Montag, 31. August 2015

Auf die Wunschliste! - Neuerscheinungen im September 2015

Morgen ist schon Septemberbeginn. Offiziell muss sich der Herbst noch ein klein wenig gedulden, auf die sommerlich-heißen Temperaturen werden wir aber vorerst verzichten müssen. Bestes Lesewetter also! Höchste Zeit einen Blick auf die September-Neuerscheinungen zu werfen, die es bis auf meine Wunschliste geschafft haben.


Fantasy - Mystery

(erhalte genaue Buchinfos mit einem Klick auf das jeweilige Cover)


 

Jenseits des Schattentores von Beate Teresa und Susanne Hanika ... ist ein Lesemuss, weil ich die Bücher der Autorinnen absolut toll finde. Egal, ob sie als Duo oder einzeln schreiben. Ihr neuestes Buch ist zudem noch ein Einzelband.
Nacht ohne Sterne von Gesa Schwartz ... hat mich vor allem wegen des Covers angezogen. Ich weiß nicht genau, was ich von dieser Elfengeschichte zu erwarten habe. Klingt auf jeden Fall spannend und neugierig bin ich auch.


 

Was die Spiegel wissen von Maggie Stiefvater ... haben viele Leser sehnlichst erwartet. Das Buch ist der dritte von vier Bänden über die "Raven Boys". Die Bücher sind etwas ganz Besonderes, nicht einfach, aber sehr intensiv. Maggie Stiefvater in Perfektion!
Blutwald von Julie Heiland ... möchte ich unbedingt lesen, weil ich den ersten Band "Bannwald" verschlungen habe. Ja, ich hatte sogar Kritik, aber das war mir hier völlig egal. Die Idee ist super, die Stimmung im Buch sehr vereinnahmend.


Zeitgenössisches, Spannung, Drama, Lovestory

(erhalte genaue Buchinfos mit einem Klick auf das jeweilige Cover)



Das Blaue im Himmel von div. Autoren ... enthält 22 Geschichten (und 3 Songs) über die Farbe Blau. Von den meisten Autoren habe ich schon etwas gelesen, und das Konzept klingt einfach wunderbar.
Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt von Nicola Yoon ... gehört eigentlich nicht auf meine Wunschliste, denn ich habe das Buch schon vorab gelesen. Die (Liebes)-Geschichte, die ganze Aufmachung des Buches und eine schockierende Wendung es zu einem Lesemuss!
Und plötzlich klopft mein Herz von Kat Spears ... klingt nach einer fetzigen, turbulenten und etwas anderen Lovestory. Mein Herz klopfte beim Lesen der Buchbeschreibung. 


 

Hinter dem Ende der Welt gleich links von Melissa Keil ... stach mir ins Auge, weil die Optik sehr an ein anderes Buch der Autorin "Der Beweis, dass es ein Leben außerhalb meines Zimmers gibt" erinnert. Das habe ich zwar noch nicht gelesen, trotzdem klingt das neue Buch ebenso nerdig und liebenswert.
Jeden Tag ein bisschen mehr von Louisa Reid ... möchte ich lesen, weil mir das Debüt der Autorin "In deinem Licht und Schatten" sehr nahe ging. Das neue Buch ist ein Insidertipp des Verlags für alle, die mitreißende, außergewöhnliche Bücher lesen wollen.


Für mich eine schöne, bunte Büchermischung. Passend zum Herbstanfang und der bunten Jahreszeit. Stellt sich nur wieder die Frage, mit welchem Buch soll ich beginnen (und mit welchem aufhören)?


Auf die Wunschliste!

Donnerstag, 27. August 2015

Rezension zu "Herz zu Asche" von Kathrin Lange



Verlag: Arena (Juli 2015)
Originaltitel: -
Übersetzer: -
Reihe: Band 3/3, ab ca. 14-17 J.
Ausführung: Hardcover/SU, 416 S.
ISBN: 978-3401600338
16,99 € [D]

Genre: Jugendbuch, Romantic (Mystery) Thriller

© Cover- und Zitatrechte: Arena Verlag


Das Thema
Julis Gefühle kommt nicht zur Ruhe, ihre Welt steht Kopf. Und der Hauptgrund ist immer noch Davids ehemalige Verlobte, von deren Tod Juli ihn ursprünglich ablenken sollte. Doch obwohl Davids Visionen, wegen denen er befürchtete Charlie erschossen zu haben, sich als falsch herausstellten, können die beiden ihre Beziehung nicht störungsfrei genießen. An den mysteriösen und intriganten Geschehnissen auf der Insel Martha's Vineyard hat sich nichts geändert.

Die Rezension

Der Anfang: Was ist es für ein Gefühl, wenn alles, was du zu wissen glaubst, von einem Moment auf den anderen zu Staub zerfällt?

"Herz zu Asche" ist ist der Abschlussband der Herz aus Glas-Trilogie. Die unglaublich fesselnde Reihe erreichte mit dem Ende des zweites Bandes einen Höhepunkt, dessen Auswirkungen die Leser nun beim Ende der Trilogie zu spüren bekommen. Der fiese Cliffhanger war kaum auszuhalten. Bleibt zu hoffen, dass niemand, der die ersten Bücher nicht kennt, die Beschreibung des dritten Bandes vorweg liest. Das wäre ein dramatischer Spannungseinbruch.

Autorin Kathrin Lange ist ein Schreibprofi! Jedes Buch der Trilogie ist perfekt durchdacht, Ungereimtheiten und offene Fragen sucht man vergebens. Ihr Stil ist formvollendet und sehr sicher. Der Autorin gelingt es mühelos an die Seiten zu fesseln und mit ihrem Ausdruck eine besondere Leseatmosphäre zu erzeugen. Dennoch fällt "Herz zu Asche" hinter den Vorgängerbänden leicht zurück, gemessen am mysteriösen, teils gruseligen Lesefeeling. Auch wenn noch nicht alles komplett aufgeklärt ist, ist man sich (fast) sicher, dass es keinen wahren Fluch gibt. Dass Erscheinungen und Visionen sich logisch erklären lassen. Dem Buch liegt eine fundierte Recherche zugrunde, gerade was die krankhafte menschliche Psyche und deren medizinische Behandlung anbelangt.

Heute frage ich mich manchmal, warum ich in diesem Augenblick, als wir alle zusammen dort oben auf der Klippe standen, nicht meinen Mut zusammengenommen habe. Ich hätte schon an diesem Tag einfach in die Tiefe springen sollen. Der Impuls war da, das muss ich zugeben. - S. 7

Die Hauptcharaktere sind die große Stärke des Romans. Ihre Emotionen kommen direkt beim Leser an. Einfach ist weder Juli noch David. Juli ist impulsiv, sehr gefühlsbetont, aber meistens beherrscht. Sie agiert sehr reif, entscheidet trotzdem viele Dinge aus dem Bauch heraus. An ihrer Liebe zu David gibt es keinen Zweifel. Obwohl auch Davids Gefühle wieder stark an den Abgrund gedrängt werden, steht er (anfangs) fest zu Juli, ist nicht mehr ganz so undurchsichtig. Seinem Charakter bleibt ein anziehender Schmachtfaktor erhalten. Allerdings ist sein Verhalten gegenüber Juli, ab einem bestimmten Punkt im Buch, nicht so recht nachvollziehbar. Seine Gründe sind zu vage, scheinen zu weit hergeholt. Zum Glück fängt sich die Handlung in dieser Beziehung wieder, und die Passage lässt sich verschmerzen.

Obwohl "Herz zu Asche" nicht ganz an die Atmosphäre der beiden Vorgänger heranreicht, ist das Buch spannend und mysteriös. Leselängen entstehen keine, weil permanent etwas Unvorhergesehenes passiert. Die Kombination aus Jugendthriller, Mystery und Lovestory gefällt hier wieder unglaublich gut. Vor dem Ende gibt es immer wieder hohe Spannungskurven, die unabhängig vom Finale für Nervenkitzel sorgen. Das Ende, die Auflösung der undurchsichtigen Handlungen und Ereignisse, ist völlig überraschend und unerwartet. Sehr gut gemacht! Man hat das Gefühl eine hochwertige und ausgezeichnete Trilogie beendet zu haben.

Das persönliche Fazit
Die Herz aus Glas-Trilogie ist keine Buchreihe, die man mal eben schnell liest und dann wieder vergisst. Die Bücher sind perfekt geschrieben, die Story durchdacht, die Charaktere außergewöhnlich gut dargestellt. "Herz zu Asche" bietet erneut Spannung und Herzklopfen. Der authentischen und passenden Handlungsort könnte nicht besser gewählt sein. Zwar reicht das Lesegefühl nicht komplett an die Vorgängerbände, das schmälert den Lesegenuss aber keineswegs. Ein toller Abschluss! 4 Sterne.

Aufmachung: 5 / 5
Handlung: 4 / 5
Charaktere: 4 / 5
Lesespaß: 4 / 5
Preis/Leistung: 4,5 / 5

© Damaris Metzger, damarisliest.de



Reiheninfo Herz aus Glas-Trilogie:

Band 1 - "Herz aus Glas"
Band 3 - "Herz zu Asche"

Dienstag, 25. August 2015

Review zu "Das Apfelkuchenwunder oder Die Logik des Verschwindens" von Sarah Moore Fitzgerald



KJB (August 2015),
Hardcover/SU, 256 Seiten,
übersetzt von Adelheid Zöfel,
14,99 € [D]


Oscar ist Megs bester Freund. Er hat ein besonderes Gespür für seine Mitmenschen und ist mit seinem Apfelkuchen stets zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Doch als er selbst Hilfe braucht, ist Meg am anderen Ende der Welt. Und auch sonst ist niemand für ihn da. Oscar verschwindet spurlos - und alle befürchten das Schlimmste. Alle, bis auf Meg. Sie ist fest entschlossen, herauszufinden, was wirklich passiert ist ... (Text-, Cover- und Zitatrechte: FISCHER KJB)


Ich gab mir große Mühe, mich und meine Stimme zu beherrschen, als ich sagte: "Hoffnung ist nie destruktiv. Hoffnung ist das, was uns am Leben erhält." - S. 166


Meine Meinung
"Das Apfelkuchenwunder oder Die Logik des Verschwindens" gehört zu den kleinen Büchlein voller Freundschaft und Charme, aber auch traurigen Verhaltensweisen und Lebenskrisen. Dabei wusste ich erst nicht so recht, was mich erwartet. Ich ging von einem Wohlfühlbuch aus, in dem ein Apfelkuchen eine entscheidende Rolle spielt. Welche Rolle, hätte ich mir aber überhaupt nicht vorstellen können.

Meg und Oscar sind beste Freunde. Sie verbindet eine Art Seelenverwandtschaft, sie verstehen einander ohne viele Worte. Als Megs Eltern ihren Traum umsetzten, für mehrere Monate nach Neuseeland auszuwandern, müssen sich Meg und Oscar trennen. Ihre waren Gefühle behalten sie für sich. Sie werden sich ja bald wiedersehen. Doch während Megs Abwesenheit, läuft Oscars Leben völlig aus dem Ruder, und als sie zurückkommt, scheint es zu spät zu sein.
Der Roman beginnt mit einem Trauergottesdienst für Oscar. Er ist mit seinem Fahrrad absichtlich ins Meer gefahren und seitdem verschwunden. Alle gehen von seinem Tod aus. Dass dem nicht so ist, kann vorab verraten werden, denn die Geschichte wird abwechseln von Meg und dem totgeglaubten, verschwundenen Oscar erzählt. So bekommt man mit der Zeit mit, wie die Gefühle der Jugendlichen aussehen und was Oscar während Megs Auslandaufenthalt in solch tiefe Verzweiflung gestürzt hat, dass er nicht mehr weiterleben wollte. An einem gewissen Punkt treffen beide Protagonisten eine bewusste Entscheidung, unterstützt von unerwarteter Hilfe, und die Geschichte wird im Jetzt bis zum Schluss erzählt.

Nach einer kurzen Einlesezeit und Orientierungsphase steckte ich mitten im Geschehen. Das Thema des Buches hat mich überrascht, denn es ist (leider!) alltäglich. Ich habe permanent mitgefiebert, war entsetzt über so manche Verhaltensweise und empfand Respekt für Megs Mut und ihre Hartnäckigkeit. Oscar ist so ein lieber Kerl. Er ist stets hilfsbereit, hat ein Gespür für die Menschen um ihn herum. Seine Gedanken gehören zu den reinsten überhaupt, und sein Handeln ist völlig selbstlos. Er sieht in jedem Menschen nur das Gute. Umso schlimmer, in welche Lage ihn falsche Freunde bringen.
Die Gedanken und Worte der Hauptprotagonisten sind so charmant und liebevoll, dass einzig dadurch die Missverständnisse im Buch auszuhalten sind, man echtes Verständnis für ihre Situation entwickelt. Ich bekam mit "Das Apfelkuchenwunder oder Die Logik des Verschwindens" eine andere Geschichte als erwartet -  und sie war so viel besser! Das Ende ist wirklich wunderbar, lässt aufatmen und ist genau richtig für diese Geschichte.

Fazit
"Das Apfelkuchenwunder oder Die Logik des Verschwindens" ist ein liebevoller Roman mit feinem Humor, echter Freundschaft und wunderbaren Überzeugungen. Gleichzeitig wühlt das Thema sehr auf und rührt das Herz an. Absichtlich gesäte Missverständnisse und Boshaftigkeiten zerstören beinahe einen liebenswerten und herzensguten Jungen. Die Geschichte bleibt im Kopf und die Überzeugung der Autorin, dass Apfelkuchen eine magische Wirkung hat, kann man zwischen den Zeilen lesen. Fehlt nur noch das passende Rezept. Nicht verpassen - lesen!

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Montag, 24. August 2015

Dieses Buch bleibt im Regal #8

Eine Aktion von Damaris liest.
Schon zum 8. Mal wiederholt sich "Dieses Buch bleibt im Regal". Bei mir bleiben grundsätzlich nur Bücher im Regal, die zu Herzensbüchern geworden sind, mit denen ich ein besonderes Leseerlebnis verbinde oder die so speziell sind, dass ich mich nicht von ihnen trennen mag. Dazu ist nicht unbedingt eine Höchtswertung nötig. Ich muss nur das Gefühl haben, dass ich diese Bücher nochmals lesen würde. Ein Mal im Monat stelle ich hier ein Buch vor, dem ein Platz in meinem Regal sicher ist, und ich lade BloggerkollegInnen ein mitzumachen.


Dark Angels' Summer: Das Versprechen


"Dark Angels' Summer: Das Versprechen" von Kristy und Tabita Lee Sprencer - 18,99 € [D] - Arena Verlag

"Dark Angels Summer" habe ich als Vorbereitung auf einen Workshop des Arena Verlags gelesen. Es ist der erste Band einer Trilogie. Im Nachhinein bin ich absolut glücklich, dass ich dadurch auf diese geniale Urban Fantasy-Reihe aufmerksam wurde. Meine Rezension zum Buch kann man HIER nachlesen.

Bei Urban Fantasy, insbesondere Romantasy, bin ich nicht mehr so schnell zu begeistern. Vieles ist mir zu ähnlich aufgebaut. Auch hier gibt es ganz klassische Elemente der Fantasy für junge Leser. Trotzdem hatte das Buch etwas an sich, das mich völlig in seinen Bann zog. Es ist mysteriös, humorvoll-fetzig und auch dunkel-romantisch.
Es geht um Dawna und Indie, zwei sehr unterschiedliche Schwestern, die auf die verlassene Farm ihrer toten Großmutter zurückkehren. Dawna, die vernünftige der beiden, und Indie, die das Herz auf der Zunge trägt, trennt nicht mal ein Jahr Altersunterschied. In dem Monat, in dem beide gleich alt sind, geschehen seltsame Dinge, die in diesem Sommer ihren Höhepunkt erreichen.
Das Buch ist sehr bildlich. Man spürt die Hitze, die Trockenheit und den Geruch des Lavendels im Garten der Farm. Gleichzeitig läuft einem des Öfteren ein Schauer über den Rücken, denn die Handlung ist düster, manchmal auch gruselig.
Hinter den Pseudonymen der Autorinnen verbirgt sich das bekannte Schwesternduo Beate Teresa Hanika und Susanne Hanika. Ihr Stil im Buch hat mich vollkommen begeistert. Wer Urban Fantasy mag, und mal wieder ein Highlightbuch dieses Genres lesen mag, sollte "Dark Angels' Summer" nicht verpassen!





Liebe Blogger, dies ist eine Mitmachaktion von Damaris liest. Du möchtest ebenfalls ein besonderes Buch, das niemals aus deinem Regal auszieht, auf deinem Blog vorstellen und es damit deinen Lesern empfehlen? Dann ...

SEI DABEI!
(die Aktion findet jeweils am 15. des Monats statt)

  • Verwende das Dieses Buch bleibt im Regal-Banner, und verweise damit auf den Ursprungsblog, damit die Aktion Wiedererkennungswert hat.
  • Wenn du magst, hinterlasse mir hier deinen Beitragslink als Kommentar, dann können interessierte Leser und ich zum Stöbern kommen.
  • Mach mit oder auch mal nicht. Am Aktionstag oder später (du hast immer einen ganzen Monat Zeit, bevor die nächste Runde startet) - ganz egal. Die Aktion ist jedes Mal freiwillig. Sie soll gemeinsam Spaß machen und ggf. den Austausch anregen.

Montag, 17. August 2015

Review zu "Das zufällige Leben der Azalea Lewis" von J. W. Ironmonger



script5 (Juli 2015),
Hardcover/SU, 432 Seiten,
übersetzt von Franca Fritz und Heinrich Koop,
18,95 € [D]


Geschieht alles aus einem bestimmten Grund?
Diese Frage quält Azalea Lewis, deren Leben von unfassbar vielen Zufällen bestimmt scheint. Da sie befürchtet, dass ihr Lebensweg vorgegeben ist und sie ihr Schicksal nicht ändern kann, vertraut sie sich einem Experten für Zufälle an: Dr. Thomas Post. Als dieser beginnt, die Rätsel ihrer Vergangenheit zu entwirren, werden seine Überzeugungen von der Liebe, dem Leben und seine Statistiken völlig auf den Kopf gestellt. (Text-, Cover- und Zitatrechte: script5 Verlag)


"[...] Der entscheidende Punkt ist doch, dass wir Menschen die großartige Fähigkeit besitzen, willkürliche Ereignisse aus unserem Leben zu nehmen und Muster um sie herum zu konstruieren. Synchonizität ist eine merkwürdige Sache, wenn sie uns widerfährt, allerdings nur deshalb, weil wir bei unseren Berechnungen vergessen, die sieben Milliarden Menschen in der Welt miteinzubeziehen, denen diese Begebenheit nicht widerfahren ist. - S. 144/145


Meine Meinung
Mit "Das zufällige Leben der Azalea Lewis" verhält es sich so, dass man sich auf den ersten Blick, und vielleicht auch nach dem Lesen der Buchbeschreibung, nicht so recht vorstellen kann, welches Leseerlebnis man hier erwarten darf. Und ich muss zugeben, dass ich etwas ängstlich an diese Geschichte heranging. Geht es um Schicksal? Um Zufälle? Oder vielleicht doch um Liebe? Meine Vorsicht war unbegründet, denn "Das zufällige Leben der Azalea Lewis" ist ein wunderbar besonderer Roman, der mich mit seiner Raffinesse an die Seiten gefesselt hat.

Dabei behaupte ich nicht, dass das Thema und der ganze Roman einfach wäre. Im Gegenteil. Den Fragen nach Zufällen, Schicksal oder Vorherbestimmung wird im Laufe der Handlung explizit nachgegangen, auch anhand von wissenschaftlichen Beispielen. Zugleich ist das Buch aber ein Abenteuerroman, ein Krimi und eine zarte Liebesgeschichte. Wie der Autor es geschafft hat, diese Dinge miteinander zu verbinden und eine derartige Geschichte zu schreiben, hat mich schwer beeindruckt. Zuerst ist die Handlung ist nicht linear, als Leser springt man zwischen den verschiedenen Jahreszahlen, in denen jeweils eigene Szenen spielen, hin und her. An einem bestimmten Punkt ist man komplett informiert und die Handlung setzt sich linear fort.
Obwohl die Geschichte teilweise fast autobiographische Züge hat, wird sie nie aus der der Sicht von Hauptcharakter Azalea erzählt. Einzig einige auktoriale Passagen lassen auf ihre Gefühle schließen. Als Leser fühlt man sich ständig als Beobachter, wird manchmal sogar direkt angesprochen. Die Sprache ist gehoben, dabei sehr fundiert und auch gefühlvoll.

"Es hat den Anschein, als würde ich von Zufällen heimgesucht, Dr. Post."
"Heimgesucht?"
"Heimgesucht. Geplagt. Überfallen. Verhext. Suchen Sie sich ein Wort aus. Die Zufälle scheinen mich auf Schritt und Tritt zu verfolgen oder mich zu beeinflussen. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll. Irgendwie hatte ich gehofft, dass Sie vielleicht helfen könnten." - S. 142

Azalea Ives (dann Folley, dann Lewis) kommt zu Thomas Post, dem Wissenschaftler, weil sie nicht mehr weiter weiß. Sie ist überzeugt davon, dass ihr Leben, das nur aus Verknüpfungen und Zufällen besteht, komplett vorherbestimmt ist. Sie erhofft sich von ihm eine Erklärung, denn sie möchte diese Dinge unbedingt verstehen. Und so wird Azaleas Leben dem Leser erläutert, bis man versteht, warum Azalea das Bedürfnis hat, ein Erklärung zu erhalten. Das Buch besteht aus vielen einzelnen Geschichten, die dann zusammen Azaleas Leben und Herkunft bilden. Obwohl es viele schöne Dinge im Buch gibt, habe ich mich teils auch sehr erschrocken. Einiges war hart und ging mir sehr nahe, besonders in dem Wissen, dass der Roman zwar erfunden ist, bestimmte Handlungen aber der Realität entsprechen. Das Buch hat mich sehr zufrieden, aber auch emotional aufgewühlt zurückgelassen.

Fazit
"Das zufällige Leben der Azalea Lewis" ist ein anspruchsvolles Buch, bei dem der Leser bereit sein muss, genau zuzuhören und das Gelesene wirken zu lassen. Erklärungen und Erläuterungen gehören dazu, um das Bild dieser Geschichte komplett zu machen. Azaleas Leben, ihr Schicksal und ihre Zukunftsaussichten haben mich tief berührt. Sprache, Charme und Ausdruck des Buches ist für mich allerhöchste Schreibkunst, die vom Autor geschaffenen Verknüpfungen sowieso. Das Buch ist wundervoll! Eine Top-Empfehlung für alle, die anspruchsvolle und ausgezeichnet geschriebene Literatur schätzen.

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Freitag, 14. August 2015

Rezension zu "Zeugenkussprogramm" von Eva Völler



Verlag: One (August 2015)
Originaltitel: -
Übersetzer: -
Reihe: Band 1, ab ca. 14 J.
Ausführung: Hardcover/SU, 368 S.
ISBN: 978-3846600153
14,99 € [D]

Genre: Jugendkrimi, Liebesgeschichte

© Cover- und Zitatrechte: One Verlag/Bastei Lübbe


Das Thema
Emily steht ganz kurz vor ihrem Abitur, als ein brutaler Überfall ihr Leben ändert. Die Täter können entkommen, haben es aber weiterhin auf Emily und ihre Familie abgesehen. Deren Leben ist nun in Gefahr. Ein Fall fürs Zeugenschutzprogramm der Polizei. Emily muss umziehen, von Berlin mitten aufs Land. Das stürzt sie in eine tiefe Krise. Der einzige Lichtblick ist Pascal, ihr Personenschützer. Er bringt Emilys Gefühle komplett durcheinander, möchte sich aber unbedingt an die Polizeivorschriften halten.

Die Rezension

Der Anfang: Der Tag, an dem mir der gut aussehende Typ mit der Lederjacke zum zweiten Mal über den Weg lief, war ziemlich verregnet und langweilig, und meine Stimmung war nicht gerade die beste.

Von Autorin Eva Völler erscheint eine neue Serie. Kiss&Crime ist das Motto - spannende, humorvolle und prickelnde Geschichten für Jugendbuch- und All Age-Leser. Die Kombination aus Krimi und Lovestory bietet sich prima an und hat großes Potenzial. Unterlegt man die Geschichte zudem mit fetzigem Humor, hat man die perfekte Basis für beste Leseunterhaltung. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den ersten Band "Zeugenkussprogramm". In diesem trifft die 18-jährige Zeugin Emily auf den Personenschützer Pascal. Gelungen ist Kiss&Crime-Konzept hier nur bedingt. Woran junge Gelegenheitsleser Gefallen finden könnten, wird Vielleser nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen, denn das Besondere, das prickelnde Leseerlebnis, fehlt hier.

Ich flennte eine Weile an seiner Schulter, doch der verwirrende Geruch seiner Lederjacke und seines frisch gewaschenen Sweatshirts sorgte dafür, dass ich mich schnell wieder fing. Genauer gesagt: Ich war davon so durcheinander, dass der verstörende Anruf von eben irgendwie an Bedeutung zu verlieren schien. Vielleicht lag es aber auch an den festen Muskeln seines Oberkörpers unter meinen Handflächen, dass ich von seiner Nähe so überwältigt war. - S. 84

"Zeugenkussprogramm" besitzt eine klare Spannungshandlung, einen Krimi, sowie eine Lovestory, die von Emilys Sichtweise und ihren Gefühlen dominiert wird. Dabei kann man der Krimihandlung nichts Schlechtes abgewinnen, denn sie ist ausgesprochen solide und gut. Emilys Familie schwebt in unmittelbarer Gefahr, die von einen waschechten Gangster ausgeht. Das ist spannend und es geht teilweise ganz schön zur Sache. Zwar ist die Handlung an einigen Punkten vorhersehbar, und am Ende wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wurde, jedoch ist dieser Part sehr schön in Szene gesetzt. Das eigentliche Manko der Geschichte sind die Hauptcharaktere und deren Lovestory.

Ich-Erzählerin Emily wird im Buch 18 Jahre alt, und hier liegt schon der Hund begraben. Sie verhält sich nämlich meistens wie eine pubertierende 14-Jährige. Ihre andauernden Meckereien und Launen wären wegen der neuen Lebenssituation plausibel, haben aber eine so starke Gewichtung, dass es nervt. Unterbrochen wird das Ganze nur durch ihre Schwärmerei und kitschigen Gedanken bezüglich Personenschützer Pascal. Schlimme Situationen verlieren komplett an Bedeutung, sobald Emily ihn sieht, riecht, oder sich über sein Aussehen und seine körperlichen Vorzüge auslässt. Eine Beziehung haben die beiden im Buch recht spät, davor haben sie sich aber kaum gesehen und wussten doch sofort vom ersten Augenblick an, dass sie Gefühle füreinander haben. Aufregend und kribbelnd ist das nicht.
Und Pascal? Der hat leider nichts von dem coolen und unnahbaren Personenschützer, den man laut Buchbeschreibung versprochen bekommt. Machogehabe? Fehlanzeige! Kein lässiger Spruch, keine humorvollen Streitereien, keine anziehende Spannung, die zwischen ihm und Emily spürbar wäre. Pascal ist ein beliebig austauschbarer Charakter, wirkt sogar zuweilen unsicher und langweilig.

Das Allerbeste und ein großer Pluspunkt in "Zeugenkussprogramm" sind die Passagen der Schnulz-Romane, die von Emilys erfolgreicher Autoren-Oma ins Diktiergerät gesprochen werden. Hier ziehen sich die Mundwinkel von ganz alleine nach oben. Ansonsten liest sich das Buch weniger humorvoll als erwartet, vielmehr wie ein Roman für sehr junge, weibliche Leserinnen. Diesen könnte die Geschichte durchaus gefallen. Für anspruchsvollere Vielleserinnen wird sich "Zeugenkussprogramm" nur im unteren Mittelfeld positionieren.

Das persönliche Fazit
Die Geschichte liest sich abgeschlossen, was darauf hindeutet, dass die Kiss&Crime-Serie jeweils eigenständige Romane beinhaltet. Der Serienstart "Zeugenkussprogramm" hat eine attraktive und spannende Rahmenhandlung, punktet bei Hauptcharakteren und Lovestory jedoch nicht. Emily verhält sich kindlich und schwärmerisch, Pascal wirkt beliebig, hat nichts, mit dem er in Erinnerung bleibt. Die mäßig aufregende Liebesgeschichte, samt kitschigen Gefühlen, geht viel zu schnell vonstatten. Wer sich daran nicht stört, erhält ein kurzweiliges, aber dennoch mittelmäßiges Leseerlebnis. Ich habe ein viel prickelnderes und vergnüglicheres Buch erwartet. 3 Sterne.

Aufmachung: 3,5 / 5
Handlung: 3 / 5
Charaktere: 3 / 5
Lesespaß: 2,5 / 5
Preis/Leistung: 3 / 5

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Dienstag, 11. August 2015

Rezension zu "Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem" von Nina LaCour



Verlag: Carlsen (Juli 2015)
Originaltitel: The Disenchantments
Übersetzer: Brigitte Jakobeit
Reihe: - , ab ca. 14 J.
Ausführung: Hardcover/SU, 272 S.
ISBN: 978-3551583345
16,99 € [D]

Genre: Jugenddrama

© Cover- und Zitatrechte: Carlsen Verlag


Das Thema
Die Schule ist zu Ende, und Colby und Bev sind endlich frei. Die beiden sind beste Freunde seit Kindertagen und haben die vergangenen Jahre überwiegend damit zugebracht, ihren Tip nach Europa zu planen. Sobald die Schule aus ist soll es losgehen. Vorher steht allerdings noch die Tour von Bevs Mädchenband 'The Disenchantments' an. Von San Francisco aus geht es innerhalb einer Woche die Westküste der USA entlang, bis nach Portland. Danach geht es los nach Europa - denkt Colby.

Die Rezension

Der Anfang: Bev sagt, auf der Bühne hat sie das Gefühl, dass die Welt für sie die Luft anhält. Sie fühlt sich wie elektrisiert, lauter als tausend heulende Sirenen, mächtiger als Gott. 

Wenn man jung ist, hat man Träume. Umso besser, wenn man vorhat, diese Träume nicht nur das sein zu lassen, was sie sind, sondern sie auch in die Tat umsetzt. Genau das hatten die beiden Freunde Colby und Bev eigentlich vor. Und doch läuft plötzlich alles anders. Manchmal spielt das Leben nicht so wie man will. Jetzt kommt es darauf an, was man daraus macht.

Mein Onkel schläft weniger als alle, die ich kenne. Wenn ihn jemand fragt, was ihn so lange wach hält, beugt er sich vor, schaut demjenigen in die Augen und sagt, in Anlehnung an einen alten Song: Just can't get the music out of my mind. - S. 17

Das Buch wird komplett aus der Sicht des männlichen Ich-Erzählers Colby erzählt. Keine Ahnung warum, aber man könnte anhand der Beschreibung den Eindruck gewinnen, dass es hier um die Pläne zweier Freundinnen geht. Eventuell muss man umdenken. Colby begleitet die 'The Disenchantsments' auf Tour. Die Mädchenband besteht aus seiner besten Freundin Bev, und den Schwestern Meg und Alexa. Erst danach möchte er mit Bev ein Jahr durch Europa reisen. Und Bev ist es auch, die Colby in eine tiefe Krise stürzt. Nicht nur blockt sie seine Gefühle für sie ab, sie eröffnet ihm plötzlich auch ganz andere Pläne für ihre Zukunft und behält den Grund dafür für sich. Colby ist enttäuscht und wütend, fühlt sich verraten und im Stich gelassen.
Bev ist ein schwieriger Charakter, nicht wenige Leser werden mit ihr Probleme haben. Das ändert sich aber, sobald man den Grund für ihr Verhalten erfährt. Ihre Gedanken sind gleichermaßen normal und ebenso gewichtig - völlig echt, genau wie das Leben.

"Es ist hart."
"Was ist hart?", frage ich.
Bev schüttelt den Kopf, als wäre die Antwort zu gewichtig, um sie in Worte zu fassen.
Schließlich sagt sie: "Erwachsen zu werden."
Und dieser Bemerkung hat niemand von uns etwas hinzuzufügen. Sie ist einfach zu wahr, um darauf zu antworten. - S. 202/203

"Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem" hat nicht nur ein wunderschön passendes Cover, der Buchtitel könnte nicht besser gewählt sein. Die Handlung spielt innerhalb einer Woche, beendet den Traum und die Pläne von Colby, der sich nun neu entscheiden muss, was er mit seinem Leben anfangen will. Die Geschichte ist unaufgeregt zu lesen, voller Sonne, Musik und Lebensgefühl. Das Ende überrascht auf seine Weise, entfacht ein sehr schönes und versöhnliches Gefühl. Es ist herrlich passend.

Das persönliche Fazit
Wenn Pläne platzen muss man sich neu orientieren. Man muss mit Enttäuschung leben lernen, einen anderen Weg finden, neue Träume leben und neue Pläne schmieden. Genau darum geht es in "Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem". Bei diesem Buch ist der Titel Programm. Der stimmungsvolle, ruhig zu lesende Roadtrip zeigt das Leben, wie es ist - voller Sommer und Musik, voll von Enttäuschungen und voller neuer Möglichkeiten. Man muss sich nur bewusst dafür entscheiden, auch für das Buch. 4 Sterne.

Aufmachung: 4 / 5
Handlung: 3,5 / 5
Charaktere: 4 / 5
Lesespaß: 3,5 / 5
Preis/Leistung: 4 / 5

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Montag, 10. August 2015

Dieses Buch bleibt im Regal #7

Eine Aktion von Damaris liest.
Regelmäßig, das bedeutet ein Mal im Monat, stelle ich hier die Bücher aus meinem Regal vor, denen ein ewiger Platz dort sicher ist. Zwar behalte ich generell nur Bücher, die ich ein zweites Mal lesen würde, doch nach wie vor gebe ich Bücher auch gerne weiter. Der Platz ist begrenzt. Trotzdem gibt es diese ganz besonderen Schätze, bei denen man schon beim Lesen weiß, dass man sich nie wieder von ihnen trennen wird. Ich freue mich sehr, dass viele BloggerkollegInnen sich meiner Mitmachaktion anschließen und ebenfalls ihre Dieses Buch bleibt im Regal-Bücher vorstellen.


Wenn es dunkel wird


"Wenn es dunkel wird" von Manuela Martini - 12,99 € [D] - Arena Verlag

Jugendtriller, gerade speziell die Arena Thriller, lese ich zwischendurch total gerne. Sie sind spannend und haben trotzdem eine zielgruppenorientierte Leichtigkeit, die den großen Genrekollegen oft fehlt. Bei den X-Thrillern, ab etwa 16+, geht es noch etwas differenzierter zur Sache, auch psychisch. Meistens bekommen Jugendthriller von mir nicht die Höchstwertung. Auch wenn ich sie verschlinge, fehlt oft der gewisse Wow-Effekt. Bei "Wenn es dunkel wird" war das anders. HIER gibt es meine Review dazu.

"Wenn es dunkel wird" ist wahrscheinlich eines der atmosphärischsten Bücher, die ich je gelesen habe. Hier übertreibe ich keineswegs. Von Anfang an spürt man dieses Kribbeln, diesen Sog und die psychische Anspannung, dass sich hier etwas zusammenbraut. Der Roman spielt im Hochsommer, in einer dekadenten Villa in Südfrankreich - man spürt die Hitze, den zu warmen Pool und die klebrige Haut. Die Gefühle der jugendlichen Protagonisten, geprägt von sexueller Anziehung, Neid und auch Hass, spitzen sich immer mehr zu und drohen überzukochen. Die einzelnen Charaktere sind genial ausgearbeitet. "Wenn es dunkel wird" ist hervorragend geschrieben, sehr spannend (auch ohne Blut) und bissig. Der Thriller ist abgeschlossen.




Aber so ist es wohl: Je mehr man etwas aus seinen Gedanken verdrängt, umso wilder und stärker wird es, es verfolgt uns in unseren Träumen und springt uns in dem Moment an, in dem wir nicht aufpassen. - S. 251



Liebe Blogger, dies ist eine Mitmachaktion von Damaris liest. Du möchtest ebenfalls ein besonderes Buch, das niemals aus deinem Regal auszieht, auf deinem Blog vorstellen und es damit deinen Lesern empfehlen? Dann ...

SEI DABEI!
(die Aktion findet, jeweils am 15. des Monats statt)

  • Verwende das Dieses Buch bleibt im Regal-Banner, und verweise damit auf den Ursprungsblog, damit die Aktion Wiedererkennungswert hat.
  • Wenn du magst, hinterlasse mir hier deinen Beitragslink als Kommentar, dann können interessierte Leser und ich zum Stöbern kommen.
  • Mach mit oder auch mal nicht. Am Aktionstag oder später (du hast immer einen ganzen Monat Zeit, bevor die nächste Runde startet) - ganz egal. Die Aktion ist jedes Mal freiwillig. Sie soll gemeinsam Spaß machen und ggf. den Austausch anregen.

Samstag, 8. August 2015

Buchzugänge vs. Buchabgänge vs. Geflüster im Juli 2015

Viel gibt es vom Juli nicht zu flüstern. Mein Smartphoneverhalten, hier und hier erläutert, ist immer noch nicht optimal. Ich sollte mich endlich am Riemen reißen und es vormittags komplett ausschalten oder aus meiner Sichtweite legen (vielleicht ist die Kiste ja doch eine Option). Zwar hat sich meine Lesezeit etwas gebessert, aber ich lasse mich durch das kleine Technikwunder noch zu oft ablenken. Das geht noch besser, und ich weiß, dass ich insgesamt mehr Zeit hätte, würde ich dem Handy weniger Beachtung schenken. Diese könnte ich so viel sinnvoller verbringen. Zum Beispiel mit lesen!
Sonst läuft es. Wir haben in diesem Jahr einen prächtigen Sommer und Buchneuerscheinungen gibt es zuhauf! Vor mir aus kann es so bleiben.


Meine Buchzugänge im Juli 2015 - 10 Bücher:




Eva Völlers neues Buch Zeugenkussprogramm ist der Beginn der neuen Kiss&Crime-Serie. Ich lese es gerade und musste schon auf den ersten Seiten laut auflachen. Ebenfalls viel Humor verspreche ich mir von Schau mir in die Augen, Audrey, dem ersten Jugendbuch von Sophie Kinsella. Die Meinungen sind durchweg positiv.
Das Apfelkuchenwunder oder Die Logik des Verschwindens ist eine August-Neuerscheinung der Fischerverlage. Die Mischung macht's, und ich lese Bücher, die nicht in aller Munde sind, generell sehr gerne.
Von Autorin Patrycja Spychalski lese ich jede Neuerscheinung. So habe ich Auf eine wie dich habe ich lange gewartet auch schon verschlungen. Schön war's!
Es ist ein Debüt und ich höre ausschließlich begeisterte Meinungen darüber. Liebe ist was für Idioten. Wie mich. soll absolut toll sein. Ich freu mich drauf!
Zwei Trilogieabschlüsse sind Dreams of God and Monsters und Herz zu Asche. Das erste ist ein Fantasy-Schätzchen und das zweite ein Mystery Thriller. Beide Bücher kann ich kaum abwarten, darum lese ich sie auch bald.
Neue Bücher sind diesen Sommer auch vom Loewe Verlag, bzw. script5 Verlag erschienen. Mitternachtsclowns habe ich schon gelesen, Das zufällig Leben der Azalea Lewis ist im August dran.
Zuletzt gab es noch ein echtes Roadtrip- und Musikbuch. Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem ist ein ruhiges und subtiles Sommerbuch. Ich habe es erst gestern beendet.


Buchabgänge - gelesen habe ich im Juli 7 Bücher:



   

Archie Greene und die Bibliothek der Magie von D. D. Everest ... ist ein Buch über Bücher (dieses Thema liegt zur Zeit absolut im Trend) und richtet sich an Leser ab etwa 11-13 Jahren. Der Reihenstart ist wirklich magisch und sehr charmant. Nicht nur für junge Leser. (meine "Archie Greene"-Rezension gibt's hier)
Bannwald von Julie Heiland ... habe ich richtig inhaliert, so gut gefiel mir die Stimmung im Buch. Die sehr spezielle Romantasy-Geschichte mag sogar Schwächen haben, aber das war mir völlig egal. Ich lese auf jeden Fall weiter, Band 2 und 3 lassen nicht mehr lange auf sich warten. (meine "Bannwald"-Review gibt's hier)
Die Königin der Schatten von Erika Johansen ... ist futuristische High Fantasy, liest sich aber mit dem Gefühl mittelalterlich anmutender High Fantasy. Ein super Schmöker, ich fühlte mich mit der Geschichte sehr wohl! (meine "Die Königin der Schatten"-Rezension gibt's hier)
Auf eine wie dich habe ich lange gewartet von Patrycja Spychalski ... war wieder einmal ein sehr echtes, unaufgeregtes und natürliches Buch der Autorin. Obwohl die Geschichte ganz typisch beginnt, hat das Buch ein besonderes Thema, dass die Schmetterlinge im Bauch flattern lässt. Super! (meinen "Auf eine wie dich ..."-High Five gibt's hier)


  

Die Seiten der Welt: Nachtland von Kai Meyer ... Diese Reihe empfinde ich DIE Buchreihe über Bücher. Auch Band 2 lässt das Herz eines jeden Bibliophilen höher schlagen. Die erschaffene Buchwelt ist so komplex und voller erstaunlicher Ideen, dass man völlig in der Geschichte versinken muss. (meine "Nachtland"-Rezension gibt's hier)
Mitternachtsclowns von J.J. Howard ... empfand ich als schöne, gut geschriebene Geschichte über ein Mädchen, die New York City verlassen muss, um ihre Mutter beim Zirkus zu suchen. Das Buch ist nicht sehr lang, trotzdem hat mich die Geschichte vollkommen erreicht. (meinen "Mitternachtsclowns"-High Five gibt's hier)
Halbe Helden von Erin Jade Lange ... gehört zu den Bücher, die einem lange im Gedächtnis bleiben. Die Autorin erzählt von einer Freundschaft zweier völlig unterschiedlicher Jungen. Es ist ein Wohlfühl- und Problembuch in einem. (meine "Halbe Helden"-Review gibt's hier)


Highlight: Im Juli ein oder mehrere Highlights zu nennen fällt mir schwer, da alle Bücher etwas hatten, das mich an die Seiten gefesselt hat. Ich entscheide mich für "Bannwald", das nicht die Höchstwertung bekam, und das ich trotzdem verschlungen habe. "Auf eine wie dich habe ich lange gewartet" war mein Sommerbuch 2015. Ich liebe die Geschichten der Autorin, auch diese!

Lowlight: Gab es im Juli nicht. Keines meiner gelesenen Bücher war schlecht oder auch nur Mittelmaß. Jedes würde ich, je nach persönlichen Vorlieben, als Empfehlung aussprechen.

Freitag, 7. August 2015

Review zu "Halbe Helden" von Erin Jade Lange



Magellan (Juli 2015),
Hardcover, 336 Seiten,
übersetzt von Jessika Komina und Sandra Knuffinke,
16,95 € [D]


So ganz kann Dane sich nicht erklären, wie er da hineingeraten ist: Gerade ging er noch (überwiegend) friedlich und unbescholten zur Schule, jetzt hat er einen Aufpasserjob. Dumm nur, dass Billy D., ein neuer Schüler mit Downsyndrom, nicht will, dass man auf ihn aufpasst - viel lieber ist ihm, wenn Dane ihm beibringt, wie man sich prügelt, oder wenn er ihm hilft, seinen Dad zu finden. Der hat Billy nämlich einen Atlas mit geheimnisvollen Hinweisen hinterlassen, und Billy ist überzeugt, dass sie ihn am Ende zu seinem Vater bringen werden. Dane kann den Ärger förmlich riechen, der ihm blüht, wenn er Billy einmal quer durchs Land kutschiert, aber dessen Enthusiasmus hat er wenig entgegenzusetzen. Wo ihr Weg sie schließlich hinführt, hat keiner von ihnen geahnt ... (Text-, Cover- und Zitatrechte: Magellan Verlag)


... wollte der mich veraschen? [...] Es war schwer, Wut auf jemanden zu entwickeln, bei dem man keine Ahnung hatte, was er dachte. Schließlich deutete ich warnend mit dem Finger auf ihn.
"Hast du ein Glück, dass ich keine Mongos zusammenschlage."
Ein Schatten huschte über sein Gesicht - der Funke einer Reaktion.
"Ich bin kein Mongo", sagte er nachdrücklich, als glaubte er das tatsächlich.
- S. 9


Meine Meinung
"Halbe Helden" gehört zu den besonderen Jugendbüchern, bei dem sich die Autorin mit einem nicht alltäglichen und dazu noch schwierigen Thema beschäftigt: Downsydrom. Hier geht es aber nicht nur um eine geistige Behinderung, sondern um eine Freundschaft zwischen zwei völlig unterschiedlichen Jungen, von der beide profitieren können. Ob bewusst oder unbewusst spielt hier keine Rolle.

Die Autorin hat sich für zwei echte Originale als Charaktere entschieden. Dane ist ein schulbekannter Rüpel und Schlägertyp, der provoziert und erniedrigt, wo es geht und jede Konfrontation sucht, um seine Fäuste zu schwingen. Mädels wickelt er mit seiner charismatischen Art locker um den Finger, ist gleichzeitig aber ein guter Schüler und hat ein vertrauensvolles Verhältnis zu seiner jungen, alleinerziehenden Mutter.
Dem gegenüber steht Billy, ein cleverer Sonderschüler mit Downsyndrom, der aus schwierigen familiären Verhältnissen kommt. Er wirkt oft unsicher und abwartend, ist auf der anderen Seite aber auch sehr bestimmend und impulsiv. Er hat Dane gegenüber ein Auftreten, das dieser nicht erwartet hätte. Trotzdem würde Dane sich natürlich nie mit einem behinderten Jungen aus der Nachbarschaft anfreunden, bis er mehr oder weniger unfreiwillig von der Schule die Auflage bekommt, Billy unter seine Fittiche zu nehmen. Zwischen den Jungen entwickelt sich eine steinige Freundschaft, die beide an ihre Grenzen bringt.

Der Roman hat eine offensive und jugendliche Sprache, steckt gleichzeitig so voller Humor und Besonderheiten, dass ich mich kaum von den Seiten trennen konnte. Mich hat es sehr überrascht, wie eigenständig die Autorin einen Jungen mit geistiger Behinderung dargestellt hat, für den man zwar Mitgefühl empfindet, aber nicht ständig in Mitleid schwelgt. Ja, er kann sogar ganz schön nerven. Billy hat es faustdick hinter den Ohren und reizt Dane teilweise so sehr, dass er nicht weiß, wie er seine Wut abreagieren soll. Vor allem Dane lernt Dinge für sein Leben und gewinnt Erkenntnisse, für die er früher keinen Blick hatte.

Die Handlung behandelt viele Baustellen. Gewalt, das Aufwachsen ohne Vater aus verschiedenen Gründen, Mobbing, Streit und auch ein bisschen Jugendliebe. Ist das zu viel? Im Rückblick nicht. "Halbe Helden" wirkt nicht überladen, kombiniert Tiefsinn und Humor geschickt. Die Geschichte könnte mitten aus dem Leben stammen und hat zudem eine rührende, liebevolle Seite. Manchmal wird man beim Lesen auch traurig. Dabei entbehrt sie nicht einer gewissen Dramatik und fordert den Leser genauso wie die beiden Jungen. Überraschenderweise gingen einige Dinge im Buch anders aus, als ich das erwartet hätte. Und das war genau richtig so.

Fazit
Kann man sich mit einem solchen Buch wohlfühlen? Definitiv! "Halbe Helden" ist ein Wohlfühlbuch, das dem Leser zeitgleich einiges abverlangt und nachdenklich stimmt. Es lädt praktisch dazu ein, an den Seiten zu kleben, und vermittelt nicht das Gefühl, dass Billys Behinderung im Vordergrund steht. Die Darstellung der beiden Jungen ist so authentisch und so eigen, dass sie noch lange in Gedanken bleiben werden. Es ist ein Buch über eine Freundschaft, die neue Erkenntnisse bringt und jeden der Charaktere stark herausfordert. Lesen und überraschen lassen.

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Mittwoch, 5. August 2015

Ich lese aktuell ... mein (unter anderem) Lesestoff für August 2015

Die Bücher meiner Juli Leseliste habe ich komplett gelesen. Zwar hatte ich nur zaghafte vier Stück ausgewählt, jedoch waren zwei davon etwas umfangreicher. Für den August wähle ich etwas ambitionierter aus und entscheide mich für sechs Bücher, die ich ganz sicher im August lesen möchte.



Lockere und vor allem spaßige Sommerunterhaltung verspreche ich mir von Liebe ist war für Idioten. Wie mich. und von Schau mit in die Augen, Audrey. Zuletzt soll Zeugenkussprogramm Love & Crime verbinden. Ich hoffe auf viel Humor.
Anspruchsvoller Lesestoff ist ganz sicher Das zufällige Leben der Azalea Lewis. Einige meiner Bücherfreunde und Bloggerkollegen haben es schon gelesen, wobei ich mich nicht näher darüber informiert habe. Ich lasse mich überraschen.
Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem ist meine aktuelle Lektüre. Die letzten Tage waren aber sehr voll, darum bin ich auch noch ganz am Anfang. Der Stil ist schon mal sehr ungewöhnlich. Das mag ich. Außerdem ist der Hauptprotagonist ein Junge (warum ging ich immer von einem Mädchen aus?). Freu mich aufs Weiterlesen.
Gar nicht erwarten kann ich den Abschluss der Herz aus Glas-Trilogie Herz zu Asche. Das Ende des Vorgängers war sehr fies, da war die Wartezeit bis zum letzten Band kaum auszuhalten. Außerdem liebe ich Kathrin Langes Art zu schreiben.


Wer genaue Infos zu Büchern und Inhalt nachlesen will ...

Herz zu Asche - Arena Verlag
Zeugenkussprogramm - One Verlag

Montag, 3. August 2015

High Five - 5 Sätze/5 Adjektive zu "Mitternachtsclowns" von J.J. Howard



Loewe (Juni 2015),
Hardcover/SU, 272 Seiten,
übersetzt von Sandra Knuffinke und Jessica Komina,
14,95 € [D]


Lexi ist eine waschechte New Yorkerin. Nie hätte sie gedacht, einmal jenseits der 42. Straße zu leben. Aber nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters ist sie völlig mittellos. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Suche nach ihrer Mutter zu machen, die die Familie vor Jahren verließ und deren letzter bekannter Aufenthaltsort ein kleiner Wanderzirkus irgendwo im Süden der USA ist. Dort angekommen, findet Lexi zwar nicht ihre Mutter aber wenigstens einen Job und eine Unterkunft. Doch die Show mit ihren schillernden Artisten, Clowns und Feuerschluckern und den exotischen Tieren fasziniert sie. Wenn da nur nicht der beißende Liebeskummer wäre, den Lexi aus New York mitgebracht hat ... (Text-, Cover- und Zitatrechte: Loewe Verlag)


Als New Yorkerin steht mir ein gewisses Maß an Arroganz zu. Doch die Tatsache, dass ich hungrig, komplett durchgefroren und allein bin - und seit zehn Uhr heute Morgen zu allem Überfluss auch noch obdachlos -, nimmt mir schon ein wenig den Wind aus den Segeln. - S. 7/8


5 zusammenfassende Sätze/Punkte zum Buch

  1. "Mitternachtsclowns" hat eine Beschreibung, die nach einem echten Schmökerroman klingt. Kurz gesagt verliert Lexi ihr komplettes Leben in New York. Sie ist völlig mittellos und hat keine andere Wahl, als sich auf die Suche nach der verhassten Mutter zu machen, die die Familie verließ, als Lexi noch ein Kind war. Aber wo soll man beginnen zu suchen, wenn der letzte bekannte Aufenthaltsort der Mutter ein Wanderzirkus war? Klingt gut, oder? Mein Lesegefühl war dementsprechend. "Mitternachtsclowns" hat eine gute Story, bei der das Geheimnis in der gut ausbalancierten Kürze liegt.
  2. Mit unter 300 Seiten ist die Geschichte für eine Roman recht kurz. Und es fiel mir auch auf, dass J.J. Howard nicht viel Wert auf ausführliche Situationsbeschreibungen und das Drumherum legt. Lexi kommt beim Zirkus an, ohne, dass sie ihre Mutter antrifft. Sie wird als Arbeiterin eingestellt - und gut. Ohne langes Drama, Verhandlungen, Versprechungen und Pipapo. Dramatisch ist ihre Situation genug. Genau das bringt hier den Lesespaß, denn es entstehen keine Längen, und man hat dennoch eine genau Vorstellung der jeweiligen Situation.
  3. Trotzdem besitzt der Roman eine gewisse Tiefe. Kapitel im Jetzt und während Lexis Zeit in New York wechseln sich ab. Man erfährt erst nach und nach, was mit Lexis Vater geschehen ist und warum sie wegen seinem Tod große Schuldgefühl hat. Dadurch setzt sich die gesamte Geschichte Stück für Stück zusammen und die Gefühlswelt der Protagonistin wird klar und verständlich. Sie ist enttäuscht, von ihrer Mutter, ihrem besten Freund, vermisst ihren Vater und das Leben, das sie zurücklassen musste.
  4. Lexi bekommt beim Zirkus eine echte Chance sich selbst und neue Freunde zu finden, zu realisieren, dass das Leben neu beginnen kann. Etwas missfallen haben mir Lexis Gefühle für, übertrieben gesagt, jeden Typen, der ihr beim Zirkus über den Weg läuft. Vor allem, wenn man ihre Vorgeschichte in New York entschlüsselt hat, ist ihr Verhalten, nach so kurzer Zeit nicht ganz verständlich. Es ähnelte mir zu sehr einem schwärmenden Teenager. Zum Glück wird dieser Punkt nicht vertieft, und "Mitternachtsclowns" kommt ohne Liebesdrama und ohne Kitsch aus.
  5. Das Buch liest sich sehr schnell und anziehend. Ganz nebenbei bekommt man als Leser tolle Einblicke in das Leben beim einem Zirkus der Neuzeit. Auch hier nicht lange und ausführlich, jedoch so, dass man sich in der Geschichte wohlfühlt. Das Ende hält für Lexi eine große Überraschung bereit, die ihr Leben nochmals umkrempelt und ihr bei anstehenden Entscheidungen hilft. Das Buch endet sehr zufriedenstellend und zwanglos schön.

5 Adjektive, die mir spontan zum Buch einfallen

spontan, schicksalshaft, chancenreich, angenehm und gefühlsbetont


Zusammengefasst vom Fazitbär:
"Mitternachtsclowns" ist kein Märchen, sondern ein Jugendroman über Verlust, Freundschaft und die Chance zu einem Neubeginn. Das Buch ist gut geschrieben und interessant aufgebaut, wobei hier ganz deutlich die Würze in der Kürze liegt. Lexis Gefühle bekommen ausreichend Platz, ihr Hang zum Schwärmen wird glücklicherweise in die richtige Bahn gelenkt. Ich habe den Roman superschnell verschlungen und mich gefreut, dass ich am Ende nicht das Gefühl einer zu kurzen Geschichte hatte. Sie ist genau richtig.


© Damaris liest.