Dienstag, 25. Februar 2014

Review zu "Grüße aus meiner Küche: Leckere Geschenke selbst gemacht" von Lisa Nieschlag und Lars Wentrup



Hölker Verlag (Januar 2014),
Hardcover, 112 Seiten,
16,95 € [D]
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Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Hier sind sie nicht nur schön und mit Liebe gemacht, sondern schmecken auch noch köstlich. Mit viel Sinn fürs Detail präsentieren Lisa Nieschlag und Lars Wentrup leckere Ideen für alle, die gerne besonders schenken. Die eigene Küche wird so schnell zur Geschenke-Manufaktur: Marzipan-Aprikosen-Küchlein zum Geburtstag oder Bacon-Parmesan-Popcorn für den Filmabend sind schnell gemacht, kommen von Herzen und machen dem Beschenkten Freude. Abwechslungsreich, einfach und raffiniert! (Text- und Coverquelle: Hölker Verlag)


Nein, Damaris liest. ist kein Food- oder Küchen-Blog. Doch wenn mich ein Kochbuch so anspricht, wie "Grüße aus meiner Küche", dann hat es sich einen Platz zwischen den ganzen Jugend- und All Age-Büchern redlich verdient.


Meine Meinung
Es macht einfach Spaß, bei einer Einladung eine Kleinigkeit mitzubringen oder den Nachbarn etwas Nettes vor die Türe zu stellen. Das muss auch gar nicht teuer, darf dafür gerne kreativ sein. Eine süße oder salzige Leckerei ist perfekt. Kein Wunder, dass mir "Grüße aus meiner Küche" sofort ins Auge stach.
Das Konzept und die Gestaltung des Buches ist von Lisa Nieschlag und Lars Wentrup. Die meisten Fotos stammen von Julia Cawley, die zusammen mit Lisa den bekannten blog www.lizandjewels.com betreibt. Man erkennt die Handschrift des Blogs auch in "Grüße aus meiner Küche".

Vorne im Buch findet man eine kurze Vorstellung, mit vielen schönen Fotos, der Autoren. Dann geht es auch schon los mit den Rezepten. Das Buch ist in zwei Rubriken, Süß und Salzig, unterteilt. Der süße Teil hat etwa den doppelten Umfang wie der salzige Teil.
Die meisten Rezepte sind mit auffällig wenigen Zutaten nachzukochen/-backen. Ich habe mich beim Durchblättern oft bei dem Gedanken Oh, das hab ich ja alles da. Probiere ich sofort aus. ertappt. Dazu noch die tollen Verpackungsideen, die man so, oder in abgewandelter Form, schnell und einfach nachmachen kann. Aufwändig wird es nur, wenn man alles wie auf den Bildern gestalten will. Dann kann es sein, dass man zu allererst eine größere Shoppingtour für Gläser, Papier- und Dekomaterial einplanen muss.

Ja, ich war inspiriert, und folglich hoch motiviert, sofort zur Tat zu schreiten. Dabei habe ich sogleich meinen Mixer beerdigt und mir fies die Finger verbrannt. Aber dafür kann das Buch ja nichts, das passiert eben, wenn man so eifrig am Werk ist. Die Zutaten waren vorhanden oder schnell besorgt, ebenso Gläser und Geschenkbänder. Beim Beschriften und Hervorheben sind die tollen Kopiervorlagen im Buch Gold wert.




Kein Rezept-, bzw. Kochbuch ist so perfekt, dass jedes Rezept den eigenen Vorlieben entspricht. Es wird immer einzelne Rezepte geben, die einem persönlich nicht so zusagen. Hier hält sich das absolut in Grenzen. Einige der Ideen eignen sich meiner Meinung nach besser als Mitbringsel als andere. Vor allem ein paar der salzigen Gerichte würde ich als Snack oder für zu Hause bevorzugen.
Tipps zur Verpackung, Basteltipps und praktische Hinweise finden sich immer wieder bei (und zwischen) den einzelnen Rezepten. Im Anhang des Buches gibt es wunderbare Kopiervorlagen, die ich dank unserem Multifunktionsgerät sogar in Farbe kopieren kann. Das köstliche Zwiebel-Chutney steht bereits hübsch präsentiert bei unseren Nachbarn vor der Tür.

Kleine Anmerkung, weil es für einige relevant sein könnte: Bis auf die Bacon-Parmesan-Popcon sind alle Rezepte im Buch vegetarisch oder vegan.

Fazit
Von einem Kochbuch erwarte ich Inspiration - und hier wurde ich mit "Grüße aus meiner Küche" perfekt bedient. Das Buch setzt das Thema der leckeren Mitbringsel aus Eigenproduktion sehr gut um. Dazu animiert es, selbst kreativ zu werden. Welche Rezepte sich tatsächlich als Geschenke eignen, liegt im Ermessen des Schenkenden. Die Verpackungsideen und Kopiervorlagen sind eine Wucht! Ebenso die Gestaltung des Buches. Ich werde einige Ideen als Geschenke und Mitbringsel umsetzten. Auch das Buch selbst eignet sich hervorragend als Geschenk.

© Damaris Metzger, damarisliest.de



Kommentare:

  1. Das klingt nach genau der Art Kochbuch, die ich für meine eigene Küche gut brauchen kann - Inspiration inclusive :) Danke für diesen tollen Tipp!

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    1. @Gloria - Gerne :-) Du kannst hier nicht viel falsch machen. Ein, zwei Dinge würde ich anders machen (z.B. würde ich kein Spitzendeckchen auf einen Keks drücken, damit ein Abdruck entsteht - viel zu viel Arbeit, da kaufe ich lieber gleich einen Keksstempel *g*), aber insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut. Alles, was ich ausprobiert habe, war lecker ...

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  2. Ich habe es heute auch rezensiert. Die Kopiervorlagen finde ich auch ganz toll.

    LG

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    1. @Sarah - Hab deine Rezi schon entdeckt. Das Video dazu ist genial, du hast dir ja richtig viel Arbeit gemacht! Bei der Bewertung denken wir gleich ;-)

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  3. Hoi Damaris
    Ich liebe ja die Bücher der kreativen Manufaktur. Die haben auch immer Rezepte und gleich tolle Verpackungsmöglichkeiten dazu .... und wie du hier auch schreibst, eignen sich auch die Bücher selbst zum Verschenken, weil sie so toll aufgemacht sind. Dieses muss ich mir unbedingt auch mal aus der Nähe anschauen ....
    lg Favola

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    1. @Favola - Ich glaube so ähnlich wie die kreative Manufakur ist "Grüße aus meiner Küche auch". Die Bilder sind so richtig schön, wie von einem sehr besonderen Food-Blog (der ja auch dahintersteht). Du würdest sicher auch einiges finden, alleine das Chutney ist toll. Vielleicht kannst du das Buch dann mal bei mir anschauen :-)

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    2. Das ist mal eine gute Idee :-)
      Hast du eigentlich "Die Bestimmung" gelesen oder aussortiert? (Ich dachte, das war mal auf deinem SuB ....)
      lg

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    3. @Favola - Die Bestimmung habe ich damals gleich nach dem ET gelesen. Band 2 subt noch :-)

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  4. Buch ist Buch oder nicht ;)
    Ich rezensiere auch jegliche Art. Hatte mal einen Foodblog da habe ich dann viel mehr Foto´s der getesteten Rezepte eingefügt, mache ich auf dem Buchblog dann nicht nur so wie du mal eins oder zwei oder drei *g

    Die Sache mit den Kopiervorlagen finde ich super und auch die Verpackungsideen.
    Die Idee mit dem Spitzendeckchen auf dem Keks ist sicher aufwendiger als ein Stempel aber auch günstiger und wohl leichter zu besorgen, grade auf dem Land.

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    1. @Sabrina - Du hast natürlich recht :-) Buch ist Buch. Darum durfte auch das schöne Kochbuch hier erscheinen. In der Regel finde ich es aber schon gut, wenn sich Blogs spezialisieren - mit Ausnahmen ;-)
      Ja, die Kopiervorlagen sind klasse! Der vorgestellte Spitzendeckchen-Keks hatte eine bestimmt Größe und Form (war ans Deckchen angepasst). Das Endproduckt sieht toll aus, aber ich persönlich würde einen Stempel bevorzugen (gibt's günstig zu bestellen). Aber das ist ja das Schöne an Kochbüchern, dass man sich Ideen einfach abwandeln kann :-)

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