Donnerstag, 18. Oktober 2012

Buchthema im Oktober 2012 - Wird das Bücherbloggen zur Wissenschaft oder ist alles nur heiße Luft?

Hinweis: Mein "Buchthema des Monats" ist keine Anleitung, keine Kritik an anderen Personen und kein Richtig oder Falsch. Es ist meine persönliche Meinung zu Themen die mich beschäftigen und  interessieren, rund um mein Lieblingsthema - Bücher! (und vieles, das damit einhergeht)
 
Eigentlich sollte mein Buchthema (und neue Rubrik) im Oktober ja sonnenklar sein. Genau, die Frankfurter Buchmesse! Hörte, bzw. las man doch von Verlagen, Lesern und Buchbloggern seit Mitte September kaum mehr etwas anderes. Da wurden Kleider- und Visitenkartenfragen erörtert, Veranstaltungspläne erstellt und die Aufregung strömte, fast mit Händen zu greifen, durch die virtuelle Welt. Auch ich war in Frankfurt und es war anstrengend-toll! Natürlich wollte ich berichten, aber halte es jetzt nach der Devise "genießen und schweigen". Andere Dinge sind wichtiger. Lange Einleitung, kurzer Sinn - bei meinem ersten Buchthema im Oktober 2012 geht es um
 
Cover-, Klappentext- und Zitatrecht auf Buchblogs
 
Ich behaupte jetzt einfach mal, dass jeder Buchblogger die heiße Diskussion über dieses Thema mitbekommen hat. Blogs, Facebook und Twitter (dort habe ich keinen Einblick, nehme es aber an) sind voll von Statement-Posts besorgter Buchblogger. Seit ich blogge, gibt es alle paar Wochen einen neuen Aufreger in der großen Welt der Buchblogs. Dachte ich zuerst, diese Diskussionen beschränken sich vordergründig auf Mode- und Beautyblogs, wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Hier alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Ich stellte nur eines fest, Themen dieser Art sind IMMER sehr anstrengend und auslaugend. Nach dem letzten Buchblogdrama (ich nenne es mal "Große Blogger gegen kleine Blogger") stand für mich fest, dass ich Themen dieser Art von nun an an mir vorbeiziehen lasse. Die Energie und Ausdauer, die mir dabei verloren geht, stecke ich lieber in mein Leben außerhalb des Blogs.
 
Wie kommt es nun, dass Damaris über o.g. Thema doch etwas schreibt? Ich hatte mich lange zurückgehalten, jetzt wurde mir diese Diskussion dann doch etwas mulmig. Schließlich könnte man jederzeit selbst davon betroffen sein. Und als dann die Diskussion mit meinen engsten Blogger- und Bücherfreundinnen, sowie über private Nachrichten, sich immer mehr zuspitzte, habe ich den Entschluss gefasst, hier mein eigenes Statement dazu mitzuteilen.
 
 
Um was geht es eigentlich? Zuerst war von einer Abmahnwelle die Rede, die Buchblogs im allgemeinen überrollte. (Mal eine kurze Zwischenfrage: Kann mir jemand einen Blog nennen, der davon betroffen war? Ich weiß von keinem, aber das kann auch daran liegen, dass ich nicht gründlich genug recherchiert habe.) Betroffen sollen Blogs gewesen sein, die sich nicht an das Cover-, Klappentext- und Zitatrecht gehalten haben.
Nach dem ersten Aufschrei wurden panisch nahezu alle Verlage angeschrieben und auf diversen Buchblogs und in Foren Listen gepostet, was pro Verlag zulässig ist und was nicht. Unter Blogbesitzern war eine große Frustration spürbar. Ist Buchbloggen wirklich so kompliziert? Lohnt sich mein Blog überhaupt, wenn ich jetzt fast alle Beiträge/Rezensionen ändern muss? Viele Blogger haben angefangen ihrer Coverbilder, Klappentexte und Buchzitate zu löschen, einige sprachen sogar von der Aufgabe des Blogs (für mich die Horrorvorstellung schlechthin!).
Nach und nach äußerten sich immer mehr Blogger dazu, wie sie diese Sache in Zukunft handhaben werden. Einige wollen alle Rezensionen (egal ob Leseexemplar oder eigenes Buch) an die entsprechenden Verlage senden, und sich ein dortiges Okay holen. Andere wollen alle betreffenden Beiträge abändern, während wieder andere Blogger nichts oder nur Kleinigkeiten ändern wollen.
 
 
Was darf ich denn nun und was nicht? Diese Frage zu erörtern würde die Länge des Posts um mehr als das Doppelte ansteigen lassen (ich habe jetzt schon das Gefühl, der Beitrag wird viel zu lang!). Glücklicherweise hat sich der Chefredakteur und Besitzer des Rezensionsportals fictionfantasy, ausführlich mit diesem Thema beschäftigt, da er nach dem Veröffentlichen tausender Rezensionen selbst stark betroffen ist. Jürgen Eglseers Zusammenfassung sollte als eine Art Anleitung funktionieren, wie man juristisch mit seinem Buchblog durchkommt:
 
 
Eine sehr ausführliche und gute Zusammenfassung, die für viele Buchblogger Licht ins Dunkel bringen könnte. Danke dafür!
 
 
Was ändere ich denn nun konkret für meinen Blog Damaris liest.? Das ist wohl der Hauptgrund dieses Beitrags. Ich habe mir meine Gedanken gemacht, auch die Seite der Verlage bedacht, die jetzt wahrscheinlich mit Fragen, Links, etc. überschüttet werden. Meine Gedanken dazu, komplett durcheinander, in Stichpunkten:
 
  • Ich werde meinen Blog keinesfalls vorsichtshalber löschen oder panisch alle Beiträge ändern!
  • Persönlich kann ich mir nicht vorstellen, dass Buchverlage mit denen ich immer gut und zuverlässig zusammengearbeitet habe, mich abmahnen werden (das mag jetzt juristisch blauäugig wirken, aber ich bin Buchbloggerin und denke in Hobbydimensionen, bzw. einfach menschlich).
  • Ich werde keinesfalls Verlage mit Links/Fragen zu meinen privaten Rezensionen überschütten. Alles Wesentliche ist nun gesagt. Würde das jeder Buchblogger machen, könnten die Pressemitarbeiter der Verlage von jetzt an 24-Stunden-Schichten einplanen.
  • Seit ich mit Verlagen zusammenarbeite hat noch KEINER mir auf einer Beleglink geantwortet "Frau Metzger, das Cover, das Zitat, den Klappentext müssen sie aber rausnehmen!". Blankorezensionen sind ganz sicher nicht im Sinne des jeweiligen Verlags.
  • Ich verwende für meine Rezensionen nur Texte und Cover der Verlagsseiten, oftmals sind diese sogar extra als Pressedownload freigegeben.
  • Zitate werden von mir als solche hervorgehoben und mit Seitenangaben versehen.
  • Nach einiger Überlegung habe ich mich entschieden, Klappentexte zu meinen Rezensionen überwiegend selbst zu schreiben/zusammenzufassen. Es kann aber auch mal vorkommen, dass ich Verlagstexte verwende, ausschließen will ich das nicht. Natürlich versehe ich Rezensionen oder sonstige Beiträge mit einem Hinweis zur Quellenangabe bzw. mit einer Nennung des Rechteinhabers.
  • Alte Beiträge und Rezensionen ändere ich nicht. Ich habe auch keine Zeit ständig zu kontrollieren, ob ein Buchtitel noch lieferbar ist, und ich das Cover somit verwenden darf, oder nicht.
  • Meine Buchzitaterubrik bleibt. Einen Hinweis auf den Rechteinhaber habe ich bei jedem Zitatepost eingefügt.
  • Cover dürfen nicht in Ausschnitten oder verändert verwendet werden. Ich runde die Ecken der (vollständigen!) Buchcover und Bilder auf meinem Blog ab. Das gehört zum Style meines Blogs, und ich werde es nicht ändern.
  • Cover und Klappentexte dürfen, lt. Zitatrecht, nur im Zusammenhang einer Rezension verwendet werden, nicht für SuB-Posts, Neuzugänge-Posts, Ich-lese-Posts und ähnliches. Folglich dürfte ich wohl meine linke Sidebar mit visueller SuB-Darstellung der Cover (und auch in der Sidebar rechts "Ich lese/höre aktuell") nicht haben. Ich behalte sie trotzdem.  
  • Ich habe eine einzige Rezension verfasst, bei der ich Bilder aus dem Inneren des besprochenen Buches abfotografiert habe. Das darf man nicht!! Diese Rezension werde ich ändern und die Bilder entfernen.
 
Das reicht mir jetzt aber, mein Kopf raucht! Einige dieser Punkte beachte ich sowieso schon, auch vor der aktuellen Diskussion. Mir ist sehr wohl bewusst, dass ich mit manchen meiner persönlichen Entscheidungen nicht auf der rechtlich sicheren Seite stehe. Ich bin aber vollkommen davon überzeugt, dass ich mit meinen Blog-Posts, egal ober Rezension oder sonstigen Beiträgen im Sinne der betreffenden Buchverlage agiere.
 
Abschließend zu den Fragen der Überschrift: Wird das Buchbloggen zur Wissenschaft? Irgendwie schon, und ich gebe zu, dass auch ich zum Teil gefrustet bin. Ist das ganze Thema über Cover-, Klappentext- und Zitatrecht nur heiße Luft? Keinesfalls! Aber ich stehe auch zu meinen, nicht ganz rechtssicheren, Entscheidungen. Ich habe einen privaten (!) Buchblog, den ich nach bestem Wissen und Gewissen mit Beiträgen und Rezensionen fülle. Genau durch solche Themen gewinnt man den Eindruck Jura studieren zu müssen, um einen privaten (!) Blog zu betreiben. Das nimmt einem die Freunde am Bloggen - definitv!
 
Muss ich an dieser Stelle eigentlich ein © Copyright auf meinen Namen einfügen? :-)
 

Kommentare:

  1. Bin vollkommen deiner Meinung! Es ist zwar kein ganz unwichtiges Thema, aber es ist einfach extrem unwahrscheinlich, dass jetzt hunderte (!) Blogger von den Verlagen verklagt werden, weil wir für ihre Bücher (!) werben, in dem wir sie rezensieren und vorstellen. Diese Massenpanik ist irgendwie total überflüssig. ^^

    LG!
    Lydia

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  2. Ein super toller Artikel den ich mit meinem Namen sehr sehr gerne unterschreibe.. Natürlich mit Copyright .hihihi. Ich handhabe es auch in Zukunft so wie du.. Ich bin private leidenschaftliche Hobbybloggerin und verdiene damit kein Geld.. Die die abgemahnt wurden war übrigens kein einziger Buchblogger dabei :p .. Verstehe diesen ganzen Trubel gar nicht.. Wenn ich mal eine Abmahnung bekommen sollte leit ich die an meinen Anwalt weiter und wir werden sehen.. Gerade in dieser Internet Welt kann man wohl nie alles richtig machen ;) ich liebe meinen Blog und möcht ihn keinesfalls jz schliessen müssen weil mal wieder ein Thema in der Bloggerwelt zerrissen wird..

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  3. Die Diskussion geht mir auch so langsam auf meine (nicht vorhadenen) Eier. Jeder Blogger muss das Urheberrecht einhalten, das ich allgemein nachlesbar. Wenn er es nicht tut droht im eine Abmahnung. War schon immer so, nur das sich viele darüber nie einen Kopf gemacht haben, bis eben ein findiger Anwalt sich die Rechte an Bildern einer Prominenten Person gesichert hat und ein Blog genau jene Bilder veröffentliche musste... noch nicht mal ein Buchblog war.

    Leute haltet euch einfach an die Gesetzte, 99% der Verlage freuen sich wenn ihr ihre Cover verwendet (so wie es das Gesetzt vorsieht), leider ist es so das wenn der Verlag die Cover nicht mehr verbreitet die Rechte wieder zurück gehen an die Person die die Rechte darauf eigentlich besitzt...

    Ach ja, darf ich jetzt noch mehr das Thema Recht anstacheln? Warum gibt es die Diskussion nicht auch mit dem Impressum? Jeder der irgendwo einen Link in setzt muss auf seiner Seite ein Impressum haben... auch wenn der Link in Kommentaren vorkommt ;)

    Ich habe mir geschworen mich aus den Diskussionen raus zu halten... werde darüber aber auch noch mal bald meinen Senf abgeben...

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  4. Hoi Damaris

    Mir geht es da wie dir . . . ich ändere eigentlich auch nichts . . . wirklich extrem, wie dieses Thema wie ein Aufschrei durch die Bloggerwelt geht . . . vor kurzem habe ich noch gedacht, es hätte sich ein wenig gelegt, doch nun ist es noch stärker aufgebauscht und von viel Unsicherheit und viel Arbeit (Listen & Co.) genährt erneut in den Vordergrund getreten. Ich kann dir auch nicht sagen, welcher Buchblog da abgemahnt wurde. Ich habe ganz am Anfang nur gehört, dass es sich nicht um einen Buchblog handle und es um Bilder eines Künstlers gehe, die ungefragt benutzt werden.
    Da ich auch "nur" Cover und Kurzbeschreibungen der Verlage nutze, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass ich Probleme bekomme. Und als ich mit meinen Bildcollagen zu den Rezensionen begonnen habe, habe ich nachgefragt, ob das ok sei. Ich habe immer sehr positive Rückmeldungen dazu erhalten.
    Was ich persönlich aber ein bisschen gefährlich finde, sind all die Bilder, die einige Blogs wohl einfach bei google suchen und dann in ihre Beiträge einfügen. Da kann ich mir gut vorstellen, dass einmal etwas kommt . . . aber auch da frage ich mich, ob wir kleinen Blogs interessant sind. Da gibt es bestimmt grössere und interessantere Fische . . .

    lG Favola

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  5. Herrlich, einfach nur herrlich. Ich liebe dein Statement und unterschreibe sofort. Wenn ich darf, nicht dass du mich dann abmahnst ;)

    Ne, wirklich. Ich sehe das ganz genauso. Ich finde den Link auch sehr gut und der Text dort sagt alles. Ich habe bei meinen Rezis auch die Quelle der Link und Klappentexte angegeben. Meine Leseposts, bekommen noch einen Quellelink. Auch wenn man Lesebeiträge oder Sub-Zuwachs Post nicht mit Bild und Text posten 'sollte' werde ich meine Neuzugänge auch weiterhin als Foto zeigen und auch die Lesebeiträge bleiben erhalten mit Cover und Text. Gleiched gilt für die Sidebar. :D
    Nur meine Wunschliste überarbeite ich, dort nehme ich die Bilder und Texte raus und setzte stattdessen einen Link zu Amazon und Angaben ob Taschenbuch, HC, Seitenanzahl und Veröffentlichung.

    Ich finde auch ein privater Blog sollte Spaß machen dürfen und nicht von denen geführt werden, die Jura studieren. Wenn jemand etwas dagegen hat, dass ein Bild oder Text in der Form genutzt wird, reicht es auch den Blogger zu informieren, das zu entfernen. Ich denke kein Blogger würde sich da krumm stellen.
    Insofern werde auch ich weiterhin bestimmte Beiträge so lassen wie bisher und darauf vertrauen, dass sich keiner um kleine Fische, die die nur etwas 'Gutes' wollen, kümmert.
    Den Blog löschen kommt auf jeden Fall gar nicht in die Tüte! :D

    LG
    Lilly

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  6. Danke für diesen tollen Artikel! Ich bin vollkommen deiner Meinung und werde meinen Blog auch nicht komplett umkrempeln oder gar löschen, nur weil es wegen dem ewigen Copyrightproblem mal wieder Panikmache gibt. Die Cover verwende ich wie gehabt und die Inhaltsangaben verfasse ich von nun an entweder selbst oder gebe die entsprechende Quelle an.

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  7. ganz toll geschrieben,auch wenn ich noch nicht alles lesen konnte..
    ich fange ja gerade erst an zu bloggen, unter Anderem über Bücher..aber wenn ich verlinke..mache ich das momentan auch zumeist zu den Verlagsseiten..und da kann ich dir nur zustimme..dort findet man oft für die Presse freigegebenes, das sollte man nehmen..
    lg aki

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  8. Ich hatte vorhin schon alles geschrieben und mein Handy wollte nicht posten :-(

    Ich bin ganz deiner Meinung: Ich habe mich so weit wie möglich an den Rechten orientiert, aber manche Sachen werde ich auch einfach beibehalten:

    Geändert habe ich:
    -in Rezensionen nicht nur auf die Verlagsseite zu verlinken sondern auch "Bildquelle" dazuzuschreiben
    -die Fortsetzung einer Buchserie, von der wir ein Exemplar rezensiert haben, wird jetzt nicht mehr von den Coverfotos begleitet :-(
    -auch die wenigen anderweitig "entliehenen" Coverabbildungen wurden durch die Cover der Verlagsseite ersetzt

    Nicht ändern werde ich:
    -Neuzugänge werden weiterhin ein Foto des Buches enthalten
    -meine Rezensionsübersicht "nach Cover" wird weiterhin beibehalten, weil ich unsere Rezensionen eben auf diesem Wege suche
    -Monatsstatistiken werden weiterhin die Cover enthalten

    Ich halte es wie du und denke, dass - wenn einer wirklich danach sucht - egal auf welcher noch so "abgesicherten" Seite etwas finden kann.

    So, genug aufgeregt und Ende! :-)

    Ganz liebe Grüße

    Steffi

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  9. Wie gut, dass diese Diskussion bis gestern vollkommen an mir vorbei gegangen ist - ich habe auch keine Ahnung von der anderen Diskussion, auf die du Bezug genommen hast - und ich mich auch jetzt nicht weiter damit beschäftigen werde/muss.

    In den meisten Punkten kann ich dir nur zustimmen und da noch kein einziger Verlag je von mir gewollt hätte, dass ich Cover entferne, werde ich ebenfalls nichts ändern. Abgesehen davon kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Verlag, der von unser aller Werbung profitiert, einem Buchblogger sofort mit einer Abmahnung kommt anstatt erst einmal einfach um Löschung eines Bildes oder Textes zu bitten, schließlich verursacht alles andere nur unnötige Kosten.

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  10. Ich hatte ja das Glück auf der Buchmesse eine Verlagsführung mitzumachen und dort zu erfahren was Verlage davon halten und sie tun mir gerade leid. Sie werden überschwemmt mit Emails anstatt das erstmal gegoogelt wird (zum Beispiel)
    Ich weiß das die Verlage nichts dagegen haben wenn man Cover veröffentlicht und ich werde das auch weiterhin. Mir ist kein Blog bekannt (kein Bücherblog richtiger gesagt) der abgemahnt wurde. Ich glaube um den Blog den es ging der hatte Promifotos drauf. Also ich finde die ganze Diskussion sehr überspitzt und werde weiter so machen wie bisher.


    LG Natalie

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  11. Von dieser Sache habe ich in einigen panischen Aufrufen gehört, die vor Abmahnungen warnen und von der Bilderverwendung abraten... dann haben einige alle Bücher fotografiert, was ja an sich nicht erlaubt ist ^^

    Was viel wichtiger ist, und das habe ich dir auch bei FB geschrieben: Es ging nicht um Cover, sondern um Fotografien einer Agentur. Und da wurde zu Unrecht abgemahnt, weil zwei Blogs die Rechte ganz ordnungsgemäß hatten oder sogar das Einverständnis des Künstlers. Schriftlich!

    Bücherblogs sind wegen Covern oÄ nicht betroffen. In der Diskussion von Lovelybooks hat jemand geschrieben, dass ein Verlag wohl kaum wegen kostenloser Werbung noch Geld verlangt, weil der Klappentext nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet wurde.

    Die meisten Verlage geben ja sehr positive Rückmeldungen ab, dass sie sehr wohl die Arbeit der Blogger zu schätzen wissen und dass wir uns weniger Sorgen machen sollen und überhaupt :)

    Da wir ja fast alle unsere Rezensionen an die Verlage schicken und die wohl eigenmächtig genug sind, unsere Blogs mal anzuschauen, kann doch nichts dran auszusetzen sein... sonst hätte ja schon jemand was gesagt!

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  12. Ui, das scheint ja wirklich ein heikles Thema zu sein. Wir hatten bisher auch keine Probleme. Haben anhand der Diskusion, die schon leicht im Raum schwebte uns dennoch Gedanken gemacht. Zum Glück halten wir uns schon zum großen Teil an die "Vorschriften" indem wir die Buchinfos, Bild-Textquelle etc. angeben. Aber z.B mit den Zitaten, die wir ja meist getrennt aufgezeigt haben, ist jetzt erst mal Schluss. Gleichermaßen haben wir uns entschlossen, wie du auch, unsere Inhaltsangaben zum großen Teil selbst zu schreiben. Puh ich kann es nicht anders sagen, aber irgenwie beansprucht das bloggen für einen Rezi-Beitrag dadurch recht gut Zeit. Naja, zu den Texten ist zu sagen, dass ich dabei bleiben werde meine offene Meinung kund zu tun. Solange es nicht unter die Gürtelliene geht (leicht sarkastisch, ich kann manchmal nicht anders), wenn es etwas negatives zu sagen gibt, das werde ich definitiv beibehalten. Erscheinen die Rezis bei Amazon, Blogg dein Buch etc. sagt ja auch keiner was. Meine Rezi dem Verlag vom Verlag daher vorab absegnen lassen? Nö, wo kommen wir denn da bitte hin + der Verlag. Das scheint auch mir recht übertrieben.Im ganzen ist es schon recht ernüchternd, wenn man nun ständig auf der Hut sein muss, abgemahnt zu werden. Ja es wird langsam zur Wissenschaft, die nicht immer unbedingt Wissen schaft.

    Wie du, schweigen wir und genießen noch die Nachwirkungen der Buchmesse. Deinen Entschluss zum Thema facebook Post etc. (Bsp. groß gegen klein) finde ich ganz toll. Das braucht keiner.
    So nun machen wir uns nicht verrückt und bloggen mit Spaß und Freude weiter...
    LG + Küssi r+l + Knuddel

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  13. Die Diskussion ist mir natürlich auch zu Ohren gekommen, hauptsächlich über Twitter, und ich finde es genauso unsinnig wie Du. Ich werde nichts ändern an meinem Blog, denn bisher hat sich noch kein Verlag beschwert, und die meisten Blogger, so wie auch ich, arbeiten ja nun wirklich sehr eng zusammen mit den Verlagen und Pressemitarbeitern. Wie die anderen schon vor mir sagten: Wir profitieren voneinander, die Verlage von unserer Werbung, wir davon, dass wir immer Infos aus erster Hand haben, dass wir Rezensionsexemplare bekommen etc. Ich denke, hinter diesem Chaos stecken einige weniger übervorsichtige Blogger, die das ganze zu ernst nehmen und aus einer Mücke einen Elefanten machen. Das Urheberrecht ist ohne Frage ein wichtiges Problem in einigen Bereichen, allerdings gehören Buchblogs meiner Meinung nach nicht dazu. (Ich will gar nicht erst davon anfangen, was man als Lehrer so alles beachten muss! Wenn alle Lehrer sich wirklich rechtlich einwandfrei an das Urheberrecht halten, würden Schüler nur noch ein Lehrbuch bekommen, darin lesen, und das war's. Besonders Filme und Bilder, Cartoons oder Arbeitsblätter gäb's dann kaum mehr, geschweige denn das Internet. So viel dazu, dass wir medial abwechslungsreich unterrichten MÜSSEN. Aber das ist ein anderes Thema. ^^)

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  14. Dem kann man nichts mehr hinzufügen. :) Sehr gut geschrieben und einfach nur wahr.
    Grüße, Petzi

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  15. Also ich denke über dieses Thema braucht man gar nicht mehr viel zu sagen, denn das wurde ja nun schon zu Genüge auseinandergenommen, in allen möglichen Foren + Blogs. Letztendlich ist auch ein(e) Blog/Website öffentlich (auch mit privatem Inhalt) und da muss man sich schon an gewisse Vorgaben/Regeln halten. Man kann es sicherlich aber übertreiben, da gebe ich dir vollkommen Recht! Den Beitrag von Jürgen fand ich da sehr informativ und hilfreich. Doch wie das so ist, mit dem Öl ins Feuer gießen, das verunsichert natürlich, dabei gibt es das Urheberrecht ja nicht erst seit gestern.

    Wo ich mir dann eher Gedanken machen würde, wie Favola schon anmerkte, ist, dass fremde Fotos/Bilder (ob von deviantArt oder anderen Plattformen) auch gerne verwendet werden – ob auf Blogs oder bei Facebook. Denn sie gehören, wie in unserem Fall die Rezensionen, den Fotografen, die sich wohl auch als Künstler + Urheber sehen und somit ihre Arbeit wohl auch nicht weit verbreitet sehen möchten, zumindest nicht ohne deren wissendes Einverständnis. Ich denke, in diesen Punkten könnte man schon eher in Schwierigkeiten geraten. In einem internen Schreibforum hatten wir zumindest schon einmal solch eine Diskussion, da es schon vorkam das Hobbyfotografen/-autoren ihre Bilder/Texte an anderer Stelle wiederfanden.

    Bussi, Reni

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  16. Ich habe bei meinen Recherechen auch keinen einzigen Blog gefunden,der irgendwelche Probleme wegen Cover oder Klappentexte mit den Verlagen hat oder hatte.
    Der Grund bzw. Start des ganzen (unnötigen) Theaters war ein Streit um Bild(nutzungs)rechte, der aber nichts mit Büchern zu tun hatte:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/blogger-agentur-zieht-abmahnung-zurueck-a-861772.html

    Hier sieht man schön, was passiert, wenn solche Nachrichten falsch verstanden werden und gleich zur großen Blogger-Panik ausartet *grins*

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  17. Ihr Lieben alle! DANKE für eure Rückmeldung, ich verstehe jeden von euch!! Die verunsicherten Blogger, sowie die vom Thema genervten Blogger. Ich freue mich besonders darüber, dass so viele mit mir einer Meinung sind. Danke, dass ihr eure Erfahrungen, bzw. dass was ihr jetzt ändern (oder auch nicht ändern) wollt, mit mir hier teilt oder mir einfach Info gebt.
    Seit diesem Post wird mir von allen Seiten zugetragen, dass das ganze (unnötige!) Thema gar nicht mit Buchbloggern (bzw. der Covernutzung) begann. Siehe Kommentar von Kerstin. Das hat sich alles daraus entwickelt. Jetzt haben die ganzen Verlage, die mit Massenmails eingedeckt wurden, erst recht mein Mitleid!! Unnötige Aufbauscherei. Die verlinkte Zusammenfassung von fictionfantasy/Eglseer kann ich trotzdem allen empfehlen, die unsicher sind und das Urheberrecht ernst nehmen wollen.

    @Christina/Pudelmütze, um das Thema Impressum ging es in Diskussionen auch schon oft. Blogger brauchen eines, mit Anschrift! Ich weiß das, und sträube mich trotzdem noch, meine Adresse zu veröffentlichen, darum ist mein Impressum (noch) ohne, aber bald bin ich soweit - ich spüre das :-)

    @Steffi/his & her books, upsi? Keine Serien-Coverbilder mehr bei Serienrezensionen? Habe ich auch noch ... und äh, finde ich so schön als Überblick und wollte ich auch nicht ändern :-/

    @Natalie, schön das von dir zu hören, was die Verlage live davon halten. Mir tun sie auch sehr leid, weil das Ganze unnötig aufgebauscht wurde.

    @Julia, *loool* wie sweet! Danke für die Verbeugung vor diesem Post :-) Ich hoffe, du hast die Bildnutzungsrechte dafür, hihihihi...

    @Kerstin, DANKE für die Info, wie das ganze anfing. Unglaublich! Ich sag ja Blogger-Panik ...

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  18. Huhu,

    mich nervt das Thema ehrlich gesagt nur noch. Und es hat mir einen weiteren Grund gegeben, meinen Blog zu schließen (war aus zeitlichen und persönlichen Gründen eh geplant).

    Ich erinnere mich an die Zeiten, wo es hier überall noch einfacher war und es nicht jeden Monat irgendeinen Aufreger gab. Beginnend bei Bloggern die nur wegen den Reziexemplaren schreiben, über Hass-Emails, Bettlern bei der Frankfurter Buchmesse, bis hin zu diesem Urheberrechtsdebakel. Und und und und... So macht es keinen Spaß mehr!

    Ich finde es aber schön, dass du das Thema so mit Humor nimmst :-). Ich glaube, da bist du wirklich eine große Ausnahme!

    Gruß
    Nadine

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  19. @ Damaris, komme erst heute dazu, meinen Senf dazu zu schreiben. Dein Post sagt alles aus und dem ist nichts hinzuzufügen. Ich werde so gut wie nichts verändern, meine Buchzitate liegen erst einmal auf Entwurf, weil da muss ich noch ein klitzekleines bißchen was ändern *grins*** Tja, so kann das kommen, da wird aus einem kleinen Staubkorn eine riesige Wolke.
    Liebe Grüße :-) Hanne
    Respekt - der Post ist echt toll - ich muss es einfach noch mal schreiben. War die ganzen Tage immer am überlegen, schreib ich was oder nicht, aber ich denke, hiermit ist alles gesagt

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  20. Ein toller Beitrag und ich habe von dieser Welle erst einmal nichts mitbekommen. Auf einmal jedoch überrollte mich eine Welle der E-mails und ich bekam von Verlagshäusern die ich kannte, sowie von Verlagshäusern die ich überhaupt noch nicht kannte seeeeehr informative News (oder auch von einem Verlag nur den Satz "sehen wir alles sehr relaxt, machen sie das wie bisher") zum Thema Bildrechte usw. Ich für meinen Teil nehme da nicht wirklich viel mit, weil ich bisher eh alles so gemacht habe wie die Verlage es wollen und auch das Abrunden von Ecken oder Rahmensetzen tollerieren eigentlich alle Verlage, sonst hätten sie sich ja schon längst beschweren können. Sie bekommen ja auch die Links zu den Posts und sehen was man mit ihren Klappentexten, Bildern und Co macht.
    In jeder E-mail stand das Selbe: Verlinke, vermerke den Verlag, hab Spaß am Bloggen....!!!

    Ich weiß nicht wieso dieses Thema, was nicht neu ist sondern schon bei Lovelybooks und auch auf Facebook und.... balablabla zu tode diskutiert wurde schon wieder auftaucht. Jeder Verlag schrieb mir, dass sie niemals abmahnen sondern nur darauf hinweisen und bitten Links zu setzen, was auch in meinen Augen selbstverständlich ist.

    Wie gesagt, dein Post ist toll, den sollten sich vorallem die neuen Blogger unter uns ganz genau durchlesen und wenn man mich nicht angeschrieben hätte, wüsste ich von dem allem hier nichts...

    Toller, toller Post, ich hätte für sowas momentan keine Zeit - also Respekt !!!

    Liebe Grüße Jessi

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  21. Sehr guter Post zu einem Thema, das mich gerade auch total annervt!! Ich finde aber, dass du eigentlich ein gutes Schlusswort für die ganze Diskussion gefunden hast und bitte, bitte, lass dir nicht den Spaß am bloggen verderben. Ich mag deinen Blog und deine Rezis doch sooo sehr.
    Also schön zu hören, dass alles so bleibt wie es ist :)

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  22. @Nadine, huch, du willst deinen Blog wirklich schließen?? Dieses Urheberrechtsthema sollte aber bitte nicht der Grund dafür sein!! Sollte persönliche Gründe zu deiner Entscheidung geführt haben, verstehe ich dir voll und ganz. Das Thema nehme ich nicht komplett humorvoll, aber ich versuchs :-)

    @Hanne, danke und schön, dass du das auch so siehst. Viele denken vielleicht, wir sind blauäugig, wenn wir nicht davon ausgehen, von Verlagen eine Abmahnung zu bekommen. Aber ich glaub das einfach nicht. Dazu sind unsere Beiträge einfach zuviel Werbung für ein Buch. Wir machen das schon richtig so.

    @Jessi, ich hab gerade auch wenig Zeit, aber ich habe lieber hier allen meine Meinung dazu mittgeteilt und lass den Messebericht sein.
    Meine Erfahung ist auch, dass die Verlage hinter den Blogger stehen und ich werde mich nicht dazu hinreißen lassen, hier jetzt alles zu ändern oder Cover und Klappentexte zu löschen. Ich achte auf eine korrekte Quellenangabe und das wars. Danke, dass du das auch so siehst!! :-)

    @Nanni, neeeiiin, der Spaß am Bloggen soll bleiben! Solche Themen (es kommt ja ständig ein neuer Aufreger) laugen nur sehr aus und man ich schon ein stückweit verunsichert, was das jetzt für den eigenen Blog heißt. Aber ich hab mir meine Gedanken gemacht und denke, dass ich damit gut fahre. Wir posten ja keine Bilder von Celebritys usw. Das kann nämlich schnell mal zu einer Abmahnung führen. Also, alles gut :-)

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