Dienstag, 29. Dezember 2015

Review zu "Im Schatten deines Herzens" von Kerstin Arbogast



Drachenmond Verlag (November 2015),
Taschenbuch, 430 Seiten,
14,90 € [D]


"Meine Flucht war sinnlos. Bereits jetzt in diesem Moment gehörte ich dir."

Um zum Star der elterlichen Pferdeshow zu werden, ist dem Stuntreiter Jarosch kein Preis zu hoch. Eine geheimnisvolle wie gefährliche Stute soll ihm zum erhofften Erfolg verhelfen - selbst wenn sie ihn seine Seele kostet.
Als Johanna Jarosch und seinem wilden Pferd begegnet, kann sie sich deren Faszination nicht lange verschließen. Doch kann sie die dunklen Schatten der beiden verscheuchen, ohne selbst davon verschlungen zu werden? (Text-, Cover- und Zitatrechte: Drachenmond Verlag)


"Im Schatten eines Herzens können keinen Träume wachsen." - S. 402


Meine Meinung
Bücher über Pferde faszinieren nicht nur Fans und junge Leserinnen. Es fällt schwer, sich diesen Tieren zu entziehen, als Pferdemädchen ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst bei neutralen Lesern wecken diese Bücher Kindheitserinnerungen (habe ich mir sagen lassen). "Im Schatten deines Herzens" ist ein Debütroman und erschien noch Ende 2015. Zum Glück! So bleibt die düster-atmosphärische Geschichte keinem mehr vorenthalten.

Das Buch ist umfangreich, die Seiten dicht beschrieben. Und doch ist es es nicht nur die wunderschöne Innengestaltung, die von Anfang an ungemein fesselt. Jarosch ist mit seinen zwei Brüdern auf dem Weg von Deutschland nach Rumänien, um eine wunderschöne wilde Stute einzufangen. Im Grunde weiß er, dass das Pferd in die Wildnis gehört, dass er kein Recht hat, der Stute die Freiheit zu nehmen. Jedoch verfolgt Jarosch eigene Interessen und Ziele und ist bereit, mit den Konsequenzen zu leben. Das liest sich unheimlich spannend und intensiv. So gut, dass das erste Buchdrittel mich völlig vereinnahmte. 

Jede Faser meines Körpers spürte, dass ich das Falsche tat, tun würde. Aber ich konnte nicht anders. Ich war besessen von ihr. Schon als Kind, nur war mir das damals nicht bewusst gewesen. - S. 10

Denn schreiben kann die Autorin! Vor allem hat man das Gefühl, dass sie weiß wovon sie schreibt. Verhalten von Mensch und Tier sind äußerst präzise. Mit prägnanten Sätzen und greifbaren Gefühlen erschafft sie eine düstere und anziehende Atmosphäre, die ganz im Gegensatz zum märchenhaft-lichten Cover steht. Bisweilen erscheinen einige Passagen durch die Verwendung vieler Adjektive etwas blumig, die Umgebungs- und Situationsbeschreibungen des Buches sind sehr genau. Das tat meiner Lesefreude keinen Abbruch, denn erlebt man die Geschichte buchstäblich. Zwischendurch fühlte ich mich im Mittelteil bei einzelnen Kapiteln sehr informiert, war eher dabei statt mittendrin, was an (zu) spärlicher Kommunikation und einfachen Konfliktlösungen lag.

Durch wechselnde Perspektiven und einer hervorragenden Charaktergestaltung besitzt die Geschichte eine permanente Spannung. Besonders Hauptcharakter Jarosch sticht heraus, denn er ist ein echter Gegenpol zu Johanna. Er ist keine bequeme Person, polarisiert durch seine Gedanken und Handlung sehr stark. Dennoch ist seine Geschichte ergreifend, und er hatte mich von Anfang bis Ende auf seiner Seite.
Man könnte es nicht meinen, denn "Im Schatten deines Herzens" liest sich wie ein zeitgenössischer Jugendroman, aber das Buch hat eine deutliche Fantasy-Komponente. Die Thematik ist mutig und sicher nicht alltäglich in Jugendbüchern! Meine Gefühlspalette wechselte von anfänglich kichernd-irritiert bis überrascht, freudig und sehr angetan. Die Umsetzung ist perfekt gelungen, einfach schön, und macht das Buch zu etwas sehr Besonderem.

Fazit
"Im Schatten deines Herzens" ist ein All Age-Einzelroman, mit einem atmosphärisch-schönen Lesegefühl. Die  Geschichte ist anziehend, düster, hat eine gute Portion Humor und eine hohe Grundspannung. Sie liest sich trotz des Umfangs flott und (fast) ohne Einbrüche. Die Charaktere sind die große Stärke und der Fantasy-Part ebenso ungewöhnlich wie mutig und geht zu Herzen. Ein faszinierendes Leseerlebnis, nicht nur für Pferdefans. 4 von 5 Punkte von mir.

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Buchisches Statement #27


© Damaris liest.
Bilder der Rubrik "Buchisches Statement" dürfen mit unverändertem Inhalt verwendet werden

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Rezension zu "Blut aus Silber" von Alex Marshall



Verlag: Piper (Oktober 2015)
Originaltitel: A Crown for Cold Silver
Übersetzer: Andreas Decker
Reihe: Band 1/3 (?)
Ausführung: Klappenbroschur, 864 S.
ISBN: 978-3492703611
19,99 € [D]

Genre: High Fantasy

© Cover- und Zitatrechte: Piper Verlag


Das Thema
Es gab eine Zeit, da hatte Zosia mit ihren fünf Schurken das Imperium das Fürchten gelehrt, jedes Gebiet erobert und sich selbst den Thron erkämpft. Doch diese Zeiten sind vorbei. Zosia möchte nicht mehr kämpfen und mit ihrem Mann in einem kleinen Dorf zufrieden alt werden. Und jetzt, nach zwanzig Jahren, wird ihr Dorf Schauplatz eines grausamen Verbrechens. Zosia sinnt auf Rache. Sie sucht einige ihre alten Verbündeten auf, um erneut in den Kampf zu ziehen.

Die Rezension

Der Anfang: Alles verlief so schön nach Plan. Jedenfalls bis zu dem Massaker.

Alex Marshall soll das Pseudonym eines bekannten Autors sein, der mit "Blut aus Silber" sein erstes Fantasywerk geschrieben hat. Die Gerüchteküche brodelt, und die Leser rätseln, wer sich hinter dem Autorenpseudonym verbirgt. Im Grunde ist das jedoch egal, denn Alex Marshall schreibt gut, zuweilen anspruchsvoll und immer etwas bösartig und schräg.

Hätten sie den Bal-Amon-Riffen ausweichen müssen, wäre das möglicherweise anders gewesen, aber im Goldenen Kessel würde gewiss nicht viel schiefgehen. Abgesehen von einem Seeungeheuer. Die konnte es überall geben, auch wenn sie für gewöhnlich kühlere Gewässer vorzogen. Oder eine Meuterei? Aber es war nie gut, über die schlimmsten Möglichkeiten zu brüten - darüber konnte man sich noch immer Sorgen machen, wenn das Pech tatsächlich zuschlug. 
Was es tat.
- S. 262

Die Geschichte beginnt mit vielen Einzelgeschichten. Zuerst erschließt sich dem Leser nicht, was (und ob) die Handlungsstränge miteinander zu tun haben. Das erfordert Geduld. Dabei sind die einzelnen Geschichten durchaus interessant und spannend zu lesen und die kurzen Kapitel treiben den Leser voran. Nach etwa 200 Seiten verknüpfen sich die ersten Stränge und offenbaren das wahre Muster der Geschichte. Startet die Geschichte noch herrlich böse und schräg, muss man sich im Mittelteil etwas mehr durchbeißen. Ungewöhnlich ist das für diese Art umfangreicher Fantasy nicht.

"Blut aus Silber" besitzt ausgeprägte Charaktere, die alle eine Art dramatischen Hintergrund haben. Manche sind in diesem Buch deutlicher thematisiert als andere. Fast alle haben einen bösen, aber sympathischen Charakterzug, viel Selbstironie und ein loses Mundwerk. Es fällt schwer hier ein Schwarz-Weiß-Denken anzuwenden. Bleibt abzuwarten, in welche Richtung die Handlung in den Folgebänden steuern wird.
Besonders viel Spaß macht der Sprachstil, bei dem der Übersetzer sehr gut Arbeit geleistet hat. Er ist gehoben und modern, sehr bissig und voller Sarkasmus und schwarzem Humor. Meist kommt etwas anders, als Leser und Buchcharakter sich das denken. Somit bleiben Überraschungen nicht aus.

Der Weltenentwurf, hier ein Stern, kommt ohne Umgebungskarte aus. Mit der Zeit verfestigt sich die eigene Vorstellung. In das Machtgefüge aus Scharlachrotem Imperium, Kobaltblauer Kompanie und Schwarzer Kette (das ist die Kirche, bzw. Religion) muss man sich erst einlesen, obwohl Fantasylesern der Grundgedanke bekannt sein dürfte. Einige Besonderheiten und moderne Auslegungen geben dem Buch einen eigenen Pfiff.
Die grobe Rahmenhandlung ist in "Blut aus Silber" abgeschlossen. Jedoch ist das weitere Vorgehen der Charaktere und der Verbleib einzelner von ihnen noch ungewiss. Antworten dürften Leser im Folgeband erhalten. Auch, welche Rolle die Teufel in der Geschichte spielen.

Das persönliche Fazit
"Blut aus Silber" hat mich angenehm überrascht. Ein bissiger und hervorragender Stil, mit viel subtilem Humor und Sarkasmus, böse-sympathische Schurken und eine Handlung, in der es (anfangs) ganz schön zur Sache geht, hielten mein Interesse konstant hoch. Das Buch verlangt einiges an Aufmerksamkeit. Im Mittelteil benötige auch ich etwas Durchhaltevermögen. Trotzdem überzeugt die Geschichte. Alles fügt sich zusammen, man erhält Antworten und der Autor weiß zu überraschen. Mitdenken sollte man jedoch allemal. 4 Sterne.

Aufmachung: 4 / 5
Handlung: 4 / 5
Charaktere: 4 / 5
Lesespaß: 4 / 5
Preis/Leistung: 4 / 5

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Freitag, 18. Dezember 2015

Buchzugänge vs. Buchabgänge vs. Geflüster im November 2015

Noch eine Woche, dann ist Weihnachten. Und natürlich fällt mir ausgerechnet jetzt ein, dass ich meine buchische Novemberstatistik noch gar nicht geschrieben habe. Viel gelesen habe ich nicht, und man könnte meinen, ich wäre im Stress. Aber nein! Der Vorweihnachtsstress prallt dieses Jahr nämlich an mir ab. Gerade, weil drei Kinder um mich herumwuseln, habe ich mich entschlossen, die Weihnachtszeit ruhig und besinnlich zu verbringen, mit der Familie und Dingen, die für Kindern (und mich!) den Zauber dieser Zeit ausmachen. Ganz klassisch eben. Dafür lasse ich auch gerne einiges ausfallen, Weihnachtskarten schreibe ich in diesem Jahr zum Beispiel nicht. Trotzdem steht das Lesen gerade etwas hinten an. Leider.


Meine Buchzugänge im Oktober 2015 - 7 Bücher:




Mein SuB wächst zur Zeit wieder mal enorm. Vorbei die Zeit, als ich ihn so schön schlank gelesen hatte. Die Schuld liegt bei mir, weil ich mich einfach nicht zurückhalten kann (Notiz: Das wäre doch ein guter Verbesserungs-Vorsatz für's Neue Jahr!). Aber auch die Glücksfee und liebe Bücherfreundinnen und Bloggerkolleginnen meinten es extrem gut mit mir.

Der Winter der schwarzen Rosen ist Nina Blazons neuester Geniestreich. Ihre Bücher sind ein Muss für mich. Plötzlich lag das Schmuckstück im Briefkasten, neu und eingeschweißt. Das Geschenk einer Bücherfreundin aus dem hohen Norden. Danke <3
Ich habe ganz schön überrascht geschaut, als ich Heute trägt der Himmel Seide vom Postboten überreicht bekam. Vanessa von Glitzerfees Buchtempel hat mit ihr Exemplar geschenkt. Einfach so, weil mich die Geschichte interessiert. Vielen Dank, bin noch immer ganz baff!
Der erste Band der Zeitenspringer-Saga hat mir gut gefallen. Das Buch war rasant und die Zeitreisethematik gut. Band 2 Die Farbe der Zukunft bewerten einige Leser sogar noch besser. Ich ging immer von einer Dilogie aus, aber Band 2 soll ein ganz fieses Cliffhanger-Ende haben. Über einen dritten Band ist noch nichts bekannt.
Nach "Bannwald" möchte ich auch unbedingt Blutwald lesen. Trotz leichter Kritik hatte Band 1 ein tolles Lesefeeling und Suchtpotenzial. Wie gut, dass ich den zweiten Band beim Tauschticket ergattern konnte.
Gerade ist Die Dreizehnte Fee-Trilogie in aller Munde. Es gab eine tolle Blogtour zum Erscheinen von Band 1 und 2 beim Drachenmond Verlag (Band 3 folgt 2016), bei der ich Erwachen und Entzaubert gewonnen habe.
Bei Ein anderes Paradies reizt mich die Thematik. Ein Mädchen lernt eine wohlhabende Familie kennen und möchte unbedingt dazugehören. Doch der Schein trügt ... 


Buchabgänge - gelesen habe ich im November 4 Bücher:



   

Töchter des Mondes: Sternenfluch von Jessica Spotswood ... ist der zweite Band dieser Trilogie. Band 1 "Cate" war toll, "Sternenfluch" war ebenfalls gut, riss mich aber nicht ganz so dolle mit. Das Ende ist richtig schön fies und ich freue mich schon auf Band 3 "Schicksalsschwestern".
Aller Anfang fällt vom Himmel von Veronika Peters ... hat das Potenzial zum Wohlfühlbuch. Die schöne Geschichte über einen pedantischen Wittwer, in dessen Leben ein obdachloses Mädchen schneit, ist eine echte Empfehlung. (meine "Aller Anfang fällt vom Himmer"-Review gibt's hier)
Two Boys Kissing: Jede Sekunde zählt von David Levithan ... benötigt etwas Zeit, bis es seinen Lesesog entfaltet. Das liegt sicher an der ungewöhnlichen und einzigartigen Erzählweise und der poetischen Schreibweise. Kein einfaches Buch über homosexuelle Jugendliche, aber so besonders. (meine "Two Boys Kissing"-Rezension gibt's hier)
Nacht ohne Sterne von Gesa Schwartz ... ist ein Urban Fantasy-Roman, der sich wie ein High Fantasy-Roman liest. Das Buch hat eine düster-spannende Atmosphäre einen tollen Antagonisten und enthält etwas abstraktere Fantasy. Ich mochte es. Ganz nebenbei ist das Cover eines meiner liebsten in diesem Jahr. (meine "Nacht ohne Sterne"-Rezension gibt's hier)


Highlight: Ui, schwierig. Ich habe jedes November-Buch gerne gelesen und keines war schlecht oder nur Mittelmaß. "Aller Anfang fällt vom Himmel" und "Two Boys Kissing" sind perfekt geschrieben. "Sternenfluch" ist einfachere, "Nacht ohne Sterne" aufwändigere Fantasy. Beide Bücher sind gut. David Levithans Buch bekam Höchstwertung, darum entscheide ich mich für Two Boys Kissing als November-Highlight.

Lowlight: Gibt es folglich keines.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Dieses Buch bleibt im Regal #15

Eine Aktion von Damaris liest.
Das Jahr 2015 eilt mit großen Schritten dem Ende entgegen. Seit ich die Aktion "Dieses Buch bleibt im Regal" im Mai gestartet habe, wurden hier genau 15 Bücher vorgestellt, die ihren Regalplatz bei mir niemals verlieren werden. Denn alle sammeln kann ich nicht, dazu reicht der Platz nicht aus. Es wird aber immer Bücher geben, die ihren hohen Status nie verlieren. Die dürfen auch bleiben.
Anfangs fand die Aktion alle zwei Wochen statt, nun habe ich sie auf monatlich, jeweils am 15. des Monats, festgelegt. Jede(r) BloggerIn ist herzlich willkommen sich mir anzuschließen.


Lost Girl: Im Schatten der Anderen


"Lost Girl: Im Schatten der Anderen" von Sangu Mandanna - 16,99 € [D] - Ravensburger Buchverlag

"Lost Girl: Im Schatten der Anderen" ist ein geniales Buch von 2012, und ich sehe gerade, dass es nicht mehr neu als Hardcover erhältlich ist. Nur noch als E-Book oder gebraucht, z.B. über Tauschticket. Wer interessiert ist, sollte schnell zugreifen, diese Story sollte man nicht verpassen. Meine Rezension kann man HIER nachlesen.

Um was geht es?
Die in London ansässige Meisterei erschafft Echos. Jeder kann für eine geliebte Person, zum Beispiel die eigenen Kinder, ein Echo machen lassen. Stößt dem Kind dann etwas zu, wird es durch das Echo ersetzt. Echos sind normale Menschen, die alleine dazu dienen ihre Gegenüber, die Anderen, zu studieren, damit sie sich genau so verhalten, sprechen, essen und leben, um bei Bedarf die Anderen genau kopieren zu können. Eva ist ein solches Echo, ihre Andere lebt in Indien, und Eva wird von verschiedenen Vormunden in England betreut. Sie wird täglich auf den eventuellen Einsatz, ihre Andere zu ersetzten, vorbereitet. Und dieser Fall tritt schneller ein, als ihr lieb ist.

Im Prinzip geht es um Klone, der technische und wissenschaftliche Aspekt wird dabei aber komplett weggelassen, die Echos werden von sogenannten Meistern "gemacht". Das ist teilweise gruselig und regt zum Nachdenken an, da die Hauptprotagonistin, selbst ein Echo, das Ganze hinterfragt. "Lost Girl: Im Schatten der Anderen" ist sehr eindringlich und ein echter Gänsehaut-Roman. Von mir bekam das Buch Höchstwertung.






Liebe Blogger, dies ist eine Mitmachaktion von Damaris liest. Du möchtest ebenfalls ein besonderes Buch, das niemals aus deinem Regal auszieht, auf deinem Blog vorstellen und es damit deinen Lesern empfehlen? Dann ...

SEI DABEI!
(die Aktion findet jeweils am 15. des Monats statt)

  • Verwende das Dieses Buch bleibt im Regal-Banner, und verweise damit auf den Ursprungsblog, damit die Aktion Wiedererkennungswert hat.
  • Wenn du magst, hinterlasse mir hier deinen Beitragslink als Kommentar, dann können interessierte Leser und ich zum Stöbern kommen.
  • Mach mit oder auch mal nicht. Am Aktionstag oder später (du hast immer einen ganzen Monat Zeit, bevor die nächste Runde startet) - ganz egal. Die Aktion ist jedes Mal freiwillig. Sie soll gemeinsam Spaß machen und ggf. den Austausch anregen.

Montag, 14. Dezember 2015

Rezension zu "Nacht ohne Sterne" von Gesa Schwartz



Verlag: cbt (September 2015)
Originaltitel: -
Übersetzer: -
Reihe: -, ab ca. 14 J.
Ausführung: Hardcover/SU, 544 S.
ISBN: 978-3570163207
18,99 € [D]

Genre: Urban Fantasy

© Cover- und Zitatrechte: cbt Verlag


Das Thema
Naya ist ein Mischwesen, da sie einen menschlichen Vater und eine Elfe zur Mutter hat. Dadurch kann sie keine Magie wirken, ihr bleiben die geheimnisvollen Elfenwelten New Yorks verschlossen. Von anderen Elfen wird sie als Halbblut geächtet. Nur ihr bester Freund Jaron, ein Lichtelf, steht fest an Nayas Seite. Doch dann entflammt der Krieg zwischen den Elfenvölkern erneut und Naya wird mitten hineingezogen. Als sie den Dunkelelfen Vidar kennenlernt, weiß sie nicht mehr, wem sie trauen soll.

Rezension

Der Anfang: Der Regen hüllte New York in graue Schleier.

Gesa Schwartz erhielt für ihren Debütroman "Grim: Das Siegel des Feuers" den Deutschen Phantastik Preis. Es folgten mehrere umfangreiche Fantasyromane. "Nacht ohne Sterne" ist ihr erster phantastischer Jugendroman, über Naya, die in einen lichtdunklen Krieg zwischen Elfenvölkern gerät. Trotzdessen, dass sich der Roman komplett anders darstellt als vermutet, liest sich das Buch äußerst atmosphärisch und anziehend-düster.

"Manchmal würde ich gern wie die anderen in der Schule einfach nichts von der Welt ahnen, die sich vor mir verbirgt - oder einen Blick hineinwerfen können, und sei es auch nur für einen Moment. Ich bin ein Mensch, aber nicht nur. Ich bin eine Elfe, aber nicht genug. Irgendwie bin ich gar nichts und dabei fast genauso blind wie die Menschen" - S. 23

"Nacht ohne Sterne" beginnt, wie viele Urban Fantasy-Romane, mit der Hauptprotagonistin Naya, direkt in New York. Lange wird man von der Autorin über die Grundmauern ihres Weltenentwurfs nicht im Unklaren gelassen, denn gleich zu Anfang geht es gut zur Sache. Darauf folgt ein genau umrissener Überblick, um was es in der Geschichte geht. Schnell wird klar, dass sich Naya und Begleiter nicht lange in New York aufhalten werden. Dessen Flair und Potenzial wird kein bisschen genutzt, was schade ist. "Nacht ohne Sterne" liest sich weniger wie ein Urban Fantasy-, mehr wie ein High Fantasy-Roman, dafür einer mit düsterem Sog und dunkler Anziehungskraft. Phantastische Elemente werden priorisiert und sind mitunter etwas abstrakt. Eine gute Vorstellungskraft sollte man für das Buch mitbringen.

"Grausame Königin des Lichts", flüsterte sie. "Lieber bin ich ein Schatten als ein Teil von deiner Finsternis!" - S. 236

Naya ist eine mutige und schlaue Halbelfe, der eine Rolle zuteil wird, die sie sich wohl nie hätte träumen lassen. An ihrer Seite stehen (mit wechselnder Intensität) Jaron, ein Lichtelf, und Vidar, ein Dunkelelf. Mit beiden männlichen Protagonisten erlebt Naya große und kleine Überraschungen, und es ist fast unmöglich festzulegen, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Das ist sehr geschickt gemacht.

Sprachlich spielt das Buch in einer ganz eigenen Liga. Die Autorin schreibt sehr bildlich und genau. Das muss man mögen, da lange Beschreibungen, Rückblenden und innere Monologe/Überlegungen nicht ausbleiben. Die Vorliebe für gegensätzliche Adjektive (eisglühend, schattenschnell, ...) macht den Stil zu etwas ganz Besonderem. Zwar ist dieses Art des Lesens zuweilen etwas anstrengend, da man solche Gegensätzlichkeiten erst verarbeiten muss, man wird dafür mit einer ganz eigenen und speziellen Atmosphäre belohnt. Leicht zu lesen ist das aber keinesfalls. Das Buch ist plausibel abgeschlossen.

Das persönliche Fazit
Obwohl das Lesefeeling und die Umsetzung der Thematik anders war als ich das erwartete, habe ich mich mit "Licht ohne Sterne" sehr wohl gefühlt. Die besondere Sprache bewirkt eine ganz eigene, dunkel-spannende Atmosphäre und die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet (Vidar!). Die vermeintliche Dreiecksbeziehung weiß zu überraschen, und Gut und Böse sind niemals Schwarz-Weiß, sondern enthalten viele Graustufen. Das gefällt mir! Das Buch ist ein "richtiges" Fantasy-Werk, den Urban Fantasy-Part vermisst man nur kurz. 4 Sterne!

Aufmachung: 4,5 / 5
Handlung: 4,5 / 5
Charaktere: 4 / 5
Lesespaß: 4 / 5
Preis/Leistung: 4 / 5

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Dienstag, 8. Dezember 2015

Review zu "Aller Anfang fällt vom Himmel" von Veronika Peters



Goldmann (September 2015),
Hardcover/SU, 288 Seiten,
19,99 € [D]


Korbinian Gerhard ist Lehrer und seit dem Tod seiner Frau allein lebend. Er ist kauzig, pedantisch und legt Wert darauf, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Billa ist siebzehn, freiheitsliebend und rebellisch - und ohne Dach über dem Kopf, denn sie ist von zu Hause abgehauen. Als Korbinian sie an einem kalten Winterabend hungrig und krank auffindet, nimmt er sie widerwillig mit zu sich nach Hause. Dass seine sorgsam gehütete Ordnung damit bedrohlich ins Wanken gerät, bekommt er bald zu spüren: Billa fegt - nebst ihrer Entourage - wie ein Wirbelwind durch sein Leben und scheut sich nicht, alle vermeintlichen Gewissheiten auf den Kopf zu stellen. Und Korbinian staunt nicht wenig, als er sich plötzlich wiederfindet in dem großen Abenteuer, das man Freundschaft nennt ... (Text-, Cover- und Zitatrechte: Goldmann Verlag)


Alleinsein und Ordnung, das waren die beiden Pfeiler, auf denen Kobinians Existenz als Witwer bis zu diesem vierzehnten November aufgestellt war, Alleinsein und Ordnung hielten ihn beieinander, und genau so wäre es bis an sein Lebensende geblieben, wenn er selbst zu bestimmen gehabt hätte. - S. 18/19


Meine Meinung
Ein junges Mädchen stellt das Leben eines kauzigen Witwers auf den Kopf - das ist eine herrliche Vorlage für ein turbulentes Wohlfühlleseerlebnis. Aber, nun ja, es könnte auch der (leicht erotische) Stoff sein, aus dem oberflächliche New Adult-Geschichten gestrickt sind. Zum Glück trifft bei "Aller Anfang fällt vom Himmel" ersteres zu. Zwar nicht ganz so turbulent wie gedacht, aber dennoch verschroben-liebevoll und mit Wohlfühlcharakter.

Korbinian ist schon älteren Semesters, lustloser Lehrer und Einzelgänger. Er hat seinen Tagesablauf durchgeplant, wohnt alleine in einer riesigen Wohnung mitten in Berlin, in der mehrere Zimmer seit Jahren verschlossen sind, und geht persönlichen Kontakten aus dem Weg. Nur so kann er den Tod seiner Frau ertragen. Sein Leben ändert sich, als er die 17-jährige Billa, obdachlos und krank, in seinem Treppenhaus findet.
Wer auf eine Liebesgeschichte zwischen Korbinian und Billa spekuliert, geht mit den falschen Erwartungen an dieses Buch. Hier geht es um viel mehr. Nämlich um zwei vollkommen unterschiedliche Menschen, deren Leben sich durch den jeweils anderen ändert. Beide haben einen traumatischen Hintergrund, der Fokus liegt aber auf dem pedantischen und eigenbrötlerischen Korbinian. Sehr subtil ändert sich sein Leben und auch seine Ansichten. Das liegt nicht nur an Billa, sondern auch an seiner Schwester, die einen wundervollen Part in der Geschichte einnimmt. Die Geschichte lebt von ehrlichen und bisweilen speziellen Charakteren. Korbinians Gefühle sind deutlich ausgearbeitet, als Leserin konnte ich mitfühlen, hatte ebenso viel zu schmunzeln und war von seiner Wandlung positiv überrascht, da der alte Mann sich im Grunde treu bleibt.

Die Sprache des Romans ist hervorragend. Sie ist gehoben, humorvoll und hat mich vereinnahmt. Die Handlung ist linear aus Korbinians Sicht geschildert. Dagegen ist Billas Tonfall ist eine echte Berliner Schnauze und wird perfekt wiedergegeben. 
Es passiert ständig etwas, obwohl dem Buch der große Knall (oder die große Wendung) fehlt. Es ist durchweg ansprechend zu lesen und damit ein echtes Wohlfühlbuch. Korbinians Reaktionen haben mich manchmal gewundert, da er einige Dinge zu sang- und klanglos über sich hat ergehen lassen. Seine Gefühle konnte ich nachvollziehen, Szenen, bei denen er komplett unerwartet reagiert, oder auf den Tisch haut, waren mir die liebsten.

Fazit
"Aller Anfang fällt vom Himmel" ist tatsächlich die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft (keine Liebesgeschichte!). Sie hat einen humorvollen Unterton, der einen wundervollen Kontrast zur enthaltenen Tragik bietet. Die lebendigen, echten und durchaus eigensinnigen Charaktere üben eine starke Faszination auf den Leser aus. Und obwohl die Geschichte nicht mit Konflikten spart, diese manchmal aber im Sand verlaufen, wirkt sie überaus unaufgeregt. Ein schönes Buch, mit dem man sich komplett wohlfühlen kann. Dafür 4 von 5 Punkte von mir.

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Dienstag, 1. Dezember 2015

Auf die Wunschliste! - Neuerscheinungen im Dezember 2015

Ich wundere mich wie so oft, weil ich nämlich davon ausgegangen bin, dass ich im Dezember nicht viele Neuerscheinungen für meine Wunschliste finden würde. Pustekuchen! Einige Schätze habe ich entdeckt. Darunter sind auch ein paar Neuerscheinungen als Taschenbuch, die schon als Hardcover meine Aufmerksamkeit erregten. Für acht Dezember-Bücher heißt es nun ab auf die Wunschliste!


Fantasy - Mystery

(erhalte genaue Buchinfos mit einem Klick auf das jeweilige Cover)


 

Für König und Vaterland: Der Wechselbalg von Susanne Gerdom ... landet sofort auf meiner WuLi, weil die Autorin sehr gute Fantasy-Geschichten schreibt und dabei äußerst kreativ und vielseitig zu Werke geht. Die neue (geplant fünfteilige) Serie handelt von Elfen, Lords, Vampiren, Schurken, Werwölfen und Vaterlandsverrätern und spielt Anfang des 19. Jahrhunderts in London. Klingt super!
Windfire von Lynn Raven ... interessiert mich, weil ich von der Autorin schon Geschichten gelesen habe, die mir Gänsehaut und Wow-Effekte beschert haben. Lt. den Meinungen meiner Bücherfreundinnen und Mitbloggerinnen gab es auch Einbrüche. Schauplatz Las Vegas + Fantasy klingt aber einfach zu gut.


Lovestory - Drama - Zeitgenössisch

(erhalte genaue Buchinfos mit einem Klick auf das jeweilige Cover)



Finding Cinderella von Colleen Hoover ... landet auf der Wunschliste, weil ich mir davon lockeren (und guten) NA-Lesespaß erhoffe. Es erscheint nur als E-Book (ist ein Spin-off der Hope-Reihe) und ist zudem supergünstig. "Weil ich Layken liebe" der Autorin gefiel mir sehr.
Die unterirdische Sonne von Friedrich Ani ... soll sehr düster und verstörend sein. Es geht um fünf Jugendliche, die in einem Keller eingesperrt sind. Klingt gruselig. Das Buch ist eine Neuerscheinung als Taschenbuch. Das HC erschien 2014.
Elefanten sieht man nicht von Susan Kreller ... ist ein Drama. Was ich auch dem Klappentext entnehmen konnte, geht es um Misshandlung. Das Hardcover ist von 2012. Es erscheint jetzt als TB.



Zusammen werden wir leuchten von Lisa Williamson ... thematisiert Transgender, evtl. Transsexualität, der Wunsch eines Jungen, ein Mädchen zu sein. In David Levithans letztem Buch "Two Boys Kissing" wurde das Thema bereits angeschnitten, ein komplettes Buch habe ich darüber noch nicht gelesen. Das Cover springt zudem sofort ins Auge. 
Live Fast, Play Dirty, Get Naked von Kevin Brooks ... erschien bereits 2013 als Hardcover und ist jetzt als Taschenbuch zu haben. Lt. einer Bücherfreundin ist es ein sehr atmosphärisches Musik- und Liebesdrama, das sie sehr genial fand. Für mich ein Lesemuss (und ich hoffe bald!).
Pfeif auf die Erlösung von Jeri Smith-Ready ... ist ein Coming-of-Age-Roman, der religiösen Fanatismus nach dem Tod eines Familienmitglieds thematisiert. 


Auf die Wunschliste!

Mittwoch, 25. November 2015

Rezension zu "Two Boys Kissing: Jede Sekunde zählt" von David Levithan



Verlag: FISCHER KJB (September 2015)
Originaltitel: Two Boys Kissing
Übersetzer: Martina Tichy
Reihe: - , ab ca. 14-17 J.
Ausführung: Hardcover/SU, 288 S.
ISBN: 978-3737351850
14,99 € [D]

Genre: Jugendbuch, Coming of Age-Roman

© Cover- und Zitatrechte: FISCHER KJB


Das Thema
Harry und Craig haben sich getrennt, sie sind nur noch Freunde. Trotzdem wollen sie ein Zeichen setzen, für die Öffentlichkeit und alle anderen schwulen Jungs dort draußen, indem sie sich über 32 Stunden küssen. Das wäre Weltrekord. Natürlich erregen die beiden damit viel Aufmerksamkeit. Ihr Kuss wird bedeutsam für viele andere Jungen und hat für jeden von ihnen seine ganz eigene Bedeutung.

Die Rezension

Der Anfang: Ihr könnt nicht wissen, wie es jetzt für uns ist - da werdet ihr immer einen Schritt hinterher sein. Seid dankbar dafür.

David Levithan schreibt großartige Jugendbücher, oft als Gemeinschaftsprojekt mit anderen Autoren und oft auch alleine. Dabei trifft er mit einer besondere und sehr direkten Sprache den Nerv der jugendlichen Leser und denen, die sich dieser Erfahrung stellen wollen. Sein neuestes Buch "Two Boys Kissing: Jede Sekunde zählt" gibt einen inbrünstigen Einblick in das Leben schwuler Pärchen und Einzelgänger - heute und auch ein bisschen damals.

Es ist schwer, deinen Sohn nicht mehr als deinen Sohn anzusehen, sondern als eigenständigen Menschen.
Es ist schwer, deine Eltern nicht mehr als Eltern anzusehen, sondern als eigenständige Menschen.
Es ist ein wechselseitiger Übergang, und nur sehr wenigen gelingt er geschmeidig. - S. 125/126

Der Anfang des Buches ist etwas schwierig und dabei auch ganz Besonderes. Denn die Geschichte, bzw. Geschichten, werden von außerhalb erzählt, und man kommt nicht sofort darauf, mit was man es hier zu tun hat. Erst nach und nach, in Nebensätzen und kleinen Einschüben erkennt der Leser, dass es sich hier (und das darf man ruhig vorwegnehmen) um die Geister homosexueller Männer handelt, die früher mit massiven Problemen zu kämpfen hatten. Diese begleiten die jungen jugendlichen Protagonisten und erzählen dem Leser die Geschichte im Jetzt, geben aber auch Einblicke in das Seelenleben schwuler Jungen von damals. Und es fällt auf, dass, obwohl wir in einer aufgeklärten Gesellschaft leben, sich einiges verändert hat, anderes aber leider gleich geblieben ist.

All die Momente, von denen du glaubst, du wirst sie nicht überleben. Und dann überlebst du sie doch. S. - 123

Der Roman thematisiert das Leben von einigen Jugendlichen Jungen der heutigen Zeit. Jeder hat eine unterschiedliche Geschichte und alle führen am Ende auf den Kussrekord von Harry und Craig hin. David Levithan erzählt von schwulen Pärchen, von Transexuellen und Jungen die ihre Homosexualität heimlich ausleben, von Eltern die ihre Kinder akzeptieren wie sie sind und von solchen, denen es schwer fällt.
Der Roman ist unglaublich gefühlvoll, die Sprache einzigartig. Gefühle wie Freunde, Angst, Scham und Liebe erlebt man aufs Allerdeutlichste. "Two Boys Kissing" ist ein Unterhaltungsroman und ebenso ein bisschen Gesellschaftskritik.

Das persönliche Fazit
Ich hänge an Büchern, die nicht nur darauf abzielen, mich zu unterhalten. Die sozialkritische Themen auffassen, dabei aber nur aufzeigen, nicht belehren. "Two Boys Kissing: Jede Sekunde zählt" erzählt besonders und unmissverständlich das über Gefühlsleben von schwulen Jungen, die es heute zwar meist besser haben als früher, jedoch leider noch immer nicht uneingeschränkten Respekt und Akzeptanz erfahren. Dem Autor war es ein persönlichen Anliegen diesem Umstand ein ganzes Buch zu widmen. Einfach zu lesen ist das Buch nicht, und die poetische, metaphernreiche Schreibweise mag manchem Leser verschlossen bleiben. Ich sage ausprobieren, es lohnt sich!

Aufmachung: 4 / 5
Handlung: 4 / 5
Charaktere: 5 / 5
Lesespaß: 4,5 / 5
Preis/Leistung: 5 / 5

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Montag, 16. November 2015

Dieses Buch bleibt im Regal #14

Eine Aktion von Damaris liest.
Man könnte meinen es ist ganz leicht. Einfach ein Mal im Monat ein Buch aus dem Regal zu picken, das einem besonders am Herzen liegt, und hier vorzustellen. Wenn man aber, wie ich, fast nur Bücher behält, die man nochmals lesen würde oder die zu Lieblingsbüchern geworden sind, hat man definitiv die Qual der Wahl. Stelle ich die großen, bekannten Bücher nochmals vor? Oder doch eher echte Geheimtipps? Da ich diese Aktion noch lange weiterführen möchte, bin ich ganz froh über eine große Auswahl.


Dustlands: Die Entführung


"Dustlands: Die Entführung" von Moira Young - 16,99 € [D] - FISCHER FJB

Die Dustlands-Trilogie gehört zu meinen Lieblingsreihen. Vor allem Band 1 "Die Entführung" und auch der Folgeband "Der Herzstein" finde ich absolut genial. Dabei hatte ich mit Band 1 der Endzeitreiche einen etwas steinigen Start ... Meine Rezension mit Textbeispielen zum Buch gibt's HIER.

Wenn man beginnt "Die Entführung" zu lesen, fallen einem sofort einige Besonderheiten auf. Das Buch hat einen sehr ungewöhnlichen Stil. Kurze, abgehackte Sätze, die manchmal nur aus einem oder zwei Wörtern bestehen. Grundsätzlich mag ich das, jedoch kommt hier noch dazu, dass bei den meisten Verben die e-Endung fehlt. Sage wird zu sag, schmecke zu schmeck. Beim ersten Verb dachte ich noch ein einen Tippfehler, doch dies ist von der Autorin so gewollt, um die einfache Denkweise der Ich-Erzählerin Saba darzustellen. Außerdem fehlt im ganzen Buch die wörtliche Rede (in den Folgebänden hat der Verlag sie dann kenntlich gemacht). Daran muss man sich erst mal gewöhnen, und ich war schnell genervt. Dabei gefiel mir die Geschichte, aber ich dachte nicht, dass ich in dieser Art ein ganzen Buch lesen kann/will.
Doch irgendwann packte es mich vollkommen, gerade auch der besondere Stil. Die schwierige und kratzbürstige Protagonistin, der Zusammenhalt, die Lovestory und der Humor - das alles passt so gut zur Geschichte wie der Sand zur Wüste. Anfangs gewöhnungsbedürftig staubig, dann schnell abgestaubt glänzend!






Liebe Blogger, dies ist eine Mitmachaktion von Damaris liest. Du möchtest ebenfalls ein besonderes Buch, das niemals aus deinem Regal auszieht, auf deinem Blog vorstellen und es damit deinen Lesern empfehlen? Dann ...

SEI DABEI!
(die Aktion findet jeweils am 15. des Monats statt)

  • Verwende das Dieses Buch bleibt im Regal-Banner, und verweise damit auf den Ursprungsblog, damit die Aktion Wiedererkennungswert hat.
  • Wenn du magst, hinterlasse mir hier deinen Beitragslink als Kommentar, dann können interessierte Leser und ich zum Stöbern kommen.
  • Mach mit oder auch mal nicht. Am Aktionstag oder später (du hast immer einen ganzen Monat Zeit, bevor die nächste Runde startet) - ganz egal. Die Aktion ist jedes Mal freiwillig. Sie soll gemeinsam Spaß machen und ggf. den Austausch anregen.

Sonntag, 15. November 2015

Buchzugänge vs. Buchabgänge vs. Geflüster im Oktober 2015

Im Oktober habe ich zwei Wochen (sehr bewusst!) ohne Smartphone verpasst. Das war eine harte sowie tolle Erfahrung. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt. Auch habe ich relativ viel gelesen, was mir richtig guttat. 
Der Garten ist soweit winterfest gemacht und ich beschäftige mich aktuell mit zwei Häkelpojekten für die Advents- und Weihnachtsdeko, einem Adventskranz und einer Sternengirlande. Mitte November wird das auch höchste Zeit, danach beginnt für mich die weihnachtliche Vorfreude und heimelige Zeit.


Meine Buchzugänge im Oktober 2015 - 9 Bücher:




Ich frage mich wieso, aber ich habe Dash & Lilys Winterwunder nach dem Lesen abgegeben. Plötzlich überfiel mich das Bedürfnis es wieder im Regal zu haben. Darum habe ich es mir nochmals geholt.
Silber: Das dritte Buch der Träume ist ein Trilogieabschluss, Lockwood & Co: Die Raunende Maske das dritte Buch einer Reihe. Beide Bücher sind ein Must-have und werden in diesem Jahr noch gelesen.
Der High Fantasy-Schmöker Blut aus Silber wird ein Wagnis, da die Meinungen hier sehr stark auseinandergehen und man mit den über 850 Seiten schon eine Weile beschäftigt ist. Zuerst dachte ich es wäre eine Einzelband. Es ist aber als Trilogie geplant.
Wer braucht schon Liebe? und Wer denkt heute schon an Morgen? ist eine indirekte Reihe. Das zweite Buch habe ich von Marie im Tausch für eine gehäkelte Sternengirlande bekommen.
Harry Potter hat mein Leseverhalten enorm geprägt. Darum habe ich sofort nach Erscheinen auch die illustrierte Schmuckausgabe von Harry Potter und der Stein der Weisen gekauft. Es wäre wunderbar, alle illustrierten Ausgaben neben der vorhandenen Reihe im Regal zu haben.
Inés Garland ist Gewinnerin des Deutschen Jugendliteraturpreises. In den Augen der Nacht ist ihr aktuelles Buch, auf das ich mich schon sehr freue.
Mind Games ist ein Prioritäten-Buch von meiner Wunschliste. Ich habe es bei Tauschticket ertauscht.


Buchabgänge - gelesen/gehört habe ich im Oktober 8 Bücher:



   

Layers von Ursula Poznanski ... gefiel mir sehr gut. Der Roman war spannend und enthielt eine gar nicht so abwegige, teilweise jetzt schon mögliche, Zukunftsvision. Gruselig. (meine "Layers"-Rezension gibt's hier)
Plötzlich It-Girl von Katy Birchall ... war ein Buch, an das ich keine großen Erwartungen hatte, das ich dann aber innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe, weil ich es so gerne mochte. Es ist so lustig-nerdig und herzlich. (meine "Plötzlich It-Girl"-Review gibt's hier)
Jenseits des Schattentores von Beate Teresa und Susanne Hanika ... ist im Grunde klassische Urban Fantasy, hat aber doch etwas ganz Eigenes und Spezielles. Genau diese Besonderheiten sind ganz typisch für das tolle Autorenduo. (meine "Jenseits des Schattentores"-Rezension gibt's hier)
Für Freiheit, Kunst und Mayonnaise von Kate Hattemer ... ist ein einzigartig anderes Buch. Es ist nicht einfach, behandelt Themen der Hochliteratur genauso wie Freundschaft und Enttäuschung. Es ist perfekt umgesetzt. (meine "Für Freiheit, Kunst und Mayonnaise"-Rezension gibt's hier)


   

Der Junge, der mit dem Herzen sah von Virgina Macgregor ... hat ein sehr anrührendes Thema und ist ein Pageturner. Bei den vielen behandelten Themen wäre weniger mehr gewesen. Das hätte das Grundthema noch intensiviert. (meine "Der Junge, der mit dem Herzen sah"-Review gibt's hier)
Das Blaue im Himmel ... ist eine Anthologie vieler bekannter Autorin, die 22 Kurzgeschichte und 3 Songs zur Farbe Blau geschrieben haben. Beeindruckend wie verschieden das Thema ausgelegt wurde. (meinen "Das Blaue im Himmel"-High Five gibt's hier)
Töchter des Mondes: Cate ... habe ich als Hörbuch zur Auffrischung gehört, weil das Lesen schon eine lange Weile her war. Marie hat mich wieder auf diese tolle Fantasy-Reihe gestupst und ich wollte unbedingt mit Band 2 weitermachen.
Was die Spiegel wissen von Maggie Stiefvater ... ist schon der dritte Band der Raven Boys-Tetralogie und genauso besonders wie auch schon die Vorgänger. Die Reihe ist sehr merkwürdig, wie nicht von dieser Welt, und genau das macht für mich den Reiz aus. (meine "Was die Spiegel wissen"-Rezension gibt's hier)


Highlight: Zum Oktober Highlight küre ich "Was die Spiegel wissen". Ich liebe die eindringlichen Bücher dieser Reihe von der ersten bis zur letzten Zeile.

Lowlight: Es gab im Oktober kein deutliches Lowlight. Mit allen Büchern hatte ich eine gute Zeit. "Der Junge, der mit dem Herzen sah" ist zwar ein anrührender Pageturner, bekam von mir aber trotzdem nur eine mittelmäßige Bewertung, da mich der kleine Hauptprotagonist Milo nicht immer erreichen konnte und mir das Buch zu vollgestopft mit sozialkritischen Themen war.


Zum Schluss noch eine tolle Neuigkeit für alle, die Buch-Infos, Tipps und Gewinnspiele aus erster Hand bevorzugen. Der Loewe Verlag bietet eine neue Möglichkeit an, völlig aktuell und natürlich kostenlos - den Loewe WhatsApp-Feed:


Und so funktioniert es:
1. Trage die Nummer deines Smartphones in die Infobox ein.
2. Füge die Nummer des Loewe Verlags +49 1579 2357188 zu deinen WhatsApp-Kontakten hinzu. 3. Um den Loewe-Feed zu aktivieren, schreibe eine WhatsApp-Nachricht mit dem Text "Start".

Mittwoch, 11. November 2015

Rezension zu "Was die Spiegel wissen" von Maggie Stiefvater



Verlag: script5 (September 2015)
Originaltitel: Blue Lily, Lily Blue
Übersetzer: Sandra Knuffinke und Jessika Komina
Reihe: Band 3/4 , ab ca. 16-17 J.
Ausführung: Hardcover/SU, 448 S.
ISBN: 978-3785583302
18,95 € [D]

Genre: Urban Fantasy

© Cover- und Zitatrechte: script5 Verlag


Das Thema
Blue ist sich sicher Gansey zu lieben. Doch sie darf ihn nicht küssen, weil das seinen Tod bedeuten könnten. Diesen Schritt nicht zu tun wird immer schwerer für Blue. Aber sie hat auch noch andere Sorgen, denn ihre Mutter ist "unter der Erde" verschwunden. Außer merkwürdigen Visionen gibt es keine Nachricht von ihr.
Unterdessen befinden sich die Raven Boys immer noch auf der Suche nach dem schlafenden König Glendower. Gansey ist sich sicher, dass sie bald am Ziel sein werden und der magische Wald Cabeswater sein Geheimnis offenbart.

Die Rezension

Der Anfang: Persephone stand auf dem kahlen Berggipfel, das elfenbeinfarbene Rüschenkleid wehte ihr um die Beine und ihr weißblonder Lockenwust flatterte.

Mit dem dritten Band der Raven Boys-Serie "Was die Spiegel wissen" steuert die Geschichte langsam auf das Ende zu. In perfekter sprachlicher Qualität, bzw. Übersetzung, begleitet man Blue und ihre Freunde auf einer mysteriösen Suche - nach einem König und nach Antworten. Der englische Titel ist wortgetreu in der Geschichte zu finden, der deutsche auch, jedoch viel subtiler und wunderbar passend.

Er konnte sich nicht entscheiden, ob er müde war oder des Wartens müde. - S. 159

Im Grundgedanken der Geschichte ging es ursprünglich um Blue, ein Mädchen, dem vorausgesagt wurde, dass es seine wahre Liebe mit einem Kuss tötet. Und um Gansey, dessen Geist Blue gesehen hat, was bedeutet, dass er innerhalb eines Jahres sterben wird. Daraus entsprang die Freundschaft zwischen Blue und den Raven Boys. Dieser Grundgedanke bleibt bestehen, zieht sich als eine Art roter Faden durch die Handlung. Diese umfasst mittlerweile jedoch so viel mehr. Es geht schon lange nicht mehr nur um die Jugendlichen, sondern auch um einige Erwachsene in Blues Leben. Hier ganz deutlich um ihre Mutter, die übrigen Hellseherinnen, altbekannte und merkwürdige neue Personen. Durch die wechselnde Perspektive, die sich an keinem besonderen Schema orientiert, erhält man einen guten Zugang zum Innenleben der jeweiligen Personen. Das ist beeindruckend dargelegt und sorgt für Sympathie (wo vielleicht keine sein sollte) oder unterschwellige Abneigung.

Blue war sich vollkommen darüber im Klaren, dass eine Freundschaft nicht zwangsläufig allumfassend sein, nicht blind, taub und verrückt machen und einem den Atem rauben musste. Aber nachdem sie diese Art von Freundschaft einmal kennengelernt hatte, wollte sie einfach keine andere mehr. - S. 124

Es lässt sich nicht leugnen, "Was die Spiegel wissen" ist ein seltsames Buch. Das ist hier absolut positiv gemeint. Zwar kennt man diese Seltsamkeit schon aus den Vorgängerbänden, jedoch überfällt sie einen immer wieder aufs Neue. Nicht selten hat man während des Lesens ein Fragezeichen in den Gedanken, wird mit Dingen konfrontiert, die nicht ganz von dieser Welt, nicht vollständig erklärbar sind. Das bringt Gänsehaut mit sich und bannt an die Seiten. Und es kann durchaus sein, dass nicht alle Fragen beantwortet werden, dass sie ein Stilmittel der Reihe sind und Leser bereit sein müssen die mysteriöse und stimmungsvolle Geschichte so anzunehmen wie sie ist. Fakt ist, die Faszination beim Lesen ist unglaublich hoch. Einzigartig ist die Geschichte sowieso.

Das persönliche Fazit
Einen Grund, warum mich Maggie Stiefvater bei "Was die Spiegel wissen" an die Seiten fesselt, kann ich ganz klar benennen. Es ist der perfekte Stil, die eindringliche Sichtweise auf die Geschichte und ihre Charaktere, die mir die höchste Lesefreude beschert. Der andere Grund ist differenzierter. Ist es die Besonderheit und Einzigartigkeit, die diese Geschichte ausmacht? Oder das Übernatürliche, Nebulöse, das sich mit einer Handlung in unserer Zeit vermischt? Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Wer das Besondere liebt, kommt an dieser Reihe nicht vorbei. Für mich gehört die Geschichte zu den besten! 5 Sterne.


Aufmachung: 4,5 / 5
Handlung: 4 / 5
Charaktere: 4,5 / 5
Lesespaß: 5 / 5
Preis/Leistung: 5 / 5

© Damaris Metzger, damarisliest.de



Reiheninfo Raven Boys-Tetralogie:

Band 3 - Was die Spiegel wissen
Band 4 - erscheint 2016

Mittwoch, 4. November 2015

Auf die Wunschliste! - Neuerscheinungen im November 2015

Etwas halbherzig habe ich in den buchischen November-Neuheiten gestöbert. Bei einigen Verlagen wusste ich, dass im November keine Bücher, oder keine für meine Wunschliste, erscheinen. Bei anderen ist die Neuheiten/Vorschau-Übersicht auf der Homepage so mühsam (oder gar nicht vorhanden), dass man PDF-Vorschauen wälzen darf, sofern es diese gibt, oder gar den Weg über den großen Onlinehändler wählen muss. Das ist sehr aufwändig und dafür fehlte mir Zeit und Lust. Trotzdem habe ich einige November-Bücher gefunden, bei denen es wieder heißt: Auf die Wunschliste!


Fantasy - Mystery - Zeitreise

(erhalte genaue Buchinfos mit einem Klick auf das jeweilige Cover)



Arya & Finn: Im Sonnenlicht von Lisa Rosenbecker ... ist der erste Band der Chroniken von Maljonar, bestehend aus drei jeweils abgeschlossenen Romanen und einer Novelle. Das High Fantasy/Romantasy-Debüt der Autorin macht mich unglaublich neugierig.
Die Farbe der Zukunft von Meredith McCardle ... möchte ich lesen, weil ich den ersten Band der Zeitenspringer-Saga sehr mochte. Die Saga besteht aus zwei Büchern, ob es noch mehr werden, weiß ich nicht. Wer Zeitreiseromane mag, kommt daran nicht vorbei.
Nebelsilber von Tanja Heitmann ... hat ein Cover, dass mit komplett begeistert. Alleine darum muss ich es lesen. Aber auch das Thema (einsames Haus im Wald, Nachtschatten, dunkle Macht im Nebel, ...) klingt gruselig lesenswert.


Drama - Winter - Zeitgenössisch

(erhalte genaue Buchinfos mit einem Klick auf das jeweilige Cover)



Küss mich unterm Nordlicht von Joanna Wolfe ... handelt von Jenny, die mit ihrem Vater eine Lodge in Alaska betreibt. Sie möchte an einem legendären Hundeschlittenrennen teilnehmen und gerät dabei in große Gefahr. Klingt nach einem schönen Winterbuch.
Ein anderes Paradies von Chelsey Philpot ... klingt unheimlich spannend und nach einem Leben, bei dem der Schein trügt und viele Konflikte vorprogrammiert sind. Ein Buch, ganz nach meinem Geschmack.
Könntest du nur bei mir sein von Lara Avery ... ist ein Drama, dass mich unheimlich anspricht. Kelseys eineiige Zwillingsschwester Michelle stirbt bei einem Autounfall. Doch Kelsey bring es nicht übers Herz die Nachricht Michelles Freund Peter zu mailen, der gerade bei einem Einsatz in Afghanistan ist. Kelsey gibt sich vor Peter als ihre tote Schwester aus.



Im Schatten deines Herzens von Kerstin Arbogast ... macht mich ganz hibbelig vor Vorfreude, denn ich habe schon einiges über das Debüt der Autorin gehört - nur gutes! Ich bin so gespannt auf die düstere und prickelnde Lovestory (und Pferde gibt es auch!). Der Inhalt ist wohl um einiges finsterer als das Cover.
Let's get lost von Adi Alsaid ... handelt von Leila, die auf einer über 4000 Meilen langen Reise zu den Nordlichtern ist und dabei vier weiteren Jugendlichen begegnet, die alle eine andere Geschichte haben. Was mich in diesem Buch erwartet kann ich nicht richtig greifen. Es klingt aber sehr interessant.
Was dir bleibt, ist dein Traum von Suzy Zail ... Alexander wird in Auschwitz festgehalten und erhält die Aufgabe, das schwierige Pferd des Kommandanten abzurichten. Wenn ihm das nicht gelingt, sind beide zum Tode verurteilt. Die Kombination aus Drittem Reich und Pferdegeschichte reizt mich sehr.


Auf die Wunschliste!