Samstag, 31. Dezember 2011

Buchzugänge vs. Buchabgänge im Dezember 2011 + Jahresstatistik '11

Im Dezember gab's viele neue Bücher, bei gleichzeitig relativ wenig gelesenen. Irgendwie kam mir Weihnachten dazwischen (genau! Weihnachten ist Schuld an den vielen Zugängen und wenigen Abgängen!). Auch egal. Mein SuB ist so hoch wie nie, meine Motivation für 2012 auch. Also was soll's?!
Wie immer gab es viel zu verlockende Angebote bei Tauschticket, überraschend-herzige Bücherpost von lieben Bloggerfreundinnen und natürlich auch Büchergutscheine, die eingelöst werden wollten. Hier nun das Dezemberergebnis mit anschließender Kurz-Jahresstatistik '11.



Zugänge Dezember 2011 - 16 Bücher

01. O'brien, Caragh - Die Stadt der verschwundenen Kinder
02. Bennemann, Markus - Phantom: Gefahr aus der Tiefe
03. Klein, Rachel - The Moth Diaries: Die Sehnsucht der Falter
04. Marillier, Juliet - Die Tochter der Wälder (DANKE Anja!!)
05. Fitzpatrick, Becca - Silence (engl.)
06. Gläser, Mechthild - Stadt aus Trug und Schatten
07. Shaw, Ali - Das Mädchen mit den gläsernen Füßen
08. Forman, Gayle - Lovesong
09. Roth, Veronica - Die Bestimmung
10. Spencer, Kristy u. Tabita Lee - Dark Angels Summer: Das Versprechen
11. Schroeder, Lisa - In Liebe, Brooklyn
12. Wasserman, Robin - Skinned
13. Wasserman, Robin - Crashed
14. Wasserman, Robin - Wired
15. Cashore, Kristin - Die Beschenkte (DANKE Reni!!)
16. Ward, J.R. - Black Dagger 04: Bruderkrieg


Abgänge Dezember 2011 - 8 Bücher

01. Clare, Cassandrea - City of Fallen Angles (immer noch *schnief*!)
07. McFadyen, Cody - Der Todeskünstler
08. Schroeder, Lisa - In Liebe, Brooklyn

alter Bücherstapel November: 25
neuer Bücherstapel Dezember: 34


gelesene Bücher 2011: 99
abgebrochene Bücher 2011: 2
gelesenen Seiten: keine Ahnung! ca. 40000 bei ca. 400 Seiten pro Buch??

Ich lese aktuell: "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" von Ali Shaw

Mein aktuelles Buch gehört, ohne Übertreibung, zu den schönsten Bücher, die ich bisher in der Hand hatte. Das Cover an sich ist schon schön. Etwas ganz Besonderes ist aber der Silberschnitt, der das komplette Buch umgibt. Man kann ihn vielleicht mit einer wertvollen Goldschnitt-Bibel vergleichen, nur eben in Silber. Das Silber ist so glitzerig, dass es beim Darüberstreichen leicht auf die Finger abfärbt. Hach, schön! Leider kommt es auf den Fotos einfach nicht so toll rüber.
An "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" habe ich traurig-schöne Erwartungen. Der Klappentext klingt mal so.

"Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" von Ali Shaw

Seltsame Dinge gehen auf St. Hauda´s Land vor: Eigentümliche geflügelte Kreaturen schwirren umher, in schneebedeckten Wäldern versteckt sich ein Tier, das mit seinem Blick alles in Weiß verwandelt, im Meer sind wundersame Feuerwerke zu beobachten … und Ida Maclaird verwandelt sich langsam, von den Füßen aufwärts, zu Glas.
Nun kehrt sie an den Ort zurück, wo alles begann, in der Hoffnung, hier Hilfe zu finden. Doch stattdessen findet sie die große Liebe: Mit ihrer traurigen und trotzigen Art schafft Ida es, die Knoten in Midas‘ Herzen zu lösen. Gemeinsam versuchen sie nun, das Glas aufzuhalten.
(Text- und Bildquelle: scipt5 und Damaris)

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Rezension zu "Ashes: Brennendes Herz" von Ilsa J. Bick



Verlag: INK (August 2011)
Originaltitel: Ashes
Übersetzer: Kollektiv Druck-Reif
Reihe: Band 1/4, ab ca. 14-17 J.
Ausführung: Hardcover/SU, 502 S.
ISBN: 978-3863960056
19,99 € [D]

Genre: Endzeitroman


Klappentext
Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden. (Text- und Bildquelle: Egmont INK)

Über die Autorin
Ilsa J. Bick ist Kinder- und Jugendpsychiaterin und ehemalige Air-Force-Majorin, widmet sich mittlerweile aber ganz ihrem Autorinnendasein. Am liebsten schreibt sie Jugendbücher und Kurzgeschichten, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. "Ashes: Brennendes Herz" ist der Beginn einer Trilogie.

Rezension

Der erste Satz: "Wo bist du?", wollte Tante Hannah wissen, kaum das Alex auf die Sprechtaste gedrückt hatte.

Alex ist schwer krank. Vor zwei Jahren haben die Ärzte einen Gehirntumor bei ihr festgestellt. Trotz Chemotherapie und Bestrahlung hat sich das Monster, wie Alex den Tumor nennt, nicht zurückgezogen. Nun hat Alex genug. Sie weiß, dass ihr Leben früh enden wird. Sie möchte keine weitere Bestrahlung, keine Chemo-Therapie und die damit verbundene Übelkeit, keine Hausaufgaben im Bett. Sie trifft die Entscheidung, ihr Schicksal und das unausweichliche Ende so anzunehmen, wie es ist. Davor möchte sie aber noch mit sich selbst ins Reine kommen und ein paar schmerzliche Erinnerungen verarbeiten. Dazu macht sie alleine eine Wanderung in einem großen Naturschutzgebiet.
Doch sie kommt nicht weit, als um sie die Erde und Tierwelt verrückt spielt. Auch Alex wird blutend zu Boden geworfen. Ab jetzt ist nichts mehr, wie es vorher war. Alex findet sich in einer ganz neuen Lebenssituation wieder, die Welt, wie sie sie kannte, gibt es nicht mehr. Der Kampf ums tägliche Überleben ist jetzt unausweichlich.

Gab es da nicht diese Geschichten von Menschen, die gerade lange genug aus dem Koma erwachten, um sie zu verabschieden? Als ob das Gehirn am Ende noch einmal alle Kraft zusammennehmen und sie ein letztes Mal den ganzen Körper durchströmen lassen würde, ehe es schließlich losließ? - S. 60

Die meisten (Jugend)-Dystopien werfen den Leser von Anfang an in eine Anti-Welt hinein. Welche Vorfälle dazu geführt haben, erfährt man dann oft im Verlauf der Geschichte, in der das gegenwärtige Leben schon lange nicht mehr existiert. Die Menschen leben mit den neuen Umständen meist mehr schlecht als recht, werden zudem oft noch diktatorisch unterdrückt.
Hier unterscheidet sich "Ashes: Brennendes Herz", denn als Leser erlebt man den Fall der modernen Welt live mit. Alex kommt aus der heutigen Zeit. Nachdem die Erde um sie herum verrückt spielt, findet sie sich in einer neuen Situation wieder. Den Grund dafür kann man anfangs nur vermuten. Eine direkte Antwort erhält man in der Geschichte.
So fühlt man sich als Leser mitten im Geschehen, und da man nicht weiß, was wirklich passiert ist, muss man sich genauso orientieren, wie Alex selbst. Eine unglaublich spannendes und nervenaufreibendes Leseerlebnis!
Die Sprache, im personalen Erzählstil, ist einfach verständlich und tadellos. Sie hat an vielen Stellen Gänsehautpotenzial. Das wird noch durch die kurzen und eingänglichen Kapitel unterstützt. Überwiegend befindet sich am Kapitelende ein Cliffhangersatz, der das Weiterlesen fast schon zu einem Zwang werden lässt. Dadurch möchte man das Buch kaum aus der Hand legen.

Entgegen dem, was der Klappentext vermuten lässt, ist das Buch keine typische Liebesgeschichte und kommt komplett ohne Gefühlsduseleien und Kitsch aus. Am Ende möchte man behaupten, dass die Lovestory höchstens 10% der Geschichte einnimmt. Und das ist auch plausibel. Kaum hat man den männlichen Hauptprotagonisten Tom besser kennengelernt, nimmt die Geschichte eine komplett andere Wendung. Tom als Person bleibt so (noch) etwas im Dunklen und spielt (noch) eine untergeordnete Rolle.
Das Augenmerk der Geschichte liegt voll auf Alex. Ihre Gefühle, ihre Sorgen und ihr Überlebenskampf stehen im Vordergrund. Das gelingt der Autorin so wunderbar, dass Alex schon nach wenigen Seiten zur verdienten Heldin der Geschichte wird. Obwohl Frau Bick sehr sensibel mit Alex' Gefühlen umgeht, verliert sie sich nie in ihrer Angst, sondern wirkt in der Geschichte sehr stark. Dadurch kommt sie echt und greifbar beim Leser an.

Bei aller Sympathie für Alex und ausgeprägter Begeisterung, bei nicht wenigen Gänsehautszenen, muss man wissen, dass die Geschichte schonungslos brutal ist. Hier beschränkt sich die Autorin nicht auf die sowieso schon gefährliche Neue-Welt-Situation, sondern lässt viel und gerne Blut fließen. Dem Leser werden nicht nur blutige Unfallszenen, körperliche Gewalt und anschauliche Verletzungen "serviert" (ich bitte den Ausdruck zu entschuldigen!). Nein, der Gipfel sind sehr real wirkende Zombie-Kannibalismus-Szenen an Mensch und Tier. Hier könnte man die Kritik äußern, ob das für ein Jugendbuch nicht schon grenzwertig brutal ist. Fakt ist, es passt zur spannenden Geschichte, aber Leser müssen wissen, worauf sie sich einlassen. Sonst sind "böse Überraschungen" unausweichlich.

Aufmerksame Leser könnten kritisieren, dass die Hintergrundinformationen zur Katastrophe etwas ausführlicher sein könnten. Zuerst werden seitens Alex und Tom nur Vermutungen angestellt, was mit der Welt passiert ist. Später werden diese Vermutungen durch Erzählungen von Überlebenden gestützt und ergänzt. Mit diesen Aussagen, bzw. Zusammenreimungen muss man leben, nähere Informationen zum Unglück erhält man nicht.
Kleine Logiklöcher sollen angesichts des gigantischen Leseerlebnisses nicht bemängelt werden. So denkt Alex z.B. anfangs an die letzte Chemo-Behandlung von drei Wochen, bei der ihr alle Haare ausfielen (die mittlerweile aber schon wieder nachwachsen). Warum flicht sie sich ca. 10 Wochen nach der Chemotherapie ihre Haare zu einem langen Zopf? Das dürfte bei ungefähr 3 cm kurzen Haaren etwas schwierig werden. Sei's drum!

Der Schluss des Buches ist kein offensichtliches Ende, vielmehr eine Unterbrechung der laufenden Geschichte. Und dies an einer so spannenden Stelle, dass man dem ständigen Lesfluss unmittelbar entrissen wird. Man kann nicht anders, als sich den Nachfolgeband (engl. "Shadows", ET 2012) dick in die Merkliste zu schreiben.

Persönliches Fazit
Das Buch liest sich, wie aus einem Guss und ich schwankte ständig zwischen Faszination und gefühltem Entsetzen. Kleine Kritikpunkte werden nichtig, denn eine authentische Protagonistin, sowie eine greifbare Spannung brennen einem die Geschichte mitten ins Herz.
Wenn auch Asche den dystopischen Himmel bei "Ashes: Brennendes Herz" bedeckt, so ist Ilsa J. Bick doch ein glänzender Roman gelungen, der aus der Menge an YA-Dystopien eindeutig hervorsticht. Mein eigenes Herz ist entflammt und brennt weiter, bis ich den Nachfolgeband in den Händen halte. 5 glühende Sterne!


Aufmachung: 4 / 5
Handlung: 4,5 / 5
Charaktere: 4,5 / 5
Lesespaß: 5 / 5
Preis/Leistung: 4,5 / 5

© Damaris Metzger, damarisliest.de



Reiheninfo Ashes-Tetralogie

1. Ashes: Brennendes Herz

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Ich lese aktuell: "In Liebe, Brooklyn" von Lisa Schroeder

Heute bin ich mal eben schnell zu meiner ortsansässigen Buchhandlung geflitzt und hab mir von einem Büchergutschein die "Skinned"-Trilogie von Robin Wassermann bestellt.
Da durfte eine Stöberung durch den Laden nicht ausbleiben, und so wanderte auch noch "In Liebe, Brooklyn" in meine Tasche (natürlich habe ich bezahlt!) Das Büchlein ist kleiner als eine Postkarte und einfach so hübsch-süß, dass ich es jetzt gleich, neben meinem aktuellen Triller "Der Todeskünstler", lesen möchte.

"In Liebe, Brooklyn" von Lisa Schroeder

Lieber Lucca,

ich vermisse dich.
Ich vermisse deine Augen und
die Liebe darin.
Ich vermisse deine Arme um mich.
Ich vermisse, wie geborgen
ich mich gefühlt habe bei dir.
Ich vermisse dich, Lucca.
Ich werde dich vermissen,
mein Leben lang.

In Liebe,
Brooklyn

Eine ergreifende und dramatische Liebesgeschichte mit Sogwirkung, fesselnd und einfühlsam geschrieben. Durch die freie Versform schafft es die Autorin, die Emotionalität der Geschichte noch zu verstärken. (Text- und Bildquelle: Loewe Verlag)

Dienstag, 27. Dezember 2011

High Five - 5 Sätze/5 Adjektive zu "Unsterblich verliebt" von Gena Showalter



Mira TB (Juni 2011), Band 1,
Taschenbuch, 352 Seiten,
9,95 € [D]


Wie die meisten Teenager hat auch Aden Stone Freunde. Nur dass es bei ihm vier menschliche Seelen sind, die in ihm wohnen, unablässig an ihm zerren und zudem über magische Fähigkeiten verfügen: Eve kann in die Vergangenheit zurückversetzen; Julian erweckt Tote zum Leben. Caleb verkörpert den Zorn, und Elijah kann in die Zukunft schauen. Alles, was Aden sich wünscht, ist Frieden. Den verspürt er zum ersten Mal in der Gegenwart der 16jährigen Mary Ann, denn sie bringt die Stimmen in ihm zum Schweigen. Die ungleichen Freunde werden bald durch den attraktiven Werwolf Riley ergänzt, der Mary Ann für sich beansprucht. Und von der Vampirprinzessin Victoria, in die Aden sich Hals über Kopf verliebt. Nichts ist wirklich normal bei den ungleichen Liebespaaren. Und auch nicht erlaubt. Dennoch gehen die vier durch dick und dünn. Gemeinsam nehmen sie den Kampf mit den dunklen Mächten auf, die ihre Heimat, Crossroads, zu erobern suchen. (Bild- und Textquelle: Mira Taschenbuch)


Bei diesem Buch fehlen mir etwas die Worte und Ideen, den Inhalt zu beschreiben. Darum lasse ich heute einfach 5 Mal das Buch zu Wort kommen und übe mich als 1-Satz-Kommentator :-)


5 zusammenfassende Sätze zum Buch

  1. Mühsam konzentrierte sich Aden. Ein paar Meter vor ihm schwankte der Grabstein heftig vor und zurück, bis er schließlich umkippte und zerbrach ... während sich eine widerlich graue Hand nach oben wühlte. Goldenes Sonnenlicht fiel auf nässende Haut, die verwesenden Muskeln ... selbst auf die Würmer, die zwischen den aufgedunsenen Fingerknöcheln herumkrochen. Ein Frischer. Na toll. S. 10 --- Das finde ich allerdings wirklich toll; ein spannender und gruseliger Start (mit Friedhof und Zombiekampf) - warum konnte die Geschichte nicht so weitergehen?
  2. Eines Tages würde Victoria ihn beißen. Vom ihm trinken. ... Konnte er das verhindern? Wollte er es verhindern? Victoria war ihm als Teil seines Lebens beinahe so wichtig wie die Luft zum Atmen. S. 103 --- Ja, ist klar! Da hat der fesche Aiden die (überaus) schöne Vampirprinzessin Victoria gerade 1 Mal live gesehen (okay, auch noch in ein paar Träumen) und schon ist sie ihm so wichtig wie die Luft zum Atmen. - GÄHN!
  3. Die Badezimmertür öffnete sich knarrend. ... dann lehnte ein Junge an der Wand gegenüber und starrte sie an. Als erster Gedanke schoss ihr durch den Kopf, dass sie ihn noch nie gesehen hatte. Und dann: mein Gott! S. 169 --- Göttliche Fügung war es wohl, dass alle Protas dieser Geschichte schön sind; unglaublich schön, verführerisch schön, niedlich schön, beeindruckend schön, nicht im klassischen Sinne schön (aber eben doch schön!). - Schön? Nein!
  4. In den letzten Wochen hatte sie von so vielen Dingen erfahren, von Werwölfen, Vampiren, Hexen und Elfen, menschenfressenden Kobolden und Dämonen direkt aus der Hölle... S. 292 --- Nicht zu vergessen die Zombies, Geister, Seelen und Engel, denn viel hilft wohl viel - leider nicht der Spannung! Bleibt noch zu erwähnen, dass 50% dieser Fantasygestalten nie zum Zuge kommen, sondern nur in 1-3 Sätzen erwähnt werden. - GÄHN!
  5. In dieser Nacht blieb Riley bei Mary Ann. ... Sie redeten und lachten trotz allem über das, was an diesem Tag passiert war, und küssten sich sogar wieder. S. 312 --- *Sarkasmus an* Ohooo, sie küssten sich sogar wieder! DAS nenne ich mal die ultimative Portion prickelnder Romantik. Warum sich auch in ausführenden Aktionen verlieren, wenn man den Akt des Kusses doch in einem Nebensatz beschreiben kann?! *Sarkasums aus* Romantikmuffel aufgepasst: Hier könntet ihr euch wohl fühlen. Außer dem ein oder anderen Küsschen (im Ausnahmefall auch mal mit "hervorschnellender Zunge"), hält sich die Geschichte nicht lange mit emotionalen Pärchenbindungen und Romantikschnickschnack auf. Man muss schon genau zwischen den Zeilen lesen, um mit den Protas auf der Gefühlswelle treiben zu können.

5 Adjektive, die mir spontan zu diesem Buch einfallen

langweilig, überladen, sprunghaft, unromantisch, unnötig


Zusammengefasst vom Fazitbär:
Ist Gena Showalter durch "Die Herren der Unterwelt" für ihre erotisch-romantischen Geschichten bekannt, scheint sie diese im ersten Band ihrer neuen Jugendserie vergessen zu haben. Lassen wir Erotik im Jugendbuchgenre mal außen vor, trotzdem hätte es ruhig etwas plausiblere, emotionale Bindungen bei den einzelnen Pärchen bei "Unsterblich verliebt" geben können. Was spannend und actionreich beginnt, wird teilweise zu einem überladenen und langweiligen Lesefrust.
In Ansätzen interessant, in der Ausführung irrelevant!! GÄHN!


© by Damaris liest.

Ich lese aktuell: "Der Todeskünstler" von Cody McFadyen

Schon wieder ein Thiller, diesmal einer, der schon ab dem ersten Kaptiel voll meinen Geschmack trifft. Cody McFadyens "Der Todeskünster" ist der zweite Teil der Smoky Barrett Serie. Das Buch hat mir eine liebe Freundin ausgeliehen (Danke Katzi, du weißt halt, welche Thriller mir gefallen!), es ist SuB unabhängig, er schrumpft also nicht :-)
Die Thriller von McFadyen sind wirklich nicht ohne! Und das ist keine leere Floskel. Ich habe so das Gefühl, er schreckt vor keinen menschlichen Abgründen zurück. Wer das mag, und vor allem die genaueste Beschreibung psychischer und physischer Gewalt ertragen kann, bekommt von ihm abartig gute Thriller (im wahrsten Sinne des Wortes).

"Der Todeskünstler" von Cody McFadyen

Ich bin Agentin beim FBI Los Angeles und verantwortlich für die Jagd auf den Abschaum des Abschaums. Kindesmörder, Serienkiller, Männer (und manchmal Frauen) ohne jedes Gewissen, ohne Skupel, ohne Erbarmen. Das ist seit mehr als einem Jahrzehnt mein Job, und wenn ich den Tod auch noch nicht in all seinen Verkleidungen gesehen, so doch in den meisten. Der Tod ist stets gegenwärtig und er ist gefräßig. Er frisst die Seele auf. ...
Ehemann, Tochter und Freundin. Matt, Alexa und Annie.
Tot, tot und tot.

(Buchauszug S. 11, Text und Bildquelle: Bastei Lübbe)

"Der Magen fängt an zu rebellieren, die Hände werden feucht. Man möchte aufhören zu lesen - und kann sich doch nicht dem blanken Horror entziehen." Daniela Zenth, Lesejurymitglied

"McFadyen schreckt vor nichts zurück." BZ am Sonntag

Freitag, 23. Dezember 2011

Rezension zu "Phantom: Gefahr aus der Tiefe" von Markus Bennemann



Verlag: Knaur (Oktober 2011)
Originaltitel: -
Übersetzer: -
Reihe: -
Ausführung: Taschenbuch, 512 S.
ISBN: 978-3426508497
9,99 € [D]

Genre: (Mystery)-Thriller


Klappentext
Der Tod hat tausend Gesichter. Und am gefährlichsten sind die, die man zu kennen glaubt.
An der Küste Floridas verschwinden immer mehr Menschen. Die einzige Zeugin erzählt eine so verrückte Geschichte, dass sie niemand ernst nimmt - außer der jungen Polizistin Jessica Sanchez. Gemeinsam mit dem Meeresbiologen Steven Schuster macht sie sich auf eine abenteuerliche Suche, die von der bunten Welt der Riffe bis in die Abgründe des illegalen Tierhandels führt. Doch erst in Südamerika, wo ein von der Zivilisation vergessener Stamm eine alte Naturgottheit anbetet, kommen sie ihrem Gegner wirklich auf die Spur. (Text- und Bildquelle: Knaur)

Über den Autor
Markus Bennemann, geboren 1971, hat Anglistik und Geschichte studiert. Er war Redakteur bei einer Tageszeitung und arbeitet heute als Autor, Übersetzer und freier Journalist in Wiesbaden. Zuletzt sind von ihm mehrere Sachbücher erschienen, darunter eins über die ausgefeilten Jagdmethoden von Tieren, aus dem die Idee zu seinem Roman "Phantom" stammt.

Rezension

Der erste Satz: Der Krake ist der einzige Kopffüßer, der an Land geht.

Steven Schuster ist Meeresbiologe und forscht am Harbor Branch Institut für Meereskunde in Florida. Seine besondere Vorliebe gilt den Kalmaren und Kraken. Er forscht hauptsächlich mit deren blauem Blut. Weil er ein Spezialist der Wissenschaft an Kraken ist, wird er von der Polizistin Jessica Sanchez um Hilfe bei einem besonderen Fall gebeten. Ein 2-jähriges Mädchen ist verschwunden und die Haushälterin erzählt, dass ein Krake an Land kam, den Moment abwartete, als die Kleine unbewacht war, sie dann gepackt und ins Meer gezogen hat. Keiner glaubt der Haushälterin, auch Steven nicht. Er kennt das Wesen von Kraken gut und weiß, wie intelligent sie sind. Gleichzeitig hält er es aber für unmöglich,  dass ein Riesenkrake so etwas machen würde.
Doch das Gerücht vom Monsterkraken hält sich hartnäckig. Als immer mehr rätselhafte Todesfälle auftreten, bei denen es jeweils Indizien auf einen Kraken gibt, erklärt sich Steven bereit, der Polizei bei ihren Ermittlungen zu helfen. Gemeinsam wollen sie den Kraken suchen.

Hr. Bennemann hat die Geschichte in mehrere Teile aufgesplittet, die aber alle nahtlos ineinander übergehen. So folgt er hier einem ganz klassischen Thillerschema; Erste Begegnungen - Beweise/Todesfälle - Suche - ... Der Leser kann dem Geschehen jederzeit gut folgen, da der Handlungsverlauf recht linear ist. Die Sprache ist einfach und schnörkellos, auch in der Thematik unbedarfte Leser, verstehen die Handlung komplett.
Gleich zu Anfang verstrickt sich die Geschichte allerdings in einige längere wissenschaftliche Ausführungen über Steven Forschungsarbeit und das Leben von Kraken. Darunter leidet die Spannung. Der Einstieg zieht sich. Doch ein Wissenschaftsthriller ist eben kein Psychothriller! Nach dem etwas zähen Einstieg nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf. Spannung, Ermittlung und Erzählungen halten sich gut die Waage, die Handlung bleibt interessant.

Die Hauptcharaktere Steven Schuster und Jessica Sanchez harmonieren sehr gut miteinander. Steven ist der etwas windige Wissenschaftler, ungebunden und nicht sehr zuverlässig. In ihm steckt aber auch ein sehr netter Mensch. Leider bleibt sein Charakter durchgehend etwas blass, der Leser kann ihn sich, trotz vieler Rückblenden und Erzählungen, kaum vorstellen.
Die Polizistin Jessica Sanchez scheint sehr taff, mit einem guten Gespür für die Ermittlungsfälle zu sein. Sie hat jedoch mit ganz eigenen Dämonen zu kämpfen, was mit einer schlimmen Erfahrung in der Vergangenheit zu tun hat. Hier könnte man dem Roman Klischeehaftigkeit bei den Personen vorwerfen, Jessica gefällt als Person jedoch so gut, dass sie perfekt zur Geschichte passt.
Natürlich bleibt es nicht aus, dass sich Jessica und Steven zueinander hingezogen fühlen und sich zwischen den beiden eine Beziehung entwickelt. Die obligatorischen Liebesszenen fehlen nicht, es ist jedoch fraglich, ob die Leserschaft Beschreibungen wie "danach lagen sie sinnestrunken und selig beisammen" begeistern können.

Sehr überzeugend gelingen die fachlichen Erklärungen zu den verschiedenen Meeresbewohnern, vor allem zu den Kopffüßlern. Hier spürt man beim Lesen, dass der Autor sein Handwerk versteht, hervorragend recherchiert hat und weiß, worüber er schreibt.
Die Spannung steigert sich zwar zum Schluss, "Phantom: Gefahr aus der Tiefe" bleibt aber ein eher durchschnittlich spannender Thriller, der wenig Action bietet. Einige Beschreibungen und Erklärungen hätten etwas kürzer ausfallen können. Abschließend gesagt, ist das Buch ein solider Wissenschafts-Mystery-Thriller, mit hervorragendem Fachwissen, der Genreliebhabern durchaus gefallen könnte.

Persönliches Fazit
Mich komplett in die (Meeres)Tiefen zu ziehen, diese Erwartungen hatte ich an "Phantom: Gefahr aus der Tiefe". Geschafft hat es der Thriller nur bedingt. Ich bin und bleibe wohl eher ein Landei, das sich vor Serienkillern und Psychopathen eher gruselt, als vor einem "Monsterkraken".
Nach einigen (mehr und auch weniger) interessanten Lesestunden tauche ich nun gerne wieder auf und verlasse die nassen Gefilde mit soliden 3 Sternen.


Aufmachung: 2,5 / 5
Handlung: 3 / 5
Charaktere: 3 / 5
Lesespaß: 3 / 5
Preis/Leistung: 3,5 / 5

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Ich lese aktuell: "Ashes: Brennendes Herz" von Ilsa J. Bick

Endlich, endlich, endlich.... Es gibt Bücher, da WEIß man, dass sie gut werden. Bei "Ashes" bin ich mir da ganz sicher. Wollte das Buch unbedingt noch dieses Jahr lesen. Jetzt ist es auch dran. Schöner Weihnachtsschmökerstoff.

"Ashes: Brennendes Herz" von Ilsa J. Bick

Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden, komme, was wolle. (Text- und Bildquelle: Egmont INK)

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Who's Your Santa? - Gewinnspiel

Who's Your Santa?  - Gewinnspiel bis zum 31.12.2011

Vor kurzer Zeit habe ich eine Woche im vorweihnachtlichen New York City verbracht (ja, der Bericht kommt auch noch *g*). Gleich am ersten Abend hab ich einen Werbespot von der amerikanischen Kaufhauskette JCPenney gesehen und hatte dabei SOFORT die Assoziation zu einem Buch im Kopf. Ich muss jetzt noch lachen, wenn ich den Spot anschaue. Der Besuch beim Strand Bookstore (einem Schauplatz aus "Dash & Lilys Winterwunder") sowie dieser Werbespot (den ich auch wg. der Musik immer wieder anschauen könnte) ergaben schließlich die Idee zu einem Gewinnspiel.




Aufgabe: Schaut euch den JCPenney Werbespot genau an, sooft ihr wollt, hihi. Ein Detail erinnerte mich sofort an ein bestimmtes Buchdetail.
Meine Frage ist: An welches Buch, bzw. welche Person daraus, dachte ich spontan, als ich diesen Werbespot sah?
Eure Antworten: Bitte als Kommentar unter diesem Beitrag (alle Kommentare werden erst nach Beendigung des Gewinnspiels freigeschaltet).

Ich nehme an, diese Aufgabe ist nicht ganz einfach und kann eventuell nur von Personen gelöst werden, die das Buch, samt drumherum, kennen. Aber für die Gewinne will ich etwas Einsatz :-) Zwei Tipps zum Lösungsansatz möchte ich euch jedoch nicht vorenthalten.
1. Tipp: Ich suche ein Buch/Person, bzw. eine Serie. Über die Bücher selbst errät man die Lösung nicht. Die Assoziation kann man nur herstellen, wenn man die Buchwerbung verfolgt hat (ohoh, ob das nicht schon zu viel verrät??)
2. Tipp: Der Inhalt des JCPenney Werbspots hat nichts mit dem Buchinhalt zu tun!



Der erste Platz erhält eine Stofftasche und ein Lesezeichen, die ich aus dem Strand Bookstore (18 Miles of Books!!! Fotos gibts in meinem Reisebericht in Kürze!) in NYC mitgebracht habe. Außerdem darf sich der Gewinner ein Wunschbuch bis zu einem Wert von 10€ aussuchen. Solltet ihr, als Buchfan, einmal im Leben die Gelegenheit haben, diesen Buchladen aus Dash & Lilys Winterwunder zu besuchen, macht das! Zum Niederknien! Ihr werdet nicht mehr rauß wollen!



Der zweite bis vierte Platz erhält eines meiner selbstgenähten Lesezeichen. Davon habe ich ja nun schon einige verlost und der Stoff geht langsam zur Neige. Fürs nächste Jahr wird mal ein neues Design angebracht sein :-)


Das Kleingedruckte: Jeder kann mitmachen. Aufgaben wie Werbung schalten oder Leser werden, um Lose zu sammeln, gibt es hier nicht! Jeder darf nur einmal teilnehmen und erhält dafür 1 Los. Gewinne werden nur innerhalb der EU und in die Schweiz versandt. E-Mail Adressen + Anschrift werden sofort nach Beendigung gelöscht. Reine Gewinnspielblogs sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Auslosung erfolgt, lt. Kommentarreihenfolge, über Random.org. Teilnahmeschluss ist Samstag, der 31.12.2011


Merry Christmas! Viel Spaß beim Raten, und viel Glück wünsche ich allen Teilnehmern!

Montag, 19. Dezember 2011

"Ruf der verlorenen Seelen" (Bodyfinder 2) von Kimberly Derting - ab Januar 2012 von Coppenrath

Ohhh, wie schön! Was habe ich da bei Amazon erspäht?! "Ruf der verlorenen Seelen" von Kimberly Derting ist der zweite Teil der Bodyfinder-Serie. Die Serie soll bis Dato 4 Bände enthalten. Das Buch erscheint, lt. Amazon, im Januar 2012.

"Ruf der verlorenen Seelen" von Kimberly Derting

Als Violet die Leiche eines ermordeten Jungen entdeckt, zieht sie unweigerlich die Aufmerksamkeit des FBI auf sich. Nur widerstrebend bietet sie ihre Unterstützung bei den Ermittlungen an. Sie weiß, dass sie mit äußerster Vorsicht vorgehen muss, um ihre Gabe, die Aura der Toten wahrzunehmen, geheim zu halten. Doch schon bald geht es um sehr viel mehr: Ihre Beziehung zu Jay ist in Gefahr ... und ihr Leben.

Ich brenne auf dieses Buch! "Bodyfinder: Das Echo der Toten" (Rezi HIER) hat bei mir Lieblingsbuchstatus. Violet und Jay sind tolle Charaktere, das Buch war super spannend und es gibt romantische Szenen zum dahinschmelzen. Natürlich folgte sofort nach der Entdeckung des zweiten Teils ein reger SMS Austausch mit einer Bloggerkollegin, die den ersten Teil genauso großartig findet. Daraufhin habe ich mein Bodyfinder-Buch hervorgezogen und einige tolle Szenen re-geschmöckert. Hach, wie klasse! Ich glaube, ich werde Teil 1 vor "Ruf der verlorenen Seelen" nochmals lesen.

So, und nach dieser überschwänglichen Freude, darf jetzt auch Motzki-Damaris zu Wort kommen. Uaaahhhh, was ist denn das bei Band 2 für ein Cover und für ein Titel!!???

englisch "The Bodyfinder" (2010), "Desires of the Dead" (2011), "The Last Echo" (2012)

deutsch "Bodyfinder: Das Echo der Toten" (2011), "Ruf der verlorenen Seelen" (2012), ???

1. Bei "Bodyfinder: Das Echo der Toten" wurde das Cover direkt vom Original, nur in anderer Farbgebung, übernommen = wunderschön! - ein echter Eyecatcher!
Band 2 sieht ganz anders aus! Mit einem Blatt und einem Schlüssel (?), dazu noch in sehr unauffälligen Farben gehalten = nicht wunderschön - da kann ich kaum einen Bezug zu Teil 1 herstellen!
Die Original-Reihe passt optisch perfekt zusammen, SO wollte ich das für die deutschen Ausgaben auch. Die Farbgebung der Blüten wäre dabei nicht so wichtig gewesen, aber die Optik.

2. Bei Band 1 wurde das "Bodyfinder" als Übertitel gesetzt. Bei "Ruf der verlorenen Seelen" ist nicht mehr ersichtlich, dass es sich um einen Roman der Bodyfinder-Serie handelt (was hätte gegen "Bodyfinder: Ruf der verlorenen Seelen" gesprochen?). Die englischen Originalausgaben haben zwar auch nicht den Übertitel, aber dort kann man schon optisch sehen, dass sie eine Serie ergeben. Wir haben also gleich zwei Mankos: Eine andere Optik und ein Titel, der nicht zuzuordnen ist.

Lieber Coppenrath Verlag, wir Bücherfreunde sind Coverfetischisten!! Warum bekommen wir nicht so ein wunderschönes Cover, wie bei Teil 1? Darf ich vielleicht doch noch hoffen, dass das abgebildete Cover bei Amazon ein Fake ist und wir dann eine überraschende "Schöncoverenthüllung" :-) bekommen? Ich konnte sonst nichts dazu finden.
Trotzdem erwarte ich "Ruf der verlorenen Seelen" mit kribbelnder Vorfreude. Das erneute Reinschmökern in Band 1 hat mich wieder voll auf den Geschmack gebracht.

(Text- und Bildquellen: Amazon)

Sonntag, 18. Dezember 2011

High Five - 5 Sätze/5 Adjektive zu "Dash & Lilys Winterwunder" von Rachel Cohn und David Levithan



cbt (Oktober 2011),
Klappenbroschur, 320 Seiten,
12,99 € [D]


Wenn es weihnachtet, hat Liebe eine Chance.

Drei Tage vor Weihnachten entdeckt der 16-jährige Dash in einer Buchhandlung ein rotes Notizbuch, in dem ein Mädchen namens Lily den Finder zu einem geheimnisvollen Such-und-Find-Spiel auffordert – vorausgesetzt, dieser ist ein männlicher Jugendlicher. Dash nimmt die Herausforderung an, doch er spielt das Spiel nach seinen Regeln …

In den folgenden Tagen schicken sich Dash und Lily abwechselnd quer durch das weihnachtliche Manhattan. Über das Notizbuch tauschen sie ihre Gedanken, Träume, Abneigungen und Vorlieben aus und kommen sich dadurch näher, ohne sich jedoch zu begegnen. Immer unbändiger wird der Wunsch, den anderen endlich kennenzulernen, und doch macht ihnen der Gedanke daran auch Angst. Und so zögern sie das erste Treffen hinaus, bis es fast zu spät ist …

"Eine großartige New-York-Lovestory – romantisch und gleichzeitig erfrischend unkonventionell." Aachener Zeitung 2011 (Text- und Bildquelle: cbt Verlag)


5 zusammenfassende Sätze zum Buch

  1. New York City Liebhaber, oder solche, die diese Stadt in der Weihnachtszeit schon einmal erlebt haben, werden an der Geschichte ihre wahre Freude haben; die Autoren haben an viele weihnachtliche Sehenswürdigkeiten und kleine NY Gimmicks gedacht - ein Weihnachtsmannbesuch bei Macy's, U-Bahn Linien, MetroCard, Strand Book Store, Madame Tussaud, NY Taxi, Brooklyn - herrlich!!
  2. Dash und Lily sind beide keine "einfachen" Charaktere, sie agieren eher unkonventionell - dabei bleiben sie aber wunderbar natürlich und schlagfertig, darum mag man sie von Anfang bis Ende.
  3. Die Hauptprotagonisten teilen, wie viele Leser, die Leidenschaft für Bücher und machen das durch Texte, Gedanken und Ausführungen auch oft deutlich - leider verliert sich die Geschichte teilweise in lyrischen Anwandlungen und Fragen nach dem Sinn des Lebens, dadurch ist die Handlung nicht frei von Längen und die Gedanken schweifen beim Lesen teilweise ab.
  4. Wenn ein Weihnachtshasser wie Dash auf eine Weihnachtsfanatikerin wie Lily trifft (zuerst nur in Schriftform) ist der ein oder andere Lacher garantiert - es ist zum Brüllen, wenn sich Dash einer Aufgabe stellen muss, die komplett gegen seinen Weihnachtseinstellung geht und ihm mental einiges abverlangt.
  5. Das Buch passt hervorragend in die Weihnachtszeit und ist trotz dem kitschigen Handlungsort auffallend unkitischig; von seinen Zauber könnte es, zur "falschen" Jahreszeit gelesen, jedoch einiges einbüßen.

5 Adjektive, die mir spontan zu diesem Buch einfallen

zauberhaft, unkonventionell, rot, weihnachtlich-unkitschig, spaßig


Zusammengefasst vom Fazitbär:
Apfel, Nuss und Mandelkern, sowie Weihnachtskitsch, sucht man hier vergebens. Trotzdem ist "Dash und Lilys Winterwunder" eine zuckersüße, jugendliche Weihnachtsromanze, die eigene Wege geht. Der Schluss ist sehr herzig, und ich würde jedem empfehlen, das Buch nur in der Weihnachtszeit zu lesen. Dazu passt es einfach hervorragend.


© by Damaris liest.


Taschenbuchcover 2013

Ich lese aktuell: "Phantom - Gefahr aus der Tiefe" von Markus Bennemann

Die letzte Tiefseegeschichte habe ich vor nicht allzu langer Zeit gelesen. "Ruf der Tiefe" war eine spannende Abenteuergeschichte für Jugendliche. Dagegen ist "Phantom - Gefahr aus der Tiefe" ein richtiger Thriller mit Mystery-Elementen. Klingt spannend, und ich freue mich immer auf einen "Nicht-Fantasy-Roman" für zwischendurch.

"Phantom - Gefahr aus der Tiefe" von Markus Bennemann

Der Tod hat tausend Gesichter. Und am gefährlichsten sind die, die man zu kennen glaubt.

An der Küste Floridas verschwinden immer mehr Menschen. Die einzige Zeugin erzählt eine so verrückte Geschichte, dass sie niemand ernst nimmt - außer der jungen Polizistin Jessica Sanchez. Gemeinsam mit dem Meeresbiologen Steven Schuster macht sie sich auf eine abenteuerliche Suche, die von der bunten Welt der Riffe bis in die Abgründe des illegalen Tierhandels führt. Doch erst in Südamerika, wo ein von der Zivilisation vergessener Stamm eine alte Naturgottheit anbetet, kommen sie ihrem Gegner wirklich auf die Spur. (Text- und Bildquelle: Knaur)

Freitag, 16. Dezember 2011

Ich lese aktuell: "Unsterblich verliebt" von Gena Showalter

UPDATE: Nica hat mein Design repariert!! Sie ist und bleibt meine HTML-Königin :-) Herzlichen Dank an dich liebe Bloggerfreundin. Dann kann ich mein Layout noch eine  Weile so lassen und muss mir jetzt nicht hopplahopp was Neues herbeizaubern...

(Hi there, finally back in good old Germany, und was muss ich sehen? Mein Blogdesign hat sich verselbstständigt, bzw. wird der Header nicht mehr richtig (nur noch in verkleinerter Rohform, häh?) angezeigt. Dabei hatte ich da ausnahmsweise mal nicht meine Finger im Spiel - ich bin unschuldig! Reparieren kann ich es auch nicht, hab schon alles probiert. Da mein Layout ein komplettes Template ist, ich also einzelne Komponenten nicht getrennt bearbeiten kann (HTML - what??), hat es auch nichts gebracht, dieses neu einzulesen, es bleibt defekt. Jetzt muss ich mir wohl oder übel was überlegen :-(. Bis dahin bleibt es so - mein Blog ist also UNDER CONSTRUCTION!)

Mein aktuelles Buch "Unsterblich verliebt" habe ich schon fast beendet. Brauche das hier aber für meine Statistik :-). Es ist oookaaaayy, etwas langweilig und nicht sonderlich spannend, mit Protas, die ausnahmslos wunderhübsch sind und alle irgendwelche Superkräfte haben. Dabei fährt die Autorin noch die komplette Liga übernatürlicher Wesen auf. Das mag bei anderen Büchern funktionieren (Hand in die Höhe für die "Chroniken der Unterwelt"!!!), hier wirken sie alle wie Statisten am Rande. Wirklich empfehlen kann ich es nicht.

"Unsterblich verliebt" von Gena Showalter

Wie die meisten Teenager hat auch Aden Stone Freunde. Nur dass es bei ihm vier menschliche Seelen sind, die in ihm wohnen, unablässig an ihm zerren und zudem über magische Fähigkeiten verfügen: Eve kann in die Vergangenheit zurückversetzen; Julian erweckt Tote zum Leben. Caleb verkörpert den Zorn, und Elijah kann in die Zukunft schauen. Alles, was Aden sich wünscht, ist Frieden. Den verspürt er zum ersten Mal in der Gegenwart der 16jährigen Mary Ann, denn sie bringt die Stimmen in ihm zum Schweigen. Die ungleichen Freunde werden bald durch den attraktiven Werwolf Riley ergänzt, der Mary Ann für sich beansprucht. Und von der Vampirprinzessin Victoria, in die Aden sich Hals über Kopf verliebt. Nichts ist wirklich normal bei den ungleichen Liebespaaren. Und auch nicht erlaubt. Dennoch gehen die vier durch dick und dünn. Gemeinsam nehmen sie den Kampf mit den dunklen Mächten auf, die ihre Heimat, Crossroads, zu erobern suchen. (Bild- und Textquelle: Mira Taschenbuch)

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Ich bin dann mal Weihnachtseinkäufe erledigen ...

... und zwar hier *kreisch*


Dass wir uns den Traum "Christmas-Shopping-New York" jetzt wirklich erfüllen können, kann ich selbst noch kaum glauben. Ich war zwar schon mehrmals in den USA und bin dort viel rumgekommen, aber in NY war ich noch nie. Und da ich so ein Weihnachtfreak bin, kann ich mir im Moment nichts Besseres vorstellen!!!

Darum macht "Damaris liest ..." jetzt Winterschlaf ... aber nur für eine Woche :-). Danach lesen wir uns in alter Frische wieder.

Meine NY Lektüre wird "Dash & Lilys Winterwunder" sein. Was könnte besser passen!? Spielt es doch mitten im weihnachtlichen New York City. Das ist dann auch das einzige Buch, welches in mitnehme. Wahrscheinlich komme ich sowieso nur im Flugzeug zum Lesen. Außerdem nehme ich noch meine beiden Eragon Hörbücher mit. Vielleicht komme ich endlich mal dazu, damit anzufangen.

"Dash & Lilys Winterwunder" von R. Cohn und D. Levithan

Wenn es weihnachtet, hat Liebe eine Chance.

Drei Tage vor Weihnachten entdeckt der 16-jährige Dash in einer Buchhandlung ein rotes Notizbuch, in dem ein Mädchen namens Lily den Finder zu einem geheimnisvollen Such-und-Find-Spiel auffordert – vorausgesetzt, dieser ist ein männlicher Jugendlicher. Dash nimmt die Herausforderung an, doch er spielt das Spiel nach seinen Regeln …

In den folgenden Tagen schicken sich Dash und Lily abwechselnd quer durch das weihnachtliche Manhattan. Über das Notizbuch tauschen sie ihre Gedanken, Träume, Abneigungen und Vorlieben aus und kommen sich dadurch näher, ohne sich jedoch zu begegnen. Immer unbändiger wird der Wunsch, den anderen endlich kennenzulernen, und doch macht ihnen der Gedanke daran auch Angst. Und so zögern sie das erste Treffen hinaus, bis es fast zu spät ist …

"Eine großartige New-York-Lovestory – romantisch und gleichzeitig erfrischend unkonventionell." Aachener Zeitung 2011 (Text- und Bildquelle: cbt Verlag)

Rezension zu "Dustlands: Die Entführung" von Moira Young



Verlag: FJB (Dezember 2011)
Originaltitel: Blood Red Road
Übersetzer: Alice Jakubeit
Reihe: Band 1/3, ab ca. 14-15 J.
Ausführung: Hardcover/SU, 450 S.
ISBN: 978-3841421425
16,99 € [D]

Genre: Endzeit-Fantasy


Inhalt
Durch die Wüste und über die Berge: In einer Welt nach unserer Zeit kämpft eine junge Frau um die Befreiung ihres Zwillingsbruders – und für die Freiheit eines ganzen Landes.
Der erste Band eines epischen Fantasy-Abenteuers, eine Geschichte, die das Herz schneller schlagen lässt.

Die 18-jährige Saba lebt sehr abgeschieden mit ihrem Vater, ihrem Zwillingsbruder Lugh und ihrer kleinen Schwester Emmi in einer extrem kargen Einöde am Silverlake – bis eines Tages vier bewaffnete Reiter auftauchen, um den Bruder zu entführen. Saba schwört, Lugh zu finden und zu befreien. Dazu muss sie ihr Zuhause verlassen, eine Wüste durchqueren und viele Gefahren überstehen. Sie wird gefangen genommen und verwundet. Auf ihrem abenteuerlichen Weg lernt sie die Welt jenseits des Silverlake kennen: Ein wüstes Land, in dem es keine Zivilisation mehr gibt, keine Bücher mehr, keine normalen Verkehrsmittel. Es wird von einem verrückten König und seinen Soldaten beherrscht, die die Bevölkerung mit einer Droge in Schach halten. In Hopetown muss Saba in der Arena kämpfen, aber sie trifft dort auch auf einen Mann, der sie liebt, und eine Truppe von Rebellinnen, die sie unterstützen. Doch kann sie ihnen wirklich trauen? (Bild- und Textquelle: FJB)

Über die Autorin
Moira Young, geboren und aufgewachsen in British Columbia, im Westen Kanadas, hatte als Schauspielerin  und Opernsängerin viele Engagements in Kanada und Europa, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Bath, England. "Dustlands: Die Entführung" ist ihr erster Roman.

Rezension

Der erste Satz: Lugh ist zuerst geboren.

Die Inhaltsbeschreibung reicht als grobe Handlungsübersicht vollkommen aus. Jedes weitere Wort wäre zu viel. Das Buch beginnt mit drei kurzen Textpassagen, die dem Leser die besondere Beziehung zwischen Hauptprotagonistin Saba und ihrem Zwillingsbruder Lugh näher bringen sollen. Diese drei kurzen Seiten sind der Schlüssel. Der Schlüssel zu Sabas Gefühlen und der Grund, warum sie die folgenden Strapazen auf sich nimmt, um ihren entführten Bruder zu finden. Wunderbar! So sollte eine spannende Geschichte beginnen. Schon hier am Anfang geht einem der Text unter die Haut. Man möchte sofort mehr.

Doch dann ... Die einzelnen Kapitel sind nochmals in sehr kurze Abschnitte unterteilt, so dass man das Gefühl hat, kurze Kapitel zu lesen. Man fängt also an. Liest den ersten, den zweiten und vielleicht auch den dritten Abschnitt. Runzelt die Stirn. Liest weiter. Warum liest sich das denn so komisch? Warum sind die meisten Verben der Endung "e" beraubt (schmeck statt schmecke, stöhn statt stöhne, fluch statt fluche...)? Und das fast konsequent durch den ganzen Text. Und wo sind überhaupt die Dialoge? Man fängt an vorzublättern und runzelt noch mehr die Stirn. Auf den ganzen 450 Seiten findet man keine einzige wörtliche Rede mit Anführungszeichen! Es gibt Dialoge, diese sind aber in den Erzählstil von Ich-Erzählerin Saba miteingebunden. Das heißt, das Mädel erzählt die Dialoge mit anderen Personen. Erzählung und Dialoge sind gemischt und optisch erstmal nicht voneinander zu unterscheiden:

Ich will helfen, sagt sie.
Dann halt die Leiter fest, sag ich.
Nein! Ich will richtig helfen! Du lässt mich immer nur die Leiter festhalten!
Tja, sag ich, vielleicht bist du ja zu nichts anderem zu gebrauchen. Hast du da schon mal dran gedacht?
Sie verschränkt die Arme vor der mageren kleinen Brust und guckt mich böse an. Du bist gemein, sagt sie.
Hast du schon mal gesagt, sag ich. - S. 18

Uff! Jetzt kommt die Frage auf, ob man sich daran gewöhnen mag. Erzählte Dialoge und Verben, die umgangssprachlich und nicht sehr helle klingen, mit viel "ich sage", "sie sagt", "er sagt"? - Soviel sei gesagt, es bleibt schwierig. Nach 50-100 Seiten könnte man immer noch Mühe damit haben. Die Erklärung der Autorin selbst findet sich im hinteren Klappentext: Die Erzählerin sei ein einfaches Mädchen, dass wenig spricht und nicht lesen und schreiben kann. Sie erzählt ihre Geschichte direkt und einfach. Die Autorin hofft, dass die Geschichte so die raue Stimmung wiedergibt und zu den Figuren passt.
Hätte man das gleich am Anfang gewusst, hätte man sich eventuell mit dem Einstieg leichter getan. Irgendwann wird es besser - viel besser. Die kurzen und prägnanten Sätze sind so ausdrucksstark, dass sie die Sprache mit der Zeit aufwiegen und tief in unser Gefühl eindringen. Es dauert, aber man wird belohnt!

Saba ist eine eindrucksvolle Persönlichkeit. Sie ist mutig und stark und eine echte Kratzbürste. Manche Szenen, vor allem in der zweiten Buchhälfte, als sie Jack kennenlernt, sind so lustig, dass man bis über beide Ohren grinsen muss. Saba macht im Laufe der Geschichte eine sichtbare Wandlung durch. Das wird vor allem in der Beziehung zu den Personen deutlich, die mit ihr zusammen ihren Bruder suchen. Besonders berührt Sabas Gesinnung gegenüber ihrer kleinen Schwester, anfangs und gegen Ende. Manche Passagen gehen wirklich ans Herz:

Mein Verstand flüstert. Mein Herz flüstert. Meine Knochen flüstern.
Lass sie zurück ... lass sie einfach zurück ... geh weg und lass sie zurück. Soll sie doch ... sterben? Tu's einfach ... sie ist unwichtig ... wichtig ist nur Lugh ... also geh zurück zum Steinhaufen ... überquer das Sandmeer ... da sind sie lang ... in ein paar Stunden könntest du da sein, wenn du schnell gehst ...
Ich wünscht, sie würd heulen. Dann könnt ich sie anbrüllen. Dann könnt ich sie hassen.  - S. 58/59

Rückblickend ist die Geschichte perfekt! Sie ist spannend, sie ist gefühlvoll, sehr ausdrucksstark und sogar humorvoll. Alle Protagonisten sind so gut dargestellt, dass man sich komplett in jeden von ihnen hineinversetzten kann. Sympathie, Antipathie oder auch Hassgefühle, stellen sich bei den diversen Charakteren fast augenblicklich ein. Sehr positiv ist, dass sie Handlung relativ schnell voranschreitet, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Dadurch gibt es keine Leselängen und "Dustlands: Die Entführung" profitiert von der idealen Ausgewogenheit zwischen Spannung, Action und Gefühl. Sogar Romantikfans dürften auf ihre Kosten kommen. Die Beziehung zwischen Saba und Jack baut sich langsam und vor allem lustig auf, ist komplett frei von Kitsch und gefällt auf ganzer Linie.

Das Ende ist spannend, wirkt aber, im Gegensatz zu vielen anderen Geschichten, nicht gehetzt, sondern sehr gut durchdacht. Einen direkten Cliffhanger gibt es nicht. Die Handlung an sich ist abgeschlossen, könnte am Schluss aber mit "und sie reiten neuen Abenteuern entgegen" umschrieben werden. Die Reihe wird 2014 fortgesetzt.

Persönliches Fazit
"Dustlands: Die Entführung" hat bei mir wirklich viel Staub aufgewirbelt. Anfangs, wegen der angestaubten Sprache eher negativ, nach Gewöhnung und gedanklichem Staubwedeln war ich von der Geschichte nur noch fasziniert. Handlung, Plot und Charaktere (allen voran Saba und Jack) haben mich voll überzeugt, und es ist das erste Mal, dass ich bei der Bewertung komplett von einer gedachten Tendenz abweiche. "Ich kann so kein komplettes Buch lesen" und "Das gibt mindestens 2 Sterne Sprachabzug" lasse ich vollständig hinten runterfallen. Ich will mehr ... von diesem staubigen Land und vergebe volle 5 entstaubte Sterne!

Handlung: 5 / 5
Charaktere: 4,5 / 5
Lesespaß: 4,5 / 5
Preis/Leistung: 4,5 / 5

© Damaris Metzger, damarisliest.de


 

Reiheninfo Dustlands-Trilogie:

Band 1 - "Die Entführung"
Band 2 - "Der Herzstein"
Band 3 - "Der Blutmond"

Montag, 5. Dezember 2011

Review zu "City of Fallen Angels" (Chroniken der Unterwelt 4) von Cassandra Clare



Arena (Dezember 2011), Band 4,
Hardcover mit SU, 578 Seiten,
19,99 € [D]


Simon Lewis muss sich noch daran gewöhnen, ein Vampir zu sein. Da wird ihm von Camille, der mächtigen Chefin des Vampirclans von Manhattan, ein attraktives Angebot gemacht. Weiß er, wie hoch der Preis dafür ist? Clary, seine beste Freundin, hat kaum noch Zeit für ihn. Sie ist zu beschäftigt mit ihrer Ausbildung als Schattenjägerin und ihrer großen Liebe Jace. Doch dann geschehen finstere Dinge in New York. Ist der Krieg den Simon gewonnen glaubte, noch nicht vorbei? (Bild- und Textquelle: Arena Verlag)


Meine Meinung
Über zwei Jahre mussten manche von uns warten, bis die "Chroniken der Unterwelt" über Schattenkämpfer und Schattenwesen fortgesetzt wurden. Von den meisten wurde das natürlich als viel zu lange empfunden, konnte jeder der Vorgängerbände doch in vollem Umfang überzeugen und begeistern. Andere sind wiederum skeptisch, weil die Reihe erst als Trilogie geplant war und nach dem weltweiten Erfolg nun auf sechs Bände erweitert wird. Es stand die Angst im Raum, dass das wunderschöne Ende vom dritten Teil "City of Glass" durch das neue Buch "City of Fallen Angels" zunichte gemacht wird, bzw. es nicht an seine Vorgänger heranreicht. Diese Bedenken sind verständlich, können von mir aber komplett weggewischt werden. "City of Fallen Angels" steht seinen Vorgängern in nichts nach! Ein elektrisierendes, spannendes Leseerlebnis, bei dem man manchmal vor Überraschung heftig blinzeln muss, bis das Gehirn die Möglichkeit bekommt, das Gelesene zu verarbeiten.

Sechs Wochen nach den letzten Ereignissen in Idris, beginnt die Geschichte mit Simon. Die Handlung splittet sich etwa gleichmäßig in seine, und die Erlebnisse von Clary und Jace. Einige Szenen bestreiten die Personen alleine, viele Handlungsstränge führen aber zueinander und lassen sie gemeinsam agieren.
Nach fünf gelesenen Seiten war ich bereits im Geschehen gefangen. Alte und neue Charaktere begeistern, und spätestens dann, als Jace das erste Mal einen Spruch wie "Ich bin sensationell zur Welt gekommen" (S.57)  grinst, wusste ich: Hier bin ich zu Hause, hier will ich sein!

Simon Lewis, frisch gebackener Vampir und bester Freund von Clary, bekommt hier deutlich mehr Aufmerksamkeit als in den Vorgängerbänden. Ich mochte ihn schon immer sehr gerne. Es war interessant zu lesen, wie er mit seinem Dasein als Einzelgängervampir klar kommen muss, sich dabei oft einsam und unverstanden fühlt. Dabei wird er aber auch selbstbewusster und viel cooler. Simons Sprüche sind lustig und schlagfertig, seinen verbalen Auseinandersetzungen mit Jace wie immer herrlich.

Auch in diesem Buch hat der Humor, neben aller Düsternis, einen sehr hohen Stellenwert. Mittlereweile dürfte er ein Markenzeichen der "Chroniken der Unterwelt" geworden sein. Dabei sind natürlich Jace' selbstverliebte Sprüche am markantesten. Ein humorvolles Fest der Extraklasse ist das Trio um Simon, Jace und Kyle. Wortwitz, Sarkasmus und Coolness garantieren Lachschübe am laufenden Band:

S. 191
"Nein, ich (hasse dich) nicht", erkläre Kyle. "Allerdings bin ich nicht sonderlich gut auf die da zu sprechen", fügte er hinzu und zeigte mit dem Finger auf Jace. "Sie glauben nämlich, sie wären besser als alle anderen."
"Falsch", widersprach Jace. Ich denke, ich bin besser als alle anderen. Eine Meinung, die übrigens durch zahlreiche Beweise hinreichend gestützt wird."
Spöttisch schaute Kyle in Simons Richtung: "Redet der immer so?"
"Ja."

Das Hauptinteresse bei "City of Fallen Angels" liegt aber eindeutig auf Clary und Jace. Waren gemeinsame Szenen storybedingt, trotz zunehmend knisternder Spannung, bei den Vorgängerbänden eher rar, hatte ich bei CoFA das Gefühl, dass die beiden von einer romantisch herzigen Szene in die nächste schlittern. Es wird definitiv heiß und verzweifelt. Besser geht's nicht!
Clary ist sympathisch und taff wie eh und je. Teilweise tat mir die süße Rothaarige sehr leid, und ich habe fast körperlich mit ihr mitgelitten. Sie ist die eigentliche Heldin der Geschichte.
Aber die Person, die am meisten polarisiert, ist und bleibt Jace! Er ist ein unheimlich authentischer Charakter. Meiner Meinung nach DER männliche Charakter im phantastischen Jugendbuchbereich. Jace ist wahnsinnig selbstbewusst, cool und zugleich fürsorglich und liebevoll. Jeder beschriebene Blick von ihm schlägt ein wie ein Blitz. Bröckelt die Fassade (und das tut sie in CoFA oft!) zeigt er seine verzweifelte, verletzliche Seite.
Während bei einigen Roman-Paarkonstellationen der Funke nie richtig überspringen will, reicht es bei Jace schon, wenn er besorgt zu Clary lossprintet, weil er befürchtet, dass sie verletzt sein könnte. Herzschmerz lass nach! Na, da verkünde ich doch ganz offen: Ich bin Team-Jace! :-)

War ich bei "City of Fallen Angels" ab Kapitel eins hellauf begeistert, wechseln die Gefühle bald zu verwirrt-kritisch, aber nicht weniger gefesselt. Da braute sich gehörig was zusammen, dass einem ganz schöne Bauchschmerzen bescherte. Man liest wie elektrisiert. Das steigert sich im letzten Drittel zu einer permanenten Anspannung mit Dauergänsehaut. Ab jetzt ist das Buch an Spannung kaum noch zu übertreffen. Einige Szenen sind jedoch schaurig grenzwertig. Ich kann sie für jüngere Leser nicht empfehlen.

"City of Fallen Angels" hat mich so sehr begeistert, dass es mir nun schwer fällt, mich mit anderen Büchern anzufreunden. Meine Gedanken kreisen und verweilen ständig bei CoFA. Jeder Fan von den "Chroniken der Unterwelt" wird das Buch verschlingen. Aber Vorsicht - das Ende reißt einen in ein tiefes Loch, entkommen unmöglich. Wer die Vorgängerbände kennt und gruslige (An-)Spannung, Gänsehaut, Romantik und Herzschmerz sucht, sollte ganz schnell mit dem Lesen beginnen. Hach, Jace ....

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Sonntag, 4. Dezember 2011

Ich lese aktuell: "Dustlands: Die Entführung" von Moira Young

Heute Nachmittag hab ich "City of Fallen Angels" beendet und bin jetzt ziemlich durch den Wind. Fast das ganze Buch habe ich unter Anspannung gelesen. Nicht weil es schlecht war, im Gegenteil, es hat mich weggeföhnt und von einer Gänsehautsituation in die nächste katapultiert. Seit dem Ende, steh ich jetzt etwas neben mir (genau wie andere Mitleser, die das Buch in den letzten Tagen beendet haben).
Ach ja, habt ihr schonmal ein Buch mit einem gefühlten Buchseelengefährte gelesen? War ganz wunderbar. Zusammen lachen, schmachten und "angsty" sein (wink zu Karo, Sandi u. Reni). Besser geht's nicht!

Darum weiß ich jetzt auch gar nicht, ob ich für das nächste Buch schon bereit bin. Das geht mir nicht oft so. "Dustlands: Die Entführung" von Moira Young darf es sein. Darauf prangt wieder so ein toller Sticker Die besten Serien der Welt. Ohoh, "Die Dämonenfängerin" hatte auch so einen wunderbaren Sticker und hat mich bitter enttäuscht! Davon will ich keine einzige Folge mehr lesen! "Dustlands" hört sich aber sehr vielversprechend an (ein bisschen nach "Panem").

"Dustlands: Die Entführung" von Moira Young

Durch die Wüste und über die Berge: In einer Welt nach unserer Zeit kämpft eine junge Frau um die Befreiung ihres Zwillingsbruders – und für die Freiheit eines ganzen Landes.
Der erste Band eines epischen Fantasy-Abenteuers, eine Geschichte, die das Herz schneller schlagen lässt.


Die 18-jährige Saba lebt sehr abgeschieden mit ihrem Vater, ihrem Zwillingsbruder Lugh und ihrer kleinen Schwester Emmi in einer extrem kargen Einöde am Silverlake – bis eines Tages vier bewaffnete Reiter auftauchen, um den Bruder zu entführen. Saba schwört, Lugh zu finden und zu befreien. Dazu muss sie ihr Zuhause verlassen, eine Wüste durchqueren und viele Gefahren überstehen. Sie wird gefangen genommen und verwundet. Auf ihrem abenteuerlichen Weg lernt sie die Welt jenseits des Silverlake kennen: Ein wüstes Land, in dem es keine Zivilisation mehr gibt, keine Bücher mehr, keine normalen Verkehrsmittel. Es wird von einem verrückten König und seinen Soldaten beherrscht, die die Bevölkerung mit einer Droge in Schach halten. In Hopetown muss Saba in der Arena kämpfen, aber sie trifft dort auch auf einen Mann, der sie liebt, und eine Truppe von Rebellinnen, die sie unterstützen. Doch kann sie ihnen wirklich trauen? (Bild- und Textquelle: FJB)

Rezension zu "Dark Love" von Lia Habel



Verlag: Piper (November 2011)
Originaltitel: Dearly, Departed
Übersetzer: Diana Bürgel
Reihe: Band 1
Ausführung: Klappenbroschur, 512 S.
ISBN: 978-3492702195
15,99 € [D]

Genre: Dark-Fantasy, Steampunk

© Cover- und Zitatrechte: Piper Verlag


Klappentext
Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. (Text- und Bildquelle: Piper Verlag)

Über die Autorin
Lia Habel wurde in einer kleinen Stadt im Westen des Bundesstaates New York geboren. Sie trinkt viel zu viel Kaffee und besitzt drei Katzen, denen sie in ihrem Debüt ein Denkmal setzt Die Idee zu "Dark Love" hatte Lia während einer Busfahrt nach NY City, als ihr der Lesestoff ausging und sie sich fragte, warum die Monster in Büchern immer gut aussehen und warum sie noch nie eine Liebesgeschichte mit Untoten gelesen hatte. Weiteres zu Autorin: www.liahabel.com

Rezension

Der erste Satz: Ich war lebendig begraben.

Vor einem Jahr ist Noras Vater gestorben. Seitdem hat ihre schnodderige Tante die Vormundschaft. Mit dem Beginn der Sommerferien, ist, fast auf den Tag genau, das traditionelle Trauerjahr um, und Nora wird die Sommerferien im gemeinsamen Haus in der unterirdischen Stadt verbringen.
Kaum dort angekommen muss sie sich nicht nur mit den unliebsamen Zukunftsplänen, die sich ihre Tante für sie ausgedacht hat, auseinandersetzten. Nora stellt auch noch fest, dass ihre persönliche Trauer um ihren Vater tiefer geht und ein Jahr bei weitem nicht reicht, um sich mit seinem Tod abzufinden. Zu allem Überfluss wird Nora noch gleich in der ersten Woche von Zombies entführt und zu einem abgeschotteten Militärstützpunkt gebracht. Wem sie dort begegnet und was sie dort erfährt, bringt Nora an die Grenzen dessen, was sie ertragen kann.

"Weißt du was? Benimm dich endlich mal wie ein Mann und nicht wie eine Heulsuse - buhu, er hat mich gebissen, mein Leben ist im Arsch. Das geht uns ALLEN so! Unser Leben ist genauso im Arsch, okay? Vielleicht glaubst du ja deins wär in irgendeinem Super-extra-funkel-Regenbogen-Einhorn-Arsch, aber das ist es nicht. Komm ENDLICH damit klar! Schmeiß dein blödes nutzloses Auge weg und FIND DICH DAMIT AB!" - S. 288

Mann soll den Tag nicht vor dem Abend loben ... Vor allem Vielleser werden kritisch sein, ein Buch nach den ersten drei Seiten als "gut" zu bezeichnen. Wissen sie doch aus Erfahrung, wie schnell sich Leselust in Lesefrust verwandeln kann. Doch nach diesem Prolog - der auf nur drei Seiten mit allem aufwartet, was tief ins Herz dringt. Der uns den Hauptprotagonisten näher nicht bringen könnte und uns nach drei dunklen Seiten seine Vorgeschichte kennen lässt - da kann man nicht anders, als begeistert aufzusaugen, was einem in diesem Buch erwartet! Und plötzlich kommt einem der Gedanke "Wow, was für ein Buch!" schon nach besagten drei Seiten gar nicht mehr so abwegig vor. Die Dark Love für diesen dunklen Roman ist erwacht.

In den ersten Kapiteln zeigt einem die Autorin gekonnt, in was für einer Welt sich die Charaktere befinden. Hier verknüpft sie die Elemente der modernen Zukunftstechnik, mit Viktorianischen Stilelementen zu einem Neuviktorianischen Steampunk-Roman. Zusätzlich würzt sie die Geschichte noch mit Zombies. Dies schafft eine dunkle, makabere Kulisse - ein einmaliges Leseerlebnis - dem man sich nicht mehr entziehen mag.
Im Roman gibt es zwei Arten von Zombies. Gute Zombies, die in etwa so denken und fühlen, wie vor ihrem Tod und böse Zombies, die nicht mehr Herr ihrer Sinne sind und für die die Fleischjagd der einzige Überlebensinstinkt ist. Durch medizinische, konservierende Maßnahmen kann die Wissenschaft den Verfallsprozess der guten Zombies verlangsamen, ihnen so ein ansehnlicheres Äußeres erhalten, während die bösen Zombies oft nur noch Kreaturen aus verwesendem Fleisch sind. Nach ca. 5 Jahren ist aber auch das Gehirn eines guten Zombies soweit verwest, dass seinen Lebenszeit als Untoter endgültig zu ende geht. Da gibt es kein Zurück!

Man sieht schon, die Geschichte ist teilweise sehr morbide. Es geht stellenweise brutal zur Sprache und zur Sache. Einige Szenen muss man abkönnen, aber gerade sie unterstreichen den dunklen Charakter des Buches. Ich erschoss einen weiteren Kriecher, schwarzes Blut und schon halbverflüssigte Hirnmasse spritzten auf das Gras. S. 90
Dann ist die Geschichte aber auch so köstlich gespickt mit Humor, dass einem desöfteren die Lachtränen in den Augen stehen. Brams militärische Zombietruppe ist einzigartig komisch und sorgt für viele, viele Schmunzeleien.

Bram selbst gehört zu den guten Zombies, die eine militärische Laufbahn eingeschlagen haben. Obwohl an ihm nichts direkt kaputt ist (sieht man einmal von getackerten Narben, trocken gespannter Haut und nicht verheilenden Wunden ab), ist er weit davon entfernt der typische Roman-Schönling zu sein. Außer natürlich, man steht auf milchig weiße Augen und totengraue Haut. Allerdings hat er ein so liebes und fürsorgliches Wesen, dass er jeden Leser sofort für sich gewinnen wird. Seine Gedanken gegenüber Nora sind makellos. Das macht ihr auf seine Weise attraktiv, das äußerliche spielt nach kurzer Lesezeit keine Rolle mehr. Man stellt ihn sich nicht mal besonders unattraktiv vor. Er sprach langsam und seine Stimme war rau, aber zugleich überraschend schön. Beruhigend. Wie Herbstwind, der durch die Blätter fährt. S. 41
Gegenpol Nora ist klein, zierlich und sehr, sehr niedlich. Das taffe Mädchen ist nicht auf den Mund gefallen und sorgt für manch erheiternde Situation. In Notfällten klettert sie schonmal im Nachthemd aufs Dach und feuert auf eine ganze Armee von halbverwesten Untoten. Die Anziehung zwischen ihr und Bram ist ein langsamer Prozess, bei dem, von ihrer Seite, erst Vertrauen gefasst werden muss. Dies wurde perfekt umgesetzt! Alles Andere wäre aber auch komplett unlogisch, denn welches Mädchen würde sich schon einem toten Zombie freudestrahlend an den Hals werfen.

Die verschiedenen Erzählperspektiven sorgen für viel Spannung und konstantes Interesse an der Geschichte. Der Plot ist schlüssig und die Handlung stets nachvollziehbar. Besonders gut gefällt, dass die Handlung nicht zu einfach, eher komplex, wirkt. Die eigentliche Thematik ist nach einem spannenden Finale zwar abgeschlossen, spitzt sich aber zum Ende nochmals zu. Leider wird der Leser dann mitten aus dem Geschehen gerissen und verlangt unweigerlich nach mehr! Der Folgeband "Dearly, Beloved" erscheint auf Englisch 2012. Die deutschen Leser werden sich wohl noch etwas gedulden müssen.

Persönliches Fazit
"Dark Love" vereinigt Action und (morbide) Romantik, zusammen mit einer tollen Storykulisse, zu einem dunkel spaßigen Lesegenuss. Mein Leser-Herz schreit nach einem Zombie, und ich kann mich nicht erinnern, diesen Wunsch schon einmal gehabt zu haben. Bram und Nora überzeugen! Die Aussicht darauf, dass ihre Liebe endlich ist und Brams Verfall nur noch für ca. 3 Jahre aufgehalten werden kann, erzeugt eine greifbare Spannung. Mein Wunsch für die beiden steht fest, bleibt abzuwarten, ob er sich erfüllen wird. 5 dunkle Liebes-Sterne!
Handlung: 5 / 5
Charaktere: 4,5 / 5
Lesespaß: 5 / 5
Preis/Leistung: 4,5 / 5

© Damaris Metzger, damarisliest.de