Donnerstag, 28. Januar 2016

Buchthema des Monats - Warum ich meine eigenen Rezensionen google ...

... das ist diesen Monat einmal mehr die große Frage. Höre ich mich selbst gerne reden, bzw. lesen? Erfreue ich mich so sehr an meinen schriftlichen Buchbewertungen, dass ich sie auch nach Monaten noch gerne optisch genieße? Mitnichten! Denn die eigenen Rezensionen im Internet zu suchen kann den blauen Bloggerhimmel ganz schnell mit schwarzen Wolken verdunkeln.

Ich wollte es sein lassen, wollte nach einer schmerzlichen Erfahrung 2012 meine Rezensionen nicht mehr im Internet suchen. Und doch stelle ich mich erneut diesem Gefühlschaos. Der Grund: Weil ich an Gerechtigkeit glaube, immer. Weil ich den Zustand, wie er ist, nicht akzeptieren mag. Und weil ich nicht die Augen davor verschließen will, um schlussendlich abzustumpfen oder zu resignieren.

Es ist ganz einfach. Ich markiere eine willkürliche Textpassage, einen kleinen Absatz, in einer meiner Rezensionen. Die Auswahl bei +- 350 Stück ist rein zufällig, ich entscheide mich für bekannte Bücher, die in aller Munde sind oder waren. Dieser Abschnitt ist schnell in die Suchmaschine eingefügt, und nach nicht mal einer Sekunde sieht man das Ergebnis. Im besten Fall finde ich ... mich - zusammen mit meiner Rezension auf dem Blog, bei Amazon, Lovelybooks, usw. Eben überall, wo ich veröffentliche. Im schlimmsten Fall finde ich meine Rezension ... ohne mich - komplett, oder in Auszügen, auf einem anderen Blog.

Die Gefühle, die ich in diesem Moment durchlaufe, reichen von Fassungslosigkeit und Entsetzen über Zorn und Wut. Auch etwas Naivität (Das kann doch nicht sein! Wer macht denn so etwas?!) ist ist dabei, weil ich als gutgläubiger Mensch nicht glauben kann/will, dass jemand meine Texte als die eigenen ausgibt. Ob aus Unwissenheit, Dummheit oder einfach Ignoranz ist egal. Denn hier handelt es sich um Diebstahl!

Rezensionen unterliegen dem Urheberrecht. Die Rechte am Text, auch in Auszügen, liegen alleine beim Verfasser und dürfen nicht ohne dessen Einverständnis kopiert oder veröffentlicht werden. Macht man das dennoch, und gibt man fremde Rezensionen gar als die eigenen aus, begeht man einen Straftat!

Jetzt habe ich ihn also vor mir, den neuen, fremden, oder bekannten?, Blog, auf dem mein Text als der der BlogbesitzerIn (der Einfachheit halber wähle ich die feminine Ansprache) ausgegeben wird, teilweise auch noch auf diversen Buchplattformen. Ich möchte reagieren, sofort und unmittelbar. Möchte meiner Wut Luft machen, die BlogbesitzerIn anschreiben, kommentieren, und ihr sagen, was ich entdeckt habe und welche Konsequenzen ich daraus ziehe. Möchte in Bloggergruppen und auf Facebook posten, um Kollegen zu warnen und, ja, meine Seele nach diesem Schock etwas streicheln zu lassen. Doch diese Art von Schlammschlachten, aus denen schnell Hetze und Shitstorms entstehen können, sind kontraproduktiv, selbst wenn man keine Namen nennt. Es entsteht große Unruhe und man ist den ganzen Tag mit Fragen und Nachrichten beschäftigt. Es empfiehlt sich, den Zorn zu kanalisieren. So hart das klingt, ich muss mich beruhigen, nur dann haben meine Taten Hand und Fuß.

(Noch eine Anmerkung. Es gibt Seiten im Internet, die Webseiten-Content/Inhalt abgreifen, um damit Geld zu machen, z.B. durch einen Klick und Weiterleitung zu einem Shop. Oft haben diese kein Impressum oder haben ihren Sitz irgendwo in Asien. Manchmal findet man auf diesen Seiten eine komplette Rezension, die man z.B. bei Amazon gepostet hatte, und sogar unter dem richtigen Usernamen - oder unter einem Max Mustermann-Pseudonym. Mein Tipp: Nicht damit beschäftigen. Ignorieren. Als Privatperson führt das immer ins Leere und der Frust steigt ins Unermessliche.)

Ich konzentriere mich also auf den Blog, auf dem ich meine Rezension(en) gefunden habe, denn hier will ich ansetzten, auch wenn das jetzt viel Arbeit und schematisches Vorgehen bedeutet:

  • Ich schaue mir den Blog genau an. Wie lange wird gebloggt und mit welchem Inhalt? Gibt es ein Impressum, eine (E-Mail)-Adresse, ein Rezensionsindex und eine Personenbeschreibung? Sind außer mir noch andere Blogger betroffen? Finde ich Rezensionen von BloggerkollegInnen, die ebenfalls übernommen wurden? Ich sammele die Daten, fertige Screenshots vom Impressum und allen kopierten Inhalten, die ich finde. (Das ist wichtig, sollte ich mich später in der Beweispflicht befinden.)

  • Ich schlafe eine Nacht darüber, lasse alles sacken.

  • Ich schreibe die BesitzerIn des Plagiate-Blog an, zuerst per Mail. Dabei bleibe ich bestimmt und sachlich, komme sofort zum Punkt und vermeide pathetische Formulierungen (Mit Entsetzen musste ich feststellen ..., Mir wurde übel, als ich entdeckte ..., Ich habe die ganze Nacht überlegt wie ich es sagen soll ...). Ich vermeide Spekulationen, denn das führt zu nichts und ist nicht relevant für meine Sache (Du willst ja nur schnell Rezensionsexemplare bekommen und es dir dabei so einfach wie möglich machen ..., Hast wohl bemerkt, dass Rezensieren Arbeit bedeutet, ...). Ich nenne Sachverhalte, weise auf das Urheberrecht und den Straftatbestand hin und verlange die sofortige Löschung meiner Rezension von Blog, und allen eventuellen Plattformen, innerhalb einer von mir gesetzten Frist.

  • Sollten Verlage oder andere BloggerkollegInnen betroffen sein, verlange ich ebenfalls eine Richtigstellung. Ich erwähne meine Sicherungen, und dass ich Verlage und Besitzer der Rezensionen informieren werde, sollten diese unrechtmäßig im Blog verbleiben. Das ist keine Erpressung, sondern nur folgerichtig.

  • Ich warte ggf. auf Antwort innerhalb der gesetzten Frist. Auf E-Mail-Diskussionen oder Ausreden, lasse ich mich nicht ein. Diese kosten Zeit und Nerven. Mein Ziel ist die Löschung meines Textes und darauf bestehe ich.

So handle ich. Ungeachtet dessen, wie ich mich fühle. Das ist mein Weg, meine Vorstellung von Rechtsverständnis. Damit gebe ich der RaubkopiererIn die Möglichkeit zur Einsicht, Entschuldigung, Richtigstellung. Aber was, wenn nicht auf meine Nachricht reagiert wird? Wenn die kopierten Texte im Blog verbleiben? Dann habe ich, und alle Betroffenen, die Möglichkeit die Sache einem Anwalt vorzulegen.

Kommentare:

  1. Oje liebe Damaris, das ist einfach furchtbar :/ Ich kann dir nur sagen, dass es mir für dich unheimlich leid tut und hoffe, dass sich die Sache schnell klärt. Die Motive dahinter kann ich nicht verstehen und werde ich wohl nie verstehen. Ein Blog ist das eigene Herzensprojekt, wie kann man da nur auf so eine Idee kommen? Damit betrügt man nicht nur andere, sondern auch sich selbst. Aber gut.

    Ich muss dir ehrlich sagen, dass ich gerade wegen dem Stress auch gar nicht meine Rezensionen google. Ich habe genug um die Ohren und will es dann eigentlich gar nicht wissen. Allein wenn ich mir schon die ganzen Konsquenzen bei dir ansehe... Aber zu Gerechtigkeit kommt man auf diese Art und Weise natürlich nicht.

    Ich drücke dir feste die Daumen, dass das Thema für dich bald wieder gegessen ist!

    Liebe Grüße
    Tina

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    1. @Tina - Danke für deinen Zuspruch. Ich hoffe auch, dass sich alles schnell klärt, bisher komme ich noch nicht weiter, bzw. wurde noch nicht geantwortet, was auch an Urlaub liegen kann. Aber ich habe noch eine zweite E-Mail Adresse. Leider ist das so aufwändig, dass mich das alles viel Zeit kostet, die man als Geschädigte investieren muss. Das ist einfach unfair und anstrengend. Man sollte sich also gut überlegen, ob man die eigenen Rezensionen googelt. Ich habe es lange sein lassen und wurde auch bei allen anderen nicht mehr fündig. Das war (leider!) ein Zufallstreffer.

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  2. Oh mann, ich hab das ja schonmal bei jemandem gelesen, aber ich finde das echt unglaublich und kackendreist! Ich hoffe, dass die Person sich in Grund und Boden schämt und das ganz schnell wieder löscht inkl. einer angemessenen Entschuldigung! Leider sind solche Leute ja oft uneinsichtig und unverschämt. Ich bin gespannt, wie es ausgeht, falls du davon auch berichten möchtest. LG, Bianca

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    1. @Bianca - Ja, schön ist das nicht. Erfahrungsgemäß schämen sich die "Ertappten", vor allem, wenn es sich um sehr junge Mädchen handelt. Ich tippe auf Naivität im Umgang mit dem Internet und den Inhalten dort. Habe aber bei anderen auch schon ganz fies dreiste Fälle erlebt. Ich hoffe mein aktueller Fall löst sich glimpflich und einsichtig.

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  3. Hallo,

    ich habe das Thema Reziklau schon auf diversen Blogs gelesen. Aber ich bin noch nie darauf gekommen meine eignen Rezis zu googeln. Nach dem Lesen deines Post's bin ich ein wenig paranoid. Ich glaube ich muss auch mal googlen. O.o
    Was mich interessieren würde:
    Musstest du diesen Schritt via Anwalt schon einmal durchziehen?

    Viele Grüße
    Twineety

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    1. @Twineety - Bisher musste ich noch keinen Anwalt einschalten, alles hatte sich immer nach meinen (sehr deutlichen!) Anschreiben gelöst. Das ist dann für mich auch okay. Würde ich zusätzliche Schritte einleiten, wäre das sicher weiterhin sehr nervenaufreibend. Aber grundsätzlich ist es mein Recht.

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  4. Es tut mir sehr leid, dass es dich schon wieder erwischt hat. Und Hut ab wenn du so sachlich dabei bleiben kannst, als ich einmal einen Rezi Diebstahl bei mir bemerkt habe, war ich auf 180. Aber ich verstehe dich, die große Hetze bei Facebook etc. finde ich auch nicht gut.

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    1. @Fiederike - Ich muss zugeben, ich war entsetzt-überrascht. Man meint ja immer, irgendwann ist es ausgestanden. Aber das ist eben das Internet. Es kommen neue Blogs dazu und, schon ist es wieder passiert. Nicht generell natürlich, aber es kommt vor. Auf 180 bin ich zuerst natürlich immer, das kann man gar nicht verhindern. Dann gehe ich schrittweise vor, so ermüdend ...

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  5. Mir wird grade ganz anders. Wenn ich nicht deine Zeilen lesen würde.... ich kann mir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt die so etwas tun. Nun stell ich mir grad die Frage ob ich auch mal nach meinen Rezensionen googeln soll, hab aber ein klein wenig Angst vor dem was ich finde. Nein, ich lass es lieber sein. Aber wow, ich bin sprachlos. Ich hoffe, dass du das ganze geklärt bekommst, kann grad nur ungläubig den Kopf schütteln ob solcher Dreistigkeit.

    liebe Grüße lass ich dir trotzdem hier
    Sandra

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    1. @Sandra - Also ich muss dir sagen, dass man sich auf ein absolutes Gefühlschaos einstellen muss, sollte man eine geklaute Rezi von sich bei jemand anderem finden. Das darf man nicht unterschätzen. Darum hilft mir ein strategisches Vorgehen. Oft können die "Diebe" die Folgen gar nicht abschätzen und fallen aus allen Wolken, wenn sie erwischt werden. Es ist nicht immer Dreistikeit (kommt auch vor), meist Unwissenheit oder Dummheit (ja, das darf ich so sagen!).

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  6. Ich bin gerade echt geschockt! Bei dem Titel dachte ich an irgendwas witziges...aber das. Da bin ich wohl auch sehr naiv. Tut mir so leid, dass dir sowas passiert ist! Solche Menschen sind mir ein absolutes Rätsel. Ich hoffe inständig, dass dir sowas nie wieder passiert! ...keinem Blogger, aber der Wunsch ist wahrscheinlich utopisch:(

    Liebe (tröstende) Grüße
    Eli

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    1. @Eli - Ein lustiger Beitrag kommt sicher auch mal wieder :-) Diese Thema bot sich leider gerade an. Ich glaube nicht, dass man sich vollständig vor Reziklau schützen kann (und in den wenigsten Fällen werden die Rezis vom Blog kopiert, sondern von Amazon oder Lovelybooks, ...). Oft wissen die anderen Blogger nicht mal, von wem die Rezi eigentlich stammt. Leider kann man bei den vielen eigenen Rezis nur Stichproben machen und weiß auch nie, ob man wirklich den richtigen Textabschnitt erwischt (außer es wird 1:1 kopiert). Arbeit ist es in jedem Fall. Also ist der Wunsch, dass das aufhört wahrscheinlich wirklich utopisch :-(

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  7. Hallo Damaris,

    es tut mir wirklich Leid, dass dir das wieder passiert ist! Aber eines sollte man glaube ich daraus lernen, man kann nicht immer nur an das Gute im Menschen glauben. Es gibt leider auch schwarze Schafe... :(

    Das ist vermutlich die Kehrseite, wenn man einen erfolgreichen Blog (und das ist deiner ja auf jeden Fall!) hat, dass man dann auch Opfer von solchen dreisten Diebstählen wird... :(

    Es tut mir wirklich Leid, ich kann nur hoffen, dass du irgendwann mal nach deine Rezensionen googelst und keine fremden Blogs findest!


    Alles Liebe,
    Anna

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    1. @Anna - Schwarze Schafe gibt es viele, selbst in Szenen, wo es "nur" um Bücher geht. Schade, aber damit muss jeder, der online veröffentlich wahrscheinlich rechnen. Hier geht auch nicht so sehr darum, wie erfolgreich der Blog ist. Die Rezis werden eher von Amazon und Co. kopiert. In den seltensten Fällen denkt der Dieb "ah, hier isses gut, hier stehle ich". Darum habe ich auf dem aktuellen Blog auch so viele verschiedene geklaute Rezis gefunden, sie wurden halt überall zusammenkopiert :-(

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  8. Hallo Damaris,

    das macht einen echt mega wütend und es tut mir total leid, dass es draußen einen Idioten gibt, der meint, deine einzigartigen Texte klauen zu müssen, weil er anscheinend selbst nichts zustande bringt. Sorry für den Ton, aber das regt einen echt auf.

    Alles Liebe,
    Svenja

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    1. @Svenja - Ich rege mich auch jedes Mal auf, wenn ich drüber nachdenke. Und das Wissen, dass man das niemals "abstellen" kann, frustriert. Man kann dann jeweils nur hoffen, dass sich die Sache klären lässt. Ich habe übrigens meine Rezis schon auf Homepages von Schulen (deren Bibliothek) gefunden. Musste dann die Schulleitung anschreiben, um die Rezi entfernen zu lassen.

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  9. Liebe Damaris,
    diese Einfallslosigkeit und Dreistigkeit gewisser Personen ist einfach nur zum Ko****!
    Die Woche begleitet mich aus verschiedenen Gründen permanent der Ohrwurm "Alles nur geklaut" von den Prinzen :(
    Dennoch danke ich Dir für diesen Artikel, der zumindest dem ein oder anderen bei einem solchen Fall weiterhelfen kann.
    Es tut mir sehr leid das Du diese Erfahrung machen musst/musstest und ich hoffe das ganze zieht für die betreffende Person Konsequenzen nach sich!
    Drück Dich fest,
    Ela

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    Antworten
    1. @Ela - Ich danke dir für deine Worte. Ko**** könnte ich bei so etwas immer :-( Mich hat Wenkes Fall so gestresst und ich bin danach selbst auf die Suche gegangen und wurde fündig. Mein Weg ist sicher nicht für alle richtig (viele empfinden ihn zu nett/lasch), aber man muss selbst aufpassen, rechtlich sicher zu handeln. Ich hoffe, es klärt sich ...

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  10. Halli hallo

    Ich finde das einfach unglaublich!!!
    Hut ab wie professionell du vorgehst ich denke dies ist der einzige richtige Weg.

    Liebe Grüsse
    Bea

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    1. @Bea - Ich versuche es. Zum Glück bin generell sehr sturktiert. Für mich empfinde ich diesen Weg auch den einzig richtigen. Danke!

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  11. Es tut mir so leid für dich, dass du fündig geworden bist. Es ist einfach unfassbar, wenn man die eigene Rezension auf einem Blog findet. Ich finde aber dein Vorgehen ist das einzig richtige. Ich hoffe, die betreffende Bloggerin (auch wenn ich nicht finde, dass sie diesen Titel verdient hat) geht auf deine Bitte ein und entfernt den gestohlenen Content. Auch wenn man als Bestohlener wütend und traurig zugleich ist, muss man sich immer vor Augen halten, dass diese Diebe sich doch nur ins eigene Knie schießen...

    Danke für deinen Beitrag - ich hoffe, er hilft Betroffenen und gibt Content-Klauern zu denken.

    Nana

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    Antworten
    1. @Nana - Es war wohl mehr ein Zufallstreffer. Gar nicht so einfach, bei einer großen Auswahl fündig zu werden. Übrigens finde ich auch nicht, dass die BloggerIn sich so nennen darf. Da geht einfach gar nicht!

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  12. Hallo Damaris!

    Ich habe schon öfter von Reziklau gelesen - und wunder mich immer wieder, daß die Betroffenen immer so nett dabei bleiben. Der Name des Blogs wird nicht veröffentlicht, der Dieb wird nett per mail aufgefordert die Rezension zu entfernen...
    Warum?! Das ist Diebstahl, da gibt es nichts schön zu reden und entsprechend würde ich mit den Leuten auch umgehen. Im Zweifelsfall auch eine Seite auf meinem Blog veröffentlichen: Hier findet ihr die Blogs, die meine Rezensionen klauen - oder ähnlich.

    Diese Leute wissen ganz genau, daß ihnen eh nichts passieren wird. Wenn sie angeschrieben werden, löschen sie halt die Rezension und klauen in Zukunft woanders...

    Sollte mir das irgendwann passieren, werde ich diese Leute ganz sicher nicht mit Samthandschuhen anfassen. Da werde ich auch keine mail schreiben, sondern anrufen (sofern eine Nummer ermittelbar ist) und nur kurz und knapp mitteilen, daß ich das anwaltlich klären lasse (es lebe die Rechtschutzversicherung!)

    Liebe Grüße
    Kerstin

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    1. @Kerstin - Ich muss zugeben, früher war das etwas anders. Als ich 2012 (wie mehrere) andere von Reziklau betroffen war, ging es total ab! Alle waren wütend, es wurden ganze Gruppen und Hilfsangebote gegründet, Namen wurden gennant und entrüstet öffentlich gemacht, man stand wochenlang unter Strom. Es gabe auch viel Streit. Einige fanden die Opfer zu soft und schrieben sofort nach der Justiz, anderen war das Vorgehen zu hetzerisch. Eine Nennung zwar einerseits befreiend, aber auch rechtlich nicht ganz in Ordnung. Man muss da sehr aufpassen. Das erscheint zwar unfair, ist aber leider so. Meine Schreiben an Diebe sind sehr deutlich und hart. Und ich werde mich auch vor Folgeschritten nicht scheuen, sollte ich auf diesem Wege nicht weiterkommen. Aber ich muss generell achtsam vorgehen. Danke für deine Meinung dazu. Es hilft sehr, sich auszutauschen.

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  13. Liebe Damaris,

    ich kann deine Gefühle sehr gut nachempfinden. Man setzt sich viele Stunden hin, schreibt seine Emotionen und Eindrücke zu einem Buch auf und jemand anderes nimmt ich einfach das Recht heraus, diese Empfindungen zu stehlen. Ich wäre genauso sauer wie du und bräuchte auch erstmal ein wenig Zeit, um abzukühlen. Ich finde deine Herangehensweise sehr gut, genauso würde ich das auch machen. Ich hatte ein ähnliches Erlebnis, allerdings auf Instagram mit einem Foto. Mein Foto ist bis heute auf dem Profil zu sehen und niemand unternimmt etwas dagegen. Instagram schon gleich gar nicht.

    Ich glaube, ich werde mir auch mal die Mühe machen und ein paar Stichproben googlen. Zu meinem "Glück" bespreche ich nicht oft sehr neue Bücher, wodurch ich wohl nicht ins Beuteschema passe. Ich finde es schade, für alle neuen Blogger, denn es wird allzu gerne von einer Person auf alle geschlossen. Ich hoffe, dass dieser Fall sich klären lässt und die betreffende Person einsieht, dass es so nicht geht. Andernfalls würde ich auch rechtliche Konsequenzen in Betracht ziehen.

    Ärgere dich nicht zu sehr..

    Liebe Grüße
    Sandra

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    Antworten
    1. @Sandra - Genau diese Gefühle sind es, die so wütend machen. Es ist anfänglich schwer, da logisch und systematisch vorzugehen. Darum muss ich einfach eine Nacht schlafen, bevor ich aktiv werden. Auf Instagram ist es übrigens ähnlich und absolut nicht okay, wenn Bilder ohne Credit gestohlen werden. Und ich habe schon von vielen gehört, dass man da überhaupt nicht weiterkommt.
      Ich kann dir empfehlen zu googeln, wenn du gedanklich damit umgehen kannst. Es ist verwunderlich, aber nicht immer sind neue Bücher betroffen. Aber meist solche, die gut ankommen und von denen es schon viele Rezis gibt.

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  14. Liebe Damaris,

    ich kann dich so gut verstehen, das tut einfach weh und macht wütend, denn wir sietzen stunden an unseren Blogs und machen uns immer wieder aufs neue die Arbeit. Ich find es auch enttäuschend wie manche Menschen mit so was umgehen.

    Ich hab auch schon offt überlegt ob ich das mal googeln soll. Aber genau vor diesem Gefühlschaos habe ich Angst. Das zieht mich nur runter, und das brauch ich nicht auch noch und doch, grade eben, würde ich es auch gerne wissen ob es so ist oder nicht. Ob mir das auch schon passiert ist oder eben nicht.

    Dein Vorgehen von ich wirklich gut. Lieber noch mal ein paar tage drüber schlafen, und dann mit Abstand und sachlich vorgehen. Nur dies bringt etwas, das andere kostet nur zu viel kraft und die Energie die du besser investieren kannst geht wohin woe sie gar nicht angenommen wird.

    Ich wünsch dir das sich das alles schnell wieder erledigt, du keinen langen Kampf hast und der andere Blog es schnell einsieht das er sie was falsch gemacht hat.

    Liebe GRüsse
    Alexandra

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    1. @Alexandra - Dieses Gefühlschaos kostet sehr viel Kraft und wer schon weiß, dass er das nicht aushält, sollte lieber nicht googeln. Ich wollte es nicht mehr machen, und wurde leider schnell fündig (bei anderen Stichproben dann aber nicht mehr). Das ist ein schwieriges Thema und man wird sich im Internet nie völlig schützen können. Danke, ich hoffe auch, dass der andere Blog sich einsichtig zeigt.

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  15. du bist gut, deshalb trifft es dich...viel erfolg beim erreichen deiner ziele

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    1. @Bernd - Ich danke dir für das Lob. Aber das ist Reziklauern wohl egal, hauptsache kopiert. In den allermeisten Fällen auch nicht von Blog direkt, sondern von Onlineshops und Buchprotalen, wo die meisten Hobbyrezensenten auch veröffentlichen. Oft wissen die Diebe nicht, wer hinter der geklauten Rezi steht.

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  16. Oh, du arme, das tut mir echt leid! Aber es wundert mich nicht, dass deine Rezis kopiert werden, die sind schließlich so schön. ♥ Hoffentlich hört diese Klauerei irgendwann endlich auf, ich finde sowas einfach nur feige und unfair.

    Ganz liebe Grüße
    Lisa

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    1. @Lisa - Leider wird kopieren im Internet immer ein Thema sein. Viele haben einfach kein Unrechtsbewusstsein und man wird nie alle erwischen :-(

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  17. Huhu liebe Damaris,
    ich finde es unglaublich traurig, dass dir das (wieder) passiert ist. Erst gestern habe ich einen Blogpost zu dem Thema gelesen (wenn ich jetzt nur noch wüsste, bei wem...).
    Aber schon vor einigen Wochen war das Thema ja hochaktuell und damals war es ja auch ein junges Mädel, wie du oben in den Kommentaren schon vermutet hast.

    Einerseits kann ich dein sachliches Vorgehen nur gut heißen. Letztlich bringt es nichts, wenn man sich voll reinsteigert, Krieg anfängt und sich mit anderen streitet. Die Rezension ist ja schon online, das Kind ist sprichwörtlich bereits in den Brunnen gefallen.

    Allerdings macht es mich auch irgendwie wütend. Dass Texte im Internet nicht "Freiwild" sind, dürfte ja zwischenzeitlich auch allseits bekannt sein. Und selbst wenn man nicht weiß, dass es strafbar ist, ganze Rezensionen zu klauen, so müsste man doch auch moralisch mal auf den Gedanken kommen, dass sowas nicht in Ordnung ist.

    Bin vorher nie auf den Gedanken gekommen, meine Rezensionen mal zu googeln, werde da aber jetzt auf jeden fall nachholen

    Alles Liebe (und viele starke Nerven), Nelly

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    1. @Nelly - Ja, man sollte meinen, dass bekannt ist, dass man Texte von Webseiten/Blogs nicht so einfach kopieren, und erst recht nicht übernehmen, darf. Leider machen sich viele darüber einfach keine Gedanken. Ich unterstelle auch nicht immer Vorsatz, in meinem aktuellen Fall sieht es aber leider so aus. Ich hoffe, du findest deine Rezis nur bei dir!

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    2. Mit Vorsatz? Das setzt dem ganzen ja noch die Krone auf. Du hast meinen größten Respekt, dass du da trotzdem so ruhig bleibst...

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  18. Ich glaube, wir alle würden mit ein wenig Naivität reagieren. Ich finde es eine Frechheit, einfach von jemandem seine Texte zu klauen und kopieren.
    Deinen Weg, die ganze Sache sachlich anzugehen, finde ich ebenfalls richtig. Es nützt nichts, sich die Nerven zu zerreissen mit unnötig Zeit zu vergeuden, sei es mit ständigen E-Mails hin und her oder erneutes Nachfragen. Nur weiter so und lass dich blos nicht unterkriegen!

    Ich drücke dir die Daumen, dass du in Zukunft deine Rezensionen ausschliesslich auf deinem Blog finden wirst.

    Liebe Grüsse
    Julia

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    1. @Julia - Da stimmt. Man ist einfach so vor den Kopf geschlagen, dass man es einfach nicht fassen kann. So geht es Autoren mit Raubkopien ihrer E-Books und der Musik- und Filmbranche sowieso (wobei das nochmals andere Kaliber sind). Ich hoffe, dass in meinem Fall endlich reagiert wird.

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  19. Hallo Damaris,

    ich finde es toll, wie sachlich du damit umgehst, obwohl es ein durchaus emotionales Thema ist. Ich denke auch, dass ist der einzig richtige und professionelle Weg damit umzugehen und eine sachliche Ansprache zu wählen. Ich hoffe sehr, dass du dich nie wieder damit rumschlagen musst!!!

    Liebe Grüße
    Desiree

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    Antworten
    1. @Desiree - Genau, Sachlichkeit ist bei emotionalen Theman schwierig. Dies und Hartnäckigkeit hat sich aber gelohnt, der andere Blog wurde samt aller kopierten Rezis komplett gelöscht. Das Thema wird aber sicherlich immer wieder aufkommen. Leider!

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  20. Na ja, wer googelt seine Texte inzwischen denn nicht? Auch wenn es natürlich super ist, wie vernünftig du damit umgehst, denn in so einer Situation wäre es bestimmt verlockend, sich sehr emotional destruktiv zu benehmen und z.B. via Social Media einen Mob loszuschicken. Guter Post! :)
    lg
    Hekabe

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    Antworten
    1. @Hekabe - Also früher hätte ich nicht im Traum daran gedacht, meine Rezis zu googeln. Jetzt schon ab und an, aber auch dann sind es Glückstreffer, sollte man etwas finden. Den Mob loszuschicken habe ich schon live mitbekommen. Nicht schön, was dann da ablief. Dann lieber so ...

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  21. Neben dem Anwalt könnte man zusätzlich evtl. auch Google anschreiben, um diese Seiten aus dem Index zu werfen.

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    Antworten
    1. @AlexJ - Könnte man sicher probieren, aber ob Google sich um die "kleinen" Belange eines Bloggers schert? Die Seite wurde inzwischen komplett entfernt. Zum Glück.

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  22. Hi Damaris,

    ich finde Rezensionsklau eine Frechheit und es tut mir Leid, dass du (schon wieder??) beklaut wurdest. Ich versteh das nicht und ich finde es fies und frech. Weil hinter jeder Rezension so viel Arbeit steckt. Man plagiiert doch auch keine Hausarbeiten. Fertig aus. Ich habe bisher noch keine Rezensionen von mir gegoogelt und bin jetzt eher alarmiert.

    Ich drück dir die Daumen und finde es toll, dass du so besonnen reagiert hast.

    Liebe Grüße,
    Eva



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    Antworten
    1. @Eva - Ja, leider ist mir das vor einiger Zeit schon mal passiert (ich möchte gar nicht wissen, was generell unentdeckt bleibt). Mir selbst ist es auch völlig unverständlich, darum schaue ich auch nicht weg, sondern spreche Entdecktes sofort an.

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  23. Hallo
    Sowas ist natürlich hart. Ich kam bisher nicht auf die Idee meine eigenen Rezensionen zu suchen.
    Ich versteh eh nicht, warum man so etwas tut? Was hat man enn bitte davon, außer Ärger und ein schlechtes Gewissen?
    Alamiert bin ich aber trotzdem

    Liebe Grüße Lilly

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    Antworten
    1. @Lilly - Es gibt natürlich Leute, die haben niemals ein schlechtes Gewissen und sehen ihre Fehler auch nicht ein. Lt. meiner Erfahrung ist es meist Unwissenheit und Naivität, oft bei ganz jungen Bloggern. Im aktuellen Fall (der Blog ist mittlerweile komplett gelöscht) konnte man genau sehen, wann es der BesitzerIn wohl zu viel Arbeit geworden ist, bzw. wann sie realisiert hat, dass Rezensionen Arbeit bedeuten. Ab dann wurde kopiert und die Rezis sahen auch ganz anders aus. Auf meine Mails wurde nicht reagiert. Nach einem Kommentar im Blog direkt wurde dieser dann gelöscht.

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  24. Hi Damaris!

    Ich find deinen Beitrag sehr informativ, auch wenns einem wirklich an die Nieren geht ... ich hab in den letzten Wochen auch selber mal gegoogelt und sehr seltsame Seiten gefunden, auf denen Rezensionen von Bloggern stehen.
    Bisher aber noch keine Rückmeldung, nachdem ich den dortigen Kontakt angeschrieben hab. Es ist wirklich ärgerlich und man weiß kaum, wie man sowas verhindern kann :(

    Ich hab deinen Beitrag übrigens in meiner neuen Aktion verlinkt http://blog4aleshanee.blogspot.de/2016/02/stoeberrunde-1.html

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    Antworten
    1. @Aleshanee - Ja, beim Googeln stößt man auf einiges, was man lieber nicht entdeckt hätte. Diese "komischen Seiten" von denen du sprichst sind meist RSS- oder Linkkopierer-Seiten, die mit fremdem Content viele Klicks/Umsatz wollen. Oft kommt man da einfach nicht weiter. Darum konzentriere ich mich speziell auf Blogs, sollten diese meine Rezi verwenden. Danke für die Verlinkung. Solche Stöberrunden mag ich total gerne!

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  25. Heyho :)
    ehrlich gesagt ich habe noch nie darüber nachgedacht meine eigenen Rezensionen zu googeln, glaube auch nicht wirklich das jemand die von mir holen würde, so gut finde ich meine nicht, schreib halt nur das was ich denke und nicht nach Richtlinien. xD
    Aber sorry für das Wort jetzt, ich will keinen beleidigen, aber ist das nicht etwas erbärmlich wenn man nur um gut da zu stehen oder extra Exemplare vom Verlag zu bekommen, das Werk von anderen klauen muss? Ich finde das einfach nur traurig, da macht man sich Gedanken und Arbeit für eine gute Rezension und dann kommt einer und drückt einfach mal Strg+C oder so und bäm wo wir soviel Arbeit rein gesteckt haben mit einer gewissen Zeit, hat einer innerhalb von 5 Sec geklaut und streicht dafür auch noch die Lorbeeren ein, einfach nur traurig und man würde am liebsten an die Decke gehen, das man so was nötig hat. Aber deine Vorgehensweise dazu ist echt gut beschrieben, genau ist es richtig. :D Nur was sich solche Leute dabei denken? Ich verstehe es nicht, ich würde mich schon beim Gedanken an so was hassen, haben solche Leute überhaupt ein Gewissen? Aber so jemand handelt wohl aus reiner Gier heraus oder so weiß nicht, stolz kann man auf so was ja wohl nicht sein...
    Aber dank deines wirklich guten und informativen Beitrag werde ich beim stöbern jetzt mal öfters auf so etwas achten. Danke ♥

    Liebe Grüße,
    Kiala / Birdy

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    Antworten
    1. @Kiala - Ich weiß, das klingt hart. Aber du hast schon recht, es ist erbärmlich, einfach fremde Rezis zu kopieren und als die eigenen auszugeben. Ich kann auch nicht nachvollziehen, was sich Leute dabei denken. In meinem aktuellen Fall war es wohl wirklich so, dass es der Bloggerin zu viel Arbeit war Rezensionsexemplare zu rezensieren und sie darum lieber kopiert hat. Vielleicht war die Tragweite auch nicht bewusst, oder sie dachte, dass sie unentdeckt bleibt. Zum Glück hat sich mittlerweile alles gelöst, der Blog wurde komplett gelöscht.

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