Sonntag, 17. April 2016

Großes Bloggerraten zu "Remember Mia" - Wo ist Mia?

Am 22. April erscheint das Debüt von Alexandra Burt. "Remember Mia" ist ein Thriller, bei dem mir schon bei der Buchbeschreibung die Haare zu Berge stehen. Dazu gibt es eine dtv-Verlagsaktion, die sehr reizvoll klingt. In einem großen Bloggerraten gilt es, den Inhalt weiterzurätseln und sich zu fragen - Wo ist Mia?

"Remember Mia" von Alexandra Burt,
dtv Premium,
Deutsche Erstausgabe, 384 Seiten,
14,90 € [D]
ET 22.04.2016

Zuallererst, worum geht es? Hier die Ausgangssituation:

Nach einem Autounfall erwacht Estelle Paradise im Krankenhaus und kann sich an nichts erinnern. Man hat sie in einer tiefen Schlucht aus dem Wrack ihres Wagens geborgen – schwer verletzt. Doch nicht alle Verletzungen stammen von dem Unfall: Es hat auch jemand auf Estelle geschossen. Wo ist Mia, ihre sieben Monate alte Tochter? Sie war nicht mit im Unfallwagen. In einem schmerzlichen Prozess kehrt Estelles Erinnerungsvermögen zurück: Mia war schon drei Tage vor dem Unfall aus ihrem Apartment in New York verschwunden. Und Estelle wird auf einmal vom Opfer zur Hauptverdächtigen. Verzweifelt spielt Estelle in Gedanken alle Möglichkeiten durch, was mit Mia passiert sein könnte. Am meisten Angst hat sie davor, an ihrem Verschwinden selbst schuld zu sein. (Text- und Coverrechte: dtv Verlag)

Die XXL-Leseprobe gibt weitere spannende Einblicke.


Und jetzt komme ich ins Spiel. Ich habe mir überlegt, wie der Inhalt weitergehen könnte, was genau passiert ist ...


Estelle realisiert im Krankenhaus, dass sie nicht nur die Erinnerung an das verloren hat, was mit ihrer Tochter Mia geschah. Sie hat außerdem Probleme, sich an ihren Alltag zu erinnern, Situationen mit ihrem Mann Jack oder Aktivitäten mit ihren Freundinnen. Alleine das Gefühl Mia zu finden ist übermächtig.
Noch im Krankenhaus taucht ein Mann auf der Intensivstation auf. Er stellt sich Estelle als Dean vor, ihr Psychiater. Estelle wäre wegen "diverser Probleme" regelmäßig zur Gesprächstherapie in seiner Praxis gewesen. Dean erachtet es als unbedingt notwendig, dass Estelle die Therapiestunden fortsetzt, um Dinge aufzuarbeiten, die vor dem Unfall geschehen sind. Estelle glaubt ihm nicht. Dean ist ihr unsympathisch, und sie kann keinen Bezug zu seinen Worten herstellen. Sie schickt ihn weg.


Wieder zu Hause, in ihrem Apartment in New York, findet Estelle Mias Babyzimmer verlassen vor. Alles ist aufgeräumt und sauber. Sogar das Bett ist gemacht, als ob niemals etwas passiert wäre. Wahrscheinlich hat Jack aufgeräumt, um Estelle nicht weiter zu verunsichern.
Estelle fühlt sich einsam und zerbrechlich. Sie hat immer noch keine Idee, wo Mia sein könnte, warum sie aus dem Apartment verschwunden ist. Auch die Frage, wer sie angeschossen hat steht noch im Raum. Außerdem verletzt es sie, dass Jack überwiegend beim Arbeiten ist, sich sehr von Estelle distanziert, und sie wenig Unterstützung bekommt.


Eines abends fragt Estelle Jack nach Freizeitaktivitäten und Freunden. Welche Termine hatten sie? Mit wem haben sie sich getroffen? Estelle kann keine Aufzeichnungen oder einen Terminplaner finden. Jack wiegelt ab. Estelle solle sich noch schonen, um Mias Verschwinden zu verarbeiten. Jack glaubt nicht, dass Mia gefunden wird. Als Estelle durch das leere Appartement steift, fällt ihr auf, dass eine Kommode etwas verrutscht ist. Zwischen Möbelstück und Wand findet sie ihren Terminplaner. Er ist leer, bis auf regelmäßige Termine in Deans psychologischer Beratungspraxis. Also kennt sie den Psychiater aus dem Krankenhaus wirklich? Estelle sucht die Praxis auf und trifft dort auf Dean. Sie nimmt ihre Therapiestunden wieder auf, um ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und so Hinweise auf Mias Verbleib zu finden. Es geht nur langsam voran. Dean möchte, dass Estelle sich selbst erinnert und gibt ihr keine zusätzlichen Informationen. Dean ist ihr nicht mehr unsympathisch, Estelle realisiert sogar eine besondere Zuneigung zu ihm.


Bei einer Nachuntersuchung im Krankenhaus bekommt Estelle die Diagnose, dass sie keine Kinder bekommen kann. Estelle tippt auf die Schussverletzung und ist tief verzweifelt. Was, wenn sie Mia nicht zurück bekommt? Ihr Arzt teilt ihr mit, dass ihre Unfruchtbarkeit nicht an der Schussverletzung liegt, dass sie noch niemals in der Lage war, Kinder zu bekommen. Estelle fällt aus allen Wolken. Das kann nicht sein! Da war doch Mias Geburt, ihr Zimmer, ihr ganzer Tagesablauf! Traumatisiert verlässt sie die Klinik.


Tage später. Es klingelt an der Tür. Es ist Estelles Freundin mit ihrer Tochter Maja. Sie wollen einen Krankenbesuch machen. Estelle erkennt in dem kleinen Mädchen Mia. Doch das stimmt nicht. Estelle hat für ihre berufstätige Freundin als Tagesmutter gearbeitet, gerne sogar, da sie selbst ja nie Mutter werden kann. Estelle entwickelte eine Psychose, Maja wurde zu Mia, ihre eigene, projizierte Tochter. Selbst ihr Mann Jack konnte sie nicht mehr vom Gegenteil überzeugen. Darum organisierte er für Estelle die Therapiestunden bei Dean. Als er erkannte, dass sich zwischen seiner Frau und Dean mehr entwickelte, und Estelle zudem nur noch für Maja/Mia lebte, wurde er rasend eifersüchtig. Auf einem Ausflug eskalierte ein Streit. Jack schoss im Affekt auf Estelle und ließ das Auto mit seiner bewusstlosen Frau in eine Schlucht rollen. Er geriet in Panik und wollte alles vertuschen ...

ENDE


So könnte sich die Geschichte zugetragen haben. Die Betonung liegt auf könnte. Denn ich bin mir durchaus bewusst, dass in mir keine Thrillerautorin schlummert. Meine Manuskripte wären wohl voller Klischees, Logik- und Anschlussfehlern. Darum bin ich auch lieber Leserin - und die richtige Geschichte aus "Remember Mia" interessiert mich brennend.

Kommentare:

  1. Liebe Damaris,
    Och ja, auch wenn in dir keine Thrillerautorin schlummert, ist das du geschrieben hast durchaus möglich. Es wäre auch sehr grausam für Estelle, wenn deine Theorie am Ende der Wahrheit ganz nahe wäre.
    Liebe Grüße Cindy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. @Cindy - Stimmt, möglich wäre meine Version durchaus :-) Sie würde aber noch vieeeel Feinschliff benötigen - dass sehe ich nicht als meine Aufgabe - ich bin gerne Leserin *lach*. Viele Thriller sind für die Protagonisten sehr grausam, nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Darum dachte ich, das passt für Estelle ganz gut.

      Löschen
  2. Huhu Damaris!

    Uhhh, eine tolle Idee! Würde mir sogar wirklich gefallen, wenn die Geschichte in diese Richtung gehen würde. Ich mag so psychologische Verwirrspielchen gerne lesen :)

    Liebe Grüße
    Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. @Nicole - Ich glaube auch, dass die Idee funktionieren würde, auch wenn sie in dieser Form noch sehr stümperhaft rüberkommt. Psychologische Spielchen mag ich bei Thrillern auch sehr gerne. Deine Ideen fand ich auch absolut klasse - sie passten perfekt zu den jeweiligen Autoren :-)

      Löschen
  3. Das ist gar keine schlechte Idee. Keine, auf die ich gekommen wäre, aber eine gute :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. @Schlunzis :-) - Wartet nur ab, das lasse ich mir jetzt patentieren. Nein Quatsch :-) Ich fand die Idee sehr klischeehaft. Ein toller Autor könnte aber sicher etwas draus machen.

      Löschen

Du möchtest mir etwas zu diesem Beitrag mitteilen? Dann los ... ich freue mich.