Mittwoch, 16. März 2016

Blogtour - Über das Leben nachdenken - Tag 2: "Als wir unendlich wurden"


Ein herzliches Willkommen allen Lesern, die ich bei einer ganz besonderen Blogtour begrüßen darf. Schön, dass ihr vorbeischaut. Meine Tour-KollegInnen und ich stellen euch diesmal nicht nur eines, sondern gleich drei Bücher näher vor. Jedes dieser Bücher beinhaltet ein Thema, das uns animiert über das Leben nachzudenken. Gleichzeitig sind die Romane spannend, lustig oder einfach speziell. Gestern, zum Tourstart, hat Nicole bei About Books mit "Das Spiel der Wünsche" begonnen. Ich stelle euch heute den Roman "Als wir unendlich wurden" vor.


 
"Als wir unendlich wurden" von Carrie Firestone - Hardcover, 384 Seiten, 14,99 € [D] - Arena Verlag


Eine Familie, eine Weltreise und ein ungewöhnlicher Wunsch ...


Maddie, die Hauptprotagonistin der Geschichte, hat ihren Highschool-Abschluss in der Tasche. Ihre einzige Sorge, ist, dass sie in ihrem letzten Sommer vor dem College nicht genug erlebt und mit ihren Freundinnen die beste Zeit verpasst. Ihre touge und aktive Großmutter Astrid ist Maddies Anlaufstelle und Erdung, ihr zweites Zuhause. Als Maddie völlig unvorbereitet erfährt, dass ihre Gram todkrank ist, kommt alles zum Stillstand. ...


... Doch Gram Astrid ist niemand, der mit seinem Schicksal hadert. Obwohl sie nicht mehr viel Zeit hat, ordnet sie für ihre gesamte Familie eine Weltreise an, auf der Wishwell, einem Kreuzfahrtschiff. Und sie macht keinen Hehl daraus, dass die Wishwell kein normales Schiff ist. Auf dieser Kreuzfahrt werden Wünsche erfüllt, genauer gesagt: letzte Wünsche. Nicht ganz legal und im Geheimen, denn die Wishwell nimmt die Passagiere mit auf eine "Sterben-mit-Würde-Kreuzfahrt". Nachdem die todkranken Patienten alles erlebt haben, was sie sich wünschen, legen sie den Zeitpunkt ihres Todes selbst fest. Friedlich und selbstbestimmt. ...


... Maddie und ihre Familie (zumindest die meisten davon) lassen sich auf den ungewöhnlichen Wunsch ihrer Gram ein. Manche sofort, anderen ist die Sache nicht ganz geheuer.
Dann sticht die Wishwell in See und läuft die Ziele an, die sich Gram Astrid für ihre letzte Reise ausgesucht hat. Für Maddie und ihre Familie beginnt eine unvergleichliche Zeit. Zeit, in der sie besonders viele Erinnerungen an ihre Großmutter sammeln will und in der sie ein emotionales Auf und Ab erlebt. ...


... Denn irgendwann neigt sich selbst die lustigste, bedeutungsvollste und skurrilste Kreuzfahrt dem unweigerlichen Ende zu.

Ich persönlich kann euch versprechen, dass man manche Dinge nach dem Lesen von "Als wir unendlich wurden" überdenkt. Das Buch ist humorvoll und liebevoll -auf seine Art-, aber es erscheint zugleich etwas abwegig und fordert den Leser heraus. Genau das ist meiner Meinung nach der Sinn dahinter.

Morgen geht die Über das Leben nachdenken-Blogtour bei The Wonderland Books Station machen. An Tag 3 der Tour stellt Yvonne das Buch "Alba & Seven" vor.


Gewinnspiel

Das Gewinnspiel ist beendet! Steffi E. ist die Gewinnerin von "Als wir unendlich wurden".
Herzlichen Glückwunsch!


Im Rahmen dieser speziellen Blogtour verlose ich mein eigenes Buch "Als wir unendlich wurden". Der Gewinner darf dann mit Maddie und ihrer Großmutter auf diese besondere Weltreise gehen. Um teilzunehmen, möchte ich eure Meinung wissen (diese hat natürlich keinen Einfluss auf die Gewinnchance). Kommentiere diesen Beitrag und beantworte mir folgende Frage:

Was denkst du über das Thema "Selbstbestimmtes Sterben - Sterben mit Würde". Sollte man im Alter, z.B. bei unheilbarer Krankheit, selbst entscheiden dürfen, wann man sein Leben beenden möchte? Oder sollte man das alleine dem Lauf des Lebens überlassen?


Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche viel Glück!


Das Kleingedruckte: Jeder kann mitmachen. Durch die Teilnahme wird bestätigt, 18 Jahre alt zu sein oder das Einverständnis eines Erziehungsberechtigten zu haben. Jeder darf ein Mal teilnehmen. Die Gewinner werden nach Ablauf des Gewinnspiels per E-Mail benachrichtigt (bitte Kontaktmöglichkeit im Kommentar hinterlassen, falls anonym kommentiert wird) und hier im Beitrag genannt. Gewinne von Damaris liest. werden nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz versandt. E-Mail Adressen und genannte Versandadressen werden sofort nach Beendigung gelöscht. Reine Gewinnspielblogs sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Auslosung erfolgt über Random.org. Teilnahmeschluss ist Dienstag, der 29.03.2016.

Kommentare:

  1. Hallo Damaris,
    vielen Dank für die Buchvorstellung. Dieser Roman war mir vorher auch noch nicht bekannt. Aber der Klappentext klingt mehr als interessant.
    Was deine Frage betrifft. Bin ich bei diesem Thema etwas zwiegespalten. Zum einen finde ich es gut, wenn man als älterer Mensch selbst bestimmen kann/könnte, ob man sterben will. Andererseits könnte ich mir aber auch vorstellen, dass viele schon zu schnell aufgeben und vielleicht doch noch geheilt werden und noch ein paar Jahre leben könnten. Also, wie du merkstm, stehe ich noch zwischen den Stühlen. ;D

    Liebe Grüße,
    Nadine

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    1. Ach so, meine E-Mail: nadine_menke[at]gmx[dot]de.

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  2. Hallo,

    ich finde schon das jeder das Recht haben soll über sein Leben und eben auch über dessen Ende bestimmen zu dürfen.

    LG
    SaBine
    (kupfer-sabine@t-online.de)

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  3. Huhu Damaris!

    Das ist ein schöner Beitrag geworden :) Bislang hatte ich nicht unbedingt das Bedürfnis "Als wir unendlich wurden" zu lesen, aber nach deinen Worten schwanke ich jetzt doch und fühle mich ein wenig zum Buch hingezogen.

    Das Thema "selbstbestimmtes Sterben" macht mich ein wenig traurig. Ich habe zwei Großmütter sterben sehen und bei beiden war dieser Vorgang alles andere als schön und wenn sie gekonnt hätten, dann hätten sie nicht so lange leiden wollen. Von daher ja, ich bin definitiv dafür, dass es in Ausnahefällen ermöglicht werden sollte Sterbehilfe zu leisten, zumindest wenn die betroffene Person dies selbst wünscht und eine Heilung ausgeschlossen ist.

    BTW: In den Lostopf springe ich natürlich nicht, aber ich wollte gerne meinen Senf dazu geben :D Ich hoffe, das ist okay :)

    Liebe Grüße
    Nicole

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  4. Hallo,
    ein wirklich schöner Beitrag!
    Ich finde, das sollte jedem überlassen sein, im Ausnahmefall selbst bestimmen zu dürfen. Auch wenn es schwer ist, Grenzen zu ziehen.

    lg, Jutta

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    1. meine Mailadresse: jutta.liest[ät]gmail.com

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  5. Hallo :)

    ich finde das Thema sehr schwierig. Meiner Meinung nach sollte man nicht jedem selbst überlassen, wann er sterben möchte - allgemein finde ich das egoistisch und meist sehr übertrieben. Beispielsweise Menschen, die Suizid begehen, weil ihr Leben gerade sehr schlecht läuft - alles kann wieder besser werden, man muss nur selbst dazu beitragen, dass es so wird und man darf nie vergessen, dass es Menschen gibt, denen es durch das eigene Verschwinden sehr, sehr schlecht gehen könnte... Anders sehe ich dies bei unheilbaren Krankheiten, die mit Schmerzen einhergehen. Wenn jemand wirklich nur noch leidet, sollte er entscheiden dürfen sein eigenes Leben vorzeitig zu beenden. Dessen Familie und Freunde werden auch nicht wollen, dass diese Person weiter leidet und vor sich hin vegetiert... Echt ein zwiegespaltenes Thema.

    Liebe Grüße

    Sina
    fluffig.sh@googlemail.com

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    1. Hallo liebe Sina

      Ich finde es schade, dass du einen Unterschied macht zwischen körperlichen und psychischen Erkrankungen.
      Ich kann dir leider aus eigener Erfahrung sagen, dass psychisches Leiden genau so schlimm sein kann wie körperliches Leiden!

      Liebe Grüsse
      Bea

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  6. Hallo Damaris,

    ich finde dieses Thema ganz besonders... ich finde selbstbestimmtes Sterben sollte ein Grundrecht sein. Meine Oma ist, wie so viele andere, recht jämmerlich am Krebs zugrunde gegangen und sie hat uns (als sie noch klar war) relativ oft gebeten, ihr zu helfen. Wenn sie gekonnt hätte, wäre sie eher gegangen und auch am liebsten in ihrem Zuhause. Leider war das nicht möglich, wir haben es ihr so angenehm wie möglich gemacht und sie durfte zumindest in einem Hospiz sterben, wo man zu nichts gezwungen wird...
    Ich hätte meine Oma jedenfalls gern auf eine solche Reise begleitet...

    Liebe Grüße von Steffi E.
    selene_niniel@web.de

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  7. Guten Morgen liebe Damaris,

    oha dieses Thema sitzt. Ich bin ehrlich, mir macht das Thema Tod angst (aber wer schreit da schon "Yeah"). Hoffentlich werde ich als alte Ur,Uromi etwas gelassener sein. Abends ins Bett gehen, ohne Schmerzen einzuschlafen, stell ich mir angenehm vor, auch für meine Lieben. Also ja, in diesem Punkt selbstbestimmt entscheiden zu können, finde ich gut.

    Du schaffst es übrigens mal wieder mich für ein Buch neugierig zu machen, das mich herausfordern wird. Dankeschön. :)
    Liebe Grüße Cindy
    kumosbuchwolke@gmail.com

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  8. Halli hallo

    Ein interessantes Thema und eine Frage bei der es mir schwer fällt sie einfach so mit ich bin dafür oder dagegen zu beantworten.
    Gerade in meinem Beruf als Krankenschwester bin ich natürlich schon oft mit dem Thema Sterben, Leiden und Tod konfrontiert worden.
    Immer wieder kam es hierbei auch zu Diskussionen.

    Aus meiner persönlichen Lebenserfahrung kann ich heute sagen, " sage niemals nie..."
    Ich kann sehr gut nachvollziehen wenn man nicht mehr leiden möchte, wenn man es einfach nicht mehr aushält, sei dies jetzt körperlich oder psychisch!!
    Von daher verurteile ich auch Niemanden und trotzdem....bleibt die Frage " wie weit gehen wir, wo sind die Grenzen?"

    Ich bin sehr gespannt auf dieses Buch und werde es auf jeden Fall lesen, wer weiss vielleicht gewinne ich es ja sogar ;)

    Liebe Grüsse
    Bea
    ( mfg@egger.in)

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  9. Hallo Damaris,

    Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass jeder Mensch über sein eigenes Schicksal und über seinen eigenen Körper verfügen darf, wie man selber es für richtig hält.
    Man sollte natürlich so eine Entscheidung nicht leichtfertig treffen und es ist schwierig Regeln dafür aufzustellen, aber in letzter Instanz bin ich der Meinung darf dies nicht dem Menschen verwehrt bleiben, weil niemand anderes als man selbst im eigenen Körper steckt.

    Liebe Grüße,
    Jamie
    (E-Mail: info@edgeofthewild.de)

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  10. Hallo zusammen, ich danke allen, die (bis jetzt) bei meinem Blogtourbeitrag vorbeigeschaut haben und sich der schwierigen Gewinnspielfrage gestellt haben. Noch ist etwas Zeit, eine Teilnahme ist weiterhin möglich, aber ich selbst möchte mich auch der Frage stellen und euch meine Meinung dazu sagen.
    Ich kann ebenfalls kein klares Dafür oder Dagegen für ein Sterben nach Wunsch aussprechen. Meine Oma musste im Endstadium Krebs sehr leiden und das hat mich sehr mitgenommen. Ich lege mich darauf fest, dass ein gewünschtes Sterben im Alter (!), oder bei leidvoller, schmerzhafter, unheilbarer Krankheit (ob jetzt körperlich oder psychisch sei mal dahingestellt) für mich absolut verständlich und nachvollziehbar wäre. Wer weiß, an welchen Punkt wir gesunden Menschen irgendwann mal kommen. Einen begleiteten Suizidwunsch in jungen oder mittleren Jahren lehne ich aus Überzeugung ab. Das Leben ist dafür zu wertvoll und, egal wie es einem psychisch geht, ich finde nicht, dass man sich so einfach aus der Verantwortung dem Leben, Familie und Freunden gegenüber herausnehmen sollte. Das sollte dann jeder für sich selbst entscheiden und nicht die Verantwortung durch eine aktive Sterbehilfe abgeben.
    Seid alle lieb gegrüßt!

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  11. Hallo liebe Damaris,

    vielen Dank für diesen wundervollen Beitrag! Ich verfolge eure Blogtour sehr gerne. :-)

    Die Frage ist wirklich sehr interessant. Ich persönlich finde, dass jeder selbst über sein Leben entscheiden sollte.
    Vorallem nachdem ich vor ein paar Jahren miterleben musste, wie meine lebensfrohe Oma, an Krebs erkrankte und letztlich monatelang nicht mehr ansprechbar war und quasi in einem Koma lag, unterstütze ich die Sterbehilfe.
    Die Zeit war für alle schrecklich, hätte sie vorher den Wunsch nach Sterbehilfe geäußert, hätte ich sie verstanden.

    Ganz liebe Grüße und Dir noch einen schönen Abend,
    Hannah
    http://wonderworld-of-books-from-hannah.blogspot.de/
    <3

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  12. Hallo Damaris! :)

    Kein einfaches Thema und vor allem keine leichte Frage deinerseits. Denn dazu gibt es einige Für und Wider. Wie ich selbst dazu stehe, kann ich ehrlich gesagt so nicht sagen. Ich müsste wohl wirklich und wahrhaftig damit konfrontiert werden. Ein Glück, kam ich bisher noch nicht durch Freunde oder Verwandte in eine solche Situation.

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

    bookblossom@yahoo.com

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  13. Hallo,

    ich würde auch sehr gerne in den Lostopf hüpfen.

    Über das Thema wird ja schon eine Weile diskutiert und die Frage ist auch nicht einfach zu beantworten. Ich finde schon, dass, wenn man eine schlimme Krankheit hat und sich sowieso nur noch damit durch die Tage quält, es einem dann frei gestellt werden sollte selbst zu entscheiden, ob man sein Leben beenden möchte. Allerdings sollte man diese Entscheidung gut überdenken und nicht leichtfertig treffen.

    Liebe Grüße
    Victoria
    (T.Beyer2000@gmail.com)

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  14. Hallo,
    ich bin auf alle Fälle für bestimmtes Sterben und Sterbehilfe.
    Jeder sollte so gehen dürfen, wie er möchte und gelebt hat.
    Ich habe auch schon intensiv mit meiner Mama über das Thema geredet und auch wenn es mir schwer fallen wird, irgendwann will sie gehen wie sie das möchte, bevor ihr Geist und Körper zerfällt. Ich würde auch wollen, dass mich meine Familie so in Erinnerung hat wie ich wirklich bin und nicht zerfressen von Krankheit und Schmerz und Leid und nicht mehr ich selbst.

    Alles Liebe
    Sophie

    sophieslittlebookcorner@gmx.de

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  15. Hallo,

    ich glaube, dass man auf jeden Fall selbst entscheiden könnten sollte, wenn man sein Leben beenden möchte... jeder möchte ein selbstbestimmtes Leben führen und da gehört für mich auch ggf. ein selbstbestimmter Tod dazu.... ich würde das ganze aber an einige Bedingungen knüpfen (wie z.B. die Unheilbarkeit der Krankheit, psychische Gesundheit etc.)

    LG (PPS13743@ku.de)

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