Mittwoch, 14. Juli 2021

Buchzugänge vs. Buchabgänge im Mai & Juni 2021

Ein schriftlicher Rückblick auf vergangene Lesemonate ist immer toll. Vor allem, weil man dann nach Jahren noch nachschauen kann, was damals gelesen wurde. Heute blicke ich gesammelt zurück auf den Mai und den Juni. Meine Buchzugänge und den Lesestoff konnte ich hier gut zusammenfassen.


Meine Buchzugänge im Mai und Juni - 8 Bücher



... muss gelesen werden, weil ich jedes Buch von V. E. Schwab herbeisehne. Und dieses, eine Mischung aus Fantasy und Liebesgeschichte, ganz besonders.
... ist Band 2 der King of Scars-Dilogie, rund um Zar Nikolai. Leigh Bardugos 'Grishaverse' ist für mich nahezu unübertroffen.
Zwischen brennenden Welten von Jessica Brody & Joanne Rendell
... ist ebenfalls ein zweiter Band. "Die Rebellion von Laterre" gefiel mir vor über einem Jahr so gut, dass ich hier natürlich weiterlesen möchte. Ich hoffe, ich finde wieder gut in die Geschichte zurück.
Spellslinger: Karten des Schicksals von Sebastien de Castell
... habe ich bei Favolas Lesestoff gewonnen und bin sehr glücklich darüber. Das Buch soll super sein. Allerdings ist es der erste Band von sechs (?) und bis alle erschienen sind, wird es wohl noch eine Weile dauern.
Dark Blue Rising von Teri Terry
... habe ich schon bejubelt, als ich es beim Stöbern entdeckt habe. Teri Terry schreibt unheimlich vereinnahmend und mitreißend. Ich freue mich über jedes neue Buch von ihr. "Dark Blue Rising" ist der Beginn einer Trilogie.
Elfentocher, Elfenkönigin und Elfenherz von Holly Black
... ist eine ältere Elfenreihe der Autorin, der ich nicht widerstehen konnte. Die Bücher waren teilweise recht schwierig aufzutreiben. Ich hoffe auf genial-elfische Lesestunden.

Mittwoch, 30. Juni 2021

"Rule of Wolves: Thron aus Nacht und Silber" von Leigh Bardugo



Das Thema
Während der junge König Nikolai Lantsov - auch mithilfe des Monsters in seinem Inneren - alles versucht, um Ravka vor dem Schlimmsten zu bewahren, hadert Zoya Nazyalensky, die Sturmhexe, mit ihrem Schicksal: Nach allem, was sie im Krieg bereits verloren hat, verlangt nun die Pflicht von ihr, dass sie ihre Kräfte nutzt, um die Waffe zu werden, die ihr Land braucht. Koste es, was es wolle ...
Zur selben Zeit riskiert die Grisha Nina Zenik als Spionin im feindlichen Fjerda mehr als nur ihr Leben: Ihr unbändiger Wunsch nach Rache könnte Ravkas Schicksal endgültig besiegeln - und Nina die Chance nehmen, ihr trauerndes Herz zu heilen ...

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Knaur Verlag


"Ravka mag es, wenn es interessant bleibt", sagte Nikolai. "Magst du keine Herausforderung?"
"Ich mag ein Nickerchen", sagte Zoya. "Ich kann mich nicht daran erinnern, wann es mir das letzte Mal gestattet war, auszuschlafen."
"Nichts dergleichen. Eine ganze Nacht Schlaf könnte dich in gute Stimmung versetzen, und ich brauche dich bei übelster Laune."
"Gib weiter solche Hirnverbranntheiten von dir, und du wirst mein Übelstes kennenlernen."
"Bei allen Heiligen, sagst du, ich habe dein Übelstes noch nicht kennengelernt?"
Zoya warf das Haar zurück. "Wenn dem so wäre, würdest du unter der Bettdecke hocken und Gebete stammeln." - S. 121


Das Leseerlebnis
Liest man ein Buch von Leigh Bardugo, stellt sich nicht die Frage, ob man die Fortsetzung lesen möchte, sondern wann diese (endlich!) erscheint. Genau so war das auch bei "King of Scars", Band 1 ihrer zweiteiligen Buchreihe rund um Ravkas jungen Zaren Nikolai. Das Buch endete mit einer besonders gemeinen Enthüllung, die Wartezeit auf Band 2 war demzufolge hart. Nun ist "Rule of Wolves: Thron aus Nacht und Silber" erschienen und bringt die Dilogie zu einem grandiosen Abschluss. Das Eintauchen in diese Buchwelt und das Lesevergnügen sind unvergleichlich. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass es am besten ist, wenn man die vorher erschienen Bücher/Reihen des 'Grishaverse' gelesen hat, auch, wenn die King of Scars-Dilogie im Prinzip für sich alleine stehen kann.

Ravka steht ein Krieg bevor, und für Nikolai ist es oberste Priorität eine Lösung zu finden. Verbündete, damit sein Volk von Feinden nicht überrannt wird. Dafür stellt Nikolai seine persönlichen Wünsche hinten an. Auseinandersetzen muss er sich mit dem Dämon, der in in ihm lebt, und mit seiner Liebe zu Zoya, die das Land jedoch als Befehlshaberin braucht und nicht als Zarin an seiner Seite.
Währenddessen lebt Nina in Fjerda, dem Land, das Ravka den Krieg erklärt hat. Als Spionin kann sie für Nikolai den Krieg entscheiden. Doch weil sie ausgerechnet undercover im Haus ihres schlimmsten Feindes wohnt, sinnt Nina auf Rache.

Dienstag, 29. Juni 2021

Auf die Wunschliste! - Neuerscheinungen im Juni 2021

Im Juni erscheinen sechs Bücher, die ich meiner Wunschliste hinzufüge, bzw. sind diese bereits erschienen. Gefühlt ist das eher übersichtlich oder ich habe diesmal wirklich gut selektiert. Dabei sind sehnlichst erwartete Buchschätze, aber auch vielversprechende Neuerscheinungen, die sofort zu Schätzen werden könnten. Für die folgenden sechs Bücher (Detailinfos gibt es mit einem Klick auf das Cover) heißt es nun: Ab auf meine Wunschliste!


    

Dark Blue Rising von Teri Terry ... wird gelesen, weil ich jedes Buch von Teri Terry lesen würde. Sie schreibt mitreißend und ultra spannend. "Dark Blue Rising" ist der Start einer Trilogie. - Tabby erfährt, dass Cate nie ihre Mutter war, sondern sie als Kleinkind entführt hat. Sie versucht sich, in ihrem neuen Leben zurechtzufinden. Doch eine innere Stimme lockt Tabby in die Tiefe des Meeres. Sie stellt fest, dass sie unheimlich lange tauchen kann.
In all seinen Farben von George Lester ... soll eine queere Geschichte über Mut und Selbstfindung sein und klingt für mich wunderbar.  - Während sich alle Bekannten von Robin bereits aufs College vorbereiten, hagelt es für ihn nur Absagen. Plötzlich steht er ohne Plan für die Zukunft da. 
Glück und selig!: Lina und die Sache mit den Wünschen von Dagmar Bach ... ist ein Trilogieabschluss und dazu einer, den ich sehnlichst erwarte. Dagmar Bach hat mich mit ihrer ZIMT-Reihe mitgerissen und auch Linas Geschichte in der GLÜCK-Trilogie ist komplett klasse. Humorvoll, süß-romantisch und ganz besonders.

Freitag, 18. Juni 2021

High Five - 5 Sätze/5 Adjektive zu "Die Nacht der Acht" von Philip Le Roy



Carlsen Verlag (April 2021),
Klappenbroschur, 288 Seiten,
übersetzt von Maja von Vogel,
15,00 € [D]


Es ist Samstagabend und Quentin lädt zum Trinken und Feiern in die schicke Villa seiner Eltern ein. Abgeschieden in den Bergen gelegen, ist sie der perfekte Ort des heutigen Mottos: Wer sich erschreckt, muss trinken!
Doch aus Spaß wird schnell bitterer Ernst. Die ersten blutigen Finger bringen die Gruppe noch zum Lachen, es wird ordentlich getrickst. Als der Geist einer tot geglaubten Mitschülerin auftaucht und die Telefonleitung plötzlich gekappt ist, läuft der Abend aus dem Ruder. Die Acht sind auf sich allein gestellt. Und alle stellen sich dieselbe Frage: Wer steckt hinter den mysteriösen Vorfällen? Die Nacht will kein Ende nehmen ...
Als dann auch noch einer nach dem anderen verschwindet, scheint keiner mehr dem Horror zu entkommen.
(Text-, Cover- und Zitatrechte: Carlsen Verlag)


An diesem Punkt des Abends begannen die Acht die Wirkung des Alkohols zu spüren, den sie im Lauf des Spiels getrunken hatten. Die Grenzen zwischen Inszenierung und Realität verschwammen. Die wahren und die falschen Geschichten vermischten sich, bis sie glaubten, die Anwesenheit fremder Besucher im Haus zu spüren. Dabei entging ihnen völlig die reale Gefahr, in der sie schwebten ... - S. 6


5 zusammenfassende Sätze/Punkte zum Buch

  1. "Ein Meisterstück!" sagt ein*e Leser*in bei Goodreads, und ich muss zugeben, dass mich solche Aussagen sofort ködern. Außerdem fand ich die Idee zu "Die Nacht der Acht" sofort interessant und als Horror-, bzw. Spannungsliteratur ziemlich cool. Und ja, das Buch liest sich filmreif, oder besser, wie ein Film ... ein bekannter, den man so ähnlich vielleicht schon einige Male gesehen hat. Und so kam es, dass mich das Buch zwar gut unterhielt, die große Begeisterung, das Meisterstück jedoch ausblieb.
  2. Die Grundstory ist schnell erzählt und macht Lust auf die Geschichte. Da gibt es diese Clique, acht junge Studierende, die sich selbst "Die Acht" nennen, bzw. von Außenstehenden so genannt werden. Die Acht stehen kurz vor ihren Prüfungen an einer renommierten Kunst-Akademie. Sie sind exzentrisch, wollen feiern und das Leben genießen, immer mit dem gewissen Kick, etwas besonderes zu erleben. Diesen Kick finden bei einer Einladung von Quentin, der die Villa seiner Eltern für eine Party nutzen kann. Das Motto des Abends und der Nacht heißt "Wer sich erschreckt, muss trinken!". Und so überlegt sich jede*r der Jugendlichen einen Streich oder ein Horrorszenario, um die anderen zu erschrecken. Doch dann läuft alles völlig aus dem Ruder.
  3. Die Charaktere, bzw. alle Mitglieder der Acht, bedienen jedes Klischee, das man aus Buch und Film kennt. Die schöne Blonde, der exzentrische Reiche, der gut aussehende Aufreißer und der lustige Dicke, um hier nur einige zu nennen. Vielleicht soll gerade das eine Kunstform innerhalb des Romans sein, wirkt aber trotzdem platt und austauschbar. Mir wurden die Charaktere, ihre Ziele und Wünsche, mit fortschreitender Lesezeit egal, und ich habe mir wenig Mühe gegeben, ständig Namen und Eigenschaften zuzuordnen. Ich las "Die Nach der Acht" fast in einem Rutsch.
  4. Geschichte und Schreibstil sind überwiegend dialoglastig oder in Berichtform verfasst. Das ist einfach zu lesen und mitreißend. Darum liest sich das Buch auch sehr schnell. Es fehlt aber das gewisse Etwas, mehr Substanz. Der Autor streut Trend- und Kunstthemen in die Gespräche der Jugendlichen. Wer sich hier nicht (gut) auskennt, kann die Infos dazu in einem Glossar am Ende nachlesen.
  5. Ich persönlich fand "Die Nacht der Acht" spannend. Es ist tatsächlich so, dass man irgendwann nicht mehr folgen kann, welche Aktionen (die übrigens auch recht bekannt anmuten) echt oder gestellt sind. Vieles ist mysteriös und es gab Momente, da habe ich mich wirklich gegruselt oder erschreckt. So glänzt das Buch für mich tatsächlich nicht mit viel Originalität, unterhält aber gut und bringt Lesespaß mit sich. Die Auflösung ist ziemlich "kunstvoll" und gleichzeitig naheliegend, wahrscheinlich Geschmacksache. Wer Romane dieser Art unbedarft liest, nicht versucht, schon von vornherein alles zu durchschauen, könnte sogar überrascht werden.

5 Adjektive, die mir spontan zum Buch einfallen

effektvoll, klischeehaft, erschreckend-gruselig, gekünstelt-platt und unterhaltsam




Zusammengefasst vom Fazitbär:
"Die Nacht der Acht" erinnert sofort an bekannte Grusel-/Horror-Filme mit jugendlichen Protagonist*innen ... und genau so liest sich das Buch auch. Die Charaktere wurden allesamt aus der Klischeekiste gegriffen, der dialoglastigen Geschichte fehlt es an Besonderheit und Substanz. Dennoch reißt die Handlung mit, und man kann sich hier erschrecken, gruseln und gut unterhalten lassen. Das Buch ist okay, aber kein Meisterstück.


© Damaris liest.