Donnerstag, 17. August 2017

Dieses Buch bleibt im Regal #35

Eine Aktion von Damaris liest.
Jeden Monat stehe ich nun vor meinem Buchregal, um ein Buch herauszupicken, dass seinen Platz für immer im Regal behalten wird. Da ich fast nur Bücher behalte, die im Regal bleiben, ist das nicht so leicht. Im Grunde könnte ich zu allen greifen. Dieses Mal habe ich mich für eines meiner Highlights aus meiner Anfangszeit als Bloggerin entschieden. Der Regalplatz ist hier absolut verdient!


Delirium


"Delirium" von Lauren Oliver - 18,90 € (HC) - Carlsen Verlag

Sonntag, 13. August 2017

"Das Glück hat vier Farben" von Lisa Moore



Das Thema
Seit sie denken kann, ist die sechzehnjährige Flannery in Tyrone verliebt. Aber wann genau ist aus ihrem Sandkastenfreund ein Rebell und der coolste Junge der Schule geworden? Flannery, die sich oft in den Erinnerungen daran verliert, wie einfach früher alles war, beobachtet mit Erstaunen, wie die Welt um sie herum immer schneller kreist. Doch dann kommt ihr für ein Schulprojekt eine folgenreiche Geschäftsidee: Sie fertigt Liebestränke für die Mitschüler an - und ein regelrechter Hype wird ausgelöst. Plötzlich geht das Gerücht um, dass die bunten Mixturen tatsächlich wirken ...

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: FISCHER Sauerländer


Und vielleicht schaust du noch weiter in den Spiegel und beginnst dich zu fragen, mit jedem Atom deines Wesens, ob irgendjemand auf dieser verdammten verrückten Welt dich je lieben wird.
Und plötzlich stellst du dir dann vor, jung zu sterben.
Das ist so ein sensibler Moment.
- S. 74


Das Leseerlebnis
Bei "Das Glück hat vier Farben" hat mich zu allererst die süße Idee angesprochen (oder besser, die Idee, die ich hinter der Geschichte erwartet habe). Flannery fertigt für ein Schulprojekt Liebestränke an und plötzlich entsteht daraus ein Hype unter den Mitschülern. Wirken die Mixturen, die im Grunde nur aus gefärbtem Wasser bestehen, wirklich? Das klingt witzig und verrückt, sogar ein bisschen nach einer phantastisch angehauchten Story. Und ja, diese Aktion ist tatsächlich Teil der Geschichte. Aber eben nur ein Teil. Flannerys Geschichte ist viel mehr und weitaus ernster und auch tiefsinniger als ich vermutet hätte.

Freitag, 11. August 2017

"Der Prinz der Elfen" von Holly Black



Das Thema
Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft - von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen ...

© Klappentext-, Cover- und Zitatrecht: cbt Verlag


Wechselbälger sind wie Fische, die man zurückwerfen soll. Kuckuckseier, die von Spatzen ausgebrütet werden. Sie passen nirgends richtig hin.
Jack wuchs in dem Wissen auf, dass er anders war, doch er wusste zunächst nicht, warum. [...] Auch wenn er die bernsteinfarbenen Augen und das Kinn seines Vaters geerbt hatte, erwischte er in häufig dabei, wie er Jack besorgt und nervös ansah. Dieser Blick sagte ihm: Du bist nicht, was du scheinst.
- S. 173


Das Leseerlebnis
Elfengeschichten finde ich schon immer sehr anziehend. Besonders natürlich innerhalb epischer High Fantasy und nicht verkitscht. Aber auch im Jugendbuch, bzw. bei Urban-Fantasy-Geschichten, bekommen diese Wesen gerne meine Aufmerksamkeit, weil mich eine moderne Umsetzung reizt. Vor allem muss die Geschichte fesseln. Das ist "Der Prinz der Elfen" auch gut gelungen. Ich hatte mir die Geschichte sehr typisch für dieses Genre, sogar eher gewöhnlich, vorgestellt. Hier konnte mich das Buch sogar positiv überraschen.

Mittwoch, 9. August 2017

Buchzugänge vs. Buchabgänge im Juli 2017

Neun Bücher durften im Juli bei mir einziehen. Rein optisch sind sie alle der Hit. Entweder haben sie schimmernde Umschläge, glitzern oder sind so aufwändig gestaltet, dass ich immer wieder über das Cover streichen möchte. Manchmal (oft!) liest das Auge eben doch mit. Das ist auch einer der Gründe, warum ich das gedruckte Buch dem E-Book immer vorziehen werde, auch wenn der Inhalt der selbe ist.


Meine Buchzugänge im Juli - 9 Bücher



Montag, 7. August 2017

"Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer" von Mario Fesler



Das Thema
Das Leben macht es der dreizehnjährigen Lizzy nicht leicht: ein Körper, der tut, was er will, Eltern, die nichts kapieren, und Klassenkameraden, die abfällig auf sie und ihre beste Freundin Kristine herabgucken. Da macht das anstehende Schulfest die Laune nicht besser - denn da darf sie garantiert eh wieder nur die Gläser spülen. Als sie diesen Gedanken im falschen Moment laut ausspricht, hat sie plötzlich ihre eigene Projektgruppe mit allen Außenseitern der Unterstufe am Hacken. Doch schon bald stellt sie fest: Wenn so ein "Klub der Verlierer" erst mal in Fahrt kommt, ist die Niederlage nicht so vorprogrammiert, wie alle denken ...

© Klappentext-, Cover- und Zitatrechte: Magellan Verlag


Ich stand im Badezimmer und war mal wieder in den Kampf gegen meine Haare verstrickt. Möglicher Hauptgewinn: eine Frisur. - S. 9


Das Leseerlebnis
"Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer" wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 nominiert. Autor Mario Fesler ist somit ein Anwärter auf den Sonderpreis 'Neue Talente' - und meine Neugier war geweckt. Mit dem Inhalt hat das zwar nichts zu tun, aber das Buch ist optisch so besonders und aufwändig gestaltet, dass ich es nicht nur ständig betrachten, sondern auch fortlaufend anfassen muss. Inhaltlich erwartete ich eine Geschichte mit viel Humor und Pfiff ... und bekam genau das. Jedoch mit deutlich mehr Ernsthaftigkeit und Tiefsinn als erwartet.