Mittwoch, 15. Februar 2017

Dieses Buch bleibt im Regal #29

Eine Aktion von Damaris liest.
Wir lesen unsere Bücher und dann stellen wir sie normalerweise ins Regal. Aber nicht jeder hat die Möglichkeit, unendlich viele Bücher zu sammeln. Meist fehlt es an Platz. Manche Leser entscheiden sich irgendwann, nur Herzensbücher zu sammeln - oder auch gar keine Bücher mehr zu behalten (für mich unvorstellbar!). Hier geht es jeden Monat um ein Buch, das für immer im Regal bleibt und das es wert ist, nochmals in besonderem Maße vorgestellt zu werden.


Das Parfum: Die Geschichte eines Mörders


"Das Parfum" von Patrick Süskind - 12,00 € (TB) - Diogenes Verlag

Bevor ich zur Vielleserin wurde habe ich nur sporadisch gelesen, vor allem als Jugendliche. Ich muss so um die 14 Jahre alt gewesen sein, als mir eine Klassenkameradin "Das Parfum" von Patrick Süskind ausgeliehen hat, damals noch als Hardcover-Ausgabe. Ich kann mich nicht erinnern warum und weshalb, wahrscheinlich war es einfach eine Empfehlung von ihr. Aus heutiger Sicht empfinde ich mich damals als zu jung für das Buch, vor allem, wenn ich mich erinnere wie jugendlich-kindlich meine sonstige Lektüre war. Umso überraschender für mich, wie viel von der Geschichte bei mir hängengeblieben ist. Es ist eines der wenigen Bücher, die ich bis dato zwei Mal gelesen habe.

Im Buch geht es um das Leben von Jean-Baptiste Grenouille im 18. Jahrhundert, der mit einer außergewöhnliche Gabe geboren wird. Er hat einen unglaublich detaillierten Geruchssinn - er riecht einfach alles, riecht aber selbst, als Person, nach nichts. Das, und sein schurkisches Wesen, stößt Menschen bei jeder Begegnung ab. Folglich widmet er sich dem Lebensziel, das perfekte Parfum zu kreieren, einen Duft, der die Menschen dazu animiert, ihn zu lieben.
Mich hatte das Buch, selbst als junge Jugendliche, ab der ersten Seite. Ich habe es verschlungen, wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Mir schweben die prächtigsten Bilder im Kopf, und die Implikation von Duft und Gerüchen in die Geschichte empfinde ich heute noch als unerreicht. Und das Ende ist so wooooahhhhh!
Zugegeben, es gibt eine Passage im Buch, in der sich Jean-Baptiste Grenouille in eine Höhle zurückzieht und dort von seinen duftenden Phantasiereisen lebt (ich glaube, so war es). Diese Szene wurde mir etwas lang und war mit zu abstrakt. Gemessen an der Genialität der ganzen Geschichte, ist das aber ohne weiteres zu verschmerzen. Wer's nicht kennt - lesen!




Liebe Blogger, dies ist eine Mitmachaktion von Damaris liest. Du möchtest ebenfalls ein besonderes Buch, das niemals aus deinem Regal auszieht, auf deinem Blog vorstellen und es damit deinen Lesern empfehlen? Dann ...

SEI DABEI!
(die Aktion findet jeweils am 15. des Monats statt)

  • Verwende das Dieses Buch bleibt im Regal-Banner, und verweise damit auf den Ursprungsblog, damit die Aktion Wiedererkennungswert hat.
  • Wenn du magst, hinterlasse mir hier deinen Beitragslink als Kommentar, dann können interessierte Leser und ich zum Stöbern kommen.
  • Mach mit oder auch mal nicht. Am Aktionstag oder später (du hast immer einen ganzen Monat Zeit, bevor die nächste Runde startet) - ganz egal. Die Aktion ist jedes Mal freiwillig. Sie soll gemeinsam Spaß machen und ggf. den Austausch anregen.

Kommentare:

  1. Huhu Damaris,

    "Das Parfüm" haben wir damals in der Schule gelesen. Ich mochte es an sich, da es faszinierend war, wie man sich die Gerüche vorgestellt hat und teilweise das Gefühl hatte, sie tatsächlich zu riechen. ^^ Aber mir war es stellenweise auch zu langatmig.

    Ich sollte bei "Dieses Buch bleibt im Regal" auch mal wieder mitmachen... Ist so eine schöne Aktion. :)

    LG Alica

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    1. @Alica - Ich glaube damals war "Das Parfüm" noch keine Schullektüre, aber dafür es es natürlich perfekt. Dass es dir (und sicher vielen Schülern) zu langatmig war, kann ich gut nachvollziehen. Es ist wirklich speziell.
      Oh ja, ich freue mich, wenn du wieder mal bei der Aktion dabei bist :-)

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  2. Hallo Damaris,

    auch ich bin ein Fan dieses Buches, ich habe auch den Film geliebt, aber das Buch ist um Längen besser. Ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen, es geht mir beim Lesen genau so wie dir!

    Liebe Grüße
    Barbara

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    1. @Barbara - Den Film zu "Das Parfüm" wollte ich schon immer mal komplett anschauen. Ich ich habe ihn nur in Auszügen gesehen und was ich da sah, hat mir gut gefallen :-) Danke für die Erinnerung. Schön, dass dir das Buch auch so gut gefiel!

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  3. Hallo Damaris,

    das Buch haben wir in der Schule behandelt - ich hatte es aber schon davor gelesen gehabt und es dann sozusagen gerereaded (falls es dieses Wort überhaupt gibt :D) - das spricht wohl auch für einen Klassiker, aber es war halt sehr spannend und echt krass so von der Geschichte her...

    Den Film fand ich aber auch gar nicht so schlecht... für eine Buchverfilmung. Ich habe ihn aber auch nur ein einziges Mal angeschaut...

    Alles Liebe,
    Anna

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    1. @Anna - Das ist natürlich auch ein toller Bonus, wenn man Schullektüre schon vorher gelesen hat :-) Das Buch ist stellenweise nicht einfach und wirklich sehr krass, ich war damals aber komplett fasziniert. Alleine der Anfang .... und das Ende natürlich.
      Der Film hat auch ganz gute Kritiken. Als er das letzte Mal im TV lief (und ich nur Teile davon gesehen haben), hab ich ihn mir auch meine Liste gesetzt. Ich sollte ihn jetzt dingend mal anschauen und hab auch richtig Lust dazu.

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  4. Huhu,

    das interessiert mich ja vom Thema her überhaupt nicht. Hier ist mein Beitrag:

    https://lesekasten.wordpress.com/2017/02/16/dieses-buch-bleibt-im-regal-8-cynthia-hand-unerathly/

    LG Corly

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  5. Hallo Damaris,

    meine Mutter hat dieses Buch auch ungefähr mit 14 Jahre gelesen und sie liebte es. Sie empfahl es mir und ich habe es mit Anfang 20 gelesen. Es war okay, aber irgendwie habe ich mir mehr vorgestellt. Was vielleicht daran liegt, das ich durch Film und aktuelle Bücher, mehr "Brutalität" erwartet. Was im Nachhinein auch wieder erschreckend ist.
    Liebe Grüße Cindy

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    1. @Cindy - Den Film zu "Das Parfum" muss ich mir unbedingt demnächst mal richtig anschauen, ich kenne ihn nur in Auszügen. Und du hast Recht, die Brutalität war im Buch oft sehr abstrakt, fast schon poetisch und kam nicht so "schlimm" rüber. Aber das Ende ist schon eine ganz eigene Klasse für sich - sehr gruselig, die Vorstellung.

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