Samstag, 19. Oktober 2019

"Die Krone der Dunkelheit: Magieflimmern" von Laura Kneidl



Das Thema
Freya kennt die Wahrheit. Sie hat herausgefunden, was mit ihrem Bruder im Land der Fae geschehen ist, und nun bleibt für sie nur noch eines zu tun: Sie muss nach Thobria zurückkehren und sich ihrem Schicksal als zukünftige Königin stellen. Doch der Hof ist ein goldener Käfig voller Regeln und Verbote, dabei will Freya nichts sehnlicher als Magie wirken und Larkin finden, der als gesuchter Verbrecher noch immer auf der Flucht vor dem König ist.
Zeitgleich ziehen die geplatzte Krönung und das gescheiterte Attentat auf den jungen Fae-Prinzen Kheeran immer gravierendere Folgen nach sich. Unruhen brechen unter den Unseelie aus und womöglich findet diese Bedrohung schon bald einen Weg in das Reich der Menschen.

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Piper Verlag


Es gab drei Dinge auf der Welt, die Freya mehr herbeisehnte als alle anderen: ihren Bruder, ihre Freiheit und Larkin Welborn. Weder Larkin noch Kheeran konnte sie bekommen, ihr Freiheit aber würde sie sich in der kommenden Nacht zurückholen.
Es waren keine verrosteten Gitterstäbe, die sie gefangen hielten, sondern das goldene Schloss ihres Schlafgemachs. [...] Doch an diesem Tag würde sie ausbrechen.
- S. 44


Das Leseerlebnis
Laura Kneidls Fantasyreihe "Die Krone der Dunkelheit" war auf drei Bücher ausgelegt. Mit dem Erscheinen des zweiten Bandes "Magieflimmern" wurde bekannt, dass die Reihe aufgestockt wurde. Sie besteht am Ende nun aus vier Reihentiteln. Nach Beendigung des Buches wurde mir auch schnell klar, warum. Es scheint unmöglich, dass die Geschichte nun in einem letzten Band zu Ende erzählt werden kann. "Magieflimmern" hat wieder alles, was ich an einer guter Fantasygeschichte schätzte: Eine spannende, gut durchdachte Welt, Charaktere, von denen man mehr lesen möchte und eine handwerklich hochwertige Geschichte. Darum ist es gut, dass sich nun alle Leser*innen auf noch zwei weitere Bücher dieser Reihe freuen dürfen.

Prinzessin Freya hat im Land der Fae ihren Bruder gesucht. Und auch gefunden. Nun ist sie zurück in ihrem eigenen Königreich, mit einem Geheimnis, das ihr dem Schlaf raubt. Getrennt von ihrem Beschützer, dem ehemaligen Wächter Larkin, muss sich Freya nun allen Anforderungen an eine zukünftige Königin stellen. Dabei trifft sie erneut auf den Piraten Elroy, der in ihrem Leben eine entscheidende Rolle spielen soll.
Währenddessen sitzt die Wächterin Ceylan im Palastgefängnis des Fae-Prinzen Kheeran. Sie wird beschuldigt, dessen Mutter getötet zu haben und wartet auf ihre Hinrichtung. Der wahre Täter weigert sich zu sprechen. Doch Ceylan und Kheeran haben einen guten Draht zueinander, nähern sich vorsichtig an. Dabei hat der Prinz der Fae nach seiner geplatzten Krönung gerade mit einer Menge Probleme zu kämpfen.

Sonntag, 13. Oktober 2019

Buchzugänge vs. Buchabgänge im September 2019

Vier neue Bücher habe ich im September in mein Regal gestellt. Dagegen habe ich sechs Bücher gelesen. Mit den meisten hatte ich ein tolles Leseerlebnis, aber gleichzeitig das Gefühl, sehr lange für jedes Buch zu benötigen. Nicht schlimm, manche Geschichten brauchen Zeit. Außerdem kann ich nicht jeden Monat einen richtigen Leserun haben, wie den im August. Mein Septemberlesen war also eher gechillt und mein Highlight eindeutig "Alles okay" und ebenso "King of Scars".


Meine Buchzugänge im September - 4 Bücher



Montag, 7. Oktober 2019

High Five - 5 Sätze/5 Adjektive zu "Alles okay" von Nina LaCour



Carl Hanser Verlag (August 2019),
Hardcover mit SU, 208 Seiten,
übersetzt von Sophie Zeitz,
16,00 € [D]


Marin hat alles hinter sich zurückgelassen, ist Tausende Kilometer geflohen vor ihrem alten Leben, vor dem Verlust ihres geliebten Großvaters. Doch eines Tages steht plötzlich ihre beste Freundin Mabel vor der Tür. Und mit ihr all die Erinnerungen an zu Hause, an Sommernächte am Strand. Mit ihrer Beharrlichkeit gelingt es Mabel, Marin aus ihrem Kokon der Einsamkeit zu befreien. Und Marin begreift, dass sie eine Wahl hat: weiter im Verdrängen zu verharren oder zu ihren Freunden und ins Leben zurückzukehren. (Text-, Cover- und Zitatrechte: Carl Hanser Verlag)


"Langsam verstehe ich, warum du nicht mehr gerne liest."
Ich nicke. "Früher waren es bloß Geschichten. Aber jetzt sickern sie ins Leben und werden immer schrecklicher."
Mabel sieht weg, und ich frage mich, ob sie vielleicht nicht nachvollziehen kann, was ich ihr erzähle. Vielleicht denkt sie, ich übertreibe. Vielleicht hat sie recht. [...] Früher habe ich bei einer Geschichte geweint und das Buch zugeklappt, und dann war es vorbei. Jetzt hallt alles nach, sitzt fest wie ein Splitter und eitert.
"Du warst allein", stellt sie fest. "Die ganze Zeit."
- S. 115


5 zusammenfassende Sätze/Punkte zum Buch

  1. "Alles okay" ist so ein Buch, bei dem ich nicht richtig einschätzen konnte, wie die Geschichte auf mich wirkten würde. Ich wusste, dass das Thema des Buches Trauer (und Einsamkeit) ist. Außerdem geht es um die Beziehung zwischen Marin und ihrer Freundin Mabel. Wie nahe mir die Geschichte geht, und wie stark ich sie in mich aufsaugen würde, das hätte ich nie gedacht. "Alles okay", das Porträt eines Mädchens, gehört zu den schönsten und besten Jugendbüchern, die ich gelesen habe.
  2. Als Marins Großvater stirbt, hat sie niemanden mehr. Zumindest keine direkten Familienangehörigen. Anstatt sich ihren Freunden anzuvertrauen, die ihr Hilfe und Beistand anbieten, flieht sie Tausende Kilometer in die Stadt ihres zukünftigen Colleges. Die Übergangszeit bis Studienbeginn verbringt sie allein in einer Hotelabsteige, und auch ihre neue Zimmernachbarin am College kann die Einsamkeit nie ganz vertreiben. In den Winterferien bekommt Marin Besuch von ihrer alten Freundin Mabel. Was ist damals passiert? Was der Grund, der Marin so stark aus der Bahn geworfen hat?
  3. Nur 200 Seiten ist die Geschichte dick. Der Aktionsradius beschränkt sich auf Marins College und die wenigen Tage, die sie dort gemeinsam mit ihrer Freundin Mabel verbringt. Und doch ist die Wirkung des Romans enorm. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich an die Geschichte zurückdenke. In Rückblenden erfahren Leser*innen, was in Marins Vergangenheit passiert ist, ihre Beziehung zu Mabel und deren Familie, und das Leben mit ihrem Großvater. 
  4. Das Lesegefühl ist ein leises, schmerzvolles und trauriges. Nina LaCour hat eine solch poetische und kraftvolle Erzählweise, dass ich ab Seite 1 stark gefesselt und berührt war. Das zog sich durch das komplette Buch. Die Geschichte hat trotz ihrer Zartheit und Zerbrechlichkeit etwas überwältigend Menschliches. Ich werde mich an "Alles okay" immer mit einem Klos im Hals erinnern, aber auch an ein wunderbares, intensives Leseerlebnis.
  5. Ich bin froh, dass die Autorin für Marins Geschichte, ein Ende gewählt hat, das ihr und den Leser*innen, trotz aller Traurigkeit, gut tut. Eine Entscheidung gegen die Einsamkeit, ein guter Schritt in Richtung Zukunft. Man wünscht Marin wirklich das Allerbeste.

5 Adjektive, die mir spontan zum Buch einfallen

berührend, traurig, festsetzend, poetisch und zart



Zusammengefasst vom Fazitbär:
"Alles okay" ist für mich eines des schönsten und besten Jugendbücher. Die Geschichte von Marin (und Mabel) hat mich tief berührt und sich in mir festgesetzt. Wie viel Einsamkeit und Trauer kann ein Mensch ertragen? Wie viel Hoffnung und Verständnis können gute Freunde geben? Das Buch ist zart und poetisch, gleichzeitig überaus menschlich und kraftvoll. Ein einzigartiger Buchschatz und (m)eine Herzensgeschichte durch und durch.


© Damaris liest.




Donnerstag, 3. Oktober 2019

Auf die Wunschliste! - Neuerscheinungen im Oktober 2019

Oktober bedeutet Herbst und natürlich die Frankfurter Buchmesse. Viele schöne Neuerscheinungen stehen also auf der Liste. Auch, wenn ich in diesem Jahr nicht auf der Messe bin, habe ich einige Verlagsprogramme durchstöbert und Bücher gefunden, die sofort auf meine Wunschliste gewandert sind. Dreizehn Stück. Hier sind sie.


Fantasy - Science Fiction - Magie

(genaue Buchinfos gibt es mit einem Klick auf das jeweilige Cover)


 

Die Wiege aller Welten von Jeremy Lachlan ... soll eine Mischung aus Fantasy- und Science-Fiction-Elementen sein und mit einer großen Portion Humor aufwarten. Meines Wissens ist es ein Reihenstart. Es geht um ein Schloss, das der Eingang zur den Anderwelten ist. Voller Fallgruben und Labyrinthe. Und um eine kleine Heldin, die gegen die gefährlichsten Gegner antritt. Klingt gut.
Ein Himmel aus Gold von Laura Wood ... spielt in den 20er Jahren, und hört sich sehr spannend an. - Ein herrschaftliches, leerstehendes Haus übt eine große Anziehungskraft auf die 17-jährige Lou aus. Immer wieder schleicht sie sich hinein, um in der alten Bibliothek zu lesen. Bis sie eines Tages von den Besitzern überrascht wird. Diese laden Lou zu ihren rauschenden Festen ein.