "Solange du schläfst" gekommen?
Antje: Viele Dinge sind zusammengekommen, lange Zeit habe ich mich gedanklich mit "Solange du schläfst" beschäftigt, bevor ich endlich angefangen habe zu schreiben. Die erste Variante war "härter". Der "rassistische" Hintergrund war ausgeprägter, sichtbarer, böser, klarer. Es ging darin um eine Andersartigkeit, die manche Menschen in ihrer kleinen, heilen und ach so perfekten Welt nicht ertragen und daher nicht akzeptieren konnten und wollten. Und natürlich um die bedingungslose Liebe zweier junger Menschen - Anna und Jérôme. Um ihre ganz besondere Verbindung, die nicht Wochen, Monate oder gar Jahre benötigte, um sich zu entwickeln, zu reifen, sich zu verfestigen. Sie war da. Vom ersten Moment an. Einfach da. Ein Blick und beide wussten, das hier, das ist etwas ganz Besonderes.
Magie … Ich glaube an so etwas. Ganz, ganz fest glaube ich daran.

Doch dann merkte ich, dass das zu viel war. Von allem einfach zu viel und ich beschloss, mich ganz und gar auf Anna und Jérômes Gefühle zu verlassen. Darauf zu hoffen, dass ihre Gefühl stark genug sind, um auch die Leser in ihren Bann zu ziehen. Ihnen etwas von der Magie zu vermitteln. Sie mitzunehmen. Berauschen, traurig, zuversichtlich, verzweifelt, glücklich … zu machen. Mit ihnen fühlen und bangen.
Also alles noch einmal von vorne. Und dann noch einmal und schließlich dachte ich, das ist es. Meine Lektorin zum Glück auch ;-).


Damaris: Nicht nur die erste Liebe, sondern auch verschiedene Szenen aus "Solange du schläfst" kommen mir sehr bekannt vor. Dorfleben- und Feste, Gerüchte und Cliquenbildung waren auch Bestandteil meiner Jugend. Hast du das auch so erlebt?
Antje: Ja, da hast du mich durchschaut. Allerdings nicht als Jugendliche. Ich war Mitte zwanzig, als mein jetziger Mann auf die glorreiche Idee kam, sich in einem kleinen Dorf als Künstler nieder zu lassen. Wir mieteten ein großes Haus, waren erst einmal total begeistert von der genialen Landschaft und der Ruhe und der netten Nachbarschaft, die sofort auf der Matte stand, um uns Städter willkommen zu heißen.

Für unsere Freunde aus der Stadt war es immer ein riesiger Spaß am Wochenende zu uns rauszukommen. Wir machten Party, faulenzten im großen Garten herum, saßen am Lagerfeuer, jemand spielte Gitarre, wir führten stundenlange Gespräche und das alles in einer wirklich traumhaften Umgebung.
Ich gebe zu, damals machten wir uns lustig über die Dörfler. Wie sie ihre Vorgärten ordentlich hielten. Die Fenster putzten, die Straße kehrten. Alles perfekt, akkurat, heil und ganz wunderbar.

Ich war glücklich und zufrieden. Aber eben nicht wirklich lange, denn ein Wochenende war schnell vorbei  und dann fuhren alle wieder in die Stadt zurück. In mein vertrautes Leben. Ich aber blieb zurück. Bei den Geburtstagen, an denen die Frauen an dem einen Tisch, die Männer an einem anderen saßen. Mann (Frau) blieb schön unter sich und als ich einmal viel mehr Lust verspürte, mich an den Männertisch zu setzen, weil mir die Gespräche interessanter erschienen (es wurde über Pferde gesprochen), da setzte ich mich halt zu den Männern. Es folgten hochgezogene Augenbrauen und gutgemeinte Ratschläge und ich begann mich unwohl zu fühlen.

Das war, heute im Nachhinein betrachtet, der Anfang vom Ende. Fast sieben Jahre hielten wir es aus. Dann packten wir unsere Koffer und gingen nach Hannover zurück. Im Gepäck übrigens zwei kleine Kinder, zwei Hunde, ein Pferd …
Hannover konnte daher keine dauerhafte Lösung sein. Viel zu teuer mit so viel "Gepäck". Wir ließen uns in einer Kleinstadt vor den Toren Hannovers nieder, wo wir noch heute leben.

Ich schaue gerne auf die Jahre in dem kleinen Dorf zurück. Es waren schöne Zeiten. Meine beiden ersten Kinder wurden dort geboren. Aber es waren auch ganz schreckliche Zeiten, in denen ich immer eine Außenseiterin blieb. Nicht dazugehörig. Eben ein Exot und dazu noch unangepasst. Ich war bestimmt schwierig – vielleicht so wie Anna. Und vielleicht wäre es auch besser gelaufen, wenn ich versucht hätte, ernsthaft versucht, mich anzupassen. Keine Ahnung. Damals wollte und konnte ich es nicht. Daher blieb uns eigentlich nur die "Flucht".


Damaris: Neben einer sehr herzigen und berührenden Liebesgeschichte sprichst du in "Solange du schläfst" auch Dinge wie Misstrauen gegen Ausländer, Familienmissstände und Kriminalität an. Ist es dir wichtig in deinen Büchern, ohne den erhobenen Zeigefinger, auf solche Dinge hinzuweisen?
Antje: Ich habe ja bereits in einer vorherigen Frage erwähnt, was mir in meinen Büchern, aber auch in meinem Leben im Allgemeinen wichtig ist. Deshalb hier nur noch einmal kurz. Ich hoffe, ich hoffe es sooo sehr, dass mir der pädagogisch erhobene Zeigefinger vor Jahren abgefallen ist. Ich mag ihn nicht. Kein bisschen. Und wenn ich als Leser spüre, wenn ich nur den Hauch einer Ahnung habe, da will mir jemand etwas von seiner Weltanschauung unterjubeln, ganz besonders im "pädagogischen" Bereich, dann stellen sich mir die Nackenhaare auf. Deshalb hoffe ich (schon wieder ;-)), dass niemand beim lesen meiner Bücher, dieses Gefühl entwickelt. Und ja, es ist mir sehr wichtig, auf solche Themen hinzuweisen. Sie gehören zu mir als Mensch und als Autorin.


Damaris: Bist du eine Pferdeexpertin? Die Beschreibung des Arabischen Vollblutes von Anna war sehr treffend, das können viele Pferdefans bestätigen. Oder hast du einfach nur gut recherchiert?
Antje: In fast vierzig Jahren sehr gut recherchiert ;-). Ich liebe Pferde. Rashun, Annas Vollblutaraber, war mein "Junge". Ich habe ihn damals in dem Dorf entdeckt. Er durfte mit seiner Mutter Rashuna das erste Mal auf die Weide. Ich sah ihn, den drei Wochen alten kleinen Araber, und verliebte mich auf der Stelle in ihn.
Er war irre teuer und mein Mann (damals noch Freund) zeigte mir tagelang einen Vogel. Dennoch kaufte ich ihn. In "Solange du schläfst" reitet Anna auf Rashun durch das traumhafte Gelände. Ich bin Rashun nie geritten. Er ist mit drei Jahren bei einem Weideunfall ums Leben gekommen. Es ist nun so viele Jahre her, aber ich bin immer noch traurig, wenn ich an ihn denke. Er war das schönste, das eleganteste, das einmaligste Pferd, das ich je gesehen habe. Ich konnte nie wieder einen Vollblutaraber besitzen.
Ich habe das erste Mal mit sechs Jahren auf einem Pferd gesessen und wollte nie wieder etwas anderes machen. Außer schreiben. Das wollte ich tatsächlich auch schon als Kind. Eine reitende Schriftstellerin wollte ich werden, das war mein Kindheitstraum :-).


Damaris: Was hältst du von dem Trend der Trilogie oder generellen Fortsetzungen bei Büchern? Ist für "Solange du schläfst" eventuell ein Fortsetzung geplant?
Antje: Nein! Warum auch? Es ist alles erzählt. Was danach kommt, soll in der Fantasie der Leser stattfinden. Ich möchte jedem die Freiheit lassen, selbst zu entscheiden, wie die Geschichte mit Anna und Jérôme weitergeht - aber in dem Wissen, dass sie weitergeht. Das war mir sehr wichtig.

Tja, mit den Fortsetzungsromanen ist das so eine Sache. Es ist ein Risiko für Leser und Autor gleichermaßen, finde ich. Gerade wenn einem der erste Band supergut gefallen hat. Die Erwartungshaltung ist dann sehr groß - manchmal vielleicht zu groß. Ich habe einige Bücher im Regal stehen, sogenannte Fortsetzungsromane, von denen ich nur den Anfang gelesen habe, weil der erste Band mich vom Hocker gehauen hat, der zweite es aber nicht annähernd tat. Am Ende ist dann immer so ein komisches Gefühl zurückgeblieben.

Bei Trilogien ist das bestimmt etwas anderes, weil man von vornherein ja drei Bände plant. Wenn nun aber von einem Roman, der eben ursprünglich als abgeschlossene Geschichte gedacht war, aufgrund seines großen Erfolgs eine Fortsetzung her muss, dann geht das meiner Meinung nach meistens nach hinten los. Aber wie gesagt, das ist meine ganz persönliche Meinung.


Damaris: Die Optik von "Solange du schläfst" ist ein echtes Highlight. Warst du daran beteiligt, oder ist das allein Sache des Verlags?
Antje: Ich würde jetzt gerne sagen, ja, ich habe mir das alles einfallen lassen ;-). Aber man soll sich ja nicht mit fremden Federn schmücken. Das war ganz und gar die Idee meiner Lektorin, des Verlages. Meine Lektorin hat mir ganz begeistert von einer Covertechnik erzählt, die es bisher in Deutschland noch nicht gegeben hat und ich war sehr angetan, konnte mir aber nicht so richtig vorstellen, wie es wohl "in echt" aussehen würde. Als ich dann das erste Exemplar in den Händen hielt, war ich völlig baff. Wunderwunderwunderschön, dachte ich. Und im nächsten Moment, auweia, jetzt sind die Erwartungen an "Solange du schläfst" bestimmt richtig groß.


Damaris: Ist man als Autor verletzt oder gekränkt, wenn ein Buch negative Kritik bekommt?
Antje: Ja! Ganz eindeutig ja! Ich kenne Kollegen, die behaupten, es wäre ihnen gleich. Geschmäcker sind nun mal verschieden. Manche sagen, sie würden überhaupt keine Rezensionen lesen, vielleicht aus Eigenschutz.
Ich lese alles. Schon immer. Und ich sitze und heule vor Glück, wenn ich positive Worte über eines meiner Bücher lese und ich bin am Boden zerstört, wenn jemand mein Buch "zerreißt". Es trifft mich. Obwohl ich weiß, dass es das nicht sollte und auch nicht darf. Denn wie schon erwähnt, die Geschmäcker sind unterschiedlich und das ist ja auch gut so.
Außerdem kann man auch von negativen Rezensionen lernen (rede ich mir dann immer ein ;-)). Gerade bei "Solange du schläfst" habe ich viele schlaflose Nächte gehabt (passt jetzt irgendwie ;-)). Ich dachte die ganze Zeit, auweia, auweia, auweia, so ein Cover … und wenn nun alle schreiben: Tolles Cover, nicht so toller Inhalt!?

Wenn ich dann zum Beispiel lese, was ein Rezensent zu bemängeln hat, dann möchte ich ihm am liebsten zurufen: "Hey, das ging aber an dieser Stelle nicht anders!"
Oder bei Anna und Jérôme wurde öfters "beanstandet", dass beide ihre Eltern mit Vornamen ansprechen würden. Da wollte ich am liebsten widersprechen: "Das stimmt nicht. Jérôme nennt seine Mutter nicht beim Vornamen. Nur Anna macht das. Nur auf Jérômes Handy steht 'Sabine ruft an'." Tja, vielleicht ist das eine Sache des dicken Fells oder so. Aber ich fürchte (oder vielleicht sollte ich mich darüber freuen), so ein dickes Fell wird mir niemals wachsen.

Was ich allerdings absolut unakzeptabel finde, sind persönliche Angriffe. Ich selbst habe das zum Glück noch nicht erlebt. Aber ich habe schon Rezensionen gelesen, in denen ein Autor/In dermaßen persönlich angegriffen wurde – verletzend, zerstörerisch. Das hat ja dann nichts mehr mit einem respektvollen Umgang miteinander zu tun. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, dann sollte ich das auch ruhig äußern können (wie mit vielen anderen Dingen im Leben auch), aber deshalb muss ich einen Menschen nicht persönlich angreifen – ist jedenfalls meine Meinung.


Damaris: Während der Schreibphase wirst du Auszüge deiner Romane sicher etliche Male lesen. Liest du deine eigenen Romane als fertiges Buch noch einmal komplett?
Antje: Nicht nur Auszüge, liebe Damaris. Ich lese meistens ein komplettes Manuskript zigmal.
Und ja, ich lese jedes Buch dann noch einmal, wenn es ein richtiges Buch ist. Dann stelle ich es ins Regal und freue mich auf das nächste literarische "Geschwisterchen". Wobei "Solange du schläfst" nicht mit dem Buchrücken zum Betrachter steht, sondern in voller breiter Schönheit ;-).


Damaris: Bei vier Kindern und deiner anspruchsvollen Arbeit musst du ein ausgeklügeltes Zeitmanagement haben. Kommst du selbst zum Lesen, und welches ist dein bevorzugtes Buch-Genre?
Antje: Also erst einmal: Ich bin das Chaos in Person - behauptet mein Mann. Ich sehe das allerdings ganz anders. Ich beherrsche das Chaos!
Ich habe wohl das große Glück, dass mein Mann von Anfang an immer voll und ganz hinter meiner Arbeit als Schriftstellerin gestanden hat. Er hat es immer ernst genommen. Auch als ich noch wenig oder gar kein Geld damit verdient habe. Er war mein erster "Fan", hat mir immer Mut gemacht und alleine deshalb schon, obwohl er inzwischen nicht mehr als Künstler tätig ist, sondern so ein richtiger "toller Manager" ;-) geworden ist, immer Haushalt und Familie gemeinsam mit mir "geschmissen". Das ist eine unglaubliche Erleichterung.
Aber auch meine Schwester und meine Mutter unterstützen mich (uns). Sonst wären teilweise die vielen Lesungen, die ich in der Vergangenheit gemacht habe, nicht möglich gewesen.

Ich lese viel und leidenschaftlich. Ich liiieebe Bücher. Meine Mutter ist daran "schuld" ;-). Ich habe sie immer mit einem Buch gesehen - bei jeder passenden Gelegenheit und das ist bis heute so geblieben (sie ist inzwischen 77 Jahre alt). Meine Schwestern lesen, mein Mann liest, ich lese, meine Töchter lesen, mein kleiner Sohn kann noch nicht lesen und mein großer Sohn findet Bücher total blöd.

Ich habe nicht wirklich ein bevorzugtes Genre. Mal lese ich Krimi oder Thriller, dann mal wieder einen Liebesroman. Gerne Jugendbücher, auch Kinderbücher. Dann wieder typische Frauenliteratur (wobei, was ist eigentlich typische Frauenliteratur?) und dann vielleicht auch ein Sachbuch oder Ratgeber. Alles was mich irgendwie anspricht. Sehr selten historische Romane, muss ich gestehen. Niemals Science Fiction.
Auch mal "die Bunte" (schrecklich, ich weiß) und eine Zeitlang alles, was es von Petra Hammerfahr zu lesen gab, bis ich sie mir überlesen hatte.
Ach, und ich mag sehr, sehr gerne die KINDERbücher von Cornelia Funke. "Hände weg von Mississippi" ist mein Lieblingsbuch von C. Funke. "Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel" lese ich jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit meinen Kindern vor (ob sie nun wollen oder nicht ;-)) und "Greta und Eule, Hundesitter" habe ich auch fest in mein Herz geschlossen.
Ich mag Gabriella Engelmanns "Eine Villa zum Verlieben", Daniel Glatthauers "Der Weihnachtshund", Stieg Larssons "Millennium Trilogie", Isabel Abedis "Lucian" und noch viel, viel mehr … Ich kann mich einfach nicht entscheiden.


Damaris: Die Frankfurter Buchmesse ist gerade wieder ein großes Thema. Wirst du dort sein und eine Lesung oder Signierstunde haben?
Antje: Ja, ich bin den Messefreitag in Frankfurt und das komplette Wochenende. Ich lese aus "Rick 2. - Acht Pfeifen an Bord und kein Land an Sicht" und ich meine auch, dass eine Signierstunde am Coppenrath Stand angedacht ist.


Damaris: Magst du mir zum Schluss noch etwas über deine aktuellen Schreibprojekte verraten?
Antje: Gerne doch! Zunächst einmal schreibe ich gerade am vierten Band meiner Kinderbuchreihe "Rick", der im Frühjahr 2012 erscheinen wird. Rick zu schreiben macht unglaublich viel Spaß. Er ist so lustig, seine Familie dermaßen chaotisch und dann wohnt er auch noch in Hannover. Was für ein Zufall ;-).
Anschließend fange ich mit den Recherchen zu meinem nächsten Jugendroman an. In meiner Fantasie ist er quasi schon fertig …
Weiter geht es mit einer neuen Kinderbuchreihe – diesmal mehr für Mädchen und auch eine etwas jüngere Zielgruppe -, die ebenfalls im Coppenrath Verlag erscheinen wird. Dazu darf ich leider auch noch nicht viel mehr verraten. Dann schwirren mir noch ein paar Projekte für "Junge Erwachsene/Erwachsene" im Kopf herum. Aber da heißt es im Moment noch: Schaun wir mal! ;-)


Nochmals herzlichen Dank an dich, liebe Antje, für dieses tolle und persönliche Interview. Es hat mir riesigen Spaß gemacht! Ich bin mir ganz sicher, dass die vielen begeisterten Leser von "Solange du schläfst" ein neues Jugend- oder Young-Adult-Buch von dir kaum erwarten können.

Die Rezension zum aktuellen Buch von Antje Szillat "Solange du schläfst" könnt ihr HIER nochmals nachlesen. Weitere Informationen zur Autorin, sowie zu ihren Bücher und Projekten, gibt es auf ihrer Homepage http://www.antjeszillat.de/.