Dienstag, 30. August 2011

Zitat aus "Drei Wünsche hast du frei" von Jackson Pearce

"Ein Vogel und ein Fisch können sich lieben, nur wo sollen sie leben?" S. 163

© Zitatrechte Droemer Knaur Verlag

Review zu "Drei Wünsche hast du frei" von Jackson Pearce



PAN (September 2010),
Softcover, 288 Seiten,
12,99 € [D]


"Wer bist du?", flüstert sie.
"Ich habe keinen Namen", antworte ich.
"Aber können wir die Förmlichkeiten überspringen und das hier beschleunigen?"
"Was beschleunigen?"
"Das mit den Wünschen. Ich bin hier, um dir drei zu erfüllen."

Als Viola von ihrem Freund verlassen wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Gerade noch war sie verliebt und beliebt, nun ist sie nur noch die Ex vom coolsten Typ der Schule. Viola wünscht sich nichts mehr, als wieder glücklich zu werden – und beschwört so versehentlich einen Dschinn herbei. Er ist jung, er sieht gut aus … und er ist furchtbar schlecht gelaunt, denn er hält Menschen für ungemein nervtötend. Aber bevor er in seine Heimat zurückkehren kann, muss er Viola drei Wünsche erfüllen. Und das ist nicht so einfach, wie es sich anhört … (Cover- und Textrechte: Droemer Knaur)


Meine Meinung
Viola fühlt sich zerbrochen. Das Lawrence ihr bester Freund ist, tröstet sie wenig. Sie hätte ihn gerne als ihren festen Freund zurück. Doch das geht nicht, da Lawrence sich vor einiger Zeit von ihr getrennt hat, weil er sich als schwul geoutet hat. Seitdem fühlt sich Viola unsichtbar und nirgends richtig zugehörig. Sie malt gerne und gut, aber selbst da vergleicht sie sich immer mit anderen Schülern und findet deren Arbeiten besser. Kurz, ihr Selbstbewusstsein, das sie von Freunden und Einladungen zu Partys abhängig macht, ist total im Keller.
Als sie in Gedanken einen Herzenswunsch ausspricht, taucht plötzlich ein namenloser Dschinn auf. Er ist dazu da, Viola drei Wünsche zu gewähren, danach kann er zurück in seine Heimat Caliban. Jeder Dschinn hat das Bestreben, so schnell wie möglich die Wünsche seines "Herrn" zu erfüllen und wieder zu verschwinden. In Caliban altern Dschinn nicht, in der Menschenwelt hingegen schon. Entsprechend schlecht gelaunt und ruppig ist der Dschinn, dessen Herrin Viola nun ist. Er drängt sie, sich schnell etwas zu wünschen, damit er wieder verschwinden kann. Doch so einfach ist die Sache nicht ...

"Drei Wünsche hast du frei" war ein Buch, bei dem ich emotional sehr ergriffen war. Es gibt zwar während dem Lesen einige (kleinere) Kritikpunkte, nach Beendigung des Buches scheinen sich diese (wie ein Dschinn) in Luft aufgelöst zu haben. Man hat die Kritik schlichtweg vergessen. Doch von vorne.

Die Erzählung ist im Präsens/Gegenwart gehalten. Laut einer kleinen Umfrage von mir, der unbeliebteste Erzählstil bei den Lesern. Ich habe mich mittlerweile so daran gewöhnt, dass ich mich damit gut anfreunden kann, vor allem, wenn der Schreibstil dazu passt. Die ersten Kapitel habe ich jedoch als etwas holprig empfunden und folglich manche Sätze wiederholt um ein Lesegefühl zu bekommen. Mit der Zeit liest man sich aber ein, und die Sprache fließt gut.
Dann bin ich kein Fan von englischen "Yeah"s in einer deutschen Übersetzung. Ein "Yeah, du hast recht." klingt für mich einfach oberflächlicher als das deutsche "Ja, du hast recht.". Das ist sicher Geschmacksache, und manchen mag dieser Jugendausdruck auch gefallen. Für mich kommt er immer einem Stilbruch gleich, weil ich ihn einfach nie passend finde.
Sehr gut gefällt, dass sich die Kapitel aus der Ich-Perspektive von Viola und Dschinn abwechseln. Gerade das bringt einem vor allem Dschinn näher.

Auch die Charaktere sind nicht die stärksten ihrer Art. Trotzdem sind sie für ein abgeschlossenes Buch mit weniger als 300 Seiten ausreichend und sympathisch ausgearbeitet.
Die Grundidee der Geschichte an sich ist super und es gibt einige Handlungswege und Ideen im Buch die mich voll und ganz überzeugen konnten. Gefühle kommen beim Leser an und sind gut verständlich. So hat das Lesen richtig Spaß gemacht.

Besonders die Beziehung zwischen Viola und Dschinn hat mir gut gefallen. War Dschinn anfangs noch sehr ablehnend und nur genervt, freunden sich die beiden mit der Zeit an. Das zeigt sich an kleinen Punkten, wie dass es Dschinn plötzlich gefällt, dass Viola ihn mit Namen Dschinn anspricht und er nicht einfach nur ein Dschinn für sie ist (Zur Erklärung, lt. Buch haben Dschinn keine Namen. Sie sind alle einfach nur Dschinns, wie eine Gattung oder Rassenart). Auch das Tempo dieser Annäherung ist gut und richtig gewählt. Romanpärchen, die sich nach dem ersten Kennenlernen schon schnulzig und verliebt in den Armen liegen, gibt es schließlich genug!

Ich gebe es zu. Anfangs dachte ich, ich hätte das Buch nach den ersten Kapiteln durchschaut. Ich war mich sicher zu wissen, was Viola sich wünschen würde. Doch weit gefehlt. "Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt" ... das kann ich hier gerne unterschreiben!
Bei einer sehr emotionalen Szene im letzten Buchdrittel flossen dann zum ersten Mal die Tränen. Die Geschichte ist abgeschlossen, doch kann man als Leser durchaus spekulieren, wie es weiter gehen könnte. Dieses Ende hatte ich mir gewünscht und war dann auch so gerührt, dass ich nochmals zufrieden geschluchzt habe. Ich weine gerne in Büchern! Denn wenn ein Buch das schafft, konnte es mich meistens auch überzeugen und emotional ergreifen. So wie "Drei Wünsche hast du frei".
Wer einen abgeschlossenen, nicht zu langen Roman, mit einer zarten und herzlichen Liebesgeschichte lesen möchte, dem kann ich das Buch sehr empfehlen.

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Montag, 29. August 2011

Lesezeichen Gewinnspielauslosung ... und gewonnen haben ...



Hallo liebe Gewinnspielteilnehmer :-)

Seit zwei Wochen konntet ihr eines von 12 meiner selbst genähten Lesezeichen gewinnen. Dazu mussten alle Teilnehmer ein kleines Rätsel lösen und 12 Pärchen der Fantasyliteratur + das jeweilige Buch dazu aufschreiben.

Nun, es haben 12 Teilnehmer mitgemacht und es gab 12 Lesezeichen :-) Folglich gewinnt auch JEDER Teilnehmer!!
Das freut mich ganz besonders, so hat sich die "Mühe" doch für jeden gelohnt und keiner geht leer aus.

Herzlichen Glückwunsch an:

Jessi, Rena, Die Bücherdiebin, Lena, Reni, Stefanie W., Julia S., Katze W., Elena, Momo, Nina und Elena20

ACHTUNG: Von Nina und Stefanie W. fehlt mir noch die Anschrift. Bitte noch mailen, damit ich eure Lesezeichen schnell rausschicken kann. Gerne auch nochmal über das Kontaktformular HIER.

Samstag, 27. August 2011

Rezension zu "Das verbotene Eden: David und Juna" von Thomas Thiemeyer

Verlag: PAN (August 2011)
Ausführung: Hardcover, 464 Seiten
ISBN: 978-3426283608
16,99 € [D]

Genre: Jugendbuch/Dystopie


Klappentext
Männer und Frauen. Feuer und Wasser. David und Juna.
Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den "dunklen Jahren" leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer … Faszinierend düster und wunderbar romantisch – der neue Bestseller von Thomas Thiemeyer.

Über den Autor
Thomas Thiemeyer, geb. 1963, lebt in Stuttgart und arbeitete zunächst als Illustrator. Nach fünf rasanten mystischen Wissenschaftsthrillern entdeckte er mit den "Chroniken der Weltensucher" höchst erfolgreich das Jugendbuch für sich. Mit "Das verbotene Eden - David und Juna" beginnt ein neuer großer Zyklus, der in einer bedrohlichen Zukunft spielt.

Rezension

Der erste Satz: Wenn unsere Welt zusammenbricht, dann schneller, als wir uns das im Moment ausmalen können.

Die Erde im Jahr 2080. Eine Grippeimpfung hatte vor 65 Jahren den unerwünschten Nebeneffekt, dass Männer und Frauen angefangen haben sich zu hassen. Seit sich damals Paare bis aufs Blut bekämpft haben, sogar Tötungen zwischen den Geschlechtern an der Tagesordnung waren, leben beide Parteien streng getrennt in verschiedenen Zonen. Sie haben sich komplett entzweit und nennen sich gegenseitig Hexen und Teufel. Viele Männer und Frauen suchen sich einen (Sexual)Partner beim gleichen Geschlecht.
David ist Mönch und lebt in einem Kloster, nahe der alten Stadt, die vom Inquisitor und seiner Organisation regiert wird.
Juna lebt dagegen in der Frauenstadt Glânmor. Sie ist die Tochter der dortigen Hohepriesterin und wurde schon früh als Jägerin und Kämpferin ausgebildet. Beide halten an den eingebläuten Meinungen über das jeweils andere Geschlecht fest, bis Juna eines Tages David gefangen nimmt, um an Informationen über ein Geheimnis der Männer zu kommen.

Dystopietypisch wird die Spannung hier nicht mit dem Holzhammer aufgebaut. So scheint für manchen Leser anfangs nicht viel zu passieren. "Das verbotene Eden" erreicht den Leser sehr differenziert. So erfährt man viel vom Hass der Geschlechter aufeinander, über Gräueltaten, Folter und Tötungen. Da es in einigen Lebensbereichen nicht ganz ohne das andere Geschlecht geht, wurde zwischen beiden Parteien ein Vertrag geschlossen. So müssen die Frauen Teile ihrer Ernten an die Männer abgeben. Empfängnisbereite Frauen bieten sich den Männern in so genannten Schandkreisen an, um das menschliche Überleben zu sichern. Da die Frauen aber nur weibliche Nachkommen aufziehen, werden männliche Babys im Kreis der Verlorenen abgelegt, wo sie dann von den Männern abgeholt werden.
Doch gerade seitens der Männer kommt es immer wieder zu Vertragsübertretungen. So werden zum Beispiel aus dem Abholen des Ernteanteils Plünderungen und aus der freiwilligen Anbietung der Frauen Vergewaltigungen. Oft verbunden mit der Verwüstung von Frauendörfern.
Der vertraglich geschlossene Frieden gerät so immer mehr ins Wanken und steht nur noch auf Messers Schneide.

Durch die einfache und bildliche Sprache findet sich der Leser sofort in der von Herrn Thiemeyer geschaffenen Welt zurecht. Besonders schön gelingt die Beschreibung der Umgebungen und Orte. Sie wird jedoch nie so ausschweifend, dass sie zu langweilen beginnt. Die Umgebung ist fiktiv, doch regionstypische Gerichte wie Maultauschen (gutbürgerliches, schwäbisches Essen), sowie die Beschreibung eines nadelartigen Fernsehturms (wie der in Stuttgart), lassen auf die Heimatliebe des Autors schließen.

Bis zum Mitte des Buches lernt man David und Juna separat voneinander kennen. Juna sieht David zwar einmal kurz von weitem, ansonsten wechseln sich die Geschehnisse um die beiden ab, bis sie nach einiger Zeit dann aufeinander treffen. Ebenfalls scheinen sich die Charaktere der beiden Hauptprotagonisten erst entwickeln zu müssen.
Die, laut Klappentext, wunderbare Romantik entpuppt sich als vorsichtiges Herantasten. Aber wen wundert es, wäre doch ein sofortiges In-den-Armen-liegen bei der jahrelangen Geschlechterfeindschaft sehr unglaubwürdig. So wird die Romantik zwischen David und Juna zwar etwas mehr, als nur angedeutet, eingefleischte Romantikfans könnten aber etwas enttäuscht sein. Da die Geschichte aber auf einen Mehrteiler ausgelegt ist, ist seitens Charakterentwicklung und Romantik hier noch viel Luft nach oben.

Der Schluss ist sehr spannend, wobei auch etwas abwegig. Man ist versucht, wie bei einer unglaublichen Szene in einem Actionfilm, laut "Ja klar!" zu rufen. Aber gerade das hat auch einen gewissen Reiz. Und da das Buch reine Fiktion ist, wiegt dieser Einwand nicht so schwer. Im Gegenteil, er trägt auf jeden Fall zur spannenden Endhandlung bei. Das Ende spielt in eindeutig auf eine Fortsetzung an.

Persönliches Fazit
In "Das verbotene Eden" sind David und Juna dabei, sich ihr eigenes Eden zu erträumen. Das Verbot wird von ihnen schlichtweg missachtet, und ihr Handeln traf mich dadurch mitten ins Herz. So störte ich mich auch nicht sonderlich an den entwicklungsfähigen Charakteren und der spärlichen Romantik. Denn genau so war die Geschichte richtig und stimmig. Das Buch ist eine gelungene Dystopie, teilweise bedrückend und mitleiderregend. Sensible Leser könnten bei gewissen Szenen zu Tränen gerührt werden. Ein sprachliches Eden ist das Buch, mit seinen Zitaten und Textpassagen aus Shakespeares "Romeo und Julia", in jedem Fall. 4 Sterne!
Handlung: 3,5 / 5
Charaktere: 3,5 / 5
Lesespaß: 4  / 5
Preis/Leistung: 4 / 5


Freitag, 26. August 2011

Zitat aus "Tales of Partholon 1: Ausersehen" von P.C. Cast

"Vergiss niemals: Ich bin geboren worden, um dich zu lieben. Du bist genauso ein Teil von mir wie meine Seele. Wenn du in Sicherheit bist, wird ein Teil von mir ebenfalls immer in Sicherheit sein." S. 433

© Zitatrechte MIRA Taschenbuch

Donnerstag, 25. August 2011

Review zu "Tales of Partholon 1: Ausersehen" von P.C. Cast



Mira Taschenbuch (Mai 2011), Band 1,
TB, 526 Seiten,
9,95 € [D]


Eben noch in der Highschool und plötzlich in einer Welt, in der Shannon wie eine Göttin behandelt wird.
In Partholon halten sie alle für die Hohepriesterin der mächtigen Göttin Epona. Auch wenn Shannon Parker zunächst nicht begreift, wie sie in diese Welt geraten ist, versucht sie, es mit Humor zu nehmen. Bestimmt ist das alles nur ein Traum Aber nicht einmal im Traum würde sie sich vorschreiben lassen, wen sie heiraten soll! Auch wenn dieser ClanFintan ihr noch so tief in die Augen schaut und sie sich noch so stark zu ihm hingezogen fühlt Erst als Shannon von Visionen heimgesucht wird, beginnt sie zu begreifen, dass sie dazu auserwählt worden ist, Partholon zu retten. Sie muss die Menschen vor grausamen, vampirähnlichen Dämonen beschützen und das kann sie nur mit ClanFintans Hilfe.


Meine Meinung
Shannon Parker ist 35, Lehrerin an einer Highschool und liebt "günstiges verrücktes altes Zeug" für ihr Zuhause und das Klassenzimmer. So ist sie an einem heißen Tag in Oklahoma zu einer Haushaltsauflösung mitten im Nirgendwo unterwegs. Dass diese Spritztour ihr Leben komplett verändert, hätte sie sich bis dato nicht träumen lassen.
Und so findet sie sich auf einmal im Land Partholon wieder. Hier ist sie nicht mehr Shannon, sondern Rhiannon die Geliebte und auserwählte Hohepriesterin der Göttin Epona. Aber Rhiannon wäre nicht Shannon, wenn sie diese Situation, bei allen Gefahren, nicht mit viel Herz und Humor meistern würde.

"Ausersehen" zu beschreiben fällt nicht schwer. Das Buch ist so lustig, auf jeden Fall witzig und dann natürlich auch noch ... genau - lustig! Ab der ersten Seite musste ich nicht nur fortlaufend schmunzeln, sondern vor Vergnügen oft laut lachen oder quietschen (man bedenke den Blick eventueller im Raum anwesenden Personen!)
Die Sprache ist herrlich flüssig und wirklich perfekt übersetzt, ohne Wortwitz einzubüßen oder unfreiwillig komisch zu wirken. Außerdem ist das Buch komplett frei von Rechtschreibfehlern oder fehlenden Satzzeichen. So macht mir das Lesen Spaß (Notiz an mich: Danke an das Lektorat!).

Shannon, bzw. Rhiannon, ist ein Unikat. Zudem war es auch mal schön, von einer 35-Jährigen zu lesen, die nicht dem gerade gängigen Heldinnenbild von Teenie-Mädels entspricht. Zu fast jeder Situation hat sie einen flotten Spruch auf Lager, dabei spricht sie den Leser oft persönlich an, oder drückt ihre Gedanken in Klammern aus. So werden zum Beispiel ihre "Notiz an mich" Gedanken oder Träume, in denen alle möglichen Schauspieler vorkommen, während des Lesens legendär. Viele Gedanken und Gespräche mit ihrem dortigen Ehemann ClanFintan sind wunderbar eindeutig/zweideutig. Dauergrinsen garantiert.

Unsere Blicke hielten einander fest, und ich spürte, dass meine Atemzüge sich beschleunigten.
Gott, er war aber auch groß.
Und muskulös.
Und heiß (in allen Bedeutungen dieses Wortes).
Ich fühlte mich wie ausgehungert (ebenfalls in allen Bedeutungen des Wortes). S. 238/242

Ein weiterer Schwenk nach Westen, und schon ragten die Berge drohend vor rechts von mir auf. Sie gruselten mich, das was seltsam, denn eigentlich mochte ich Berge. (Nein, ich kann nicht gut Ski fahren, aber ich bin perfekt darin, in einer Berghütte zu sitzen und Glühwein zu trinken.) S. 400

Shannon wird in Partholon (zuerst unfreiwillig) mit ClanFintan verheiratet. Die Autorin beschreibt in einem Vorwort, dass sie ihr Buch selbst so sehr liebt, weil sie ihren ewigen Lieblingshelden ClanFintan zum Leben erwecken konnte. Er ist wirklich ein "echter" Held. Stark und sexy, dann aber auch wieder total romantisch und fürsorglich. Er liebt Shannon aus ganzem Herzen. Das machte ihn auch für mich sehr sympathisch und ich mochte ihn sehr gerne. Dabei ist er nicht mal ein "richtiger" Mann (aber mehr wird hier nicht verraten).

Ganz frei von Kritik kann ich allerdings nicht sein. Denn ich verstehe auch durchaus, dass einige Leser bei dem ganzen Wortwitz und Geplänkel, und somit auch von Shannon, mit der Zeit genervt sind. Es ist wirklich schwierig, sich auf eine ernsthafte, spannende Situation zu konzentrieren, wenn man auf der selben Seite 3-5 Mal zum Lachen, Ginsen, Schmunzeln animiert wird. Zur Verdeutlichung gab es eine Szene, in der Shannon "oben ohne" eine Rede vor ihrem Volk hält (sehr befremdlich, ich weiß, aber so machen das Auserwählte einer Göttin in Partholon nun mal). Die Szene schwenkt und wird plötzlich spannend und sehr dramatisch. Shannon hat sich aber zwischendurch nicht umgezogen und man denkt die ganze Zeit "Mein Gott, die springt in dem ganzen Drama oben ohne durch die Gegend!"
Dann ist die Geschichte auch nicht komplett frei von Längen. Diese sind aber nicht sehr störend. Man kann drüber hinwegsehen.

"Ausersehen" war für mich ein sehr vergnüglicher Lesespaß, dazu spannend und sehr romantisch mit einem Hauch Erotik (bis auf eine Szene nur minimalst, könnte also noch als jugendfrei durchgehen). Ihr seht, ich mag dieses "Klammerndings", und so kann ich den Roman allen empfehlen, die märchenhafte, spannende Fantasy, gepaart mit Chick-lit Humor einmal antesten wollen. Mir hat's gefallen!

Ich ... bemerkte mehrere mit Schnitzereien verzierte Kleidertruhen ... . Ein kleines bisschen Stöbern brachte nicht nur Kleidung, sondern sehr viel Kleidung zum Vorschein. Im Ernst, ich fühlte mich wie Barbie. Nicht die einfache Barbie, sondern Ball-Barbie, Sommer-Barbie, Cocktailempfang-Barbie, Verabredung-mit-einem-Arzt/Anwalt/Vorstandsvorsitzenden-Barbie ... und so weiter und so fort. S. 114

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Sonntag, 21. August 2011

Rezension zu "Eulenflucht: Durch die Nacht" von Emily Kay

Verlag: Elyson Books (Juni 2011)
Ausführung: Taschenbuch, 256 Seiten
ISBN: 978-3942602136
12,90 € [D]

Genre: Dark Fantasy/Romantic Fantasy


Klappentext
Immer wieder träumt Mae den gleichen Albtraum, der scheinbar keine Verbindung zu ihrem Leben hat. Und trotzdem lassen sie die Traumbilder und Gefühle nicht los. Wenig später tauchen Sam und Konrad auf - zwei rätselhafte Brüder. Mae spürt vom ersten Augenblick eine Anziehung zu Sam, die sie sich nicht erklären kann. Noch ahnt sie nicht, dass die Brüder ein dunkles Geheimnis umgibt, das mit ihr verbunden ist. Ein Schicksal, das nicht gebrochen werden kann. Eine Liebe gegen jede Vernunft. Denn sie zerstört die Menschen, die sie liebt.

Über die Autorin
Emily Kay (geb. 1974) gehört zu der Generation der Kassettenkinder. Im Alter von drei Jahren bekam sie ihr erstes batteriebetriebenes Tonbandgerät geschenkt und ist seitdem bekennende Anhängerin deutscher Hörspielserien. Seit ihrer ersten Begegnung mit Rüdiger, dem kleinen Vampir von Angela Sommer-Bodenburg, schlägt ihr Herz für den Zauber der Nacht. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Anglistik, Germanistik und Pädagogik und leitete ein Bildungsinstitut. Heute lebt sie mit ihrer Familie und zwei Katzen mitten im Ruhrgebiet und widmet sie sich der Schreiberei. Ihr Debut "Eulenflucht - Durch die Nacht" ist der Auftakt einer fantastischen Trilogie.

Rezension

Der erste Satz: (Dresden 1945) Ich saß zusammen mit meinen Eltern und meiner Schwester in der Wohnstube, als gegen 21.45 Uhr der erste Fliegeralarm begann.

Der Buchtitel "Eulenflucht" kommt ursprünglich aus Norddeutschland. Der Begriff wurde früher verwendet und bezeichnet die Zeit der Abenddämmerung. (Quelle: Google)

Kurz zusammengefasst handelt die Geschichte von der 18-jährigen Mae, die mit ihrer Familie an der Nordsee wohnt. Sie und ihr Zwillingsbruder Nik führen ein normales Teenagerleben, gehen zur Schule und haben die selben Freunde. Maes gewöhnliches Leben ändert sich schlagartig, als eines Tages Sam und Konrad, zwei Brüder, an ihrer Schule auftauchen. Maes Gefühlwelt wird ab diesem Zeitpunkt nicht nur durcheinandergewirbelt, sie läuft von nun an permanent im Schleudergang. Außerdem umgibt die Brüder ein dunkles Geheimnis, das vor allem mit Mae zu tun hat.

Nach einem interessanten und spannenden Prolog, der in Dresden 1945 spielt, findet sich der Leser mitten im heutigen Leben von Mae. Mit dem Schreibstil, kann man sich anfreunden. Schade sind allerdings einige Rechtschreibfehler, sowie fehlende Satzzeichen, die sich über das ganze Buch verteilen.
In den ersten paar Kapiteln lernt man Mae und teilweise auch ihr Umfeld kennen. Einige Gedankengänge und Handlungen von Mae sind zu ausführlich und somit auch langweilig beschrieben. So passiert im ersten Drittel des Buches noch recht wenig. Etwas verwirrend ist auch die Einbindung von Maes Freunden. So ist ein Freund/Bekannter einfach plötzlich da, ohne dass seine Rolle in der Geschichte klar wird. Erst später wird erklärt, wo man diesen Freund einordnen muss.
Im Großen und Ganzen ist der Einstieg jedoch flüssig und anschaulich zu lesen. Bis Sam auftaucht!

War Mae vor Sams Auftritt noch relativ normal, für eine 18-Jährige, verfällt sie nach der ersten Begegnung sofort in ein Kleinmädchenschema. Entsetzt und doch gebannt erfährt der Leser, wie sie beim ersten Blick auf Sam beinahe in Ohnmacht fällt, wie ständig ihr Herzschlag aussetzt, sie nicht mehr klar denken kann, sich fühlt, als wäre ihr ein Brett vor den Kopf geprallt und ihr die Luft wegbleibt. Letzteres so oft, dass man sich ernsthaft Gedanken um ihre Gesundheit machen muss.
Ein normales Gespräch mit ihr scheint unmöglich, da sie in Sams Gegenwart entweder permanent rot anläuft oder keinen halbwegs vernünftigen Satz zustande bringt.
Als sie, nachdem sie Sam das erste Mal gesehen hat, in ihr Tagebuch schreibt, dass sie definitiv verliebt ist, sogar "mit Herzchen in den Augen", fragt man sich nicht das letzte Mal, ob man dieses Verhalten einer 13-Jährigen noch länger ertragen will.

Sam. Das war das Einzige, woran ich denken konnte. Wieso verhielt ich mich völlig unzurechnungsfähig in seiner Gegenwart? Die Antwort lag eigentlich auf der Hand. Weil Sam der wunderschönste, unglaublichste und dazu noch wohlriechendste Mensch des Planeten war. S. 74

Wer ist nun also dieser Sam, das Objekt von Maes Begierde? Neben der Tatsache, dass dem Leser ab dem Auftauchen der Brüder Sam und Konrad klar sein müsste, was sie darstellen, wird Sam unter positiven Attributen und Ausschmückungen schlichtweg begraben.
Sam weiß alles und kann alles. Er spielt Handball wie ein Gott, natürlich auch zufällig perfekt Gitarre, als ein Bandmitglied ausscheidet. Außerden wechselt er Reifen, als würde er nie etwas anderes tun und ist selbst dann, wenn er mal nur an einem Tisch sitzt, atemberaubend schön und bewegt sich wie ein Topmodel!
Dazu redet er mit sanfter Samtstimme, hat perfekt geformte elfenbeinfarbige Zähne, sinnlich geschwungene Lippen, leuchtend/umwerfend/himmlische smaragdgrüne Augen und natürlich ein wunderschönes schiefes Lächeln.

Allein seine Anwesenheit war anbetungswürdig. S. 81

Selbst der hartgesottenste Schnulz- und Romantikfan versucht hier, den faden Beigeschmack aus dem Mund zu bekommen. Assoziationen zu anderen Fantasyhelden eingeschlossen. Man fühlt sich, als würde man in Zuckerguss baden. Alles klebt, ist viel zu süß und dazu noch garniert mit zu viel Erdbeerlipgloss.
Wer nun darauf spekuliert, dass es zwischen Mae und Sam, bei aller Liebe zueinander, zu einer körperlichen Annäherung kommt, der wird sie bis zum Schluss nicht finden. Außer in Maes Vorstellung, gibt es kein Kuss, keine knisternd romantische Szene, nichts!

Auch die Handlung rettet nun die Geschichte nicht mehr. Ellenlange Gefühlsbeschreibungen nehmen einem den Lesefluss, neben dem ganzen Kitsch verpufft aufkommende Spannung sofort nach dem jeweiligen Kapitel. Dazu kommt noch das Gefühl ständiger Déjà-vus.
Eine schöne Idee sind die Tagebucheinträge von Mae. Leider wiederholen selbst diese nur das zuvor Gelesene.
So endet das Buch mit einer als Tagebucheintrag zusammengefassten Handlung, die den Leser auf die folgenden Bücher der Trilogie vorbereiten soll. Schade, das Potenzial war vorhanden, wurde aber in so viel Kitsch ertränkt, dass eine Vorfreude auf weitere Bücher um Mae und Sam stark getrübt ist.

Persönliches Fazit
"Eulenflucht: Durch die Nacht" hat mich unterhalten, aber nicht im positiven Sinn. Als großer Romantasy- und Schnulzfan war das selbst mir zu dick aufgetragen. Und so steige ich nun aus meiner Zuckergussbadewanne und lasse die klebrigen Reste von mir abbröckeln. Die Eule kam, sah ... und siegte nicht! Es bleibt ihr wohl nichts anderes übrig als zu fliehen (wahrscheinlich durch die Nacht). 1 Stern!
Handlung: 1 / 5
Charaktere: 2 / 5
Lesespaß: 1 / 5
Preis/Leistung: 1 / 5

Montag, 15. August 2011

Rezension zu "Zweilicht" von Nina Blazon



Verlag: cbt (August 2011)
Ausführung: Hardcover, 416 S.
ISBN: 978-3570161173
18,99 € [D]

Genre: Urban-Fantasy


Klappentext
Erst stiehlt sie sein Herz, dann seine Welt ...
Der 17-jährige Jay ist in der Stadt seiner Träume angelangt – ein Jahr wird er als Austauschschüler in New York, der Heimat seines verstorbenen Vaters, verbringen. Gleich zu Beginn verliebt er sich in die geheimnisvolle Madison mit den Indianeraugen. Doch was er keinem zu erzählen wagt: Hin und wieder taucht ein anderes Mädchen auf, das außer ihm niemand zu sehen scheint. Sie nennt sich Ivy und er kann nicht aufhören, an sie zu denken. Bis sie ihn schließlich in eine verwunschene Welt entführt, die seit Jahrhunderten kein lebender Mensch betreten hat. Als auch im New York der Gegenwart die Geister und Dämonen erwachen, beginnt für Jay ein Kampf auf Leben und Tod. Der Dämon mit dem Herzen aus Eis ist ihm auf der Spur und giert nach menschlichen Seelen. Und Jay muss sich entscheiden – zwischen zwei Mädchen, zwei Leben, zwei Wirklichkeiten.

Über die Autorin
Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik Studiums, bevor sie den Roman "Im Bann des Fluchträgers" veröffentlichte, der 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Inzwischen hat sie zahlreiche erfolgreiche Jugendbücher geschrieben, darunter den großen Fantasyroman "Faunblut". Nina Blazon lebt und arbeitet in Stuttgart.

Rezension

Der erste Satz: "Und er atmet wirklich?", fragte Mo.

Nach dem Tod seines Vaters und einem Streit mit seiner Mutter, ist es Jay nur recht, ein Jahr als Austauschschüler in New York zu verbringen. Hier lebt er bei seinem Onkel Matt und seinem Cousin Aidan. Jay findet in der Schule schnell Anschluss und verabredet sich bald mit Madison, einem Mädchen, für die er schon seit seinem ersten Tag in der in neuen Schule schwärmt. Als er dann dem geheimnisvollen Mädchen Ivy begegnet, die außer ihm niemand sehen kann, zweifelt Jay an seiner Zurechnungsfähigkeit. Und dann verändert ein Sturm über New York sein Leben ...

"Zweilicht" startet nicht unmittelbar mit den Ereignissen um Jay, sondern mit dem Leser unbekannten Wesen. Hat man sich an die wechselnde Erzählperspektive zwischen Jay und den anderen Charakteren gewöhnt, liest sich die Story flüssig und, in bekannter Nina Blazon-Manier, sehr bildlich, fast schon zauberhaft.
Ein hervorstechendes Merkmal des Romans ist diese bildliche Sprache. Die Beschreibungen der Umgebungen, sowie die Gefühle der einzelnen Protagonisten, sind absolut greifbar und gut verständlich. Dabei wirken sie nicht überladen oder vollgestopft.

Eine angenehme Abwechslung ist in diesem Genre ist der männliche Hauptprotagonist Jay. Er ist sehr sympathisch und wirkt souverän, obwohl ihn der Streit mit seiner Mutter und die Vergangenheit seines Vater sehr belasten. Diesen Konflikt spürt man als Leser gut, ohne dass Jay an Authentizität verliert. Die Handlung ist zu keiner Zeit vorhersehbar, alle Charaktere scheinen etwas zu verbergen, ohne dass man dahinter kommt, was es ist. Sehr fein, so gefällt das!

Und so liest man sich fröhlich durch die Kapitel, freut sich an Jay, der Umgebung, der Spannung und meint, die Handlung der Geschichte gut zu verstehen, bis .... ja, bis das selbst konstruierte Verständiskartenhaus an einem Wendepunkt der Geschichte vollständig in sich zusammenfällt. Da steht, bzw. sitzt man nun, starrt das Buch mit einem riesen Fragezeichen im Gesicht an und versucht, die einzelnen Karten neu zu sortieren. Und das Beste, man fühlt sich dabei hervorragend! Diese Wendung gelingt Frau Blazon so gut, dass man sich fast schon verzweifelt fragt, wann ein Buch einen das letzte Mal so überraschen konnte?!

Ab hier geht die Handlung in eine andere Richtung, bleibt dabei aber genau so spannend und unvorhersehbar, wie zuvor. Besonders die weiblichen Charaktere scheinen einfach nicht richtig greifbar, die Sympathien wechseln fast mit jedem Kapitel.
Das Ende kommt nicht abrupt, erstreckt sich über einige Kapitel und ist einer großartigen Fantasygeschichte durchaus würdig. Hier ist jedoch die ganze Vorstellungskraft des Lesers gefragt. Nina Blazon scheint ihrer "Strategie", abgeschlossene Bücher zu schreiben, treu zu bleiben. Dieses, fast schon Phänomen, ist selten geworden. So wirkt der Schluss nicht gehetzt und kann nach dem spannenden Finale langsam ausklingen. Als Leser hat man das gute Gefühl, eine vollständige und runde Geschichte gelesen zu haben, über die man noch etliche Male gerne nachdenken wird.

Persönliches Fazit
"Zweilicht" hat auch für mich gestrahlt - zweifach!! Nicht oft habe ich eine so hervorragend ausgearbeitete Geschichte gelesen. Bei "Zweilicht" scheint alles zu stimmen. Authentische Charaktere, eine fast schon fühlbare Sprache und eine unvorhersehbare Handlung, mit einem großartigen Plot, haben das Lesen für mich zum Vergnügen gemacht. Dazu kommt ein Buchtitel mit Bezug zum Inhalt und natürlich eines der Highlightcover 2011.
Nach der überraschenden Wendung ertappte ich mich immer wieder dabei, nachdenklich in die Luft zu starren, um einzelnen Puzzleteile richtig zusammenzusetzen. So macht das Lesen Spaß!
Und so bleibt nach der Beendigung das Gefühl, dass man das Buch, mit einer wissenden Sicht auf die Handlung, am liebsten gleich noch mal lesen möchte. 5 verdiente Sterne!


Aufmachung: 4 / 5
Handlung: 5 / 5
Charaktere: 4,5 / 5
Lesespaß: 5 / 5
Preis/Leistung: 4 / 5

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Zitat aus "Zweilicht" von Nina Blazon

"Wir glauben gern, dass etwas geschieht, während wir reden. Die Wahrheit ist, dass alles Wichtige geschieht, während wir schweigen." S. 337

© Zitatrechte cbt Verlag

Freitag, 12. August 2011

Große Lesezeichenverlosung bei Damaris: Gewinne Edward, Jace, Gideon, Patch, ....

Du stehst auf Glitzervampir Edward, könntest in den bernsteinfarbenen Augen von Schattenjäger Jace versinken oder wirst beim romantischen Zeitreisenden Gideon schwach? ... Dann kann ich dir leider auch nicht helfen :-)

Doch, vielleicht ein bisschen. Ich habe wieder genäht und möchte unter allen Teilnehmern 12 meiner Lesezeichen verlosen.


Mitmachen kann JEDER! Ihr müsst kein Leser bei mir sein, müsst keine Werbung machen und es ist vollkommen egal, ob ihr einen Blog habt, oder nicht. Jeder der teilnimmt, bekommt 1 Los.

Aber natürlich gibt es eine Aufgabe. Meinen Lesezeichen habe ich die Namen von einigen ach so beliebten (oder weniger beliebten) männlichen Helden der Fantasy gegeben. Nun ist es eure Aufgabe, zu jedem die weibliche Partnerin + Buch oder Serie herauszusuchen. Das erste und deutlichste Beispiel gibt's von mir:

Edward + Bella - Bis(s) zum Morgengrauen o. Twilight o. Bis(s) Reihe

Alles klar? Die anderen 11 dürft ihr nun lösen (s. folgendes Bild). Kleiner Tipp, alle Bücher sind aus dem Bereich Fantasy, sind schon erschienen und wurden von mir in meinem Rezensionsindex auch besprochen.

Eure Lösungen + Anschrift (wichtig, damit ich nicht 12 Gewinner anschreiben muss) schickt ihr mir einfach über das Kontaktformular, Betreff "Lesezeichengewinnspiel", weiter unten.

VIEL SPAß UND VIEL GLÜCK!!


Das Kleingedruckte: Jeder darf einmal teilnehmen und erhält dafür 1 Los. Gewinne werden nur innerhalb der EU und in die Schweiz versandt. E-Mail Adressen + Anschrift werden sofort nach Beendigung gelöscht. Reine Gewinnspielblogs sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Auslosung erfolgt über Random.org. Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 28.08.2011


Gewinnspielformular (abgelaufen)


Noch eine Anmerkung in eigener Sache. Solltet ihr regelmäßiger Leser meines Blogs sein und feststellen, dass meine Beiträge bei euch im Dashboard oder Google Reader nicht aktualisiert werden, müsst ihr folgenden Link manuell in eurem Dashboard/Reader hinzufügen.


Damit sollte es dann klappen. Google weiß für dieses "Problem", dass bei meinen Lesern hin und wieder auftaucht, leider auch keine Lösung.

Donnerstag, 11. August 2011

Review zu "Ruf der Tiefe" von Katja Brandis und Hans-Peter Ziemek



Beltz & Gelberg (März 2011),
gebunden, 414 Seiten,
16,95 € [D]


Mit seinen 16 Jahren ist Leon bereits ein Profi: Er gehört zur Elite der Flüssigkeitstaucher, die sich auch in 1000 Meter Tiefe frei bewegen können. Zusammen mit Lucy, einem intelligenten Krakenweibchen, sucht Leon im Pazifischen Ozean nach Rohstoffen am Meeresgrund. Die Tiefsee ist sein Zuhause, viel vertrauter als das 'oben'. Doch dann scheint das Meer verrücktzuspielen: Am Grund breiten sich 'Todeszonen' aus, massenhaft ergreifen die Wesen der Tiefe die Flucht nach oben, an Land bricht Panik aus. Bei einem verbotenen Tauchgang machen Leon und Lucy eine gefährliche Entdeckung - und geraten in große Schwierigkeiten. Ausgerechnet Carima, eine junge Touristin von 'oben', erweist sich als Leons einzige Verbündete …


Meine Meinung
Leon arbeitet für die ARAC, einen großen Forschungs- und Energiekonzern. Sein Arbeitsplatz ist die Tiefsee. Hier erlaubt es ihm ein besonderer Hightech-Tauchanzug, sowie die Flüssigkeitsatmung in Tiefen vorzudringen, die ein normaler Taucher niemals erreichen kann. In einem speziellen Partnerprogramm wurde jedem Elitetaucher ein Meerestier zugeordnet, welches ihn auf seinen Tauchgängen begleitet und ihm hilft. Leons Partnerin ist das Krakenweibchen Lucy. Zwischen beiden besteht eine besondere Verbindung. So kann Leon sich mit Lucy nicht nur durch Handzeichen verständigen, sondern sie können sich tatsächlich über ihre Gedanken unterhalten.
Als im Meer seltsame Zwischenfälle geschehen, und Leon diese untersuchen möchte, wird er vom ARAC-Konzern ausgebremst. Bald wir ihm und Lucy klar, dass hier mehr als ein paar harmlose Zufälle dahinterstecken.

Zu Beginn des Buches begleitet man Leon auf einer seiner Unterwassermissionen. Und genau dort hatte mich die Geschichte schon in ihrem Bann. Mit einem spannenden Einstieg schaffte es Frau Brandis mich buchstäblich mit Leon und Lucy abtauchen zu lassen.
Konnte ich mir die Beziehung zwischen Leon und der Krake Lucy anfangs so gar nicht vorstellen, wurde mir nach Lucys ersten drei "Sätzen" klar, diese Krake muss man einfach lieb haben. Ihre Satzstellungen erinnern teilweise an Meister Yoda aus Star Wars, mit einem so unbedarft niedlichen und auch fürsorglichen Humor, dass ich bei den Unterhaltungen nur noch schmunzeln wollte.

Mein Freund, was ist? Vielkalt sind deine Gedanken. Ist etwas nicht gut? Lucys Stimme, ganz klein und verloren.
Ja, antwortete Leon müde. Mir ist gerade eisig kalt. Manchmal fängt man an, über sein Leben nachzudenken ... und dann fühlt man sich, als würde man von einer Strömung davongerissen ... S. 74

Komm schon jetzt! Schwimmen wollen wir, schwimmen, drängelte Lucy. Oder Verstecken spielen bitte, bitte, jetzt! S. 11

Die Erzählperspektive wechselt hauptsächlich zwischen Leon und dem Mädchen Carima hin und her. Die zarte Liebesgeschichte der beiden drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern begleitet die spannende Handlung auf eine angenehme Weise. Carima und ihre Familienverhältnisse lernt man gut kennen. Der Hauptfokus liegt aber eindeutig auf Leon. So macht der schüchterne Junge im Verlauf der Geschichte eine spürbare Wandlung durch, als er mehr über seine eigenen Hintergründe und die der der ARAC erfährt. Gefühle wie Wut, Sorge und auch Hilflosigkeit kamen deutlich bei mir an. Leon wurde mir mit jedem Kapitel sympathischer.

Dass der Roman stellenweise fiktiv ist und in der Zukunft spielt, bekommt man durch Dinge wie die Flüssigkeitsatmung oder den 'OxiSkin', einen Hightech-Tauchanzug direkt mit. Subtilere Andeutungen, wie veränderte Essgewohnheiten der Menschen oder dass die Jugendlichen "Fluch der Karibik 7" anschauen, sind humorvoll in die Geschichte integriert.

Die Geschichte erforderte ganz sicher eine beeindruckende Recherchearbeit. Ob Forschungsstationen, Tiere, Meer oder das Tauchen im Allgemeinen, ich hatte immer das Gefühl, dass die Autoren wissen, wovon sie reden. Hier hat sich die Zusammenarbeit der Autorin Katja Brandis mit dem Biologen Hans-Peter Ziemek voll und ganz ausgezahlt.

Fazit
"Ruf der Tiefe" war spannend, beeindruckend und mit einem, für mich, sehr emotionalen Ende. Jedem, der gerne besondere und spannende Abenteuergeschichten liest, kann ich diesen Roman wärmstens empfehlen. Großviel gut! um es mit Lucys Worten zu sagen. Und ich, ich habe mich verliebt - in eine Krake!

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Mittwoch, 10. August 2011

Wichtelpost und Buchgewinn

Einfach schön, wenn man tolle Post bekommt. Diese Woche war das bei mir schon zweimal der Fall. Da geht einem so richtig das Herz auf!


Bei Debbies Gewinnspielwochen auf Buechertippzzz habe ich "Strange Angels: Verflucht" von Lili St. Crow gewonnen. Yes! Schon wieder ein Buch, dass ich von meiner Wunschliste streichen konnte. DANKE an Debbie!!

Dann hat Anja von Bücherzauber ja in den letzten Wochen ein Lesezeichenwichteln gestartet. Eine Tag vor dem Öffnungstermin kam mein Brief auf Österreich dann auch an. Das war perfekt berechnet :-) Meine Wichtelpost kam von Klaudia vom Vienna Writers Blog. Sie hat mir ein knallrotes "mords buch" Lesezeichen eingepackt und dazu noch eine ganz schöne, edle Buchhülle genäht. Wunderschön! Da ich auch selbst ein bisschen nähe, hat sie genau meinen Geschmack getroffen. Herzlichen DANK an Klaudia.
Anja, das war eine tolle Idee und hat soooo viel Spaß gemacht!!

Dienstag, 9. August 2011

Rezension zu "Die Nacht ist dein" von Rebecca Maizel

Verlag: Goldmann (März 2011)
Ausführung: Taschenbuch, 384 Seiten
ISBN: 978-3442474295
8,99 € [D]

Genre: Dark Fantasy


Klappentext
Für sie gab er nicht nur sein Leben, sondern auch seine Unsterblichkeit ...

Lenah Beaudonte ist unsterblich. Sie ist ein Vampir und führt einen der mächtigsten Vampirclans an. Aber es gibt nur eines, was sie sich wirklich wünscht: sterblich zu sein. Ausgerechnet ihr ehemaliger Geliebter Rhode schenkt ihr schließlich, was er ihr einst genommen hat. Das Opfer dafür ist seine eigene Existenz. Doch schon bald muss Lenah ihr neu gewonnenes Leben verteidigen und zwar gegen ihre Vergangenheit. Ihr Vampirclan hat nämlich beschlossen, sie nicht so einfach gehen zu lassen.

Über die Autorin
Rebecca Maizel ist eine junge amerikanische Autorin. "Die Nacht ist dein" ist der Beginn einer Trilogie um die Vampirin Lenah Beaudonte, die mit "Und ewig währt der Tag" fortgesetzt wird. Rebecca Maizel lebt in Rhode Island, USA.

Rezension

Der erste Satz: Ich erlöse dich ...

Die Geschichte beginnt als Einstig mit der Rückverwandlung von Lenah. Aus einer über 500 Jahre alten Vampirin wird wieder ein 16-jähriges menschliches Mädchen.
Lenah Beaudonte ist zwar die Anführerin eines selbst erschaffenen Vampir-Covens, doch alle alten Vampire werden mit der Zeit vom Wahnsinn und von übermächtigen Gefühlen der Ausweglosigkeit befallen. So auch Lenah. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als wieder ein Mensch zu werden. Ihr ehemaliger Weggefährte Rhode erfüllt ihr schließlich diesen Wunsch, durchgeführt mit einem alten Ritual, bei dem selbst sein Leben lassen muss. Nachdem Rhode Lenah noch letzte Anweisungen für ihr wiedergewonnenes, menschliches Leben gegeben hat, stirbt er, und Lenah findet sich in einem Wohnheim mitten auf einer Highschool wieder.
Doch Lenah ist mental noch mit ihrem Vampir-Coven verbunden und immer in Gefahr, dass dieser sie entdeckt und zurückholt ...

Was mit einem vielversprechenden Klappentext beginnt, lässt den Leser nach den ersten Kapiteln schon zwiegespalten die Stirn runzeln.
Die Sprache der Story ist nichts Besonderes, jedoch leicht verständlich. In Verbindung mit moderner Vampir-Fantasy wurden einige Worte etwas altertümlich oder in Dialekt übersetzt (z.B. "Sanka", altes Wort für Sanitätskraftwagen, statt Krankenwagen, "heuer" statt heute), was dem ganzen Schreibstil einen eher überholten Touch verleiht.

Mehr oder weniger alle Charaktere, egal ob Haupt- oder Neben-, sind eher flach und ohne Tiefe ausgearbeitet worden. Der komplette Altersdurchschnitt ist mit 16 Jahren für einen Erwachsenenroman viel zu jung. So fehlt dem Leser die Beziehung zu einigen Personen völlig. Lenah selbst bildet hier keine Ausnahme. Ihre Darstellung vor der Rückverwandlung vom Vampir, entspricht in keinster Weise ihrem Verhalten als Mensch. Ist sie als Mensch eher schüchtern und zurückgezogen, wird durch viele Rückblicke gezeigt, wie blutrünstig und gefühlskalt sie als Vampir war. Und als ob das nicht genug wäre, wiederholt die Autorin in jedem Kapitel zusätzlich, wie oft Lenah in der Vergangenheit brutal getötet hat, bzw. zum töten bereit war. Fast so, als ob ihr brutales Verhalten als Vampir ihren neuen, schüchternen Charakter kompensieren soll.

Stichwort Wiederholungen, diese gibt es im Roman zuhauf. Egal ob die Nennung von Lenahs Kleiderauswahl als Vampir (feinste Seide) oder dass ihr wiederholt auffällt, wie sich der Bizeps einiger männlichen Personen darstellt. Man hat einfach das Gefühl, von Wiederholungen überhäuft zu werden.
Und warum werden einige Personen, darunter ein männlicher Hauptcharakter ständig in Verbindung mit ihrem Nachnahmen genannt? Traut man hier dem Leser nicht zu, sich die Namen einiger weniger Schüler zu merken?

Wenn dann 90 Seiten vor Schluss, endlich Lenahs Vampir-Coven auftaucht, um das Ende gefährlich, spannend zu gestalten, hilft das dem unausgereiften Plot auch nicht mehr auf die Sprünge.
Zugutehalten muss man der Geschichte, dass sie sich relativ kurzweilig und schnell lesen lässt. Verständnisprobleme gibt es keine. Wenn man vor dem Lesen weiß, dass einen hier eine Highschool-Vampir-Fantasy Geschichte erwartet, wird auch dieser Roman sicher seine Anhänger finden.

Persönliches Fazit
Erwartete ich bei "Die Nacht ist dein" einen spannenden Plot, authentische Charaktere und prickelnde Anziehungskraft zwischen den Hauptpersonen, so wurde ich doch eher enttäuscht. Die Story plätscherte dahin, die Charaktere waren mir relativ egal und die Kommunikation zwischen Lenah und ihren Männern verlief teilweise so flach, dass Knisterfeeling, bis auf wenige Ausnahmen, auf der Strecke blieb.
Junge Lesern, denen Vampir-Fantasy in Verbindung mit Highschool Klischees gefällt, könnten an diesem Roman Gefallen finden. Alle sonstigen Fantasy-Liebhaber werden eher enttäuscht sein, hier eignet sich das Buch nur als Not- oder Strandlektüre. 2 Sterne.
Handlung: 1,5 / 5
Charaktere: 2 / 5
Lesespaß: 2 / 5
Preis/Leistung: 3 / 5

Montag, 8. August 2011

Review zu "City of Glass" (Chroniken der Unterwelt 3) von Cassandra Clare



Arena (August 2009), Band 3,
gebunden, 728 Seiten,
19,95 € [D]


In Idris sind düstere Zeiten angebrochen. Als Valentin sein tödliches Dämonenheer zusammenruft, gibt es nur eine Chance, um zu überleben: Die Schattenjäger müssen ihren alten Hass überwinden und Seite an Seite mit den Schattenwesen in diesen Kampf ziehen. Um Clary vor der drohenden Gefahr zu schützen, würde Jace alles tun - doch dafür muss er sie erst einmal verraten.


Meine Meinung
"City of Glass" ist der dritte Band der Chroniken der Unterwelt. Man muss die ersten beiden Teile "City of Bones" und "City of Ashes" gelesen haben, um diesen Teil zu verstehen.

Manche Bücher kann man getrost als perfekt bezeichnen. So auch "City of Glass". Perfekte Handlung, perfekte Protagonisten, perfekte Spannung, perfekte Romantik, perfekter Humor. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich in allen Punkten so angesprochen hat und an dem es nichts, wirklich gar nichts, auszusetzen gab.

Nach einer kurzen Einführung am Schauplatz New York, spielt dieser Teil komplett in Idris, der Heimat der Schattenjäger. Der Bösewicht Valtentin hat hier sein Dämonenheer versammelt, um seine faschistische Meinung über Schattenjäger und Schattenwesen notfalls mit Gewalt durchzusetzen. Die Freunde um Clary und Jace wollen alles in ihrer Macht stehende tun, um Valtentin aufzuhalten. Man muss kein Hellseher sein, um zu erkennen, dass dies alles andere als einfach werden wird.

Nachdem ich die Protagonisten schon hinreichend kennengelernt habe, sind mir alle so ans Herz gewachsen, dass ich an keinem etwas verändern würde. Kein Charakter ist willkürlich oder austauschbar, alle harmonieren vollkommen mit der Geschichte.
Hervorzuheben sind natürlich Clary und Jace. Clary, die oft impulsiv handelt, bevor sie nachdenkt, aber keine Diskussion scheut. Die für die Menschen, die sie liebt eintritt und dabei trotz Schwierigkeiten so mutig ist, dass ich sie immer wieder gerne in den Arm genommen hätte. Und natürlich Jace. Cool, schlagfertig und düster. Oft unnahbar und geheimnisvoll. Dann aber auch wieder so liebevoll und verletzbar - damit gehört er für mich zu den Buchcharakteren überhaupt!
Besonders ans Herz gewachsen ist mir auch Clarys bester Freund Simon und der Hexenmeister Magnus Bane, beides sehr ausdrucksstarke Personen, welche die Geschichte mit ihrer Handlung und ihrem unschlagbaren Humor bereichern.

Der erste Teil der Reihe, war eine gigantische Einführung, hatte ein Ende, mit dem man nicht leben will/kann. Der zweite Teil wirkte auf mich sehr düster und spannend. Mit diesem dritten Teil legt die Autorin nochmal eine Schippe drauf und ließ mich förmlich an den Seiten kleben. Natürlich gibt es auch hier ein fulminantes Finale, doch man erhält während des ganzen Buches eine perfekt dosierte Geschichte, die zwischen Spannung, Action und Romantik keine Wünsche offen lässt. Alles noch verbunden mit einem tollen Humor. Und so wünschte ich mir schon nach der Hälfte, dieses doch umfangreicheren Buches, dass es nie zu Ende geht.

Mit "City of Glass" könnte man die Chroniken der Unterwelt als abgeschlossen betrachten. Man bekommt als Leser ein Ende mit allen Auflösungen (für mich sehr zufriedenstellend, so hatte ich mir das erhofft), keine Fragen bleiben unbeantwortet oder offen.
Mittlerweile dürfte aber den meisten bekannt sein, dass Cassandra Clare aus der Trilogie nun sechs Bände machen wird. Sie nennt die bisher erschienenen Bände ihre erste Trilogie und setzt die Geschichte dann mit der zweiten Trilogie fort. Der vierte Teil "City of Fallen Angels" erscheint bei uns im November 2011. Danach folgen noch "City of Lost Souls" und "City of Heavenly Fire".

Wer die Chroniken der Unterwelt noch nicht kennt, sollte sie ganz dringend lesen. Alle drei ersten Bände haben mich vollkommen überzeugt, und so dachte ich mir beim Zuklappen von "City of Glass": Welches Fantasy Buch kann das noch toppen??!! Es wird schwer! Und so bekommt auch dieses Buch meine uneingeschränkte Leseempfehlung!

Zum Schluss noch Jace, wie er leibt und lebt :-)
(Isabelle) "Ich glaube, das ist Erdbeersaft. Aber auf jeden Fall schmeckt es superlecker. Jace? Willst du mal probieren?" Fragend hielt sie ihm das Glas entgegen.
"Ich bin ein Mann und Männer trinken keine rosafarbenen Getränke", verkündete er kategorisch. "Mach dich von dannen, Weib, und bring mir etwas Braunes!" S. 708

© Damaris Metzger, damarisliest.de

Sonntag, 7. August 2011

Zitate aus "City of Glass" von Cassandra Clare

"Aber ich will, weiß Gott, niemand anderen außer dir. Ich will noch nicht mal jemand anderen als dich wollen." S. 282
"Eigentlich wollte ich gar nicht hierherkommen. Ich bin die ganze Nacht ziellos umhergewandert - ich konnte nicht schlafen. Und dann hab ich festgestellt, dass meine Füße mich immer wieder hierhergebracht haben. Zu dir." S. 439
"Ich liebe dich und ich werde dich immer lieben, bis zu dem Tag, an dem ich sterbe. Und wenn es ein Leben nach dem Tod gibt, werde ich dich auch dann noch lieben." S. 442
Clary schaute hinauf in den Nachthimmel, zu den Sternen, die wie Spiegel in der Dunkelheit funkelten, und dann in zwei Augen, die auf sie hinabblickten und deren Licht stärker leuchtete als jeder Stern - Jace. S.663

© Zitatrechte Arena Verlag

Donnerstag, 4. August 2011

Antje Szillat - Autorin von "Solange du schläfst" - im Gespräch mit Damaris

Antje Szillat - Ehefrau, 4fach-Mutter, Tierliebhaberin und Autorin! Ihr aktuelles Jugendbuch "Solange du schläfst" ist ganz neu erschienen und besticht durch eine besonders warmherzige Liebesgeschichte und ein noch nie da gewesenes Cover. Antje Szillat lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Hannover und nennt sich selbst die "Beherrscherin des täglichen Chaos". Für "Damaris liest ..." hat sich die sympathische Autorin gerne zu einem Interview bereit erklärt.



Damaris: Hallo Antje. Neben der Arbeit als Autorin bist du noch als Redakteurin und Dozentin tätig, betreust Leseclubs und Schreibgruppen. Was machst du, wenn du mal gerade nichts mit Büchern und Schreiben zu tun hast?
Antje: Ach, liebe Damaris, ganz so "wild" ist es inzwischen nicht mehr bei mir. Die Leseclubs, die ich jahrelang in Kooperation mit der Stiftung Lesen betreut habe, gibt es leider nicht mehr. Ebenso verhält es sich mit den Schreibgruppen. Einerseits bin ich ein wenig traurig darüber, andererseits wüsste ich heute nicht mehr, wie ich das zeitlich noch geregelt bekommen sollte. Auch meine journalistische Arbeit habe ich inzwischen "an den Nagel gehängt" – bis auf ein Familien-Print-Magazin, bei dem ich schon von der ersten Ausgabe an als Redakteurin dabei bin. Ich arbeite aber nach wie vor als Dozentin und mache sehr viele Lesungen.
Wenn ich Zeit habe (und die nehme ich mir immer) dann mache ich Sport. Spinning, Joggen, Schwimmen. Zurzeit trainiere ich für den Volkstriathlon zusammen mit meiner ältesten Tochter. Nur mit dem Schwimmen habe ich noch so meine Probleme ;-). Ansonsten liebe ich Yoga und lange Spaziergänge mit Sam und Lisar, unsere beiden Labradors.


Damaris: Du schreibst für Kinder und Jugendliche und widmest dich auch den Sachbüchern. Liegt dir ein Themengebiet besonders am Herzen?
Antje: Ja! Ich weiß, das klingt jetzt irgendwie abgedroschen, aber in den meisten meiner Bücher geht es um Gerechtigkeit, Respekt und vor allen Dingen um die emotionale Intelligenz - die Intelligenz des Herzens.
Ich verabscheue diese sogenannte Ellbogengesellschaft und "Typen", die denken, mit Gewalt, Geld oder was auch immer die Welt beherrschen zu können – das Sagen zu haben. Genauso ist mir Gewalt zuwider und damit meine ich nicht "nur" körperliche Gewalt. Einer meiner Lieblingssätze stammt von dem amerikanischen Psychologen und Schriftsteller Daniel Golemann "Was nützt ein hoher IQ, wenn man ein emotionaler Trottel ist?"


Damaris: Wie bist du auf die Idee zu "Solange du schläfst" gekommen?
Antje: Viele Dinge sind zusammengekommen, lange Zeit habe ich mich gedanklich mit "Solange du schläfst" beschäftigt, bevor ich endlich angefangen habe zu schreiben. Die erste Variante war "härter". Der "rassistische" Hintergrund war ausgeprägter, sichtbarer, böser, klarer. Es ging darin um eine Andersartigkeit, die manche Menschen in ihrer kleinen, heilen und ach so perfekten Welt nicht ertragen und daher nicht akzeptieren konnten und wollten. Und natürlich um die bedingungslose Liebe zweier junger Menschen - Anna und Jérôme. Um ihre ganz besondere Verbindung, die nicht Wochen, Monate oder gar Jahre benötigte, um sich zu entwickeln, zu reifen, sich zu verfestigen. Sie war da. Vom ersten Moment an. Einfach da. Ein Blick und beide wussten, das hier, das ist etwas ganz Besonderes.
Magie … Ich glaube an so etwas. Ganz, ganz fest glaube ich daran.

Doch dann merkte ich, dass das zu viel war. Von allem einfach zu viel und ich beschloss, mich ganz und gar auf Anna und Jérômes Gefühle zu verlassen. Darauf zu hoffen, dass ihre Gefühl stark genug sind, um auch die Leser in ihren Bann zu ziehen. Ihnen etwas von der Magie zu vermitteln. Sie mitzunehmen. Berauschen, traurig, zuversichtlich, verzweifelt, glücklich … zu machen. Mit ihnen fühlen und bangen.
Also alles noch einmal von vorne. Und dann noch einmal und schließlich dachte ich, das ist es. Meine Lektorin zum Glück auch ;-).


Damaris: Nicht nur die erste Liebe, sondern auch verschiedene Szenen aus "Solange du schläfst" kommen mir sehr bekannt vor. Dorfleben- und Feste, Gerüchte und Cliquenbildung waren auch Bestandteil meiner Jugend. Hast du das auch so erlebt?
Antje: Ja, da hast du mich durchschaut. Allerdings nicht als Jugendliche. Ich war Mitte zwanzig, als mein jetziger Mann auf die glorreiche Idee kam, sich in einem kleinen Dorf als Künstler nieder zu lassen. Wir mieteten ein großes Haus, waren erst einmal total begeistert von der genialen Landschaft und der Ruhe und der netten Nachbarschaft, die sofort auf der Matte stand, um uns Städter willkommen zu heißen.

Für unsere Freunde aus der Stadt war es immer ein riesiger Spaß am Wochenende zu uns rauszukommen. Wir machten Party, faulenzten im großen Garten herum, saßen am Lagerfeuer, jemand spielte Gitarre, wir führten stundenlange Gespräche und das alles in einer wirklich traumhaften Umgebung.
Ich gebe zu, damals machten wir uns lustig über die Dörfler. Wie sie ihre Vorgärten ordentlich hielten. Die Fenster putzten, die Straße kehrten. Alles perfekt, akkurat, heil und ganz wunderbar.

Ich war glücklich und zufrieden. Aber eben nicht wirklich lange, denn ein Wochenende war schnell vorbei  und dann fuhren alle wieder in die Stadt zurück. In mein vertrautes Leben. Ich aber blieb zurück. Bei den Geburtstagen, an denen die Frauen an dem einen Tisch, die Männer an einem anderen saßen. Mann (Frau) blieb schön unter sich und als ich einmal viel mehr Lust verspürte, mich an den Männertisch zu setzen, weil mir die Gespräche interessanter erschienen (es wurde über Pferde gesprochen), da setzte ich mich halt zu den Männern. Es folgten hochgezogene Augenbrauen und gutgemeinte Ratschläge und ich begann mich unwohl zu fühlen.

Das war, heute im Nachhinein betrachtet, der Anfang vom Ende. Fast sieben Jahre hielten wir es aus. Dann packten wir unsere Koffer und gingen nach Hannover zurück. Im Gepäck übrigens zwei kleine Kinder, zwei Hunde, ein Pferd …
Hannover konnte daher keine dauerhafte Lösung sein. Viel zu teuer mit so viel "Gepäck". Wir ließen uns in einer Kleinstadt vor den Toren Hannovers nieder, wo wir noch heute leben.

Ich schaue gerne auf die Jahre in dem kleinen Dorf zurück. Es waren schöne Zeiten. Meine beiden ersten Kinder wurden dort geboren. Aber es waren auch ganz schreckliche Zeiten, in denen ich immer eine Außenseiterin blieb. Nicht dazugehörig. Eben ein Exot und dazu noch unangepasst. Ich war bestimmt schwierig – vielleicht so wie Anna. Und vielleicht wäre es auch besser gelaufen, wenn ich versucht hätte, ernsthaft versucht, mich anzupassen. Keine Ahnung. Damals wollte und konnte ich es nicht. Daher blieb uns eigentlich nur die "Flucht".


Damaris: Neben einer sehr herzigen und berührenden Liebesgeschichte sprichst du in "Solange du schläfst" auch Dinge wie Misstrauen gegen Ausländer, Familienmissstände und Kriminalität an. Ist es dir wichtig in deinen Büchern, ohne den erhobenen Zeigefinger, auf solche Dinge hinzuweisen?
Antje: Ich habe ja bereits in einer vorherigen Frage erwähnt, was mir in meinen Büchern, aber auch in meinem Leben im Allgemeinen wichtig ist. Deshalb hier nur noch einmal kurz. Ich hoffe, ich hoffe es sooo sehr, dass mir der pädagogisch erhobene Zeigefinger vor Jahren abgefallen ist. Ich mag ihn nicht. Kein bisschen. Und wenn ich als Leser spüre, wenn ich nur den Hauch einer Ahnung habe, da will mir jemand etwas von seiner Weltanschauung unterjubeln, ganz besonders im "pädagogischen" Bereich, dann stellen sich mir die Nackenhaare auf. Deshalb hoffe ich (schon wieder ;-)), dass niemand beim lesen meiner Bücher, dieses Gefühl entwickelt. Und ja, es ist mir sehr wichtig, auf solche Themen hinzuweisen. Sie gehören zu mir als Mensch und als Autorin.


Damaris: Bist du eine Pferdeexpertin? Die Beschreibung des Arabischen Vollblutes von Anna war sehr treffend, das können viele Pferdefans bestätigen. Oder hast du einfach nur gut recherchiert?
Antje: In fast vierzig Jahren sehr gut recherchiert ;-). Ich liebe Pferde. Rashun, Annas Vollblutaraber, war mein "Junge". Ich habe ihn damals in dem Dorf entdeckt. Er durfte mit seiner Mutter Rashuna das erste Mal auf die Weide. Ich sah ihn, den drei Wochen alten kleinen Araber, und verliebte mich auf der Stelle in ihn.
Er war irre teuer und mein Mann (damals noch Freund) zeigte mir tagelang einen Vogel. Dennoch kaufte ich ihn. In "Solange du schläfst" reitet Anna auf Rashun durch das traumhafte Gelände. Ich bin Rashun nie geritten. Er ist mit drei Jahren bei einem Weideunfall ums Leben gekommen. Es ist nun so viele Jahre her, aber ich bin immer noch traurig, wenn ich an ihn denke. Er war das schönste, das eleganteste, das einmaligste Pferd, das ich je gesehen habe. Ich konnte nie wieder einen Vollblutaraber besitzen.
Ich habe das erste Mal mit sechs Jahren auf einem Pferd gesessen und wollte nie wieder etwas anderes machen. Außer schreiben. Das wollte ich tatsächlich auch schon als Kind. Eine reitende Schriftstellerin wollte ich werden, das war mein Kindheitstraum :-).


Damaris: Was hältst du von dem Trend der Trilogie oder generellen Fortsetzungen bei Büchern? Ist für "Solange du schläfst" eventuell ein Fortsetzung geplant?
Antje: Nein! Warum auch? Es ist alles erzählt. Was danach kommt, soll in der Fantasie der Leser stattfinden. Ich möchte jedem die Freiheit lassen, selbst zu entscheiden, wie die Geschichte mit Anna und Jérôme weitergeht - aber in dem Wissen, dass sie weitergeht. Das war mir sehr wichtig.

Tja, mit den Fortsetzungsromanen ist das so eine Sache. Es ist ein Risiko für Leser und Autor gleichermaßen, finde ich. Gerade wenn einem der erste Band supergut gefallen hat. Die Erwartungshaltung ist dann sehr groß - manchmal vielleicht zu groß. Ich habe einige Bücher im Regal stehen, sogenannte Fortsetzungsromane, von denen ich nur den Anfang gelesen habe, weil der erste Band mich vom Hocker gehauen hat, der zweite es aber nicht annähernd tat. Am Ende ist dann immer so ein komisches Gefühl zurückgeblieben.

Bei Trilogien ist das bestimmt etwas anderes, weil man von vornherein ja drei Bände plant. Wenn nun aber von einem Roman, der eben ursprünglich als abgeschlossene Geschichte gedacht war, aufgrund seines großen Erfolgs eine Fortsetzung her muss, dann geht das meiner Meinung nach meistens nach hinten los. Aber wie gesagt, das ist meine ganz persönliche Meinung.


Damaris: Die Optik von "Solange du schläfst" ist ein echtes Highlight. Warst du daran beteiligt, oder ist das allein Sache des Verlags?
Antje: Ich würde jetzt gerne sagen, ja, ich habe mir das alles einfallen lassen ;-). Aber man soll sich ja nicht mit fremden Federn schmücken. Das war ganz und gar die Idee meiner Lektorin, des Verlages. Meine Lektorin hat mir ganz begeistert von einer Covertechnik erzählt, die es bisher in Deutschland noch nicht gegeben hat und ich war sehr angetan, konnte mir aber nicht so richtig vorstellen, wie es wohl "in echt" aussehen würde. Als ich dann das erste Exemplar in den Händen hielt, war ich völlig baff. Wunderwunderwunderschön, dachte ich. Und im nächsten Moment, auweia, jetzt sind die Erwartungen an "Solange du schläfst" bestimmt richtig groß.


Damaris: Ist man als Autor verletzt oder gekränkt, wenn ein Buch negative Kritik bekommt?
Antje: Ja! Ganz eindeutig ja! Ich kenne Kollegen, die behaupten, es wäre ihnen gleich. Geschmäcker sind nun mal verschieden. Manche sagen, sie würden überhaupt keine Rezensionen lesen, vielleicht aus Eigenschutz.
Ich lese alles. Schon immer. Und ich sitze und heule vor Glück, wenn ich positive Worte über eines meiner Bücher lese und ich bin am Boden zerstört, wenn jemand mein Buch "zerreißt". Es trifft mich. Obwohl ich weiß, dass es das nicht sollte und auch nicht darf. Denn wie schon erwähnt, die Geschmäcker sind unterschiedlich und das ist ja auch gut so.
Außerdem kann man auch von negativen Rezensionen lernen (rede ich mir dann immer ein ;-)). Gerade bei "Solange du schläfst" habe ich viele schlaflose Nächte gehabt (passt jetzt irgendwie ;-)). Ich dachte die ganze Zeit, auweia, auweia, auweia, so ein Cover … und wenn nun alle schreiben: Tolles Cover, nicht so toller Inhalt!?

Wenn ich dann zum Beispiel lese, was ein Rezensent zu bemängeln hat, dann möchte ich ihm am liebsten zurufen: "Hey, das ging aber an dieser Stelle nicht anders!"
Oder bei Anna und Jérôme wurde öfters "beanstandet", dass beide ihre Eltern mit Vornamen ansprechen würden. Da wollte ich am liebsten widersprechen: "Das stimmt nicht. Jérôme nennt seine Mutter nicht beim Vornamen. Nur Anna macht das. Nur auf Jérômes Handy steht 'Sabine ruft an'." Tja, vielleicht ist das eine Sache des dicken Fells oder so. Aber ich fürchte (oder vielleicht sollte ich mich darüber freuen), so ein dickes Fell wird mir niemals wachsen.

Was ich allerdings absolut unakzeptabel finde, sind persönliche Angriffe. Ich selbst habe das zum Glück noch nicht erlebt. Aber ich habe schon Rezensionen gelesen, in denen ein Autor/In dermaßen persönlich angegriffen wurde – verletzend, zerstörerisch. Das hat ja dann nichts mehr mit einem respektvollen Umgang miteinander zu tun. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, dann sollte ich das auch ruhig äußern können (wie mit vielen anderen Dingen im Leben auch), aber deshalb muss ich einen Menschen nicht persönlich angreifen – ist jedenfalls meine Meinung.


Damaris: Während der Schreibphase wirst du Auszüge deiner Romane sicher etliche Male lesen. Liest du deine eigenen Romane als fertiges Buch noch einmal komplett?
Antje: Nicht nur Auszüge, liebe Damaris. Ich lese meistens ein komplettes Manuskript zigmal.
Und ja, ich lese jedes Buch dann noch einmal, wenn es ein richtiges Buch ist. Dann stelle ich es ins Regal und freue mich auf das nächste literarische "Geschwisterchen". Wobei "Solange du schläfst" nicht mit dem Buchrücken zum Betrachter steht, sondern in voller breiter Schönheit ;-).


Damaris: Bei vier Kindern und deiner anspruchsvollen Arbeit musst du ein ausgeklügeltes Zeitmanagement haben. Kommst du selbst zum Lesen, und welches ist dein bevorzugtes Buch-Genre?
Antje: Also erst einmal: Ich bin das Chaos in Person - behauptet mein Mann. Ich sehe das allerdings ganz anders. Ich beherrsche das Chaos!
Ich habe wohl das große Glück, dass mein Mann von Anfang an immer voll und ganz hinter meiner Arbeit als Schriftstellerin gestanden hat. Er hat es immer ernst genommen. Auch als ich noch wenig oder gar kein Geld damit verdient habe. Er war mein erster "Fan", hat mir immer Mut gemacht und alleine deshalb schon, obwohl er inzwischen nicht mehr als Künstler tätig ist, sondern so ein richtiger "toller Manager" ;-) geworden ist, immer Haushalt und Familie gemeinsam mit mir "geschmissen". Das ist eine unglaubliche Erleichterung.
Aber auch meine Schwester und meine Mutter unterstützen mich (uns). Sonst wären teilweise die vielen Lesungen, die ich in der Vergangenheit gemacht habe, nicht möglich gewesen.

Ich lese viel und leidenschaftlich. Ich liiieebe Bücher. Meine Mutter ist daran "schuld" ;-). Ich habe sie immer mit einem Buch gesehen - bei jeder passenden Gelegenheit und das ist bis heute so geblieben (sie ist inzwischen 77 Jahre alt). Meine Schwestern lesen, mein Mann liest, ich lese, meine Töchter lesen, mein kleiner Sohn kann noch nicht lesen und mein großer Sohn findet Bücher total blöd.

Ich habe nicht wirklich ein bevorzugtes Genre. Mal lese ich Krimi oder Thriller, dann mal wieder einen Liebesroman. Gerne Jugendbücher, auch Kinderbücher. Dann wieder typische Frauenliteratur (wobei, was ist eigentlich typische Frauenliteratur?) und dann vielleicht auch ein Sachbuch oder Ratgeber. Alles was mich irgendwie anspricht. Sehr selten historische Romane, muss ich gestehen. Niemals Science Fiction.
Auch mal "die Bunte" (schrecklich, ich weiß) und eine Zeitlang alles, was es von Petra Hammerfahr zu lesen gab, bis ich sie mir überlesen hatte.
Ach, und ich mag sehr, sehr gerne die KINDERbücher von Cornelia Funke. "Hände weg von Mississippi" ist mein Lieblingsbuch von C. Funke. "Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel" lese ich jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit meinen Kindern vor (ob sie nun wollen oder nicht ;-)) und "Greta und Eule, Hundesitter" habe ich auch fest in mein Herz geschlossen.
Ich mag Gabriella Engelmanns "Eine Villa zum Verlieben", Daniel Glatthauers "Der Weihnachtshund", Stieg Larssons "Millennium Trilogie", Isabel Abedis "Lucian" und noch viel, viel mehr … Ich kann mich einfach nicht entscheiden.


Damaris: Die Frankfurter Buchmesse ist gerade wieder ein großes Thema. Wirst du dort sein und eine Lesung oder Signierstunde haben?
Antje: Ja, ich bin den Messefreitag in Frankfurt und das komplette Wochenende. Ich lese aus "Rick 2. - Acht Pfeifen an Bord und kein Land an Sicht" und ich meine auch, dass eine Signierstunde am Coppenrath Stand angedacht ist.


Damaris: Magst du mir zum Schluss noch etwas über deine aktuellen Schreibprojekte verraten?
Antje: Gerne doch! Zunächst einmal schreibe ich gerade am vierten Band meiner Kinderbuchreihe "Rick", der im Frühjahr 2012 erscheinen wird. Rick zu schreiben macht unglaublich viel Spaß. Er ist so lustig, seine Familie dermaßen chaotisch und dann wohnt er auch noch in Hannover. Was für ein Zufall ;-).
Anschließend fange ich mit den Recherchen zu meinem nächsten Jugendroman an. In meiner Fantasie ist er quasi schon fertig …
Weiter geht es mit einer neuen Kinderbuchreihe – diesmal mehr für Mädchen und auch eine etwas jüngere Zielgruppe -, die ebenfalls im Coppenrath Verlag erscheinen wird. Dazu darf ich leider auch noch nicht viel mehr verraten. Dann schwirren mir noch ein paar Projekte für "Junge Erwachsene/Erwachsene" im Kopf herum. Aber da heißt es im Moment noch: Schaun wir mal! ;-)


Nochmals herzlichen Dank an dich, liebe Antje, für dieses tolle und persönliche Interview. Es hat mir riesigen Spaß gemacht! Ich bin mir ganz sicher, dass die vielen begeisterten Leser von "Solange du schläfst" ein neues Jugend- oder Young-Adult-Buch von dir kaum erwarten können.

Die Rezension zum aktuellen Buch von Antje Szillat "Solange du schläfst" könnt ihr HIER nochmals nachlesen. Weitere Informationen zur Autorin, sowie zu ihren Bücher und Projekten, gibt es auf ihrer Homepage http://www.antjeszillat.de/.

Mittwoch, 3. August 2011

Rezension zu "Firelight: Brennender Kuss" von Sophie Jordan



Verlag: Loewe (August 2011)
Ausführung: Hardcover/SU, 376 Seiten
Reihe: Band 1/3
ISBN: 978-3785570456
17,95 € [D]

Genre: Urban-Fantasy/Romantasy


Klappentext
Als sie Will zum ersten Mal sieht, flieht Jacinda vor dem Jungen mit den haselnussbraunen Augen. Denn sie hat ein Geheimnis: Sie ist eine Draki, ein Mädchen, das sich in einen Drachen verwandeln kann. Nur in ihrem Rudel, hoch oben in den Bergen, glaubt sich Jacinda sicher. Sicher vor den Drachenjägern, die es auf ihre schillernde Haut und ihr purpurfarbenes Blut abgesehen haben.
Doch im Rudel braut sich Unheil zusammen. Hat es damit zu tun, dass Jacinda den gut aussehenden Cassian, den zukünftigen Leitdrachen, heiraten soll?
Ihre Mutter verschweigt ihr etwas, als sie bei Nacht und Nebel das Dorf verlassen. Todunglücklich beginnt Jacinda ein neues Leben. Da trifft sie Will wieder und Hals über Kopf verliebt sie sich in ihn. Aber ihre Liebe darf nicht sein, denn Will ist ein Drachenjäger ...

Über die Autorin
Sophie Jordan wuchs auf einer Farm in Texas auf. Die geheimnisvollen Höhlen in den Bergen inspirierten sie schon früh zu Geschichten über Drachen und Jäger. Bevor sie das Schreiben zum Beruf machte, arbeitete sie viele Jahre als Englischlehrerin. Heute lebt die New-York-Times Bestsellerautorin mit ihrer Familie in Houston. "Firelight" ist ihr Jugendbuchdebüt.

Rezension

Der erste Satz: Als ich auf den stillen See hinausblicke, weiß ich, dass es das Risiko wert ist.

Jacinda ist ein 16-jähriges Mädchen und eine Draki - ein Drachenwesen. Verbote und Anweisungen sind so gar nicht ihr Ding. Darum setzt sie sich auch über das Verbot des Rudelsführers hinweg und verwandelt sich tagsüber, um eine Runde in Drakigestalt zu fliegen. Dies hat fast fatale Folgen, denn sie wird von Drachenjägern aufgespürt und muss in eine Höhle fliehen. Als einer der Jäger ihr in die Höhle folgt, sieht Jacinda schon ihr Ende. Doch zu ihrer Verwunderung liefert sie der Junge nicht aus, sondern verleugnet sie sogar vor seinen Mitjägern.
Um den Konsequenzen des Rudels zu entgehen, flieht Jacindas Mutter mit ihr und ihrer Schwester aus dem Rudelversteck in eine Wüstenstadt. Da Drakis zum überleben Berge und Feuchtigkeit brauchen, hofft die Mutter, dass der Draki in Jacinda verkümmert bzw. abstirbt und sie dadurch ein sicheres Leben als Mädchen leben kann. Doch nicht einmal hier ist Jacinda sicher.

Gleich zu Anfang wird man als Leser in Jacindas gefährliches Leben hineingeschubst. Die Sprache im Präsens (Gegenwart) ist hier hervorragend gewählt und passt sowohl zur anfänglichen Action, wie auch zur Gefühlswelt von Jacinda. Frau Jordan bedient sich hier eines sehr bildlichen Schreibstils, welcher einen die Umwelt von Jacinda geradezu erleben lässt. So wird die Diskrepanz zischen dem autoritären aber sicheren Rudelleben und dem, für Drakis, qualvollen Leben in der trockenen Wüstenstadt besonders deutlich.

Die Charaktere der Draki Jacina und dem Drachenjäger Will faszinieren. Beide Hauptcharaktere überzeugen durch ihre Authentizität, selbst eine noch so kleine Gefühlsregung zwischen den beiden wird so deutlich dargestellt, dass einem des Öfteren ein wohliger Schauer über den Rücken läuft. Die vielen romantischen Szenen lassen das Herz jedes Genreanhängers höher schlagen. Das es bei Jacindas und Wills Zuneigung füreinander einmal zu viel hin und her geht ist eine Tatsache. Romantikfans werden aber mit Freuden darüber hinwegsehen. Hier sollte wohl die Verdeutlichung der "Liebe, die nicht sein darf" hervorgehoben werden.
Bemerkenswert ist, dass es der Autorin gelingt, auch alle anderen Personen so gut zu charakterisieren, dass sie für den Leser zur Geschichte gehören und dieser ihre Farbe geben.
Zwar ist die Annäherung zwischen Jacinda und Will ein Hauptthema der Geschichte, aber auch Jacindas innerer Konflikt ihrer Mutter, Schwester und dem Draki-Rudel gegenüber kommt gut zum Zuge. Mit immer wiederkehrenden Spannungsbögen, wird die Geschichte nie langweilig und entwickelt sich so zu einem echten Pageturner.

Die in "Firelight" verwendeten Wesen der Drakis sind im Romantasygenre etwas Neues und erfrischen dieses Genre tatsächlich. Die Umsetzung ist gut gelungen, nicht kompliziert, aber so, dass man sich diese neuen Wesen gut vorstellen kann.
Es muss hier einfach angefügt werden, dass einige Szenen einen Vergleich mit dem ersten "Bis(s)" Band unumgänglich machen. Beispiele sollen hier, um die Spannung zu erhalten, nicht angefügt werden. Leser besagten Buches werden aber wissen, wovon die Rede ist. Umso verwunderlicher ist es, dass man sich daran einfach nicht stören mag. Wahrscheinlich bringen die romantischen Szenen die Herzen der (wohl überwiegend weiblichen) Leser so zum schmelzen, dass ein Vergleich einfach nicht ins Gewicht fällt. Es scheint Bücher zu geben, bei denen man über solche Tatsachen gerne hinwegsieht. "Firelight" ist so ein Buch!

In den letzten Kapiteln wird die Handlung spannend und dramatisch. Genau so endet das Buch auch. Nicht wenige Leser werden sofort wissen wollen wie es weitergeht. Sie werden sich aber, bis die Fortsetzung erscheint, noch etwas gedulden müssen. Aber wie sagt man doch so schön? Vorfreude ist die schönste Freude!

Persönliches Fazit
Ja, das war genau mein Buch! Tolle Charaktere, ein fesselnder Schreibstil und viel Romantik machen "Firelight" zu einem (Lesehigh)Light für Romantikfans. Überhaupt ist Romantik das Stichwort, denn das wird es - hochromantisch! Den Titel "Brennender Kuss" darf man hier ruhig wörtlich nehmen, denn hier brennt nicht nur die sprichwörtliche Luft! 5 Sterne!
Handlung: 4 / 5
Charaktere: 5 / 5
Lesespaß: 5 / 5
Preis/Leistung: 5 / 5

© Damaris Metzger, damarisliest.de